Beiträge

Vertraute Bilder – wie Personifikationen deinen Text zum Leben erwecken

Wer in der Schule mal Lyrik analysieren musste, kennt sie vielleicht noch: die Personifikation. Die „Vermenschlichung“ von Gegenständen, Tieren oder Pflanzen wird dort als Stilmittel häufig eingesetzt. Aber wusstest du auch, dass Personifikationen eine unglaubliche Wirkung auf deine Business-Texte haben können? Wie man sie richtig einsetzt und was sie wirklich bringen, zeigen wir dir hier.

Bilder bevorzugt

Unser Gehirn ist ein wahres Wunderwerk. Und weil es Millionen komplexer Vorgänge gleichzeitig erledigen muss, freut es sich über Vereinfachung in jeder Hinsicht. Bilder bieten ihm die Möglichkeit, komplexe Zusammenhänge schnell zu erfassen. Sprachliche Bilder tun das auch. Deshalb wird Sprache, die ein Bild in unserem Kopf erzeugt, schneller erfasst und bleibt länger haften. Für werbliche Texte ist das ein echtes Geschenk. Slogans und Headlines sind nicht ohne Grund voll von Stilmitteln, die genau das tun – wie zum Beispiel die Personifikation.

Was genau ist eine Personifikation?

Dann macht Haribo Kinder und Erwachsene froh oder Red Bull verleiht Flügel. Den Produkten oder allgemein Dingen, Tieren oder Pflanzen wird Leben eingehaucht, indem man sie vermenschlicht. Sie werden mit menschlichen Dispositionen in Zusammenhang gebracht. Der sogenannte Anthropomorphismus überträgt also menschliche Eigenschaften auf Nichtmenschliches oder verleiht menschliche Züge. Das unterscheidet die Personifikation von der Metapher oder Allegorie, bei der ebenfalls zwei Bereiche miteinander verknüpft werden, die eigentlich nicht zusammengehören.

Personifikation leicht gemacht

Eine Personifikation zu bilden, ist im Prinzip ganz leicht. Wahrscheinlich tun wir alle es jeden Tag mehrmals, ohne es zu merken. Ganz bewusst kannst du Personifikationen einsetzen, indem du entweder ein menschenbezogenes Adjektiv (z. B. blinde Eifersucht), Substantiv (z. B. Gevatter Tod) oder Verb (die Sonne lacht) zur Beschreibung von etwas Nichtmenschlichem verwendest.

So setzt man sie ein

Bildhafte Sprache ist generell lebendiger und spannender. Wir lesen solche Texte schneller, weil uns die Bilder vertraut sind, das Hirn den Sinn schneller erfasst und wir sie dadurch lieber lesen. In Zeiten der kurzen Aufmerksamkeitsspanne ist das essenziell. Vor allem abstrakte Fakten oder schwieriger Lesestoff wird mit Personifikationen zu einer leichteren Lektüre. Produktnamen bekommen mit einem personifizierten Zusatz einen schnell greifbaren Sinn. So werden unverständliche Artikel mit einem Zusatz „zum besten Freund“, „verlässlichen Partner“ oder „Retter in der Not“.

Weil Bilder sehr stark sind, gehören sie auf die besten Plätze. Wenn jede Sekunde zählt, packst du deine Botschaft optimalerweise in die Headline oder Subheadline, beziehungsweise in den Slogan. Oder zumindest in den Anfang deines Textes. Mit dem von dir erzeugten Bild im Kopf wird der folgende Text anders gelesen. Das Eingangs-Bild im Hinterkopf des Lesers verleiht dem gesamten Text die Prägung, die du dir wünscht.

Die Dosis macht das Gift

Übertreiben solltest du es bei aller Liebe zu Bildern aber nicht. Ein Stilmittel alle drei Sätze reicht. Egal in welche Trickkiste du greifst – ob Metapher, Allegorie, Anapher, Alliteration oder Personifikation – wenn jeder Satz etwas im Kopf des Lesers heraufbeschwört, bist du nah an dichter Lyrik und das schreckt in werblichen Texten die meisten wohl eher ab. Wenn du die Personifikation aber in Maßen einsetzt, wird sie für genau den richtigen Film im Hirn deiner Leser sorgen.

Robo-Journalismus: KI und die Texter

Keine Angst, das hier wird nicht der x-te Artikel über KI. Was genau KI ist, wissen wohl mittlerweile die meisten. Heute geht es um die „Übernahme der Maschinen“ in den Bereichen Text und Marketing und was davon zu halten ist. Und ist es überhaupt so?

„Alexa, wie groß ist eine Giraffe?“

oder

„Siri, bitte rufe Mama an!“.

Aber auch:

90‘ Offizielle Nachspielzeit (Minuten): 3

89‘ Ronald Koeman scheint tatsächlich an die Tordifferenz zu denken. Bei der Einwechslung von Óscar Mingueza scheint es aber nur noch darum zu gehen, ein viertes Gegentor zu verhindern.

89‘ Einwechslung bei FC Barcelona: Óscar Mingueza

89‘ Auswechslung bei FC Barcelona: Sergi Roberto

87‘ Gelb-Rote Karte für Eric García (FC Barcelona), Weltuntergangsstimmung in Barcelona. Zu allem Überfluss muss Eric García nach einem weiteren taktischen Foul auch noch mit Gelb-Rot vom Platz.

