Erfahrungsbericht: blinq bringt PR-Recherche und GEO in einer Plattform zusammen
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Gute Pressearbeit basiert auf zwei Säulen:
- Eine gute und gepflegte Adress-Datenbank der Medienvertreter.
- Viel Erfahrung und Kompetenz bei der Recherche nach geeigneten Medien, Themen und Pitch-Gelegenheiten.
Viele behaupten, es gäbe noch eine dritte Säule: die Kontakte. Das ist sicher nicht falsch, doch Kontakte sind nicht mehr das A und O einer erfolgreichen Pressearbeit. Es spielt eine untergeordnete Rolle, ob man einen Redakteur oder eine Journalistin, einen Blogger oder Podcaster kennt und vielleicht einen „guten Draht“ hat. Thema, Zeitpunkt, Relevanz und der richtige Pitch sind viel entscheidender.
Nun, Säule 1 und 2 sind wirklich wichtig.
Die gute und gepflegte Adress-Datenbank der Medienvertreter
Die Adress-Datenbank der Redaktionen und Medienvertreter, auch als Pressedatenbank bezeichnet, ist für PR-Schaffende unerlässlich (leider) aber sauteuer. Deshalb habe ich mich in meiner bisherigen Laufbahn immer auf meine eigene umfangreiche Datenbank verlassen. Die ist zwar gut gepflegt, aber zugegebenermaßen nicht immer topaktuell. Für neue Projekte oder Kunden in neuen Branchen muss ich zudem immer wieder neu Recherche betreiben. Ein Tool, dass mir hier seit vielen Jahren hilft, ist Topic Pro.
Die Recherche nach geeigneten Medien, Themen und Pitch-Gelegenheiten
Topic Pro ist insbesondere bei der Recherche nach geeigneten Medien, Themen und Pitch-Gelegenheiten stark. Es zeigt mir auf Basis von Suchbegriffen, welche Medien ein Thema wann in der Zukunft planen. Zudem werden mir die Redaktionskontakte angezeigt. In den vergangenen Jahren ist dann auch eine Liste mit Beiträgen dazu gekommen, welche dieses Medium in der Vergangenheit bereits zu meinem Thema veröffentlicht hat. Hilfreich.
Vor einiger Zeit fiel mir dann aber ein neues Tool auf: blinq.
Was ist blinq?
„blinq ist eine Software für Sichtbarkeit. Sie schafft Zugang zu den wichtigsten Gatekeepern in Presse und Podcasts. Unsere KI-Suche filtert exakt die Kontakte, die für deine organische Sichtbarkeit zählen“. So steht es auf der Webseite.
Doch wie genau sieht das in der Software aus? Um das zu testen, habe ich den Free Trial genutzt, mit dem ich ausgiebig experimentieren konnte.
Schon die Startseite des Portals zeigt dir, um was es geht. Du hast drei Optionen. Drei? Ja. Neben einer Suche nach Journalisten für deine Story und einer Suche nach Podcasts für den Aufbau eines nachhaltigen Thought Leaderships gibt es den Bereich GEO (Generative Engine Optimization). Richtig gelesen. Darum geht es im Kern – um Sichtbarkeit in KI-Systemen. Aber dazu später mehr. Konzentrieren wir uns zunächst auf die Medien.

Bild: Startbildschirm GEO-Tool blinq
Die PR-Komponente
Personen finden, die über dein Thema schreiben
Das ist der Schlüssel für gute Pressearbeit. Nur wer für dein Thema infrage kommt, wer in einem Ressort arbeitet, welches zu deinem Thema passt, könnte sich für dein Thema interessieren. Natürlich spielt immer noch die Relevanz die entscheidende Rolle. Ist dein Thema nicht interessant genug, trägt die Story nicht, passt es nicht zur Zielgruppe, erzeugst du kein Interesse. Aber um eine gewisse Relevanz zu identifizieren, wäre es doch perfekt herauszufinden, wer über dein Thema bereits schon einmal geschrieben hat. Dann hast du die Chance, daran anzuknüpfen. Und genau das liefert der Bereich Journalist:innen bei blinq.
Du gibst ein Thema in das Suchfeld und blinq sucht nach Artikeln, die zu dem Thema passen.
Ein Beispiel: Ich suche nach Beiträgen zum Thema ERP und KI – für einen Kunden.

Bild: Suche nach Journalisten
Das System zeigt mir auf Basis einer themenbasierten KI-Suche die gefundenen Treffer, idealerweise mit Namen, in ca. 80 % der Fälle auch mit E-Mail-Adresse. Es zeigt mir das Online-Medium, inkl. Anzahl der Besucher der Webseite und geschätzte Anzahl der Leser dieses Artikels. Wichtig: blinq listet nur Informationen auf, die frei zugänglich sind. Insbesondere die E-Mail-Adresse ist heikel. Sie wird nur genannt, wenn sie im Internet z. B. im Autorenprofil frei zur Verfügung steht. Sonst findest du die Adresse der Redaktion, manchmal auch nur die info@-Adresse. Das ist gerade bei kleineren Fachmagazinen der Fall. Trotzdem sind diese Infos sehr hilfreich, weil du auch gleich den Link zu dem Beitrag mitgeliefert bekommst.
Du kannst diese Treffern nun einem Projekt zuordnen. Besuchst du anschließend das Projekt, kannst du dort sogar einen Pitch-Text von der KI schreiben lassen.

