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Studie zum Content Marketing: Fehlende Ideen und Ressourcen sind das Problem

Jeder, der sich mit der Erstellung von Content für die diversen Social-Media-Kanäle beschäftigt, weiß: Das ist alles andere als „easy“ und „mal so nebenher“ erledigt. Und das, obwohl es für den Nutzer häufig so aussieht.

Mal eben eine Kaffeetasse fotografieren ist keine Kunst? Haben Sie das schon einmal bei Regenwetter und miesem Licht getan? Ein betrübliches Bild einer Kaffeetasse erweckt bei den wenigsten den Wunsch, sich ebenfalls eine Tasse Kaffee zu machen und sich motiviert an die Arbeit zu begeben, sondern eher den Wunsch, sich wieder ins Bett zu verkriechen. Aber besonders Videomaterial ist extrem aufwendig zu kreieren. Und dann möchte man natürlich auch etwas Individuelles produzieren – und schon ist ein Tag rum.

Eine neue Studie der contentbird GmbH hat das Thema Content Marketing im Jahr 2021 beleuchtet und Marketing-Verantwortliche befragt, welche Bedeutung Content Marketing für sie hat. Und – ehrlicherweise wenig überraschend – hat Content Marketing zu Corona Zeiten enorm an Bedeutung gewonnen. Denn natürlich erreicht man seine (potenziellen) Kunden aktuell am besten digital. Doch mit der Steigerung an Bedeutung ist auch die Schwierigkeit der Content Produktion stärker in den Fokus gerutscht. Zwar geben nur 6,8 Prozent der 238 Marketing-Verantwortlichen an, dass es ihnen an Ideen fehlt, doch sind es fast 20 Prozent, die angeben, dass es schwierig ist, Ideen zu finden, die wirklich Potenzial haben (und auch individuell sind und nicht nur die Nachahmung der Konkurrenz).

Problem: fehlende Ressourcen

Das größte und bedeutendste Problem (mit 53,4 Prozent) jedoch stellen die fehlenden Ressourcen und mangelnde Personalsituation dar. Denn wie eingangs erwähnt kreiert sich Content leider nicht von allein – auch bei Firmen, die eigentlich ausreichend Material produzieren (z. B. Handwerksberufe). Dennoch muss es jemanden geben, der mit ein wenig Geschick Fotos und Videos dreht, jemand der diese sichtet und entsprechend aufarbeitet und dann online stellt (und das mit System).

Immer noch falsche Erwartungen an Messbarkeit

In den Köpfen vieler steht übrigens immer noch die „Nutzen / Kosten Sache“ ganz weit oben (29,1 Prozent). Hier versuchen alteingesessene Marketing-Verantwortliche immer noch mit klassischen Mitteln zu messen, wie sinnvoll Postings etc. sind. Doch leider ist das nicht (mehr) so einfach. Denn Social-Media und der kreierte Content lassen sich nicht direkt an den Verkaufszahlen messen oder gehen 1 zu 1 mit gesteigerten Einnahmen einher. Insbesondere nicht zu Beginn (und hier sprechen wir nicht von ein paar Monaten, sondern eher von einem Jahr!). Kürzlich hörte ich den Vergleich mit einer Zeitungsanzeige. Denn ehrlich: Hier lässt sich auch nicht messen, wie viele Personen diese gesehen haben und daraufhin etwas gekauft haben o. ä. Natürlich kann man versuchen, mittels Gutscheinen oder Ähnlichem zu messen, woher der Kunde kommt. Doch gerade im Online-Geschäft ist die Verteilung von Gutscheinen gar nicht mehr unbedingt nachvollziehbar, werden sie doch über Freunde / Foren getauscht.

Wenige nutzen Content-Marketing

Und obwohl Content-Marketing in Deutschland durchaus an Fahrt aufnimmt, sind es aktuell nur 38 Prozent der Firmen, die Content-Marketing nutzen. 64,3 Prozent der Marketing-Verantwortlichen gaben an, dass sie als nächsten Schritt Prozesse zur Content-Marketing-Erstellung aufstellen wollen. Unter denen, die Content-Marketing bereits nutzen, gaben aber 43,1 Prozent an, dass Content-Marketing gleich wichtig ist, 40,8 Prozent, dass Content-Marketing wichtiger und nur 16,2 Prozent, dass Content-Marketing weniger wichtig geworden ist im Vergleich zu anderen Marketing-Maßnahmen.

Die Zukunft des Marketings liegt auf jeden Fall in großen Teilen im digitalen Bereich und sollte ernst genommen werden. Und noch ein Tipp: Bevor man startet, sollte man sich überlegen, wer dafür zuständig ist, dann Content-Marketing bedeutet eine Menge Arbeit. Und wir alle wissen, dass schlecht gemachtes Marketing (ganz egal wo) nicht rentabel ist.

Balkendiagramme, die um die Wette laufen

Kennzahlen (sog. KPIs) sind ein wichtiger Baustein für ein erfolgreiches Marketing. Im Social-Media-Marketing gibt es eine Reihe solcher Kennzahlen, einige weniger aussagekräftig (z.B. die Zahl der Fans, Abonnenten und Follower), andere aussagekräftiger (z.B. das Engagement der eigenen Fans und Follower). Einige Kennzahlen lassen sich hier sogar mit dem Wettbewerb vergleichen. Hierzu gibt es effektive Werkzeuge wie Fanpage Karma.