86‘ Einwechslung bei SL Benfica: Gonçalo Ramos

[Quelle https://sportdaten.spiegel.de]

Wir nutzen die künstliche Intelligenz der Maschinen bereits seit einigen Jahren und für viele sind die Befehle an Alexa oder Siri zum Alltag geworden. Selbst die Kleinsten sprechen mit Alexa und Co. als wäre es das Normalste der Welt. Oh Moment – Liveticker beim Sport? Da sitzt doch bestimmt jemand und tippt ganz schnell alles herunter? Oder etwa doch nicht?

Das Thema KI (künstliche Intelligenz) ist längst ein Bestandteil unseres alltäglichen Lebens geworden – teilweise ohne dass wir es merken. Denn die Informatik entwickelt sich rasant weiter und wird immer besser darin, menschliches Verhalten zu imitieren. Und so werden immer mehr Bereiche von der künstlichen Intelligenz übernommen. Mittlerweile ist sie auch im Marketing angekommen und übernimmt das Texten für einen – wenn man es denn will.

Doch was ist von der „Übernahme der Maschinen“ zu halten? Und klauen sie uns wirklich den Job? Schauen wir doch mal genauer hin:

Ergänzung oder Übernahme?

Zunächst kann ganz offen anerkannt werden, dass sich „künstliche“ kleine Teasertexte, der Wetterbericht oder Liveticker Texte ganz gut lesen lassen und exakt die Informationen beinhalten, die sich der Leser wünscht. Und das ist auch das große PRO für die KI im Marketing. Wir alle lesen immer mal wieder Liveticker, sei es nun Liveticker vom Sport oder (im letzten Jahr) von einer der zahlreichen Pressekonferenzen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Schneller kommt man kaum an Informationen und solche Liveticker bieten eine optimale Chance, dennoch alles mitzubekommen. Und dass hier immer mehr KI zum Einsatz kommt, ist ein absoluter Gewinn für Marketer, denn dadurch haben sie die Möglichkeit, die qualitativ hochwertigeren Texten zu verfassen und dennoch die „simpleren“ Informationen an die Leser weiterzugeben.
Halten wir also fest: Teasertexte, Wetterberichte und Livetickertexte dürfen die Maschinen gerne für uns übernehmen. Hier funktioniert der sogenannte Robo-Journalismus, algorithmischer oder automatisierter Journalismus wunderbar.

Doch längere Texte? Geht das überhaupt?

Es gibt mittlerweile viele Texterseiten im Web, die einen mit KI-generierten Texten zu frei wählbaren Themen locken. Es läuft eigentlich immer gleich ab: Man gibt ein Thema ein, füttert die Maschine mit einigen Informationen, gibt Zeichenlänge und Co. ein und schon geht es los. Die Texte lassen sich mittlerweile auch ganz ordentlich lesen, ABER ein paar Nachteile haben sie dann doch:

  1. Assoziationen: Das ist der erste Punkt, den der Robo-Journalismus einfach (noch) nicht hinbekommt. Denn natürlich fehlen den Maschinen die Fertigkeiten, Emotionen zu vermitteln. Und so bleibt es bei den von den Maschinen geschrieben Texten bei rein informativen Texten, die subtil Informationen transportieren, aber keinerlei Kopfkino erzeugen.
  2. Argumente für den Nutzen: Schlägt etwa in die gleiche Kerbe, aber von der anderen Seite: Ein Mensch ist in der Lage, den Nutzen für ein Produkt dem Leser nahezubringen, da der Mensch dazu im Stande ist, aus den Informationen „mehr“ zu machen. Die Maschine verwertet ausschließlich die Informationen.
  3. Kreativität: Das wohl größte K. O.-Kriterium für den Robo-Journalismus ist die Kreativität. Denn eine Maschine kann nicht kreativ sein – jedenfalls heute noch nicht. Und somit wird ein Mensch immer gegen die Maschine gewinnen, will man abwechslungsreiche Texte haben, die sich weiterentwickeln und im Laufe der Zeit auch Wandlungen durchgehen. Denn auch bei diesem Punkt gilt: Die Maschine verwertet nur die eingetragenen Informationen und fügt sie zu einem lesbaren Gesamttext zusammen.

Betrachten wir die letzten Punkte, wird schnell klar, dass KI noch nicht fähig ist, den Menschen im Texten zu ersetzen. Es fehlen wesentliche Skills, die einen Text erst gut und zielführend machen. Anspruchsvolle Texte, die eine hohe Conversion-Rate hervorbringen wollen, bleiben also weiterhin Aufgabe von uns Menschen.

Ist man auf der Suche nach einem rein informativen Text, kann allerdings unterstützend auf den Robo-Journalismus zurückgegriffen werden. Denn hier funktioniert die Kombination aus Mensch und Maschine schon sehr gut.

Fazit: Es bleibt spannend, wobei uns KI noch alles unterstützend wird. Fakt ist, dass man sich nicht gegen diese (gar nicht mehr so) neue Technik wehren muss, aus Angst ersetzt zu werden. Lieber sollte man die Vorteile nutzen, um sich selber die Arbeit einfacher zu gestalten.

Dos und Don’ts des E-Mail-Marketing: So unterstützt du gezielt die Kundenreise

Die E-Mail ist wieder auf dem Vormarsch! Laut neuer Studien greifen immer mehr Menschen auf die altbekannte E-Mail bei der Kommunikation zurück. Bis zum Jahr 2025 wird die Zahl der täglich versendeten und empfangenen E-Mails weltweit sogar von 319,6 Milliarden auf 376,4 Milliarden steigen (Quelle: Statista). Grund genug für alle Marketing-Experten, E-Mails als Kanal wieder stärker zu berücksichtigen. Aber wie und zu welchem Zeitpunkt setzt man E-Mail-Marketing richtig ein? Wir haben ein paar Tipps für euch.

