Touchpoints für vier Generationen

Babyboomer, Generation X, Y und Z…die verschiedenen Altersgruppen, die gerne in Generationen klassifiziert werden, stellen Unternehmen bei ihrem Content Marketing vor große Herausforderungen.

Die heute 50- bis 65-Jährigen Babyboomer sind echte Digital Emigrants, also erst in ihrer Jugend oder gar im Erwachsenenalter mit dem Computer, Internet, Social Media und Smartphone in Kontakt gekommen. Ich selbst gehöre auch zu dieser Generation.

Sie nutzen heute noch E-Mail zur digitalen Kommunikation, stehen den sozialen Netzwerken oft skeptisch gegenüber und kaufen immer noch im stationären Handel. Der Empfehlungen des Freundes oder Nachbarn messen sie hohen Stellenwert bei, mehr als einer Empfehlung bei Facebook. Hier sind die Touchpoints während der Customer Journey noch gut vorherzusehen. Neben dem Ladenlokal wirken noch klassische Prospekte, Werbung im Fernsehen und Plakate. Soziale Medien sind hier nicht angesagt.

Bei der nachfolgenden Generation X haben sich diese Verhaltensweise und die Einstellungen kaum verändert, denn das Internet war noch nicht verbreitet und das Computerzeitalter hatte die Form eines Comodore C64.

Mit der nächsten Generation, der Generation Y wurde alles anders. Die zwischen 1980 und 2000 geborenen sind bereits mit dem Internet und dem Computer bestens vertraut. Sie sind die ersten Digital Natives, die also in der Kindheit von den technologischen Medien sozialisiert. Für Generation Y sind Onlineportale und Webshops also bereits Alltag. Zum ersten Mal verändern sich damit auch die potenziellen Touchpoints. Blogs, Foren, Social Media und Bewertungsportale rücken in den Fokus. Broschüren, Flyer, Kataloge und Werbespots werden unwichtiger.

Und dann kam die Generation Z. Die nach 2000 geborenen sind heute schon Teenager und diejenige Generation, die komplett mit digitalen Technologien aufgewachsen ist: Internet und Smartphone gehören zu ihrem Leben selbstverständlich dazu – auf der Arbeit wie im Privatleben. Dadurch hat sich vieles verändert in der Kommunikation und in der Werbung.

Produkte werden über WhatsApp oder Facebook bewertet. Youtuber oder Instagramer mit Millionen Followern sind die neuen Idole und das Smartphone ist ein Körperteil, das man nicht abgeben mag. Klassische Werbung im Fernsehen oder Radio hat es schwer gegen Spots bei Youtube oder Instagram.
Für das Marketing der Unternehmen bedeutet diese Veränderung, z.B. auf berühmte Youtuber als Influencer zu setzen, Werbung auf die Smartphones zu bringen, um überhaupt noch Touchpoints zu generieren und möglichst viele Earned Media zu generieren.

Unternehmen müssen sich bei Ihrem Content Marketing Strategie also nicht nur über Interessen, Geschlecht und andere Faktoren ihrer Zielgruppen Gedanken machen, sondern auch, aus welcher Generation sie stammen. Aktuell gibt es vier, vielleicht fünf Generationen, wenn man die Senioren dazu zählt. Bald schon kommt die nächste dazu.

Bild: White77 / pixabay.comCC0 Creative Commons

geschrieben von: Frank Bärmann

Frank Bärmann ist seit vielen Jahren als Social Media Experte, PR-Berater, Community Manager, Trainer, Dozent und Buchautor tätig. Er berät und unterstützt Unternehmen dabei, mit hochwertigem Content neue Kunden zu gewinnen.

By | 2017-08-30T12:55:04+00:00 30. August 2017|Content, Content Marketing Basics, Customer Journey|0 Kommentare

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Frank Bärmann ist seit vielen Jahren als Social Media Experte, PR-Berater, Community Manager, Trainer, Dozent und Buchautor tätig. Er berät und unterstützt Unternehmen dabei, mit hochwertigem Content neue Kunden zu gewinnen.

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