Content Marketing für die Generation Y

Hauptsache billig – wir alle haben die oftmals aggressiven Werbesprüche der letzten Jahre noch gut im Ohr. Und was früher noch gut funktioniert hat, das funktioniert bei einigen Menschen nicht mehr. „Huch? Billig ist auf einmal schlecht?“ fragen wohl viele. „Jein“ lautet die Antwort darauf.

Es geht nicht um billig oder teuer – sondern um Herkunft, Qualität und die Authentizität

Die Aufmüpfigen unter den Käufern gehören vor allem der als verwöhnt, fordernd und viel zu anspruchsvollen verrufenen Generation Y an. Generation Y steht für Generation Why und umfasst alle, die von 1980 und 1999 geboren wurden. Why, weil sie mehr wissen will als nur den Preis.

Doch wie macht man Werbung für die Generation mit den Fragen?

Das stellt Marketer vor eine neue Herausforderung. Neben dem Nutzen, der jahrelang in der Werbung und auch im Content-Marketing bedient wurde, muss nun noch ein zweiter Aspekt bedient werden: die Authentizität. So ist es der Generation Y nicht mehr egal, wenn T-Shirts von Kinderhänden in schlechter Umgebung gefertigt werden. (Wohl bewusst ist es ihr, dass auch unsere allgegenwärtige Technik durchaus nicht immer ethisch korrekt gefertigt wird, diese aber hingebungsvoll verwendet wird – Apple lässt grüßen.) Durchaus widersprüchlich ist es da natürlich, dass dennoch solche Produkte teils erworben werden. Dies liegt wohl überwiegend an mangelnder Auswahl oder fehlendem Budget.

Eine Generation die von den Medien geprägt ist

Medienspezialisten wird es freuen: Die Generation Y ist ein Produkt der Medien. Berichte über Umweltkatastrophen, schlechte Konditionen von Nähern in Bangladesch usw., sowie schlechte Bedingungen in Tierzüchtereien (um nur einige Aspekte zu nennen) haben die Generation Y schwer beeinflusst und geprägt. So ist es kaum verwunderlich, dass viel mehr hinterfragt wird. Kaum jemand möchte ein Schweineschnitzel von einem Schwein essen, das gequält und mit Antibiotikum vollgepumpt wurde.

Ehrlich, klar, individuell, flexibel und einfach

Daher müssen Unternehmen nun etwas anders das Publikum, welches mittlerweile eine deutliche Kaufkraft hat, ansprechen. Zu beachten ist unbedingt, dass es hier nicht um leere Versprechungen oder stupide Floskeln geht. Der Hintergrund der Kampagnen muss ebenso ehrlich und real sein, wie das Produkt selber. Marketer müssen flexibel auf sich verändernde Bedürfnisse eingehen und ihre Individualität herausstellen. Kurzum: einfach darf die Werbung sein. Einfach und echt!

Dann klappt’s auch mit der Generation Y…

By | 2016-10-21T13:08:26+00:00 21. Oktober 2016|Content, Content Marketing Basics|2 Comments

About the Author:

Barbara Heeskens ist Co-Autorin im conpublica Content-Blog und KMU-Marketing-Blog. Sie gründete und bloggt bei MommyCircle und ist als Digital Native sehr vertraut mit Apps, dem Internet, Social Media und anderen digitalen Themen.

2 Kommentare

  1. Frank Bärmann 21. Oktober 2016 um 17:52 Uhr- Antworten

    Hallo Sascha, da hast du vollkommen recht. Wir haben hier ein wenig auf die Vorgehensweise der Werbung geschaut. Die haben lange Zeit in vielen Branchen mit dem Preis geworben. Doch geht nicht mehr. Im Content Marketing geht es vielfach um den Nutzen. Für die Gen Y ist Nachhaltigkeit und Transparenz ein Nutzen, insoweit stimmt es ja wieder. Offen und transparent sollte man immer sein als Unternehmen.

    Manipulieren kann sich nur die Werbebranche leisten.

    Danke für deinen Hinweis.

    Gruß
    Frank

  2. Sascha 21. Oktober 2016 um 14:06 Uhr- Antworten

    Content Marketing sollte unabhängig von der angepeilten Generation/Zielgruppe immer „ehrlich“ sein – schließlich geht es darum, dem potentiellen Kunden anstelle von markigen Werbeversprechen einen sofortigen Mehrwert zu liefern und auf diese Weise eine Beziehung herzustellen.

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