Bitte nicht zu werblich

Bevor du mit deinen Kunden auf Reise gehst, solltest du dir eines ganz besonders zu Herzen nehmen: Mehrwert MUSS sein, Werbung DARF sein, wenn sie subtil eingesetzt wird. Wenn du deine Kunden nervst, weil du zu penetrant oder häufig oder plakativ wirbst, vergraulst du sie nur.

Am Anfang zurückhalten und informieren

Jeder Kauf beginnt mit einem Impuls. Oft ist das eine Notwendigkeit, die aus dem Alltag geboren wird, wie zum Beispiel eine kaputte Kaffeemaschine. Der Kunde googelt die Frage „Darf ich meine Kaffeemaschine in der gelben Tonne entsorgen?“. Im Idealfall habt ihr euch vorab ein paar schlaue Gedanken zum Kaufverhalten eurer Kunden und vor allem zum SEO-Ranking gemacht und deshalb gerade zum Thema „Wohin mit alten Elektrogeräten?“ einen Blogbeitrag auf eurer Webseite veröffentlicht. Der Kunde findet euren Blog und landet auf eurer Seite.

Zufälliges Zusammentreffen

Unter eurem Blogbeitrag findet der Kunde einen Call-to-Action-Button (CTA) zur Newsletter-Anmeldung. Damit er diesen auch nutzt, muss ein Mehrwert für ihn klar erkennbar sein, beispielsweise die verheißungsvolle Aussicht auf mehr nützliche Tipps und Informationen. Wenn der Kunde sich die Zeit genommen hat, bis hierhin zu lesen, hast du gute Chancen, dass er mehr will und den Button nutzt. Mit seiner Einwilligung darfst du ihn ab sofort mit E-Mails auf seiner Reise durch die Konsumwelt begleiten. Im abonnierten Newsletter kannst du deshalb bereits anfangen, ganz dezent Werbung für deine Produkte zu machen. Gut funktioniert das mit kleinen Produktbilder-CTAs, die mit dem Shop verlinkt sind und ins Auge fallen, aber nicht beim Lesen stören. Dem Kunden ohne Einwilligung per E-Mail Werbung zu schicken, ist übrigens strafbar.

Friendly Reminder

Jetzt ist es wichtig, am Ball zu bleiben. Die kleinen Produktbilder aus dem Newsletter bewirbst du in deiner nächsten E-Mail ganz konkret. Gefiel deinem Kunden schon vor ein paar Tagen im Newsletter der Artikel, kauft er ihn vielleicht heute. Die neue Kaffeemaschine, die unter dem Newsletter klein zu sehen war, wird nun mit Preis beziffert und näher beschrieben. Vor allem wird ein Online-Kauf direkt möglich gemacht. Dann kann die Transaktion schnell starten.

Kundenbindung de luxe

Ein Kauf ist getätigt. Mehr wären wünschenswert. Wie schaffst du es, den Kunden zum Stammkunden zu machen? Indem du einen guten Eindruck hinterlässt. Das Kauferlebnis positiv zu verstärken ist eine richtige Wunderwaffe. Mit einer personalisierten E-Mail nach einer Woche kannst du echte Pluspunkte sammeln, vor allem wenn sie nützliche Tipps zum gekauften Produkt enthält, beispielsweise Reinigungstipps für die neue Kaffeemaschine. Der Kunde ist beeindruckt von deinem Engagement und erhält in dieser E-Mail die Möglichkeit, dich zu bewerten.

Empfehlung ist die beste Werbung

Ist der Konsument zufrieden, wird er dich gut bewerten und damit weiterempfehlen. Handelt die nächste E-Mail dann von der besten Zubereitungsweise für perfekten Milchschaum, lockst du den Kunden vielleicht mit neuen CTAs zu einem weiteren Kauf. Die Kundenreise beginnt von vorne.

7 Mythen über Journalisten und deren Wahrheitsgehalt

Gute Pressearbeit funktioniert nur, wenn man seine Zielgruppe kennt. Die Zielgruppen für die Arbeit mit der Presse sind die Menschen, die in den Redaktionen deiner Zielmedien arbeiten, also die Redakteure (Wir meinen damit ALLE Geschlechter, nutzen der Einfachheit halber aber die männlich Schreibweise). Diese Personen haben den Beruf des Journalisten. So weit sollte alles bekannt sein.

Doch immer noch ranken sich viele Mythen und Missverständnisse um den Beruf des Journalisten bzw. Redakteurs. Diese Mythen und Missverständnisse führen dazu, dass Unternehmer und Freiberufler regelrecht Angst davor haben, einen Redakteur zu kontaktieren bzw. zu treffen. Lass dir eines gesagt sein: Journalisten sind Leute wie du und ich, und sie könnten deine Nachbarn sein. Vor den allermeisten Journalisten muss man keinerlei Angst haben.

Einige der Mythen und Missverständnisse möchten wir heute ein für alle Mal beseitigen.

Mythos 1: Redakteure sind schnell genervt und blocken dich, wenn du Ihnen regelmäßig Informationen sendest, die sie gerade nicht brauchen können.

