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Die wichtige Bedeutung der Groß-Kleinschreibung

Es gibt einige Regeln der deutschen Rechtschreibung, über die man sicher streiten kann. Eine Regel oder vielmehr ein Regelbereich jedoch ist essentiell wichtig für das Verständnis der geschriebenen Sprache: Die Groß-Kleinschreibung. Auch wenn hier der eine oder andere denkt, warum man unbedingt Substantive groß schreiben muss, während Verben immer klein geschrieben werden (außer am Satzanfang), dem seien diese Beispiele eine Lehre:

Der gefangene Floh
Der Gefangene floh

Er verweigerte Speise und Trank
Er verweigerte Speise und trank

Die nackte Sucht zu essen
Die Nackte sucht zu essen

Der Junge sieht die ungeheuer ähnlich
Der Junge sieht dir Ungeheuer ähnlich

Sie standen an Hängen und Pisten
Sie standen an Hängen und pisten

Vor dem Fenster sah sie den geliebten Rasen
Vor dem Fenster sah sie den Geliebten rasen

 Quelle: sonyuserforum.de

 

Übrigens: Wer die offiziellen Regeln für Groß-Kleinschreibung nachlesen möchte, dem sei der Duden empfohlen.

Duden Korrektor und Duden Mentor – kleine Helferlein für Autoren

Jeder, der viel schreiben muss, kennt das Problem: Ungewollte Rechtschreibfehler schleichen sich in den Text und manchmal steht selbst der beste Deutsch-Experte bei einem Grenzfall auf dem Schlauch. Hier helfen sog. Rechtschreibprüfungen. Die üblichen Textverarbeitungsprogramme (z. B. Word und Open Office) bieten zwar eine Grundabsicherung, sind aber in vielen Fällen einfach überfordert. Als Autor und Texter verlasse ich mich nicht auf die Rechtschreibeprüfungen von Microsoft, Apple und Co., sondern bin auf die Suche nach einer guten Lösung gegangen.

Als beste Lösung habe ich den Duden Korrektor für Microsoft Office identifiziert. Der Duden Korrektor wurde viele Jahre vom Duden-Verlag herausgegeben und von vielen Nutzern aufgrund seiner Flexibilität und Erkennungsgenauigkeit geschätzt. Nachdem der Verlag die Software im Jahr 2013 im Rahmen aufgrund einer Straffung des Verlagsprogramms aufgegeben hatte, hat die Firma EPC die Software übernommen. EPC wurde von ehemaligen Mitarbeitern der Duden-Sprachtechnologie gegründet, die den Duden Korrektor mit Lizenz des Bibliografischen Instituts weiterentwickeln. Dabei entsprechen die sprachlichen Inhalte des Programms weiterhin den Dudenwerken und werden von der Dudenredaktion erstellt und gepflegt. Die technische Umsetzung, die Wartung und den Vertrieb übernimmt EPC. Vor Kurzem ist nun die Version 13 erschienen, die ich auch aktuell nutze.

Der Duden Korrektor integriert sich als Add-On in Microsoft Word und Outlook und korrigiert auf Klick dort neben der Rechtschreibung auch Grammatik, Zeichensetzung und Stil. Dabei findet die Korrektur vom neuen Korrektor mehr Fehler als jede andere Korrekturlösung. Das große Update auf Version bringt viele Neuerungen mit: So zeigt die Füllwortanalyse, wie du deinen Texten mehr Ausdruck verleihst, indem du vielleicht doch noch ein bisschen klarer formulierst. Außerdem erleichtert es die automatische Erkennung von Eigennamen dir, dein Benutzerwörterbuch zu pflegen und so besser zu korrigieren.

Der Duden Korrektor für Office als Add-On in Word und Outlook

Leider hat diese hochwertige Korrektursoftware ihren Preis. Die Zeitlich unbegrenzte Lizenz kostet einmalig 79 € zzgl. MwSt. eine ein monatige Testphase ist kostenlos. Ich finde aber, dass eine solche Investition für einen beruflichen Autor und Texter sinnvoll angelegtes Geld ist.

Mehr Infos und Details zum Duden Korrektor 13 findest du auf der Webseite der Firma EPC Consulting unter https://www.epc.de/unsere-loesungen/duden-korrektor-13-fuer-microsoft-office.

Bewertung

Nach zwischenzeitlichen Stabilitätsproblemen läuft die neuste Version wieder stabil und zuverlässig, auch wenn Outlook durch das Laden des Add-Ons ein weniger länger braucht zum Starten als sonst.

Die Software ist ihr Geld wert und die Korrekturen sind tatsächlich hilfreich und hochwertig. Die Rechtschreibprüfung erfolgt nach den aktuellen Rechtschreibregeln und umfasst den neuesten Stand des Duden-Wortschatzes. Der Duden Korrektor für Microsoft Office verfügt auch über das Vokabular aus der 11. aktualisierten Auflage von „Duden – Das Fremdwörterbuch“ mit über 1.000 Neuaufnahmen und kommt mit neuen Begriffen wie z. B. „tracken“, „Desinvestment“ und „cinephil“ problemlos zurecht.

