„Content Marketing und Corporate Blogs“ lautet das Thema einer aktuellen Blogparade meines Kollegen Klaus Eck. Er selbst ist ein alter Hase in Sachen Blogs, Autor des Buches „Corporate Blogs“ und ausgewiesener Content Marketing Experte. Genau wie Klaus sehe ich Blogs und insbesondere Corporate Blog als Dreh- und Angelpunkt einer Content Marketing Strategie. Ein Blog wird deshalb auch als Content-Hub bezeichnet. Ich hatte zu diesem Thema im August 2014 einen ausführlichen Artikel verfasst.

Für die Blogparade möchte ich nun aus meiner eigenen Sicht die Bedeutung meiner Blogs für meine Content Marketing Strategie darstellen.

Ich führe seit 2005 meinen KMU-Marketing-Blog. Diese war und ist bis heute als reiner Ratgeber für kleine und mittlere Unternehmen in Sachen Marketing konzipiert. Ich habe stets darauf geachtet, den Zusammenhang zu meiner Agentur so locker wie möglich zu halten, um nicht den Eindruck zu erwecken, ich wolle mit Blog direkt Kunden für meine Firma akquirieren. Von Anfang an lag meine Intention darin, den Lesern nützliche Tipps und Informationen zu bieten. Diese Zielsetzung habe ich auch nach 10 Jahren fast immer eingehalten.

Natürlich dient dieser Blogs für Aufbau und Pflege meiner Reputation als Marketing-Experte. Ich denke, ich kann behaupten, dass mein Blog gerne gelesen wird und eine gewisse Bekanntheit im Markt besitzt. Nichtdestortrotz kann man hier nicht von einem klassischen Corporate Blog sprechen, da – wie gesagt – die Verknüpfung zur Firma sehr lose ist.

Mein zweites Blogprojekt startet im Sommer 2014. Da sich meine Agenturtätigkeit sehr stark auf das Content-Marketing fokussiert hatte, rief ich mein Blog-about-Content ins Leben. Eingebunden in die Firmenwebseite blogge ich hier über Themen rund um Content Marketing, Social Media Marketing, PR und Inbound Marketing – meinem eigenen Geschäftsfeld eben.

Natürlich ist auch dieser Blog für den Ausbau meiner Experten-Reputation wichtig. Erst vor wenigen Tagen veröffentlichte ich einen Artikel über die drei Säulen der der Content-Qualität. Microsoft stellte jüngst die drei Faktoren Vertrauenswürdigkeit, Nutzen und Präsentation als essentiell für die Content-Qualität dar. Ein Indiz für die Vertrauenswürdigkeit von Content ist die Expertise des Autors. Und genau geht es mir drum, wenn ich von Experten-Reputation spreche.

Darüber hinaus nutze ich diesen Blog – genau wie den KMU-Marketing-Blog als Content-Hub. Sämtliche Blogbeiträge werden nach der Veröffentlichung in meinen Social Media Kanälen Facebook, Twitter, Google+ und XING veröffentlicht. Wichtig ist, dass ich die Verbreitung nicht mehr automatisiert vornehme, sondern per Hand. Das macht zwar mehr Aufwand, wirkt aber deutlich hochwertiger in den Kanälen als ein Text, der ständig abgeschnitten wird.

Ein neues Element meines Content Marketing Blogs ist ein Content Marketing Podcast. Als Interview-Podcast konzipiert wird jeden Monat eine Episode dort veröffentlicht. Ich interviewe dabei Experten – ebenfalls aus den Themenwelten Content Marketing, Social Media Marketing, PR und Inbound Marketing. Auch Klaus Eck ist in diesem Podcast schon zu Wort gekommen. Auf diesem Wege baue ich den Kontakt zu Experten und Influencern aus diesem Bereich auf.

Die Podcast-Episoden werden in dem Blog als Blogbeitrag veröffentlicht und über das WordPress-Plugin Powerpress von Blubbry (http://create.blubrry.com/resources/powerpress) an iTunes und andere Podcast-Portale übermittelt. Wieder ist der Blog die Content-Zentrale.

Auch Powerpoint-Präsentationen, Videos und andere Content-Formate werden vom Blog aus gestreut.

Zusammengefasst hat mein Corporate Blog zwei Aufgaben innerhalb meiner Content Marketing Strategie:
1. Reputationsaufbau und -pflege (zur Aufwertung des erstellten Content und zur Wahrnehmung)
2. Als Content-Zentrale für die Streuung von Inhalten.

Der einzige Wermutstropfen ist, dass bei zwei Blogs oft die Zeit fehlt, um regelmäßig Beiträge zu schreiben.

Übrigens: Experten aus den Themenwelten Content Marketing, Social Media Marketing, PR und Inbound Marketing sind jederzeit willkommen für ein Podcast-Interview.

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