Die Macher dieser Plattform haben nun eine eher witzige Form des Datenvergleichs veröffentlicht: Das sog. Bar-Chart-Race. Es handelt sich um eine Visualisierung bestimmter Daten wie die Zahl der Tweets oder Abonnenten bei Twitter, Facebook, Instagram oder YouTube. Die verschiedenen zu vergleichenden Profile / Accounts treten dabei in einem Wettrennen gegeneinander an.

Bar-Chart-Race ist kostenlos. Ihr müsst euch aber mit einem Facebook-Account bei Fanpage Karma anmelden und eine Datenschutzvereinbarung unterschreiben. Wer neu ist bei Fanpage Karma, kann anschließend drei Monate lang kostenfrei die Gold-Version nutzen; danach wird automatisch zur Free-Version gewechselt. Ihr müsst euch also nicht um eine eventuelle Kostenfalle sorgen.

Nach der Anmeldung kann man das witzige Wettrennen der Profile oder Konten nutzen.

Wir haben zum Test die Twitter-Profile einer deutschen Politiker gegeneinander laufen lassen.

Quelle Fanpage Karma / Bar Chart Race

 

Dass das Wettrennen auch mit Instagram funktioniert, zeigt das zweite Bild. Hier haben wir die drei großen Marken im Markt für Sportschuhe, Adidas, Puma und Nike gegeneinander laufen lassen. Das Video dazu findet ihr bei uns auf Instagram und Facebook.

Quelle Fanpage Karma / Bar Chart Race

Fanpage Karma bietet außerdem einen kostenlosen Zweikampf von Facebook-Seiten an. Unter https://www.fanpagekarma.com/vs könnt ihr zwei beliebige Seitennamen (oder Seiten-IDs) eingeben und sehen, wie sich die beiden Gegner so schlagen. Hierbei werden neben der Fanzahl auch das Fanwachstum, das Engagement und die Post-Interaktion sowie der Service-Level der Seite verglichen.

Auch hierfür haben in die beiden großen Kontrahenten Adidas und Puma zum Test in den Zweikampf geschickt. So sieht das aus:

Quelle Fanpage Karma

Natürlich könnt ihr hier auch eure Seite und die Seite eures stärksten Wettbewerbers vergleichen.

Dieser Vergleich funktioniert übrigens ohne Anmeldung bei Fanpage Karma. Wer aber dann mehr wissen möchte über die Seiten, muss wiederum ein Konto besitzen.

Solche Vergleiche sind selbstverständlich wenig aussagekräftig, vor allem die Wettrennen haben eher einen Unterhaltungsfaktor als einen Mehrwert. Die Plattform Fanpage Karma möchte damit vielmehr darauf aufmerksam machen, was man damit alles tun kann. Und das kann sich sehen lassen – leider gegen saftige Gebühren.

Social-Media 2021 – Die Zukunftsthemen Teil 2: Most Talented

Wie ihr wisst, teilt man die Zukunftsthemen bei Social Media in zwei Typen ein: Rising Stars und Most Talented.

Über die Rising Stars haben wir letzte Woche bereits berichtet, doch nun widmen wir uns der kleinen Schwester: den Most Talented Topics 2021.

Themen, die dieser Kategorie zugeteilt werden, stehen noch am Anfang ihrer Karriere: Grundsätzlich haben sie ein hohes Potenzial – doch sind sie noch lange nicht so „berühmt“ wie ihre große Schwester „Rising Star“. Das macht es für Content-Experten zum Glückspiel auf sie zu setzen, weiß man nicht, ob sie von anderen Themen verdrängt werden. Jedoch eins sollte man tatsächlich tun: Die Most Talented 2021 im Blick halten.

Doch was ist so ein „Most Talented“?

Ein großer Begriff ist Femtech! Doch was versteckt sich hinter Femtech?

Im Grunde geht es um gesundheitsrelevante Technologien – speziell für Frauen. Was irgendwie als „längst klar“ klingt, entpuppte sich bis kürzlich tatsächlich als kaum existent. Zwar gibt es viele gesundheitsunterstützende Technologien für Menschen – ganz klar – aber speziell für die Bedürfnisse von Frauen kaum welche. Im Zuge von der nun auch gesetzlich verankerten Frauenquote nimmt auch das Thema Femtech an Fahrt auf und mittlerweile gibt es immer mehr Unternehmen, die sich darauf spezialisiert haben.

Das Thema hat also definitiv Potenzial, die kommenden Jahre vorne mitzuspielen und sollte daher gut beobachtet werden.

Noch einmal zur Erinnerung

Wenn ein Thema besonders viele Branchen, Märkte oder Menschen betrifft, dann hat es per se eine potenziell hohe Zuhörerschaft. Gleiches gilt, wenn es nicht nur technisch, sondern auch politisch relevant ist.

Spätestens dann hat es ein hohes Trendpotenzial und somit eine hohe Chance, zu einer medialen Awareness zu gelangen. Wenn es diese dann behält und keine „Eintagsfliege“ bleibt, so ist es auf dem Weg ein neues Rising-Star Thema zu werden.