Die Alternative: Textprüfung „Duden Mentor”

Offenbar hat es sich der Duden-Verlag aber anders überlegt und als Alternative (oder Ergänzung) zum Duden Korrektor für Microsoft Office unter https://mentor.duden.de/ eine Online-Textprüfung mit Namen „Duden Mentor” gestartet.

Im Gegensatz zum “Duden Korrektor” handelt es sich um eine ausschließlich online verfügbare Lösung, die in einer kostenfreien und einer kostenpflichtigen Variante angeboten werden soll.

Auch der Duden-Mentor verbessert Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und Stil. Er weist auf unnötig lange Sätze und Füllwörter hin. Er findet außerdem Wortdopplungen und schlägt stattdessen passende Synonyme vor. Natürlich prüft das Tool die Texte in bewährter Duden-Qualität auch auf Rechtschreibung und Grammatik.

Der Duden Mentor als Online-Lösung

Vier Pakete zur Auswahl

Duden bietet im Moment vier Modelle des Duden Mentors an:

  1. Die anonyme Version (also ohne Anmeldung, Konto und persönlichen Daten) ist kostenlos, die Länge der Texte ist auf 800 Zeichen beschränkt.
  2. Das Paket „Basis“ benötigt zwar ein Benutzerkonto, ist aber ebenfalls kostenlos. Hier ist die Zeichenbegrenzung auf 1.500 Zeichen erweitert.In beiden Versionen wird zudem Werbung eingeblendet.
  3. Das Paket „Plus“ ist dagegen werbefrei, ebenfalls auf 1.500 Zeichen pro Text begrenzt, wird jährlich abgeschlossen und kostet im Jahresabo 1,99 € pro Monat, inkl. MwSt. (jährliche Zahlweise).
  4. Zuletzt gibt es das sog. „Premium“-Paket für Profis. Dieses bietet eine Rechtschreibprüfung für Texte bis zu 40 000 Zeichen, Synonym-Vorschläge, Tipps zum Schreibstil, ein unbegrenztes persönliches Wörterbuch und natürlich Werbefreiheit. Das Premium-Paket kostet monatlich 14,95  € inkl. MwSt. (monatliche Zahlweise).

Bewertung und Fazit

Die Online-Rechtschreibprüfung ist natürlich in einer Hinsicht smart. Man muss keine Software installieren. Allerdings ist für Texter und Autoren wie mich die Begrenzung auf 1.500 Zeichen im kostenlosen Modell nicht zu gebrauchen. Ich müsste schon die Premium-Version mieten, die immerhin 14,95 € im Monat kostet. Die Leistungen scheinen dieselben zu sein wie beim Duden-Korrektor.

Beim Test wurden nahezu die gleichen Fehler entdeckt. Die Textvorschläge konnte ich leider nicht nutzen, da ich nur die Basis-Version habe.

Ich muss allerdings zugeben, dass mir als Dauernutzer die Variante, die direkt in Word und Outlook integriert ist, einfacher erscheint. Ein Klick und die Sprach-Korrektur startet in meinem Text. Zudem habe ich keine Zeichenbegrenzung beim Duden Korrektor. Der Preis von 79 € für die lebenslange Lizenz ist nach 6 Monaten bereits bezahlt. Beim Duden Korrektor besteht wie bei allen Software-Lizenzen allerdings die Gefahr, dass mit neuen großen Update-Sprüngen erneut Lizenzgebühren fällig werden (wie von 12 auf 13 geschehen). EPC verlangt allerdings ab 1 € Gebühr, je nachdem, wann man die vorherige Lizenz erworben hat. Das ist sehr fair.

Für Texter, die nur gelegentlich eine Rechtschreibprüfung benötigen oder nur kurze Texte prüfen wollen, ist der Duden Mentor in der Online-Version perfekt. Hier muss man auch kein Geld für die Werbefreiheit ausgeben.

Beliebte Fehler der deutschen Sprache

Die deutsche Rechtschreibung hat es in sich – viele von uns schreiben täglich unwissentlich Dinge falsch. Werfen wir doch mal einen Blick auf die Standardfehler (nicht StandarT).

Zum Beispiel: Wie verabschiedest du dich in Briefen oder E-Mails?

Mit freundlichen Grüßen,
Maria Müller

ODER

Mit freundlichen Grüßen
Maria Müller

Letzteres wäre korrekt, denn gemäß Duden steht nach einer Grußformel kein Komma.

Noch ein Beispiel?

Die meisten Deutschen sagen „Ende diesen Jahres“, dabei heißt es (da es sich um einen Genitiv handelt!) „Ende dieses Jahres“. Doch „Ende nächsten Jahres“ ist korrekt.

Wir haben noch ein Beispiel: Wie schreibst du „Des weiteren | desweiteren | des Weiteren“? Korrekt ist „des Weiteren“.