Stimmt nicht. Sie urteilen NICHT bei jeder E-Mail „Oh Mann, wie nervig, DER schon wieder!“, sondern sie sortieren die eingehenden E-Mails sachlich nach „interessant und lesenswert“ oder „Müll“, je nachdem, wie interessant deine Betreffzeile und das Thema klingen. Die einen werden sofort oder später gelesen (archiviert) oder eben gelöscht. In manchen E-Mail-Posteingängen gehen pro Tag mehrere 100 solcher E-Mails ein. Für eine Bewertung bleibt überhaupt keine Zeit.

Tipp: Der Betreff deiner E-Mail muss sitzen. Kurz und knackig das Thema vorstellen. Denk auch daran, dass der Betreff in den E-Mail-Programmen oft nicht vollständig dargestellt wird. In der Kürze liegt die Würze.

Mythos 2: Redakteure melden sich absichtlich nicht bei dir zurück, weil sie keinen Bock auf dich und dein Thema haben.

Stimmt und stimmt nicht. Die Masse an (nicht relevanten) Themenvorschlägen und Presseinformationen macht es für die meisten Redakteure unmöglich, jede E-Mail zu beantworten. Das macht auch keinen Sinn. Es passiert allerdings auch, dass du nichts von ihnen hörst, obwohl dein Thema interessant ist. Es kommt im Alltagsstress nämlich vor, dass der Redakteur nicht sofort antwortet, aber vergisst, deine E-Mail auf Wiedervorlage zu legen. Dann rutscht sie nach unten und wird ganz vergessen.

Tipp: Eine Nachfrage oder Erinnerung per E-Mail ist kein Problem. Mach aber kenntlich, dass es einen Bezug zu einem früheren Thema gibt. Noch besser: Verknüpfe die Nachfrage geschickt mit einem neuen Ansatz, einer neuen Herangehensweise.

Beim Thema Nachtelefonieren streiten sich die Experten. Während viele gebetsmühlenartig propagieren, nicht die Redakteure anzurufen und nach dem Stand zu fragen, lese ich in Blogartikeln aktiver Journalisten, dass auch ein höflicher Anruf kein Problem ist. Die Redakteure sind dir nicht böse und das Schlimmste, was dir passieren kann, ist eine Absage zu bekommen. Das habe ich anders erfahren. Mein Tipp: Sorgsam und selektiv mit Anrufen umgehen.

Mythos 3: Redakteure halten sich für was Besseres

Oh nein. Wie ich bereits oben sagte, sind Journalisten Leute wie du und ich, und sie könnten deine Nachbarn sein.

Tipp: Sprich die Leute so an, wie du eine neue Nachbarin ansprechen würdest: nett, umgänglich, hilfsbereit, auf Augenhöhe.

Mythos 4: Redakteure lieben gut geschriebene, aktuelle und informative Pressemeldungen

Das ist kein Mythos, das ist ein Faktum. Jeden Tag „müllen“ etliche 100 miserable Pressemeldungen die Posteingänge der Redakteure zu. Das beginnt beim Thema: „Der neue Katalog der Schmidt GmbH erscheint“ oder „Paul Hermanns steigt zum Vertriebschef auf“ sind keine Themen für Pressemeldungen. Eine Pressemeldung muss nicht nur brandaktuell sein, sie muss auch relevant sein für die Leser des Mediums, auf das du zielst. Studien sagen, dass mehr als 90 % der Journalisten Pressemeldung lesen, wenn sie aktuell sind. Für 83 % muss die Pressemeldung branchenrelevant sein.

Neben der Irrelevanz des Themas beherrschen viele Verfasser von Pressemitteilung nicht die Basics einer Pressemitteilung – formal und inhaltlich. Inhaltlich muss eine Pressemitteilung immer auf die fünf W-Fragen: Was, Wer, Wo, Wie und Warum eingehen.

Tipp: Sei sparsam mit dem Format Pressemitteilung. Wenn du eine PM versendest, dann nur an die Redakteure, für die das Thema relevant sein könnte. Prüfe genau, ob sich mehr Menschen als du, deine Kollegen und Vorgesetzten für das Thema interessieren würden. Pressemitteilungen sollten früh am Morgen zu den Nachrichtenredaktionen geschickt werden, sodass sie im morgendlichen Redaktionsmeeting besprochen werden können.

Themen, die sich nicht als Pressemitteilung versenden lassen, kannst du als Themenvorschlag an einzelne, ausgewählte Redakteure senden. Auch praktikabel: Themen als Pitchmails versenden.

Mythos 5: E-Mails sendet man immer an den redaktion@XXX.de-Mailaccount

Falsch. Auch wenn alle Redaktionen einen solchen Sammelaccount besitzen und diesen für Pressemitteilungen etc. herausgeben, solltest du ihn in der Regel nicht verwenden. Denn in Redaktionen fühlt sich für diese Posteingänge meist niemand verantwortlich. Und selbst wenn jemand die Mails liest, dann sehr wahrscheinlich nicht die Person, für die der Themenvorschlag genau richtig wäre.

Tipp: Mach dir die Arbeit und recherchiere, wer sich in der Redaktion normalerweise mit einem Themenfeld beschäftigt – und schreibe genau diese Person an. Das ist mühsam, lohnt sich aber. Nur, wenn du weißt, dass die redaktion@ Adresse auch von dem Redakteur gelesen wird, den du ansprechen willst, darfst du diese Adresse benutzen. 

Mythos 6: Journalisten sind faul

Naja, sagen wir mal so: Journalisten machen sich gern die Arbeit leicht. Das ist aber im Hinblick auf den Stress und Druck, der in vielen Redaktionen herrscht, verständlich. Faul ist allerdings ein falscher Begriff.