Übrigens: Zu den weiteren entdeckten Talenten gehören die Themen Psychological Safety, Splinternet/ Balkanisierung des Internets, Naturkapital und Google Fraggles.

Was das genau bedeutet, das könnt ihr in der Social Media-Studie 2021 von Blog2Social und Adenion nachlesen.

 

Social-Media 2021 – Die Zukunftsthemen Teil 1: Rising Stars

Wie schon im ersten Beitrag zum Thema Social Media 2021 angekündigt, wollen wir noch etwas näher auf die Zukunftsthemen bei Social Media eingehen. Here it is.

Bei unserer Planung war klar, dass wir mehrfach auf Social Media im Jahr 2021 eingehen werden, doch waren wir nicht ganz sicher, ob die beiden Beitragstypen je einen eigenen Beitrag verdienen. Nun, wir haben uns dafür entschieden, um euch zum einen möglichst alles zu erzählen, zum anderen aber auch, um klar die Grenzen zu setzen. In dem Sinne: Los gehts!

Die Zukunftsthemen teilt man in zwei Typen ein: Rising Stars und Most Talented.

Zu den Rising Stars gehören Topics, die sich schon länger in den sozialen Medien halten. Wer mitsprechen möchte, muss diese Themen definitiv im Blick haben. Hier sind einige Beispiele aus den Bereichen Consumer & Culture (Slow Fashion, Deepfake, Femtech), Work (Digitalnomaden, Workation und Telemigration, Working-out-loud (WoL), Job Crafting, Psychological Safety), Web & Digitalisierung (Virtual Reality (VR), Digitale Zwillinge, Splinternet oder Balkanisierung des Internets) und Business & Finance (Predictive Analytics, Der Robo-Advisor, Nudging).

Die Erklärung dieser Zukunftsthemen haben die Kollegen*innen von Blog2Social in der Studie „Social Media 2021“ übernommen. Deshalb verzichten wir an dieser Stelle darauf. Nur so viel sei verraten: Die Themen der Rising Stars sind teilweise echt abgefahren.

Wir wollen vielmehr an dieser Stelle den Gedanken der Rising Stars am Beispiel „Corona“ erklären.

Corona ist leider ein Thema, das seit Monaten funktioniert: egal, ob man es mit einem Bezug zum Homeoffice (#homeoffice #corona) oder zur Digitalisierung (#digitalisierung #corona) oder zur Mode (#homeshopping #corona #homewear) oder zu Finanzen (#coronahilfen) nutzt, wer einen aktuellen und schon fast „must have“ Themenbezug und passenden Hashtag sucht, der kommt um das Thema Corona nicht herum. Und kann darauf aktuell auch fast jedes Posting beziehen. Man sieht es überall und durch nahezu alle Kanäle. Und ein Ende ist irgendwie auch nicht in Sicht…

Und damit erfüllt es einen wichtigen Punkt, um überhaupt in die Riege der „Zukunftsthemen“ aufgenommen zu werden: Es betrifft nahezu alle Branchen, Märkte und Menschen. Themen, die unter die Kategorie Rising Stars fallen, haben also eine mediale Awareness (Aufmerksamkeit) und sind längst kein Hype-Thema oder eine „Eintagsfliege“ mehr. Für Content-Experten bedeuten diese Rising-Star-Themen daher einen „Call-to-action“.

Zugegeben ist Corona ein Thema, das den Leuten draußen echt auf die Nerven geht. Es war auch nur als Beispiel gedacht. Wir hätten auch Donald Trump nehmen können, aber das ist für viele noch schlimmer.

Die oben genannten Rising Stars haben alle das Zeug dazu, eine dauerhafte mediale Aufmerksamkeit zu bekommen.

Im nächsten Artikel erklären wir euch, was es mit den Most Talented unter den Zukunftsthemen auf sich hat. Bis dahin… viel Spaß beim Posten!

Social Media 2021 – Was sind die Trending Topics?

Wenn man sich umhört, so scheint das Jahr 2020 die meisten Menschen einen Quantensprung in der Digitalisierung vorangetrieben zu haben. (Ur-)Omas und Opas chatten per Video mit den (Ur-)Enkeln und selbst das vermeintlich biederste Unternehmen trifft sich nun in virtuellen Meetingsrooms. Das belegen zahlreiche Studien. Und auch in der Welt der sozialen Medien hat es einen gigantischen Aufschwung gegeben – nicht verwunderlich in Zeiten des „Social Distancing“ (453 Millionen neue Social-Media-Nutzer sind in der Zeit von 10/2019  bis 10/2020 dazugekommen).

Wenn man als Firma nicht schon die letzten Jahre auf Social Media gesetzt hat, so sollte man es spätestens jetzt tun, denn ganz klar: Dort tummeln sich schon lange nicht mehr nur Jugendliche und Nerds!

Doch was genau kommt denn 2021 auf uns zu?

Das hat die Adenion GmbH in Zusammenarbeit mit pressrelations in einer neuen Studie nun bekanntgegeben. Und da müssen wir natürlich zwei Begriffe nennen, die unmittelbar mit Social Media verbunden sind: Die Rising Stars 2021 und die Most Talented 2021.