Bild: Pitche dein Thema im Tool
Und du kannst blinq mit deinem Mailkonto verbinden und darüber die Pitch-E-Mail versenden.

Bild: Pitchmail an Journalisten
Dann würde der Kontakt auch im System registriert. Man hat in diesem Fall nicht nur die gesamte Konversation im Blick, blinq trackt auch den Kontakt. So siehst du, wann eine Person zuletzt kontaktiert wurde. Übrigens kann man auch unter „Projekte“ einen Kontakt anklicken und eine eigene, bekannte E-Mail-Adresse hinzufügen. Gute PR-Leute kennen ihre Ansprechpartner persönlich und haben ihre direkten E-Mail-Adressen.
Personen finden, die über dein Thema sprechen
Neben den Journalisten und Journalistinnen kannst du gezielt nach Podcasts suchen. Das Prinzip funktioniert genauso. Thema eingeben, Podcasts prüfen und einem Projekt zuordnen, anschreiben. Du wirst 100%ig überrascht sein, wie viele Podcast-Episoden es zu deinem Thema wirklich gibt.
Die GEO-Komponente
Wie ich bereits erwähnte, ist die gesamte Lösung nicht wirklich auf PR-Arbeit, sondern auf KI-Sichtbarkeit ausgerichtet. Denn PR-Beiträge und Erwähnungen in Podcasts zahlen massiv auf deine Reputation und KI-Sichtbarkeit ein.
Deshalb ist der GEO-Bereich auch der wichtigste und mächtigste in diesem System. Hier kannst du die Sichtbarkeit deiner Marken in LLMs analysieren, den Wettbewerb verstehen und Maßnahmen festlegen.
Ich möchte nachfolgend nicht alle Funktionen und Einstellungen der GEO-Oberfläche erklären. Man legt dort Brands fest, die man im Blick behalten möchte, meistens ist das der eigene Firmenname. Auch Produktnamen oder Namen der Wettbewerber sind hier möglich.
Ziel ist es, mit selbst festgelegten Prompts dauerhaft zu prüfen, auf welche Quellen LLMs zugreifen und wie man diese potenziell beeinflussen kann. Danach folgst du diesen drei Schritten:
-
Formuliere den passenden Prompt
Versetze dich in die Zielgruppe der Marke: Wonach suchen diese in KI-Chatbots? Gute Prompts sind (spezifische) Fragen wie:
„Welches ist die beste Siebträgermaschine unter 500 €?“
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Ordne und strukturiere deine Marken
Lege eine Marke an und ordne ihr den Prompt zu. Deine LLM-Analyse ordnest du mit Hilfe von Gruppen nach Themen.
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Verstehe GEO und skaliere Autorität
Nach wenigen Minuten erscheinen die ersten Daten in deinem Dashboard.
- Daten interpretieren: Nutze die verschiedenen Dashboards, um den Status quo zu verstehen.
- Sichtbarkeit durch Autorität maximieren: Setze unsere Empfehlungen um und erzeuge gezielt Presse-Mentions. Das stärkt deine digitale Autorität – und macht dich zur Quelle für LLMs.
Um die Ergebnisse der LLM-Analysen zu sehen, wählst du eine Brand aus.
Du findest drei verschiedene Kennzahlen:
| 1. Brand Visibility | 2. Brand Dominance | 3. Bestes Modell |
| Brand Visibility zeigt, wie sichtbar deine Marke ist – basierend auf LLM-Erwähnungen, Position im Ranking, Anzahl der Nennungen und deiner Domain-Präsenz. | Diese Metrik analysiert ausschließlich die Chats, in denen deine Marke von der Kl erwähnt wurde. Sie gibt an, wie hoch dein Anteil an den Gesamtnennungen in diesen spezifischen Antworten ist.
Warum ist das wichtig? Während Brand Visibitity zeigt, wie oft deine Marke generell vorkommt, misst die Brand Dominance, wie stark deine Marke sich gegen Wettbewerber durchsetzt, wenn die KI dich als relevante Option in Betracht zieht. |
Bestes Modell bedeutet, dass deine Marke in xx% der LLM-Antworten genannt wird. Hier ist es ChatGPT mit 14 %. |
Das Dashboard zeigt dir zudem die Medientypen an, die bei den Ergebnissen zitiert / genannt werden. Markennennung & Position zeigt dir, wie oft du erscheinst und auf welchem Rang (Ziel: Platz 1–3). Steigende Trends bestätigen deine wachsende Relevanz. Mehr zum Thema GEO-KPIs findest du auf dem Blog von blinq.

Bild: LLM Analyse Brand conpublica
Wenn du nun z. B. einzelne Prompts genauer ansiehst, gewinnst du weitere Erkenntnisse.