Tipp: Du kannst dir diese „Eigenschaft“ oder „Arbeitsweise“ zu Nutzen machen. Zum Beispiel, indem du die Redakteure mit allen Informationen und Materialien versorgst, die sie für einen Bericht über dich und dein Produkt / Unternehmen benötigen würden. Oder, indem du proaktiv Infos zu einem Thema anbietest, an dem der Redakteur gerade oder demnächst arbeitet (Stichwort Themenpläne studieren).

Wenn du einmal einen guten Kontakt zu einem Redakteur aufgebaut hast und er dich als vertrauensvoll, zuverlässig und als Experte in Erinnerung hat, wird er dich bald von sich aus kontaktieren.

Mythos 7: Journalisten verkaufen dir auch gleich die Anzeige

Falsch. Denn laut Pressekodex des Deutschen Presserates ist die Kopplung von redaktionellen Inhalten und werblichen Inhalten streng verboten.

Vielmehr müssen redaktionelle Veröffentlichungen, die auf Unternehmen, ihre Erzeugnisse, Leistungen oder Veranstaltungen hinweisen, genaustens hinsichtlich der Erfüllung eines begründeten öffentlichen Interesses oder eines Informationsinteresses der Leser geprüft werden.

In Einzelfällen kommt es vor, dass Redakteure sich wohlwollend zu einem Thema äußern, wenn man zugleich Werbung in diesem Medium bucht. Lass die Finger weg.

Tipp: Achte genau darauf, in welchem Umfang dein Unternehmen, dein Produkt oder deine Dienstleistung in einem Artikel genannt wird. Hier gilt: Weniger ist mehr, weil die Entscheidung für den Redakteur einfacher wird und so die Abdruckchance steigt.

Denk immer daran: Redakteure suchen spannende Themen für ihre Zielgruppe!

Zum Abschluss noch ein Hinweis: Neben einem früheren Blogartikel darüber, was Redakteure wirklich nervt, empfehle ich dir unser Coaching oder Webinar in Sachen Pressearbeit.

Wie schreibt man eigentlich gendergerecht?

Es wird immer mehr zum Thema: gendergerechtes Schreiben. Wer Stellenanzeigen verfasst, muss es genauso berücksichtigen wie alle, die offizielle Anschreiben texten. Aber auch in allen anderen Texten kommt man heute nicht mehr an der gendergerechten Sprache vorbei. Facebook bietet in Zukunft unter „Geschlecht/benutzerdefiniert“ immerhin die Möglichkeit, zwischen 60 verschiedenen Geschlechtern zu wählen. Wie aber setzt man gendergerechtes Schreiben ohne großen Aufwand um? Wir haben ein paar Tipps für dich.

Neutral bleiben

Wann immer es geht, bietet sich die neutrale Form im Plural als schreibe- und lesefreundlichste Variante an. Aus den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen werden dann die Mitarbeitenden. Das verursacht den wenigsten Aufwand, ist neutral und in der Schweiz übrigens schon lange Usus.

Frau und Mann ansprechen

Gibt es die neutrale Form nicht, dann entscheide dich am besten für die Doppelnennung. Das ist besonders für die Suchmaschinenoptimierung relevant. Denn die so praktische Sternchenvariante, die Klammer oder das Binnen-I werden von den Suchmaschinen nicht korrekt gefunden und deine Stellenanzeige taucht dann zum Beispiel nur unter „Ingenieurin“ statt unter „Ingenieur“ und „Ingenieurin“ auf, was deinen Suchradius schmälert. Außerdem funktionieren diese Möglichkeiten nur bei Wortpaaren, bei denen die weibliche Form durch das Anfügen eines Suffixes an die männliche Form gebildet wird.

Schrägstrich

Wer korrekt schreiben möchte, kann auch den altbekannten Schrägstrich verwenden. Dann aber bitte korrekt: Man setzt nach dem Schrägstrich einen Ergänzungsstrich. Beispiel: „Besucher/-innen“. So wird dein Eintrag dann auch richtig im Netz gefunden.

Machen lassen

Für alle, denen die Korrektur ihrer Texte zu aufwendig ist oder die es sich einfach von Beginn an leichter machen wollen, gibt es übrigens auch mittlerweile Software. Diese prüft die Texte auf Gendergerechtheit und macht entsprechende Vorschläge. Wer nach „gendergerecht schreiben“ googelt, wird hier schnell fündig.

Grundsätzlich gilt: Am besten funktionieren diese Varianten immer im Plural. Stimmige Lösungen für den Singular gibt es nicht. Das liegt vor allem an den Artikeln, Adjektiven und Pronomen, die das Wort begleiten und dann ebenfalls mehrerer Formen bedürfen.

Schlechte Verben – Gute Verben

Verben sind ein wichtiger Bestandteil von Texten und verdienen unsere besondere Aufmerksamkeit. Während sie Texte bildhafter und lebendiger gestalten können, wirken Beiträge durch die Verwendung von ‚falschen‘ Verben schnell umständlich oder monoton. Daher gibt es heute einen kleinen Überblick über bestimmte Verbgruppen.

