Content Marketing mit WhatsApp & Co.

Sie gehören heute zum Alltag: Messenger Dienste auf dem Smartphone. Allen voran WhatsApp werden sie von morgens bis abends von Millionen Menschen genutzt, um anderen Menschen, in der Regel Kontakte, eine kurze Botschaft, ein Foto, ein Video oder neuerdings auch eine Sprachnachricht zu senden.

Am Markt gibt es viele dieser Lösungen, die führenden sind laut einer Bitkom Studie WhatsApp, Skype und Facebook Messenger.

Quelle: Statista

Rund 1,2 Milliarden Personen nutzten im Januar 2017 weltweit WhatsApp zum Versenden und Empfangen von Kurznachrichten. Der Dienst ist besonders unter den 14- bis 19-jährigen Internetnutzern sehr beliebt. In dieser Altersgruppe gaben laut Statista 89 Prozent der Befragten an, WhatsApp zu nutzen.

Aufgrund dieser gigantischen Nutzerbasis versuchen immer mehr Unternehmen, WhatsApp & Co. für ihr Marketing nutzbar zu machen.

Doch es gibt einige Fallstricke, die Blogger Kollege Björn Tantau schön in einem Beitrag erklärt.

Genutzt werden hier häufig die sogenannten Broadcast-Listen (ähnlich wie Newsletter-Listen). Dabei fügst du einfach Kontakte, die sich in deiner Kontaktliste befinden, in eine Liste und kannst ihnen mit einem „Klick“ Nachrichten senden. Einige versuchen auch, WhatsApp Gruppen mit Kunden und Interessenten aufzubauen. Der Nachteil von Gruppen ist, dass die Teilnehmer sich untereinander sehen und kontaktieren können. Das ist das gleiche Prinzip wie bei Facebook oder XING Gruppen.

Broadcast-Listen sind eigentlich nicht für den gewerblichen Gebrauch gestattet. WhatsApp möchte eigentlich nicht, dass Nutzer anderen Nutzern in großer Menge kommerzielle Informationen senden. Zudem ist es gem. UWG nicht gestattet, anderen Personen werbliche Inhalte zu senden ohne deren ausdrückliches Einverständnis.

Deshalb bieten Dienste wie Whappodo, Telegra WAM oder WhatsBroadcast Services an, bei denen Unternehmen Broadcast-Listen UWG-konform führen können. Hier wird ein Double-Opt-In Verfahren angewendet, bei dem der Nutzer sich aktiv für eine Broadcast-Liste anmelden und den Empfang von Nachrichten bestätigen muss.

Ich möchte in diesem Beitrag nun auf die Möglichkeiten eingehen, die du mit WhatsApp und anderen Messenger nutzen kannst, um Interessenten und Kunden auf ihrer Kundenreise zu kontaktieren und zu informieren.

WhatsApp als Newsletter im Kaufprozess

Du kannst WhatsApp als Newsletterdienst anbieten. Der Interessent kann sich durch ein Abonnement immer aktuelle Informationen zu dem Produkt X oder dem Service Y während seiner Customer Journey liefern lassen.

Natürlich ist die Hemmschwelle ziemlich hoch. Deshalb müssen die ersten Phasen der Käuferreise bereits durchlaufen sein, der Interessent muss dein Produkt bereits konkret ins Auge gefasst haben.

Ein Beispiel, das ich gefunden habe, ist der WhatsApp Newsletter der Urlaubspiraten. Der Nutzer kennt dieses Unternehmen und soll über diesen Dienst aktuelle Angebote erhalten. Irgendwann wird er dann buchen.

Ein anderes Beispiel sind die Fitness Leute von Footspring, die auch einen Newsletter per Whatsapp anbieten.

Viele Medien wie Galileo oder Bravo versuchen, per WhatsApp Newsletter Leser oder Zuschauer zu binden. Sie liefern regelmäßig aktuellen Content über diesen Kanal.

Ein ganz besonders nettes Beispiel, das ich immer wieder erwähne, ist die Fleischerei Stroh, die seit Jahren erfolgreich Broadcast-Listen nutzen, um jeden Mittwoch ihre Wochenangebote an die Kunden zu versenden.

WhatsApp als Chat-Kanal für Fragen

Einfacher ist es, eine mobile Rufnummer auf der Webseite und anderen Owned Media anzubieten und die potenziellen Kunden zu motivieren, Fragen zu stellen per WhatsApp. Er abonniert hier nichts, sondern kann einfach nur eine Frage zum Produkt stellen.

Dafür benötigst du nicht unbedingt einen Dienst wie Whappodo, Telegra WAM oder WhatsBroadcast Du kannst hierfür auch das normale WhatsApp mit einer eigenen SIM-Karte und z.B. der Weboberfläche nutzen.

WhatsApp als Service Kanal

Nach dem Kauf ist die Kundenreise bekanntlich nicht zu ende. Es folgt die After-Sales Phase, bei dem der Kunde gebunden und begeistert werden soll, damit er dein Produkt weiterempfehlen soll.

Besonders hier kann WhatsApp als Newsletterdienst oder Servicekanal wertvolle Dienste leisten. Jetzt ist der Interessent bereits Kunde. Abgesehen davon, dass du ihm jetzt Nachrichten senden darfst, ist die Bereitschaft eines Abo viel höher. Vorausgesetzt, er hat einen Nutzenvorteil davon.

Du könntest ihm z.B. anbieten, ihn per WhatsApp über Produkt-Updates, Zubehör oder andere Neuigkeiten zu seinem erworbenen Produkt auf dem Laufenden zu halten.

Was ist mit den anderen Diensten?

Nun, auch Skype eignet sich hervorragend zum Service-Chat. Skype ist weit verbreitet. Biete einfach deinen Skype Namen an und lade die Besucher zum Kontakt und Chat ein.

Der Facebook Messenger erfreut sich immer größerer Beliebtheit, weil er direkt aus Facebook genutzt werden kann. Auch ihn kannst du gut als Service-Chat nutzen.
Dienste wie Whappodo oder WhatsBroadcast bieten auch für den Facebook Messenger eine Oberfläche mit Zusatzdiensten an.

Fazit
Wenn deine Zielgruppe vor allem über WhatsApp und Co. zu erreichen ist, dann bieten sich diese Messenger gut als zusätzlicher Kanal an, um weitere Touchpoints während der Käuferreise zu schaffen.

Bild: arivera / pixabayCC0 Public Domain

geschrieben von: Frank Bärmann

Frank Bärmann ist seit vielen Jahren als Social Media Experte, PR-Berater, Community Manager, Trainer, Dozent und Buchautor tätig. Er berät und unterstützt Unternehmen dabei, mit hochwertigem Content neue Kunden zu gewinnen.

By | 2017-07-10T12:16:00+00:00 2. August 2017|Content, Formate|0 Kommentare

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Frank Bärmann ist seit vielen Jahren als Social Media Experte, PR-Berater, Community Manager, Trainer, Dozent und Buchautor tätig. Er berät und unterstützt Unternehmen dabei, mit hochwertigem Content neue Kunden zu gewinnen.

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