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Robo-Journalismus: KI und die Texter

Keine Angst, das hier wird nicht der x-te Artikel über KI. Was genau KI ist, wissen wohl mittlerweile die meisten. Heute geht es um die „Übernahme der Maschinen“ in den Bereichen Text und Marketing und was davon zu halten ist. Und ist es überhaupt so?

„Alexa, wie groß ist eine Giraffe?“

oder

„Siri, bitte rufe Mama an!“.

Aber auch:

90‘ Offizielle Nachspielzeit (Minuten): 3

89‘ Ronald Koeman scheint tatsächlich an die Tordifferenz zu denken. Bei der Einwechslung von Óscar Mingueza scheint es aber nur noch darum zu gehen, ein viertes Gegentor zu verhindern.

89‘ Einwechslung bei FC Barcelona: Óscar Mingueza

89‘ Auswechslung bei FC Barcelona: Sergi Roberto

87‘ Gelb-Rote Karte für Eric García (FC Barcelona), Weltuntergangsstimmung in Barcelona. Zu allem Überfluss muss Eric García nach einem weiteren taktischen Foul auch noch mit Gelb-Rot vom Platz.

86‘ Einwechslung bei SL Benfica: Gonçalo Ramos

[Quelle https://sportdaten.spiegel.de]

Wir nutzen die künstliche Intelligenz der Maschinen bereits seit einigen Jahren und für viele sind die Befehle an Alexa oder Siri zum Alltag geworden. Selbst die Kleinsten sprechen mit Alexa und Co. als wäre es das Normalste der Welt. Oh Moment – Liveticker beim Sport? Da sitzt doch bestimmt jemand und tippt ganz schnell alles herunter? Oder etwa doch nicht?

Das Thema KI (künstliche Intelligenz) ist längst ein Bestandteil unseres alltäglichen Lebens geworden – teilweise ohne dass wir es merken. Denn die Informatik entwickelt sich rasant weiter und wird immer besser darin, menschliches Verhalten zu imitieren. Und so werden immer mehr Bereiche von der künstlichen Intelligenz übernommen. Mittlerweile ist sie auch im Marketing angekommen und übernimmt das Texten für einen – wenn man es denn will.

Doch was ist von der „Übernahme der Maschinen“ zu halten? Und klauen sie uns wirklich den Job? Schauen wir doch mal genauer hin:

Ergänzung oder Übernahme?

Zunächst kann ganz offen anerkannt werden, dass sich „künstliche“ kleine Teasertexte, der Wetterbericht oder Liveticker Texte ganz gut lesen lassen und exakt die Informationen beinhalten, die sich der Leser wünscht. Und das ist auch das große PRO für die KI im Marketing. Wir alle lesen immer mal wieder Liveticker, sei es nun Liveticker vom Sport oder (im letzten Jahr) von einer der zahlreichen Pressekonferenzen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Schneller kommt man kaum an Informationen und solche Liveticker bieten eine optimale Chance, dennoch alles mitzubekommen. Und dass hier immer mehr KI zum Einsatz kommt, ist ein absoluter Gewinn für Marketer, denn dadurch haben sie die Möglichkeit, die qualitativ hochwertigeren Texten zu verfassen und dennoch die „simpleren“ Informationen an die Leser weiterzugeben.
Halten wir also fest: Teasertexte, Wetterberichte und Livetickertexte dürfen die Maschinen gerne für uns übernehmen. Hier funktioniert der sogenannte Robo-Journalismus, algorithmischer oder automatisierter Journalismus wunderbar.

Doch längere Texte? Geht das überhaupt?

Es gibt mittlerweile viele Texterseiten im Web, die einen mit KI-generierten Texten zu frei wählbaren Themen locken. Es läuft eigentlich immer gleich ab: Man gibt ein Thema ein, füttert die Maschine mit einigen Informationen, gibt Zeichenlänge und Co. ein und schon geht es los. Die Texte lassen sich mittlerweile auch ganz ordentlich lesen, ABER ein paar Nachteile haben sie dann doch:

  1. Assoziationen: Das ist der erste Punkt, den der Robo-Journalismus einfach (noch) nicht hinbekommt. Denn natürlich fehlen den Maschinen die Fertigkeiten, Emotionen zu vermitteln. Und so bleibt es bei den von den Maschinen geschrieben Texten bei rein informativen Texten, die subtil Informationen transportieren, aber keinerlei Kopfkino erzeugen.
  2. Argumente für den Nutzen: Schlägt etwa in die gleiche Kerbe, aber von der anderen Seite: Ein Mensch ist in der Lage, den Nutzen für ein Produkt dem Leser nahezubringen, da der Mensch dazu im Stande ist, aus den Informationen „mehr“ zu machen. Die Maschine verwertet ausschließlich die Informationen.
  3. Kreativität: Das wohl größte K. O.-Kriterium für den Robo-Journalismus ist die Kreativität. Denn eine Maschine kann nicht kreativ sein – jedenfalls heute noch nicht. Und somit wird ein Mensch immer gegen die Maschine gewinnen, will man abwechslungsreiche Texte haben, die sich weiterentwickeln und im Laufe der Zeit auch Wandlungen durchgehen. Denn auch bei diesem Punkt gilt: Die Maschine verwertet nur die eingetragenen Informationen und fügt sie zu einem lesbaren Gesamttext zusammen.

Betrachten wir die letzten Punkte, wird schnell klar, dass KI noch nicht fähig ist, den Menschen im Texten zu ersetzen. Es fehlen wesentliche Skills, die einen Text erst gut und zielführend machen. Anspruchsvolle Texte, die eine hohe Conversion-Rate hervorbringen wollen, bleiben also weiterhin Aufgabe von uns Menschen.

Ist man auf der Suche nach einem rein informativen Text, kann allerdings unterstützend auf den Robo-Journalismus zurückgegriffen werden. Denn hier funktioniert die Kombination aus Mensch und Maschine schon sehr gut.

Fazit: Es bleibt spannend, wobei uns KI noch alles unterstützend wird. Fakt ist, dass man sich nicht gegen diese (gar nicht mehr so) neue Technik wehren muss, aus Angst ersetzt zu werden. Lieber sollte man die Vorteile nutzen, um sich selber die Arbeit einfacher zu gestalten.