Zu ersterem Stichwort gehören Topics, die sich schon länger in den sozialen Medien halten und längst mehr als Eintagsfliegen sind. Wer mitsprechen möchte, sollte diese Themen definitiv im Blick haben. Beispiele dafür sind Themen aus den Bereichen Consumer & Culture (Slow Fashion, Deepfake, Femtech), Work (Digitalnomaden, Workation und Telemigration, Working-out-loud (WoL), Job Crafting, Psychological Safety), Web & Digitalisierung (Virtual Reality (VR), Digitale Zwillinge, Splinternet oder Balkanisierung des Internets) und Business & Finance (Predictive Analytics, Der Robo-Advisor, Nudging).

Unter Most Talented kann man die kleinen Geschwister der Rising Stars verstehen: Diese Themen haben ein großes Potenzial, ebenfalls in aller Munde zu sein, sind es aber (noch) nicht. Daher auch die Gefahr, dass sie doch nicht zu Trending Topics heranwachsen. Hierzu gehören Themen aus den Bereichen Web & Digitalisierung (Splinternet/ Balkanisierung des Internets), Business & Finance (Predictive Analytics, Der Robo-Advisor, Nudging, Naturkapital) und als besonderer Tipp vom Herausgeber der Studie Google Fraggles.

Ein weiterer und immer relevanter werdender Punkt ist die Frage nach dem WANN. WANN sollte man posten, damit man die meisten Personen erreicht. Denn bei der Vielzahl von Postings besteht die Gefahr, dass die eigenen Beiträge schnell in der Masse verschwinden. Auch hier schlüsselt die Studie (nach sozialem Netzwerk) auf, wann man posten sollte. Dabei gilt die Lebenszeit eines Posts zu beachten (manche Kanäle lassen Beiträge „für immer“ leben, andere sind nach einiger Zeit verschwunden).

Hashtags werden uns auch 2021 begleiten und sollten bedacht gewählt werden (achtet auch hier auf die Unterschiede der Netzwerke!).

Der nächste Punkt ist die Optik: da die vielen Netzwerke immer mehr auf Bild und Video setzen, sollten die Bilder und Videos möglichst perfekt sein und ein einheitliches Design haben. Besonders bei Instagram wirkt der Feed somit hochwertig, professionell und aufgeräumt.

Doch das Wichtigste ist und bleibt: Postet regelmäßig, postet sinnvollen Content und bleibt mit euren Followern im Gespräch. Auch und besonders zu Pandemiezeiten eröffnen die sozialen Medien einen hohen Nutzen für Unternehmen. Nicht nur, um die sich aktuell ständig ändernden Regeln zu kommunizieren, auch um die Kunden an sich zu binden und für Problemlösungen (z. B. bei einer Reklamation) schnell und direkt ansprechbar zu sein.

Übrigens: Wenn ihr jetzt mehr Details erwartet habt, die kommen in den nächsten Wochen hier bei uns.

Bis dahin wünschen wir „schönes Posten“ 😉

Social Selling oder: Eine stabile Beziehung ist alles

Wir haben schon das ein oder andere Mal über soziale Medien und deren Nutzen und Sinnhaftigkeit gesprochen. Wir haben definiert, dass es sich damit tatsächlich um den Aufbau einer Beziehung zwischen Käufer und Verkäufer handelt und dass durch das „Vertrauensverhältnis“, das mit der Zeit entsteht, eine konstante Geschäftsbeziehung zustande kommen kann.

Social Selling kommt dem nahe. Denn anders als bei vielen aggressiven „Hallo, möchten Sie meine Ware kaufen?“ Nachrichten, die oftmals von Facebook, LinkedIn, Pinterest, Twitter und XING versendet werden, geht es bei Social Selling nicht primär um das „Selling“. Ich persönlich lösche diese Art von Nachrichten in den meisten Fällen, weil sie für mich ebenso aufdringlich sind wie Werbeanrufe oder massenweise Flyer im Briefkasten.

Doch was genau unterscheidet Social Selling nun von regulärer Social-Media-Aktivität?

Zunächst einmal liegt der primäre Fokus bei Social-Media-Marketing auf der Generierung von Reichweite und dem Erreichen von möglichst vielen Nutzern. Social-Media-Marketing für sich gestellt ist Aufgabe des Marketings. Beim Social Selling liegt der primäre Fokus auf dem Aufbau einer Beziehung. Hier muss der Vertrieb ran – denn er soll den direkten Kontakt zu seiner Zielgruppe suchen und festigen. Das geht durch das Teilen von Nachrichten oder durch das Nennen der jeweiligen Person. Denn das Ziel ist klar: Leads sollen generiert werden und das Customer-Relationship-Management soll vorangetrieben werden. Während das Social-Media-Marketing rein online stattfindet, kann das Social Selling auch durchaus in Teilen offline betrieben werden.

Wichtig ist also, dass man den Fokus auf die Stärkung der Beziehung legt und auf den Verkauf von Produkten (was natürlich dennoch der tieferliegende Grund ist). Aber der Kunde soll sich sicher und kompetent betreut fühlen und auch über den Kauf einen Nutzen aus der Beziehung ziehen können.

Ein guter Vorsatz für das neue Jahr wäre es also, mehr den Fokus auf die Beziehung und weniger auf den Verkauf zu legen, oder? Denn irgendwie haben wir alle doch diese ständigen „Marktschreier“ Nachrichten satt.

