Jedes Unternehmen braucht Werbung. Doch Werbung ist nicht gleich Werbung, das wissen Sie sicher auch. Vermutlich wissen Sie auch, dass es grundsätzlich zwei Arten von Werbung gibt: Above-the-line und Below-the-line-Werbung.

Above-the-line (ATL) beschreibt die Werbung in klassischen Medien, die konventionell und unpersönlich an eine große Masse gesendet wird. Werbeaktivitäten werden dabei vom Publikum direkt als solche wahrgenommen.

Hier wären z.B. Print-Werbung, TV-Werbung, Online-Werbung, Radio-Werbung oder Kino-Werbung zu nennen.

Below-the-line (BTL) Werbung findet unterschwelliger, unauffälliger statt. Die Werbeaktivitäten werden von der Zielgruppe oftmals nicht oder zumindest nicht direkt als Werbung erkannt.

Hierzu gehört die PR. Aber auch Direktmarketing, der Auftritt bei Messen und Ausstellungen sowie Sponsoring und Product Placement (versteckte Werbung in Filmen etc.) gehören zur BTL Werbung.

Als alter PRler nehme ich die Pressearbeit als Beispiel. Ein Unternehmen möchte mit einem Thema in die Zeitung, damit die Leser von dem Unternehmen, dem Produkt oder der Dienstleistung erfahren. Doch soooo einfach geht das nicht. Ist der Werbecharakter der Story zu offensichtlich, verweist die Zeitung auf die Anzeigenabteilung, man muss von der BTL in die ATL Seite wechseln und bezahlen. Klappt die Aktion und der Redakteur interessiert sich für die Story, hat man kostenlose Werbung, eben unterschwellig. Warum? Der Beitrag berichtet über eine nette Aktion, eine innovative Idee, eine Investition etc. und der Name des Unternehmens wird eben nebenbei genannt.

Doch es geht auch noch anders, wie das folgende Beispiel zeigt.

Hier wollte ein Unternehmen einen Artikel haben, der sehr werblich ist. Die Redaktion hat abgelehnt. Damit es aber keine Anzeige wird, die eh jeder übersieht, wurde aus dem Artikel kurzerhand eine getextete Anzeige.

Schlimm genug. Doch die Aufmachung und der Inhalt sind meiner Ansicht nach so schlecht, dass diesen Text sicher niemand liest. Da hätte man mehr draus machen können.

Für einen werblichen Artikel zu bezahlen, ist nicht verwerflich. Das kann man machen. Aber dann bitte dennoch interessant. Zwar muss die Zeitung „Anzeige“ drüberschreiben oder den Text im Anzeigenteil platzieren. Dennoch kann man aus dem Platz mehr rausholen, indem man eine nette Story draus macht. Leider ist dieser Platz sehr teuer, so dass sich die meisten das Geld für viel Platz sparen.

Liebe Anzeigenkunden: Dann lasst es bitte ganz sein oder überweist das Geld auf mein Konto.

Bild: pixabay / geralt / CC0 Public Domain

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