Bild: Detailanalyse Prompts Teil 1
Beim Prompt „Welche Agenturen in Deutschland sind darauf spezialisiert, komplexe technische Themen in verständliche Fachartikel, Whitepaper und B2B-Content zu übersetzen?“ hat meine Agentur eine Brand Visibility von 25 % und eine Brand Dominance von 17 % erzielt. Perplexity hat die Marke in 84 % der Antworten erwähnt.
Weiterhin wird dir gezeigt, welche Produkte in den LLM-Antworten vorkommen und welche zentralen Botschaften wiedergegeben werden. Hier sind es z. B. Whitepaper, Anwenderberichte, Fachartikel usw. Du kannst daraus Rückschlüsse auf deine Arbeit ziehen.

Bild: Detailanalyse Prompts Teil 2
Was mir auffiel: Die mir bis dahin bekannten GEO-KPIs wie Mention-Rate oder Citation-Rate suchte ich hier vergeblich. Das hat mich verwirrt. Es zeigt aber, dass es in diesem Segment noch keine Standard-KPIs gibt. Die von blinq verwendete Metrik „Brand Visibility“ ist ein Querschnitt verschiedener Zahlen basierend auf LLM-Erwähnungen, Position im Ranking, Anzahl der Nennungen und deiner Domain-Präsenz. Das ist sinnvoll und nützlich.
Ein Blick zum GEO-Wettbewerber OtterlyAI zeigt, dass dort u.a. die Metriken “brand mentions” und “average brand position” genutzt werden.
Man erkennt hieran, dass der Bereich Messbarkeit und Kennzahlen derzeit sehr stark in Bewegung ist.
Julian von blinq erzählte mir aber im Gespräch, dass man in der Lage sei, für große Kunden oder Agenturen auf Wunsch die Metriken und KPIs zu ändern.
Kontaktverwaltung
Hinter dem Navigationspunkt Kontakte verbirgt sich eine Kontaktverwaltung. Du findest hier alle deine Kontakte, die du unter verschiedenen Kriterien filtern kannst. Und du siehst, ob und wann du die Person das letzte Mal kontaktiert hast. Hier wird – wie ich bereits erwähnte – aber nur gezählt, wenn du die Person über das System kontaktiert hast. Dennoch hat es etwas von einem Mini-CRM für Pressekontakte und Podcaster.
Kosten / Preise
Natürlich ist ein so mächtiges Tool nicht kostenlos. Du kannst dir eine 7-tägige kostenfreie Testphase buchen. Danach kostet blinq Geld. Der monatliche Preis ist abhängig von der Anzahl der Nutzer, Projekte, Prompts und KI-Pitches / Monat.
Der günstigste Freelancer Plan für 59 € pro Monat bei jährlicher Abrechnung beinhaltet 1 Nutzer und pro Nutzer (hier 1) 15 Projekte, 100 KI-Pitches / Monat und 25 aktive Prompts. Die höheren Pakete beinhalten natürlich mehr. Der Regular Plan kostet schon 229 € pro Monat bei jährlicher Abrechnung und der Premium Plan 359 €. Was da alles drin steckt, kannst du auf der Website nachlesen.
Aktion für unsere Leser
Wenn du dich nach dem kostenlosen 7-Tage-Test weiterhin für blinq entscheidest, kannst du dir mit dem Code con5 dauerhaft 5% auf alle Pakete sichern.
Mein Fazit
blinq ist ein pfiffiges und sehr hilfreiches Werkzeug für alle, die PR betreiben und mit GEO starten wollen, aber nicht mehrere Hundert oder gar Tausend EURO für Pressedatenbanken oder GEO-Analyse- und Tracking-Tools wie PeecAI, SE Visible, Sistrix oder Rankscale ausgeben wollen oder können.
Ob man sich für blinq oder eines der anderen Tools entscheidet, hängt klar davon ab, welche Ziele man verfolgt.
Wer nur KI-Sichtbarkeit messen und verbessern möchte, hat eine große Auswahl. Hier steht blinq im harten Wettbewerb zu anderen Tools wie z. B. OtterlyAI oder PeecAI. Die Preisunterschiede sind jedoch gewaltig.
Wer PR als größten GEO-Hebel zusätzlich aktiv nutzen will, ist bei blinq an der richtigen Adresse. Der PR-Baustein für gezielte Pressearbeit zur Verbesserung der KI-Sichtbarkeit ist schon einzigartig im Vergleich zu anderen Tools.
Wer sich insbesondere auf SEO und GEO stürzen möchte, ist bei den Big-Playern wie Sistrix und Rankscale gut aufgehoben, die aber deutlich teurer sind.
Für meine Arbeit als Sichtbarkeits-Agentur bietet blinq alles, was ich benötige. Mir hat alleine die Suche nach passenden Presseveröffentlichungen mit Kontaktdaten sehr geholfen. Als GEO-Experte und Berater kann ich es nur empfehlen. Daumen hoch.
Für den Erfahrungsbericht wurde lediglich die kostenlose 7-Tage-Trial-Version genutzt.




Canva






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