Die Klassiker: machen, sein und haben

Diese Verben finden sich in so gut wie jedem Text wieder. Sie stellen jedoch in den meisten Fällen die einfallsloseste Art dar, etwas zu beschreiben oder auszudrücken.  Während vor allem das Verb ‚machen‘ im englischen Sprachraum häufig verwendet wird, findet sich die umgangssprachliche Nutzung dieses Wortes mittlerweile auch in vielen deutschen Ausdrücken wieder. So wird der englische Ausdruck ‚That makes sense‘ im Deutschen mit ‚Das macht Sinn‘ übersetzt, obwohl es eigentlich ‚Das ergibt Sinn‘ heißen müsste. Allgemein gibt es im Deutschen zahlreiche Alternativen, um diese Hilfsverben zu ersetzen. Daher lohnt es sich für jeden Texter und jede Texterin, die eigenen Texte vor der Veröffentlichung nochmal zu kontrollieren und ‚machen‘, ‚sein‘ und ‚haben‘ wo es möglich ist durch aussagekräftigere Verben zu ersetzen.

Hier einige Beispiele

Beispiel 1: Ich mache jeden Tag fleissig meine Hausaufgaben
Besser: Ich erledige jeden Tag fleissig meine Hausaufgaben

Beispiel 2: An der Unfallstelle war eine große Menschenmenge.
Besser: An der Unfallstelle drängte sich eine große Menschenmenge

Beispiel 3: Sie hatte große Probleme mit der Höhe des Gerüsts.
Besser: Die Höhe des Gerüsts erzeugte bei ihr Höhenangst.

Modalverben: können, müssen, dürfen, sollen, mögen, wollen

Ein besonderer Fall der deutschen Sprache stellen die sogenannten Modalverben dar. Diese Verben können die Bedeutung eines Satzes komplett verändern und nehmen somit eine wichtige Funktion für das Verständnis eines Textes ein. So ist es zum Beispiel ein gewaltiger Unterschied, ob jemand etwas erledigen muss, oder etwas erledigen darf. Schwierig wird es jedoch, wenn diese Modalverben in Sätzen benutzt werden, die auch ohne deren Verwendung Sinn ergeben würden. Diese sinnlose Verwendung von Modalverben hat den gegenteiligen Effekt: Nun verschleiern die Verben eine klare Aussage und hindern somit die Verständlichkeit des Textes. Auch in diesem Fall lohnt es sich also, vor Veröffentlichung eines Textes gründlich zu überprüfen, ob überflüssige oder falsch eingesetzte Modalverben verwendet wurden. So kann im Zweifelsfall der Satz nochmal umgestellt werden.

Übrigens: Helfer wie der kostenloses Duden Mentor unterstützen dich beim Auffinden solcher „schlechter“ Verben. Wir berichteten.

Bild: StockSnap / pixabay / CC0 Creative Commons

Ein ‚s‘ oder zwei? Kleine Auffrischung zu den gängigsten Rechtschreibfehlern

Mit den Rechtschreib- und Grammatikregeln der deutschen Sprache lassen sich ganze Bücher füllen. Pünktlich zum Wochenende gibt es heute eine kleine Zusammenstellung an Fehlern, die mir in letzter Zeit immer mal wieder aufgefallen oder selbst unterlaufen sind.

Ist es nun ‚s‘, ‚ss‘ oder ‚ß‘?

Eine beliebte Fehlerquelle ist das kleine Wörtchen ‚das/dass‘. Während sich viele nicht sicher sind, wie viele ‚s‘ sie hinten dranhängen müssen, sind einige sogar noch geneigt, es mit ‚ß ‚zu schreiben. Dazu eine eindeutige Regel gleich vorab: Das ‚daß‘ wurde mit der Rechtschreibreform 1996 abgeschafft und wird seitdem gar nicht mehr verwendet. Ob es nun ‚das‘ oder ‚dass‘ nach einem Komma heißt, kommt darauf an. Die Merkregel lautet:

  • Ließe sich stattdessen auch ein ‚dieses‘, ‚welches‘ oder ‚jenes‘ einsetzen, wird ‚das‘ geschrieben. (z.B.: Sie weiß, das Buch ist alt.)
  • Andernfalls wird ‚dass‘ eingesetzt. (z.B. Sie weiß, dass dieses Buch alt ist.)

Mit oder ohne Apostroph?

Mir persönlich unterläuft gern ein dummer Fehler. Ich schreibe einen Text, möchte aufpassen nicht in Umgangssprache zu verfallen, und verwende dann ‚für’s‘ anstelle von ‚fürs‘. Das ist aber falsch! Werden Präpositionen und Artikel miteinander verbunden, werden diese zusammen und ohne die Verwendung eines Apostrophs geschrieben. Das gilt natürlich nicht nur für das kleine Wörtchen ‚für‘, sondern auch für ‚unter‘ oder ‚in‘.

  • Danke fürs Gegenlesen.
  • Ich stelle die Kiste unters Regal.
  • Ich gehe früh ins Bett.

Achtung Wortfalle!

Schließlich gibt es auch noch die Wörter, bei denen beide Schreibweisen möglich sind, die Bedeutung sich allerdings dadurch verändert. Das macht die Sache natürlich nicht unbedingt einfacher, jedoch muss hier einfach auswendig gelernt werden.

  • Wieder/wider? – Hier kommt es darauf an, ob man das Wort im Sinne von nochmal verwenden möchte (wieder), oder ob es gegen bedeuten soll (wider).
  • Seid/seit? – Zweifelsohne ein gern gemachter Fehler. Hier könnte die Bedeutung allerdings unterschiedlicher nicht sein. Wird ‚seid‘ in der 2. Person Plural verwendet, so wird es mit ‚d‘ geschrieben (‚Ihr seid Zuhause‘). Wird es jedoch als Zeitangabe verwendet, so wird ein ‚t‘ benutzt (‚Ich warte seit 10 Minuten‘).
  • Tod/tot? – Ob ‚Tod‘ oder ‚tot‘ verwendet wird, hängt davon ab, ob das Wort als Nomen oder als Adjektiv verwendet wird. Beim Nomen wird es mit ‚d‘ geschrieben (‚Der Tod ist unvermeidbar‘). Beim Adjektiv hingegen wird ein ‚t‘ verwendet (‚Sie ist tot‘).

