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ChatGPT kennt dich nicht? Dann wird’s Zeit für Online-PR!

Content, KI, Onlinemarketing, PR-Branche, Strategie

Mal ehrlich, hast du schon mal ChatGPT nach Produktempfehlungen, Produktvergleichen gefragt oder sogar um eine Kaufberatung gebeten? Falls ja, gehörst du zu den 40 % der Verbraucher, die regelmäßig KI-Dienste wie ChatGPT nutzen, um Produkte online zu recherchieren. Für 17 % sind diese Tools sogar die wichtigste Informationsquelle nach Google (45 %) und Plattformen wie Amazon (26 %). Das sagt eine Studie von Storyblok.

Auch bei einer vom Marktforschungsunternehmen Appinio für OMR durchgeführten repräsentativen Umfrage haben 33 % der Befragten (zwischen 16 und 65 Jahren) erklärt, dass sie schon einmal ein KI-Tool wie ChatGPT zur Produktrecherche genutzt haben.

Die Realität zeigt, dass die Menschen derzeit drastisch ihr Suchverhalten ändern: weg von den klassischen Suchmaschinen hin zu KI-Suchmaschinen oder KI-Plattformen, die als Suchmaschine genutzt werden. Immer mehr Leute googeln nicht mehr, sondern fragen stattdessen ChatGPT & Co., wenn sie nach Produkten, Marken oder Dienstleistungen suchen.

Bei LinkedIn habe ich jüngst eine spannende Auswertung von Fabian Kaske entdeckt, die zeigt, dass Google an Reichweite verliert und ChatGPT stark aufholt.

Konkret heißt das: Ab sofort müssen Unternehmen nicht nur bei Google, sondern eben auch bei ChatGPT & Co. sichtbar sein. Denn das eine wird das andere als Suchmaschine Nr.1 ablösen. So wie Instagram das neue Facebook und Facebook das neue StayFriends war. Stay-was? Ganz genau – so wird es vermutlich auch Google ergehen. Deshalb wird es dringend Zeit, sich um die Sichtbarkeit bei KI-Plattformen zu kümmern.

Funfact: Ein SEO-Kollege erzählte mir kürzlich, dass er eine erste Anfrage basierend auf einem Dienstleister-Vergleich bei ChatGPT erhalten habe.

Teste es mal. Hast du schon mal ChatGPT, Perplexity und Co. nach deinem Unternehmen, deiner Marke oder deinem Namen befragt? Was kam raus? Kannte die KI dein Unternehmen, deine Produkte oder deinen Namen?

Ohne Pressearbeit kennt ChatGPT dich nicht

Klar ist: Wer als Unternehmen in den KI-Antworten auftauchen will, muss sicherstellen, dass seine Marke in den Daten steckt, die diese Systeme nutzen. Und hier kommt Online-Pressearbeit ins Spiel. Ohne Pressearbeit kennt dich ChatGPT nicht.

Wie nutzen Menschen ChatGPT für die Produktsuche?

Klassische Suchmaschinen werden zunehmend von KI-Tools ergänzt oder sogar ersetzt. Beispiele aus der Praxis:

  • Produktempfehlungen: „Welche nachhaltigen Sneaker sind die besten?“
  • Vergleiche: „Was ist die beste Alternative zu Produkt X?“
  • Marken-Image: „Ist Marke Y wirklich umweltfreundlich?“
  • Kaufberatung: „Welche Software ist am besten für kleine Unternehmen?“

Früher standen Websites, Blogs und Presseartikel vor allem im Wettbewerb um Google-Rankings. Heute müssen sie auch in den KI-Datenpools sichtbar sein, um von Systemen wie ChatGPT genutzt zu werden.

Ein Beispiel:

Die Antwort von ChatGPT

Wie schafft man es in die Antworten von ChatGPT & Co.?

KI-Modelle beziehen ihre Informationen aus einer Vielzahl von Online-Quellen: Medienberichten, Unternehmensblogs, Fachartikeln, Social-Media-Diskussionen und Foren. Je breiter deine digitale Sichtbarkeit ist, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass KI-Systeme dich „kennen“.