Image by Gerd Altmann from Pixabay

6 wirklich gute Gründe für eine Markenbotschafter-Strategie

Wir werden immer wieder gefragt, ob man es zulassen soll, dass Mitarbeiter*innen die Postings in den Firmenaufritten privat teilen und damit weiter verbreiten. Die Antwort:  klar, warum nicht? Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Mitarbeiter*innen sind wertvolle Markenbotschafter für dein Unternehmen. Sie verfügen in der Regel über ein großes Netzwerk (online und offline). In diesem Kontext hat das Wort „Markenbotschafter“ erstmal nichts mit „Influencern“ zu tun, die mit einer gigantischen Sichtbarkeit und einer riesigen Community in sozialen Medien andere Menschen beeinflussen. Eine Wirkung besitzen aber auch deine Mitarbeiter*innen, denn sie teilen Informationen, die sie selbst für teilenswert und empfehlenswert halten. Die soziale Bindung zwischen Menschen, die in Social Media lebt und abgebildet wird, führt zu einer hohen Glaubwürdigkeit innerhalb des eigenen Netzwerks. Insofern sind deine Mitarbeiter*innen auch „Influencer“.

Allerdings solltest du vorher ein paar Dinge klären.

  1. Freiwilligkeit

Es versteht sich eigentlich von selbst, dass die Mitarbeiter*innen die Postings nur freiwillig privat teilen, d.h. der Arbeitgeber kein Anrecht darauf hat. Manche Mitarbeiter*innen möchten eine strikte Trennung zwischen Beruflichem und Privatem. Trotzdem versuchen Arbeitgeber immer wieder, auf ihre Mitarbeiter*innen Druck auszuüben.

  1. Strategie

Ist erstmal eine Verbindung zwischen deinen Mitarbeitern*innen und deinem Unternehmen hergestellt, ist diese nie mehr zu entfernen. Das passiert z.B. wenn deine Mitarbeiter*innen dein Unternehmen als ihren Arbeitgeber bei Facebook, LinkedIn oder XING eintragen. Und eben auch, wenn sie deine Beiträge teilen und kommentieren.

Deshalb braucht du aus folgenden sechs Gründen eine Strategie im Umgang mit Mitarbeiter*innen als Markenbotschafter:

  1. Private Beiträge von Mitarbeitern in sozialen Medien sind jederzeit dem Arbeitgeber zuzuordnen, wenn die Info einmal im Profil hinterlegt wurde.
  1. Die meisten deiner Mitarbeiter sind sich über ihre Wirkung in der Öffentlichkeit und der Prägung eines Firmenbildes nicht bewusst.
  1. Digitale Äußerungen lassen sich speichern, man kann Screenshots davon machen, sie an andere Personen weiterleiten oder veröffentlichen. Das ist ein entscheidender Unterschied zu mündlichem Smalltalk.
  1. Die Verbreitung von Informationen erfolgt viel schneller und viel weiter als früher und kann so viral gehen, bevor du es stoppen kannst.
  1. Alle Mitarbeiter, die sich in sozialen Medien bewegen, sind für die Öffentlichkeit sichtbar. Was früher nur der PR-Abteilung und der Geschäftsführung vorbehalten war, ist nun für alle möglich. Das Unternehmensbild wird daher auch durch all diese Personen geprägt, auch wenn sich diese gar nicht darüber bewusst sind.
  1. Verhaltensregeln des Unternehmens (wie Geheimhaltungspflichten) werden oft nicht auf soziale Medien übertragen.

Es wird also Zeit, Social Media Guidelines zu erstellen, die du verantworten kannst, mit denen deine Mitarbeiter leben können und die deine Marke schützen. Mache deinen Mitarbeitern bewusst, dass sie eine potenzielle Schnittstelle zur Öffentlichkeit darstellen. Oft verändert dieses Bewusstsein schon vieles. Niemand will in seinem Privatleben reglementiert werden und das ist auch gut so. Einige Grundregeln für den Zusammenhang mit deinem Unternehmen sollte es aber geben. Wer darf worüber öffentlich sprechen? Unterstütze deine Mitarbeiter, indem du ihnen Hilfe bei unklaren Fragen anbietest und Regeln für den Umgang mit Unternehmensfragen auf privaten Kanälen anbietest.

Bild von mohamed Hassan auf Pixabay

Ein Ratgeber für DUMMIES, der nicht nur für DUMMIES geeignet ist

„Social-Media-Marketing für Dummies“ heißt das neue Buch von Gero Pflüger, das im Mai 2020 erschienen ist. Eigentlich richtet sich die „für Dummies“-Serie des Wiley-Verlags an wirkliche Einsteiger in das entsprechende Thema. Dieses Buch, das ich jüngst lesen durfte, ist anders. Man kann behaupten, dass ich selbst ganz viel Erfahrung in Sachen Social-Media-Marketing besitze und mit fast 15 Jahren Berufspraxis in diesem Bereich ein alter Hase bin. Dennoch hat mich das Buch an einigen Stellen überrascht, mir neue Informationen und damit einen echten Mehrwert geboten. Chapeau, Herr Pflüger. Ein echt gelungener Ratgeber.