Balkendiagramme, die um die Wette laufen

Kennzahlen (sog. KPIs) sind ein wichtiger Baustein für ein erfolgreiches Marketing. Im Social-Media-Marketing gibt es eine Reihe solcher Kennzahlen, einige weniger aussagekräftig (z.B. die Zahl der Fans, Abonnenten und Follower), andere aussagekräftiger (z.B. das Engagement der eigenen Fans und Follower). Einige Kennzahlen lassen sich hier sogar mit dem Wettbewerb vergleichen. Hierzu gibt es effektive Werkzeuge wie Fanpage Karma.

Die Macher dieser Plattform haben nun eine eher witzige Form des Datenvergleichs veröffentlicht: Das sog. Bar-Chart-Race. Es handelt sich um eine Visualisierung bestimmter Daten wie die Zahl der Tweets oder Abonnenten bei Twitter, Facebook, Instagram oder YouTube. Die verschiedenen zu vergleichenden Profile / Accounts treten dabei in einem Wettrennen gegeneinander an.

Bar-Chart-Race ist kostenlos. Ihr müsst euch aber mit einem Facebook-Account bei Fanpage Karma anmelden und eine Datenschutzvereinbarung unterschreiben. Wer neu ist bei Fanpage Karma, kann anschließend drei Monate lang kostenfrei die Gold-Version nutzen; danach wird automatisch zur Free-Version gewechselt. Ihr müsst euch also nicht um eine eventuelle Kostenfalle sorgen.

Nach der Anmeldung kann man das witzige Wettrennen der Profile oder Konten nutzen.

Wir haben zum Test die Twitter-Profile einer deutschen Politiker gegeneinander laufen lassen.

Quelle Fanpage Karma / Bar Chart Race

 

Dass das Wettrennen auch mit Instagram funktioniert, zeigt das zweite Bild. Hier haben wir die drei großen Marken im Markt für Sportschuhe, Adidas, Puma und Nike gegeneinander laufen lassen. Das Video dazu findet ihr bei uns auf Instagram und Facebook.

Quelle Fanpage Karma / Bar Chart Race

Fanpage Karma bietet außerdem einen kostenlosen Zweikampf von Facebook-Seiten an. Unter https://www.fanpagekarma.com/vs könnt ihr zwei beliebige Seitennamen (oder Seiten-IDs) eingeben und sehen, wie sich die beiden Gegner so schlagen. Hierbei werden neben der Fanzahl auch das Fanwachstum, das Engagement und die Post-Interaktion sowie der Service-Level der Seite verglichen.

Auch hierfür haben in die beiden großen Kontrahenten Adidas und Puma zum Test in den Zweikampf geschickt. So sieht das aus:

Quelle Fanpage Karma

Natürlich könnt ihr hier auch eure Seite und die Seite eures stärksten Wettbewerbers vergleichen.

Dieser Vergleich funktioniert übrigens ohne Anmeldung bei Fanpage Karma. Wer aber dann mehr wissen möchte über die Seiten, muss wiederum ein Konto besitzen.

Solche Vergleiche sind selbstverständlich wenig aussagekräftig, vor allem die Wettrennen haben eher einen Unterhaltungsfaktor als einen Mehrwert. Die Plattform Fanpage Karma möchte damit vielmehr darauf aufmerksam machen, was man damit alles tun kann. Und das kann sich sehen lassen – leider gegen saftige Gebühren.

Hier findest du den richtigen Text für deine geschäftlichen Weihnachtsgrüße

Plötzlich ist wieder Weihnachten. Alle Jahre wieder sitzen wir vor den Weihnachtskarten für unsere Kunden, Geschäftspartner und Lieferanten und grübeln über den richtigen, den passenden Text für die Weihnachtsgrüße. Schwierig, denn zu Weihnachten sollte der Grußtext einerseits die persönliche Note haben, andererseits aber nicht zu aufdringlich sein. Er sollte einen ehrlichen Dank und Wertschätzung zeigen, aber nicht „schleimen“.

Wir haben uns im Netz umgeschaut und viele tolle Seiten entdeckt, die wunderbare Texte, Sprüche und Zitate bieten. Natürlich sollen diese Texte dir nur eine Inspiration sein, denn der ganz persönliche Text ist das Beste, was du Kunden, Geschäftspartnern und Lieferanten bieten kannst.

Quellen der Inspiration

Die Druckerei „Die Kartenmacherei“ bietet dir gleich eine ganze Liste von deutschen und englischen Textvorschlägen.

Nicht ganz so kreativ, aber dennoch passend sind die Texte, die du bei weihnachtssprüche.eu  findest.

Bei Rosemood findest du ganz viele Zitate – von den Klassischen bis zu Originellen und Inspirierenden

Bei weihnachtsgedichte-sprueche.net und bei talu.de werden passende Zitate in einem individuellen Text aufgegriffen und verarbeitet. Finde ich eine gute Idee.

Und auch im RAAB Verlag Magazin findest du viele nette Anregungen.

