Geheimtipp Grice´sche Konversationsmaximen: Wie du sie in der PR nutzen kannst

Kommunikation ist nicht immer eindeutig. Familienstreits oder misslungene Gehaltsgespräche sind dafür nur ein Beispiel. Im Alltag treffen wir auf eine Vielzahl von Situationen, in denen wir uns wünschen, die Konversation würde besser laufen. Auch in der Pressearbeit spielt gelungene Kommunikation eine große Rolle. Vor mehreren Jahrzehnten hat der englische Sprachphilosoph Paul Grice die sogenannten Grice´schen Konversationsmaximen aufgestellt, unter deren Berücksichtigung ein Gespräch deutlich zielgerichteter laufen soll. Das wiederum könnte ein echter Booster für deine PR sein. Was genau solltest du besser machen? Wo setzt du die Regeln ein? Wir haben die Maximen für dich kurz zusammengefasst.

Die Basis muss stimmen

Das Prinzip ist: Alle Teilnehmer der Konversation versuchen, den Gesprächsbeitrag zielführend zu gestalten. Diese Grundregel ist besonders für Journalisten extrem wichtig. Denn hier gilt wie überall im Business: Zeit ist Geld. Bekommen die Journalisten alles, was sie benötigen mit möglichst wenig Zeitaufwand, wissen sie das sehr zu schätzen. Ein Beispiel sind Pressemitteilungen, die knackig geschrieben sind. Das gelingt mit den vier Maximen.

  1. Maxime der Quantität (Maxim of Quantity)

Sage, was nötig für den Zweck des Gesprächs ist – aber nicht mehr / nichts Unnötiges.

Für alle E-Mails und Pressemitteilungen sowie Statements gilt: Fasse dich kurz und reduziere deine Inhalte auf das absolut Wesentliche. Denn nicht nur die Zeit der Journalisten ist knapp, sondern auch die Aufmerksamkeitsspanne aller anderen Leser.

  1. Maxime der Qualität (Maxim of Quality)

Versuche, einen Gesprächsbeitrag zu liefern, der wahr ist. Sage nichts, wovon du glaubst, dass es falsch ist und nichts, von dem du nicht weißt, ob es wahr ist.

Auch hier passt die Maxime perfekt zum Journalismus. Wahrheit und geprüfte Fakten sind essenziell für gute Berichterstattung und unabdingbar für deine Presseinhalte.

  1. Maxime der Relation / Relevanz (Maxim of Relevance)

Sage nichts, was nicht zum Thema gehört, wechsle nicht das Thema. Beachte den Kontext und das Vorwissen der Teilnehmenden.

Stringenz muss auch in Pressetexten sein. Bringe deshalb nicht zwei Inhalte in einem Text unter. Schweife nicht ab und beachte dein Zielgruppen-Sprach-Niveau.

  1. Maxime des Stils / der Modalität (Maxim of Manner)

Vermeide Unklarheit. Vermeide Mehrdeutigkeit. Vermeide unnötige Weitschweifigkeit. Vermeide Ungeordnetheit.

Deine Texte für die Presse sollten gut geschrieben sein und einem roten Faden folgen. Deine Sätze solltest du trennscharf formulieren und sie sollten inhaltlich logisch aufeinander aufbauen.

Zusammengefasst bedeutet das: Wenn du möchtest, dass deine Botschaft ankommt, dann äußere dich informativ, wahr, themenbezogen, klar und deutlich! Wenn du deine Texte demnächst nach dem Schreiben noch einmal streng auf diese Kriterien hin prüfst, kannst du sicher ein bisschen optimieren. Die Presse wird es dir danken. 😉

 

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