Und noch ein Wort wird regelmäßig falsch geschrieben: Der digitale Brief. „Email oder E-Mail oder e-mail“? E-Mail ist die richtige Schreibweise.

Und wie steht es um die Pinwand, auf die Pins gesetzt werden. Oder ist Pinnwand korrekt?

Ein letztes Beispiel, das im Jahr 1957 nur von 11 Prozent der Testgruppe korrekt geschrieben wurde. 2008 schrieben es schon 20 Prozent richtig: Rythmus | Rhytmus |Rhythmus – Letzteres ist korrekt.

Da es besonders im Beruf wichtig ist, eine gute Rechtschreibung anzuwenden – immerhin gilt es als Maßstab für sprachliche Kompetenz – sollten wir einige typische Fehler versuchen aus unserer Schriftsprache zu entfernen. Dem Empfänger hilft es außerdem den Text schneller zu lesen, besser zu erfassen und Missverständnisse zu vermeiden. Daher unser Tipp (nicht Tip oder Tippp): Versuche typische Fehler zu vermeiden, so hast du die beste Voraussetzung (nicht Vorraussetzung oder Vorrausetzung), um berufliche Anerkennung zu erlangen.

Übrigens: Die Plattform korrekturen.de hat eine Liste zusammengestellt mit den beliebtesten Fehlern der deutschen Sprache. Hier findet sicher jeder etwas.

Ein ‚s‘ oder zwei? Kleine Auffrischung zu den gängigsten Rechtschreibfehlern

Mit den Rechtschreib- und Grammatikregeln der deutschen Sprache lassen sich ganze Bücher füllen. Pünktlich zum Wochenende gibt es heute eine kleine Zusammenstellung an Fehlern, die mir in letzter Zeit immer mal wieder aufgefallen oder selbst unterlaufen sind.

Ist es nun ‚s‘, ‚ss‘ oder ‚ß‘?

Eine beliebte Fehlerquelle ist das kleine Wörtchen ‚das/dass‘. Während sich viele nicht sicher sind, wie viele ‚s‘ sie hinten dranhängen müssen, sind einige sogar noch geneigt, es mit ‚ß ‚zu schreiben. Dazu eine eindeutige Regel gleich vorab: Das ‚daß‘ wurde mit der Rechtschreibreform 1996 abgeschafft und wird seitdem gar nicht mehr verwendet. Ob es nun ‚das‘ oder ‚dass‘ nach einem Komma heißt, kommt darauf an. Die Merkregel lautet:

  • Ließe sich stattdessen auch ein ‚dieses‘, ‚welches‘ oder ‚jenes‘ einsetzen, wird ‚das‘ geschrieben. (z.B.: Sie weiß, das Buch ist alt.)
  • Andernfalls wird ‚dass‘ eingesetzt. (z.B. Sie weiß, dass dieses Buch alt ist.)

Mit oder ohne Apostroph?

Mir persönlich unterläuft gern ein dummer Fehler. Ich schreibe einen Text, möchte aufpassen nicht in Umgangssprache zu verfallen, und verwende dann ‚für’s‘ anstelle von ‚fürs‘. Das ist aber falsch! Werden Präpositionen und Artikel miteinander verbunden, werden diese zusammen und ohne die Verwendung eines Apostrophs geschrieben. Das gilt natürlich nicht nur für das kleine Wörtchen ‚für‘, sondern auch für ‚unter‘ oder ‚in‘.

  • Danke fürs Gegenlesen.
  • Ich stelle die Kiste unters Regal.
  • Ich gehe früh ins Bett.

Achtung Wortfalle!

Schließlich gibt es auch noch die Wörter, bei denen beide Schreibweisen möglich sind, die Bedeutung sich allerdings dadurch verändert. Das macht die Sache natürlich nicht unbedingt einfacher, jedoch muss hier einfach auswendig gelernt werden.

  • Wieder/wider? – Hier kommt es darauf an, ob man das Wort im Sinne von nochmal verwenden möchte (wieder), oder ob es gegen bedeuten soll (wider).
  • Seid/seit? – Zweifelsohne ein gern gemachter Fehler. Hier könnte die Bedeutung allerdings unterschiedlicher nicht sein. Wird ‚sein‘ in der 2. Person Plural verwendet, so wird es mit ‚d‘ geschrieben (‚Ihr seid Zuhause‘). Wird es jedoch als Zeitangabe verwendet, so wird ein ‚t‘ benutzt (‚Ich warte seit 10 Minuten‘).
  • Tod/tot? – Ob ‚Tod‘ oder ‚tot‘ verwendet wird, hängt davon ab, ob das Wort als Nomen oder als Adjektiv verwendet wird. Beim Nomen wird es mit ‚d‘ geschrieben (‚Der Tod ist unvermeidbar‘). Beim Adjektiv hingegen wird ein ‚t‘ verwendet (‚Sie ist tot‘).

 

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