Eigene Texte

Als Textagentur sind wir natürlich auch selbst in der Lage, individuelle Texte für Weihnachtsgrüße zu formulieren. Hier ein Beispiel, das wir für unsere Kunden, eine Druckerei, getextet haben:

Es wird still in der Druckerei,
so schnell ist die Adventszeit vorbei.
Unsere Druckmaschinen werden nun abgeschaltet,
die Halle ist weihnachtlich gestaltet.
Die Maschinen hören auf zu knattern,
die Blätter werden nicht weiter flattern.
Denn nun beginnt die Weihnachtszeit,
und alle Kollegen sind bereit.
Wir freuen uns auf die Weihnachtstage,
auf Ruhe und Entspannung, keine Frage.
Zeit für uns, sich bedanken,
bei Kunden, Partnern und Lieferanten.
Wir wünschen Ihnen ein frohes Fest,
und fürs kommende Jahr, all the best.

Und zum Abschluss unser persönlicher Lieblingstext zu Weihnachten:

Es wird Weihnachten
vergessen wir den Lärm der Welt.
Es ist an der Zeit
wieder einmal Ruhe zu gewinnen,
Kraft zu schöpfen und sensibel zu werden
für die scheinbar kleinen Dinge ,
die uns nachdenklich machen.

(aus SPRUCHZEIT von Josè Flume und Heide Huchel)

Was auch immer du deinen Kunden, Freunden, Partnern und Lieferanten zu Weihnachten schreibst, wir sind sicher, dass es von Herzen kommt.

Kleines Komma, große Bedeutung

Das Komma – ein kleiner Strich, der vielen Deutschen so viel Kopfschmerzen bereitet und doch so eine große Bedeutung hat für unsere Sprache. Liest man sich heute diverse Texte, ja sogar hochoffizielle Briefe von Behörden und Unternehmen durch, so gewinnt man den Eindruck, dass die Nutzung des Kommas so langsam in Vergessenheit gerät. Erst neulich erhielt ich ein Schreiben von meiner Versicherung, in dem sage und schreibe acht Kommafehler zu finden waren.

Können wir das kleine Strichlein also weglassen? NEIN.

Denn das Komma erfüllt eine wichtige Rolle in unserer geschriebenen Sprache. Es dient nicht nur zur Strukturierung eines Satzes und zur gedanklichen Trennung, z.B. bei Lesen, es kann auch die Bedeutung von Sätzen komplett verändern, lässt man es weg oder setzt man es an anderer Stelle. Hier ein paar Beispiele:

Wir essen jetzt, Mama.
Wir essen jetzt Mama.

Es ist schwierig für Frauen, eine Lösung zu finden.
Es ist schwierig, für eine Frauen eine Lösung zu finden.

Nicht, aufhören!
Nicht aufhören!

Er will sie nicht.
Er will, sie nicht.

Bei Wikipedia fand ich gar eine fiktive Kurzgeschichte, die die Bedeutung und Wichtigkeit eines Kommas unterstreicht

Ein Verbrecher soll gehängt werden, doch der König erfährt durch einen Boten in letzter Sekunde, dass der Todgeweihte unschuldig ist. Nun richtet er eine Nachricht an den Scharfrichter, die Nachricht heißt: „Wartet nicht, hängen!“ Der Scharfrichter erhält die Nachricht und hängt den Unschuldigen zur Empörung des Königs. Dieser hatte einen Beistrichfehler gemacht, er wollte eigentlich schreiben: „Wartet, nicht hängen!“

Wie setzt man das Komma richtig?

Für die korrekte und standardisierte Verwendung von Kommas gelten Kommaregeln. Für das Deutsche wurden die Kommaregeln im Zuge der Rechtschreibreform von 1996 mit dem Ziel einer Vereinfachung grundlegend geändert. Dabei wurde die Kommasetzung in vielen Fällen freigestellt. Mit der Überarbeitung des Reformregelwerks im Jahr 2006 wurde die Kommasetzung nochmals modifiziert; vor allem viele Freistellungen wurden mit dem Ziel einer besseren Lesbarkeit zurückgenommen.

Ich möchte an dieser Stelle nicht die gesamten Kommaregeln ausführen, das kannst du überall nachlesen. Hier nur ein paar grundlegende Regeln:

  • Werden in einem Satz Satzteile (das können ein- oder auch mehrwortige Satzteile sein) mit gleicher syntaktischer Funktion aufgezählt oder verbindend genannt, so kann ihre Abtrennung entweder durch Konjunktionen (Bindewort) oder durch Kommata erfolgen.
  • Das Komma steht ebenfalls zwischen Satzteilen, die durch Konjunktionen in der Art einer Aufzählung verbunden sind (z. B. zum einen …, zum anderen …)
  • Auch Beifügungen werden in Kommata eingeschlossen, z. B. „Peter Meier, 70 Jahre, war früher Vorstandsvorsitzender.“
  • Zudem werden Einschübe in Kommata eingeschlossen, wenn sie nicht schon mit Gedankenstrichen eingeschlossen sind: „Eines Tages, es war mitten im Sommer, hagelte es.“
  • Schließlich werden noch Nebensätze durch Kommata abgetrennt (z. B. Wir ziehen uns Kleidung an, weil wir nicht nackt sein wollen.)

Es gibt noch einige weitere Fälle, in denen Kommata gesetzt werden. Du solltest dir nur bewusst sein, dass das Komma immer noch eine sehr wichtige Bedeutung in der deutschen Sprache hat und nicht einfach weggelassen werden kann.