Aufbau

Wenn man das Buch aufschlägt, begegnen einem sofort die sog. „Schummelseiten“. Dies sind Seiten, die quasi den gesamten Inhalt des Buches in vier Checklisten zusammenfasst. Witzig: Ein Scheren-Symbol lädt mich zum Raustrennen und Abheften der Seiten ein.

Das Buch ist in fünf Teile aufgeteilt und beinhaltet 24 Kapitel. Das alleine zeigt schon die Vollumfänglichkeit, mit der der Autor sein Thema behandelt.

Nach einer kurzen Einführung über Social-Media-Marketing als solches kommt Gero direkt zur Sache. Von der Entwicklung einer Social-Media-Strategie über die Umsetzung der gleichen bis zur erfolgreichen Umsetzung der Social-Media-Arbeit leitet uns der rote Faden. Der Autor lässt dabei kein Thema aus: Ist-Analyse, Ziele, Zielgruppen und Personas, Ressourcenplanung, Plattformwahl und Erfolgsmessung, Content- Erstellung und Content-Verbreitung sowie Werbung.

Der letzte Teil des Buches widmet sich den sogenannten Top Ten. Gero nennt die 10 häufigsten Fehler, die 10 wichtigsten juristischen Aspekte und die 10 besten Tools für den Einstieg.

Meine Bewertung

Social-Media-Marketing ist heute viel komplexer als vor zehn Jahren. Einfach mal so was auf einer Facebook-Seite veröffentlichen ist zu wenig. Nicht umsonst gibt es heute die Berufsbilder der Social-Media-Manager und Community-Manager.

Das Buch gibt dem Leser einen einfachen Leitfaden an die Hand, um erfolgreicher im Social Web aktiv zu werden – und um Anfängerfehler zu vermeiden. Ich empfehle die Lektüre aber auch Profis in diesem Bereich, denn der Autor behandelt das Thema so ausführlich, dass eigentlich jeder noch etwas lernen kann.

Einziger Wermutstropfen: Ich empfinde die Textdichte auf den Seiten als zu hoch (sprich: Zeilenabstand zu eng). Damit wirken die Seiten oft überfüllt. Ich denke, dass dieser enge Seitenabstand dem Ziel geschuldet ist, den Seitenumfang von jetzt schon 367 Seiten (ohne Stichwortverzeichnis) nicht noch größer werden zu lassen. Daran erkennt man aber wiederum die Informationsfülle, die Gero Pflüger uns Lesern bietet.

Produktinformation

  • Taschenbuch: 378 Seiten
  • ISBN-13: 978-3527716500
  • Herausgeber: Wiley-VCH; 1. Auflage (1. Juli 2020)

 

Wie du deine Inhalte wirklich gut verbreitest

Du machst tolle Postings, Videos oder Beiträge, aber niemand sieht sie? Denn Inhalte zu gestalten ist beim Social-Media-Marketing nur die halbe Arbeit. Dein Content bringt dir nur etwas, wenn er auch gesehen wird. Wie aber bringst du deine Aussagen unters Volk? Wir haben ein paar Tipps zur Content Distribution für dich.

  1. Kenne deine Zielgruppe und richte deine Inhalte danach aus

Wenn du weißt, was deine Zielgruppe interessiert, solltest du deinen Content im Bezug auf die Themenwahl und die Content-Form danach gestalten. Eher Kurzvideo oder Whitepaper? Entscheide nicht nach deinen Vorlieben, sondern nach denen deiner Zielgruppe.

  1. Du brauchst eine optimierte Homebase

Mache dich unabhängig von Plattformen, die du nicht kontrollieren kannst, und veröffentliche deine Inhalte grundsätzlich immer auf deinem Content Hub – zum Beispiel deiner Webseite. Sie ist die zentrale Anlaufstelle für alle deine Inhalte – egal wo du sonst noch postest. Deinen Hub kannst du so gestalten, wie du es willst. Du solltest aber selbstverständlich auf SEO-Optimierung achten und entsprechende Keywords etc. in deine Inhalte einbauen. Deine Webseite sollte auch mobil gut aussehen, lange Ladezeiten vermeiden etc. So stehen deine Inhalte auch dann noch, wenn Facebook und Co. mal nicht erreichbar sind.

  1. Dein Inhalt muss einen Mehrwert haben, damit er geteilt wird

Die sogenannte „Sharability“ ist nicht einfach zu erreichen. Damit sich dein Content wie von selbst verbreitet, muss er begeistern und einen Mehrwert bieten. Er muss sich unterscheiden, weil er besonders witzig oder rührend ist, weil er etwas verspricht, das andere nicht haben. Wenn du die Sprache deiner Zielgruppe kennst, ist das gar nicht mehr so schwer. Berücksichtige dabei unbedingt auch die speziellen Vorlieben der einzelnen Kanäle (Instagram, Facebook, Twitter, TikTok etc.) Fordere zum Teilen auf, wenn das in deinem bevorzugten Kanal so üblich ist (z.B. bei YouTube).