Hier sind einige konkrete Maßnahmen, die dies unterstützen:

1. Breite digitale Präsenz aufbauen

Eine starke Online-PR-Strategie bedeutet, in mehreren relevanten Kanälen sichtbar zu sein:

  • Eigene Website & Blog – Hier sollten aktuelle Inhalte zu deinen Produkten und Themen erscheinen. Ergänzend dazu helfen FAQ-Seiten, die direkte Antworten auf typische Nutzerfragen liefern.
  • Online-Fachmagazine & Branchenportale – Erwähnungen in etablierten Medien sorgen für Glaubwürdigkeit. Tools wie HARO (Help a Reporter Out) können helfen, Presseanfragen zu finden.
  • Social Media – LinkedIn, Twitter (X), Instagram, TikTok oder Reddit – je nachdem, wo deine Zielgruppe aktiv ist. Interaktive Formate wie Umfragen oder Live-Sessions können für Engagement sorgen.
  • Foren & Community-Plattformen – Erwähnungen in Foren wie Reddit oder Quora sind wertvoll, da KI-Systeme diese Plattformen durchsuchen. Hier sind auch Gastbeiträge oder Expertenantworten hilfreich.

2. Hochwertige Inhalte liefern

  • Relevanz & Aktualität – Inhalte müssen aktuell, nützlich und thematisch passend sein. Ergänzend kann ein Unternehmensblog regelmäßige Updates zu Branchentrends liefern.
  • Qualität & Glaubwürdigkeit – Informationen aus verlässlichen Quellen (Presseartikel, Whitepapers, Expertenblogs) haben höhere Chancen, in KI-Trainingsdaten aufgenommen zu werden. Zitate von anerkannten Experten können den Wert eines Beitrags zusätzlich steigern.
  • Semantische Vielfalt – Je mehr unterschiedliche Erwähnungen und Kontext-Bezüge es gibt, desto besser. Teste verschiedene Content-Formate wie Podcasts, Videos oder Infografiken.

3. Community-Diskussionen fördern

KI-Modelle analysieren nicht nur statische Webseiten, sondern auch, wie über Marken gesprochen wird. Positive Diskussionen und Empfehlungen in Foren oder auf Social Media erhöhen die Sichtbarkeit.

Beispiele:

  • Ein Reddit-Thread, in dem Nutzer deine Produkte loben und Erfahrungen austauschen.
  • Ein LinkedIn-Post von Experten, die deine Marke erwähnen.
  • Ein Forenbeitrag, in dem du authentisch auf Kritik eingehst und Mehrwert bietest.
  • Nutze Influencer-Marketing, um organische Diskussionen über deine Marke zu fördern.

4. Pressearbeit strategisch einsetzen

Pressemitteilungen, Fachartikel und Erwähnungen in seriösen Medien sind entscheidend. KI-Systeme nutzen journalistische Quellen häufig für die Informationsbeschaffung.

Diese Maßnahmen funktionieren:

  • Regelmäßig Pressemitteilungen veröffentlichen – Mindestens quartalsweise auf relevanten Online-Portalen. Kombiniere dies mit gezielten Medienkooperationen.
  • Gastartikel in Fachmedien schreiben – Hier kann Expertenwissen gezielt platziert werden. Ergänzend kannst du Webinare oder Panels nutzen.
  • Interviews & Expertenbeiträge – Erwähnungen in etablierten Medien stärken die Glaubwürdigkeit und erhöhen die Chance, in KI-Modelle integriert zu werden.

5. Storytelling: Emotionales Marketing für KI-Sichtbarkeit

Gute Geschichten werden geteilt – und von der KI erfasst. Storytelling erzeugt mehr Interaktionen, Erwähnungen und dadurch eine größere digitale Spur.

Beispiele:

  • Erfolgsstorys von Kunden – „Wie Unternehmen X durch unser Produkt 30 % effizienter wurde.“
  • Hinter-den-Kulissen-Einblicke – „So entstand unsere nachhaltige Kollektion.“
  • Problemlösungen aufzeigen – „Warum sich KMU für unsere Software entscheiden.“
  • Case Studies und Kundeninterviews, um den realen Nutzen deiner Marke zu verdeutlichen.

Storytelling sorgt für:

  • Höhere Interaktionsraten
  • Mehr Diskussionen & Erwähnungen
  • Bessere Chancen, von der KI erfasst zu werden

Fazit: Ohne Online-PR keine Sichtbarkeit in der KI-Welt

Wer in Zukunft gefunden werden will, muss seine Online-PR-Strategie auf die neuen Suchgewohnheiten ausrichten. Google allein reicht nicht mehr – KI-Suchmaschinen wie ChatGPT werden für viele Nutzer zur ersten Anlaufstelle.

Mit einer gezielten Strategie aus Pressearbeit, hochwertigem Content, Social-Media-Präsenz und Community-Diskussionen kannst du sicherstellen, dass deine Marke auch in der KI-gestützten Suche eine Rolle spielt.

Ohne digitale Sichtbarkeit – keine Erwähnung in ChatGPT. Es ist Zeit für eine neue Online-PR-Strategie!

 

 

 

 

31. März 2025/von Frank Bärmann
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