Willkommen auf der dunklen Seite der Macht – oder: Warum Dark Social Media nicht unterschätzt werden darf!

Werbetreibende investieren jedes Jahr hohe Summen, um Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken zu schalten. Doch wie werden Werbeinhalte von Verbrauchern tatsächlich geteilt und worauf sollten Werbetreibende achten, um bessere Medienresonanz zu bekommen? Eine Studie des Online-Marketing Unternehmens RadiumOne hat sich das mal genauer angeschaut.

Verbraucher teilen privat und mobil

Bereits 2014 hat das Marketing-Unternehmen RadiumOne einen Bericht veröffentlicht, wie Werbetreibende den Einfluss von Dark Social Media Daten nutzen können, um das größtmögliche Potenzial aus ihrem Online-Marketing zu erzielen. Der nun vorliegende Bericht ist das Ergebnis einer 2016 durchgeführten Anschlussstudie des Unternehmens. Die zwei wesentlichen Erkenntnispunkte lassen sich wie folgt zusammenfassen: Verbraucher teilen über Dark Social Media und sie teilen über ihre Mobilgeräte.
Laut der Studie werden 84% der von Verbrauchern weitergeleiteten Werbeinhalte über Dark Social Media, also über alle privaten Kommunikationskanäle wie E-Mail oder Instant Messaging Apps, geteilt. Im Vergleich wurden lediglich 11% der geteilten Inhalte über das soziale Netzwerk Facebook verbreitet. Von den über Dark Social Media geteilten Inhalten wiederum, werden 62% der geteilten Links über Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets aufgerufen. 38% der sogenannten ‚clickbacks‘ erfolgen dabei über PC oder Laptop.

Zwei Schritte wie Werbetreibende ihr ‚mobile audience‘ erreichen

In ihrem Bericht stellen RadiumOne ihre simple Strategie vor, wie Werbetreibende die Verhaltensweise von Verbrauchen effektiv nutzen können, um ihr Budget für Online Werbeanzeigen gezielter einsetzen zu können. Im ersten Schritt werden dabei über eine Software von RadiumOne alle geteilten Inhalte über Dark-Social-Media-Kanäle der Verbraucher nachverfolgt. In zweiten Schritt wird gezeigt, wie diese gesammelten Daten genutzt werden könne, um das größtmögliche Potenzial aus bezahlten Online-Anzeigen zu bekommen. Um die Effektivität ihrer Software zu veranschaulichen, zeigt RadiumOne ihre Methode an drei Beispielen auf. Zudem bietet die Studie eine Übersicht der ausgewerteten Daten aufgeteilt in verschiedene Regionen.

Auch für die Zukunft: Wachsender Einfluss von Marketing über Mobilgeräte

Fest steht: Das Verbraucherverhalten hat sich in den letzten Jahren immer mehr der Benutzung von mobilen Geräten im Alltag zugewandt. Laut dem Webanalysedienst StatCounter Global Stats reichte der Verbrauch von digitalen Inhalten schon im Mai 2016 mit 47% beinahe an den Verbrauch über PC mit 52% heran. Gleichzeitig hat auch die Anzahl der Suchanfragen über online Suchmaschinen, die über Mobilgeräte getätigt werden, ihren neuen Höhepunkt erreicht, sodass diese nun die Suchanfragen von Verbrauchern über PC oder Laptop deutlich übersteigt.
Für Werbetreibende lassen sich aus der Studie damit zwei Handlungsempfehlungen ableiten: Zum einen kann es sich durchaus lohnen, das Budget für Online-Marketing nicht ausschließlich auf soziale Netzwerken zu fokussieren, sondern auch außerhalb der bekannten Plattformen Werbeanzeigen zu schalten. Zum anderen sollten Werbetreibende beim digitalen Marketing den Einfluss von für Mobilgeräte angepasste Werbeanzeigen nicht unterschätzen und gezielt darauf angepasstes Marketing verstärken.

Hinweis: Der Begriff „Dark Social“ wurde 2012 in einem Artikel von Alexis Madrigal, dem ehemaligen stellvertretenden Chefredakteur der Zeitschrift The Atlantic, geprägt. Dark Social bedeutet, dass Menschen Inhalte über private Kanäle wie Instant-Messenger-Programme, Messaging-Apps und E-Mail teilen.

Bild: Alok Sharma / pexels / CC0 Lizenz

By | 2017-10-26T13:37:50+00:00 26. Oktober 2017|Social Media|0 Kommentare

About the Author:

Franziska Golombek ist Co-Autorin im conpublica Content-Blog und KMU-Marketing-Blog. Als Mitglied der Generation Y ist sie mit sozialen Netzwerken aufgewachsen und schreibt über ihre Erfahrungen mit Instagram, Snapchat und Co.

Hinterlassen Sie einen Kommentar