  1. Nutze die kostenlosen Kanäle

Nur die wenigsten Videos gehen viral, ohne dass man etwas dafür tut. Du musst deinen Content aktiv verbreiten, auf allen Plattformen, die passen und dir kostenlos zur Verfügung stehen. Das kostet etwas Zeit und Mühe, lohnt sich aber. Neben deiner Webseite hast du vielleicht auch noch einen Newsletter oder eine E-Mail-Signatur, die angepasst werden können. Daneben postest du im Idealfall auf allen Social Media, die du betreibst: Facebook, Instagram, Twitter, YouTube, LinkedIn, Xing – was auch immer für deine Zielgruppe Sinn macht, solltest du auch nutzen. Poste gerne an mehreren Tagen, aber nie gleich, sondern etwas abgewandelt mit der gleichen Grundinformation. Hier brauchst du etwas Geduld und Fleiß. Denn du solltest die Inhalte für jeden Kanal optimiert gestalten.

  1. Motiviere Personen die multiplizieren

Wenn du Personen dazu bekommst, deine Inhalte zu teilen oder zu empfehlen, hast du gewonnen. Dann ist der wichtigste Grundstein gelegt. Beginne mit dir selbst, deinen Freunden, Kollegen, guten Kunden oder Partnern. Wenn du die ersten „Markenbotschafter“ oder „Corporate Influencer“ gefunden hast, erweiterst du deinen Bekanntheitsgrad oft rasend schnell. Überlege, wen du ansprechen und zu deinem Multiplikator machen kannst. Erfahrungsgemäß kann man oft diesen Gefallen erwidern und damit den eigenen Multiplikatoren ebenfalls auf die Sprünge helfen. Vielleicht sind deine Influencer Relations besser, als du denkst.

  1. Investiere in Werbung

Manchmal nützen die schönsten Inhalte, die beste Strategie und die tollsten Kontakte nichts. Dann bleibt dir immer noch die Option, deinen Content zu bewerben. Gerade am Anfang macht es oft Sinn, eine Anzeige auf Facebook zu schalten und Aufmerksamkeit einzukaufen. Setze dir ein Budget und überprüfe die Wirksamkeit deiner Maßnahmen.

  1. Kenne deine Ziele

All deine Maßnahmen hängen immer von deinen Zielen ab. Willst du Menschen mit konkreten Fragen erreichen, bieten sich Google Ads an. Wenn du Personen mit speziellen Interessen ansprechen willst, lohnen sich Facebook Ads. Wenn niemand nach deinem Keyword sucht, bringt dir ein Platz ganz oben im Google Ranking nichts. In manchen Geschäftsbereichen werden sich Social Media Post-Erfolge nicht in Kundenzahlen messen lassen. Überdenke die Suchwege deiner Zielgruppe ebenso wie deine Ziele und plane danach.

Warum Social Media keine Kunden in den Laden holen

Die Wahrheit? Kunden kommen nicht durch ein paar Postings in den Sozialen Medien (eng. Social Media) in deinen Laden! Nun könntest du dich fragen, wieso wir dennoch darauf beharren, dass es super wichtig ist, dass du in den Sozialen Medien Präsenz zeigst, wenn es doch nichts bringt?

Nun ja, genau das wollen wir mit diesem Blogbeitrag erklären, denn leider passiert es immer wieder, dass Social-Media-Agenturen mit dem Vorwurf konfrontiert werden: „Nun bezahle ich Sie schon so lange und noch immer sind nicht mehr Kunden bei uns / ist unser Umsatz nicht signifikant gestiegen.“

HINWEIS: Wir nutzen der Einfachheit halber nur den Begriff „Follower“ und meinen damit die verschiedenen Bezeichnungen Fans, Follower oder Abonnenten der unterschiedlichen Plattformen.

Zunächst möchten wir daher aufzeigen, WAS Social Media überhaupt kann:

  1. Social Media spricht deine Kunden persönlich an, obwohl sie sich gerade gar nicht im Laden befinden.
  2. Über Social Media kannst du mit deinen Kunden kommunizieren – auch neben den Öffnungszeiten (Kundenbindung findet heutzutage über die Social-Media-Kanäle statt!).
  3. Social Media kann auf Neuerungen, Aktionen und Rabatte hinweisen, über Status-Updates und Stories.
  4. Via Social Media informieren sich heutzutage neue Kunden, bevor sie in den Laden kommen.

Ein kleiner Profi-Tipp: Die Kommunikation und Werbung via Social-Media-Kanälen ist im Vergleich zu Print- und anderen Onlinemedien wirklich preiswert.

Mittlerweile ist es so, dass Social-Media-Kanäle nicht nur für die Vernetzung von Freunden und Bekannten genutzt werden, es wird ebenso häufig zur Informationsbeschaffung und Meinungsbildung über ein Unternehmen genutzt.

Und es geht auch umgekehrt, denn wenn einmal eine gute Community aufgebaut ist, dann kann das Unternehmen (in vielen Branchen) auch von seinen Followern profitieren. Durch Umfragen und interaktive Fragestunden kannst du heraus finden, was genau DEIN Kunde wünscht und will. So kann das Angebot angepasst oder beworben werden. Eben „am Puls der Kundenwünsche“.

Zunächst ist es aber daher super wichtig, einen guten Grundstamm an Followern zu bekommen!

Und das kostet Zeit und – du ahnst es schon – Geld. Denn irgendwie muss man ja an die Leute herankommen. Natürlich hilft es schon einmal, wenn du alle deine Freunde und Bekannten bittest, deine Seite zu liken oder deinem Profil zu folgen. Und wenn diese dann ebenfalls noch ihre Freunde und Bekannte bitten, dann bekommst du schon ein paar Follower. Doch das wird noch nicht die Masse ergeben.

Um an fremde Follower (=potenzielle neue Kunden) heranzukommen, kann man die Strategie fahren, dass man sich jeden einzelnen davon mühsam erarbeitet. Das geht durch kontinuierliche Postings, das Experimentieren mit Hashtags und viel Ausprobieren, was am besten funktioniert. Diese Methode wird von vielen Neulingen im Social-Media-Bereich gewählt, weil sie günstig ist. Doch hier braucht es einen wiiiiirklich langen Atem, denn bis man einen guten Follower Stamm beisammen hat, können mehrere Monate (bis Jahre, je nach Branche) vergehen. Und hier ist es meistens dann so, dass nach 6 Monaten die oben erwähnte Frage gestellt wird.

Die zweite Möglichkeit lautet „Werbung Werbung Werbung“ (schalten). Das kostet ein paar Euro, ist aber ziemlich effizient und man erreicht schnell einen guten Follower-Stamm. Und erst wenn der da ist, kann das richtige Kommunizieren und Interagieren mit seinen Followern losgehen. Denn es ist logisch wie nachvollziehbar, dass nicht jeder Follower auf alles reagiert, was man postet (indem er liked, teilt und kommentiert) und alles beantwortet (stellt man seinen Followern Fragen).

Nun weißt du schon einmal, dass Social Media wirklich Arbeit bedeutet 😊.

Jetzt möchte ich noch kurz auf das Thema Werbung eingehen.

Das Tolle an der Werbung in den Sozialen Medien ist, dass man total zielgruppenspezifisch die Werbung schalten kann. Sprich: Anders als in einer Zeitung oder einfach so online kann man tatsächlich genau den Personen sein Unternehmen vorstellen, die man auch ansprechen möchte. Man verschleudert so wirklich wenig Geld für weitgestreute Werbung, sondern investiert nur das, was man auch investieren muss.

Beispiel? Die BH Werbung wird keinen Männern angezeigt und das Bodyspray keinen Frauen, Windelwerbung bekommen keine 14-Jährigen und 80-Jährige keine Werbung für die neuesten Klamotten-Trends. Prinzip ist klar, richtig? 😉

Nun stellen wir uns mal vor, wir haben tolle Social-Media-Kanäle und einen ordentlichen Follower-Stamm.

Dann gehts los: Nun ist es wichtig, qualitative Postings zu veröffentlichen, regelmäßig, aber nicht übertrieben oft. Denn die Kunden sollen ja noch reagieren können, nicht genervt sein und interessiert bleiben. Und um Letzteres zu erreichen, sollten die Postings wertvoll für die Kunden sein. Nicht immer wieder das gleiche Bild beispielsweise und bloß nicht nur Angebote. Stichwort „MEHRWERT“!

Ich möchte einmal ein Beispiel aus unserem Kundenstamm nehmen: Es geht um ein Küchenstudio, das auch gerade dabei ist, einen Social-Media-Kanal aufzubauen. Hier finden sich derzeit tolle Bilder von Küchen, die den Followern Inspiration für eigene Küchenprojekte bieten, im Feed. Sei es für eine ganz neue Küche oder auch nur für eine einzelne Renovierung. Auch werden hier Rezepte gepostet. Natürlich gibt es auch immer wieder Angebote des Küchenstudios dort zu sehen. Aber der Mix macht die Qualität aus.
Und auch, wenn sich der Kunde für den mühsamen Weg der Follower-Gewinnung entschieden hat, haben wir schon jetzt einige Follower, die regelmäßig reagieren – über Kommentare, die Likes oder Personen verlinken. Und so kommen wir mit und mit in die Interaktion mit den (neuen und alten) Kunden.

Doch was nützt dir nun das alles für deinen Laden?

Das ist leicht zu beantworten, mit einer Frage: Wenn du jemanden schon kennst und weißt, er kann dir genau das liefern und bieten, was du brauchst. Dann würdest du dich doch immer an diese Person wenden, wenn du seine Hilfe benötigst, richtig?

Und genau so ist das mit den Social-Media-Kanälen und dem Geschäft: Die Follower lernen den Laden via Social Media bequem „von der Couch“ aus und fernab von Öffnungszeiten kennen, sie können sich informieren und über eine ganze Weile hinweg Angebote und Aktionen verfolgen. Das baut eine Beziehung auf, schafft Vertrauen und so findet dein Laden schließlich im Bewusstsein des Followers seinen Platz.

In unserem Kundenbeispiel ist es so, dass – wenn nun ein Küchenkauf bei einem Follower ansteht, dieser sicherlich an unseren Kunden denken wird und dem Laden einen Besuch abstatten wird.
Doch ein Hinweis: Kunden, die in einen Laden kommen, erzählen nicht unbedingt, woher sie den Laden kennen. Daher erfahrt ihr als Inhaber nicht zwangsläufig, dass der Follower in den Sozialen Medien inspiriert wurde.

Und so holt Social Media dann irgendwie doch die Kunden in den Laden. Aber eben nur irgendwie…

Wie die Profis so schön sagen: Social Media ist ein Marathon, kein Sprint! (Und wir wissen, dass es zudem noch ein echter Zeitfresser und kein Job für Nebenher ist.)

 

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