Beiträge

Social Media 2021 – Was sind die Trending Topics?

Wenn man sich umhört, so scheint das Jahr 2020 die meisten Menschen einen Quantensprung in der Digitalisierung vorangetrieben zu haben. (Ur-)Omas und Opas chatten per Video mit den (Ur-)Enkeln und selbst das vermeintlich biederste Unternehmen trifft sich nun in virtuellen Meetingsrooms. Das belegen zahlreiche Studien. Und auch in der Welt der sozialen Medien hat es einen gigantischen Aufschwung gegeben – nicht verwunderlich in Zeiten des „Social Distancing“ (453 Millionen neue Social-Media-Nutzer sind in der Zeit von 10/2019  bis 10/2020 dazugekommen).

Wenn man als Firma nicht schon die letzten Jahre auf Social Media gesetzt hat, so sollte man es spätestens jetzt tun, denn ganz klar: Dort tummeln sich schon lange nicht mehr nur Jugendliche und Nerds!

Doch was genau kommt denn 2021 auf uns zu?

Das hat die Adenion GmbH in Zusammenarbeit mit pressrelations in einer neuen Studie nun bekanntgegeben. Und da müssen wir natürlich zwei Begriffe nennen, die unmittelbar mit Social Media verbunden sind: Die Rising Stars 2021 und die Most Talented 2021.

Zu ersterem Stichwort gehören Topics, die sich schon länger in den sozialen Medien halten und längst mehr als Eintagsfliegen sind. Wer mitsprechen möchte, sollte diese Themen definitiv im Blick haben. Beispiele dafür sind Themen aus den Bereichen Consumer & Culture (Slow Fashion, Deepfake, Femtech), Work (Digitalnomaden, Workation und Telemigration, Working-out-loud (WoL), Job Crafting, Psychological Safety), Web & Digitalisierung (Virtual Reality (VR), Digitale Zwillinge, Splinternet oder Balkanisierung des Internets) und Business & Finance (Predictive Analytics, Der Robo-Advisor, Nudging).

Unter Most Talented kann man die kleinen Geschwister der Rising Stars verstehen: Diese Themen haben ein großes Potenzial, ebenfalls in aller Munde zu sein, sind es aber (noch) nicht. Daher auch die Gefahr, dass sie doch nicht zu Trending Topics heranwachsen. Hierzu gehören Themen aus den Bereichen Web & Digitalisierung (Splinternet/ Balkanisierung des Internets), Business & Finance (Predictive Analytics, Der Robo-Advisor, Nudging, Naturkapital) und als besonderer Tipp vom Herausgeber der Studie Google Fraggles.

Ein weiterer und immer relevanter werdender Punkt ist die Frage nach dem WANN. WANN sollte man posten, damit man die meisten Personen erreicht. Denn bei der Vielzahl von Postings besteht die Gefahr, dass die eigenen Beiträge schnell in der Masse verschwinden. Auch hier schlüsselt die Studie (nach sozialem Netzwerk) auf, wann man posten sollte. Dabei gilt die Lebenszeit eines Posts zu beachten (manche Kanäle lassen Beiträge „für immer“ leben, andere sind nach einiger Zeit verschwunden).

Hashtags werden uns auch 2021 begleiten und sollten bedacht gewählt werden (achtet auch hier auf die Unterschiede der Netzwerke!).

Der nächste Punkt ist die Optik: da die vielen Netzwerke immer mehr auf Bild und Video setzen, sollten die Bilder und Videos möglichst perfekt sein und ein einheitliches Design haben. Besonders bei Instagram wirkt der Feed somit hochwertig, professionell und aufgeräumt.

Doch das Wichtigste ist und bleibt: Postet regelmäßig, postet sinnvollen Content und bleibt mit euren Followern im Gespräch. Auch und besonders zu Pandemiezeiten eröffnen die sozialen Medien einen hohen Nutzen für Unternehmen. Nicht nur, um die sich aktuell ständig ändernden Regeln zu kommunizieren, auch um die Kunden an sich zu binden und für Problemlösungen (z. B. bei einer Reklamation) schnell und direkt ansprechbar zu sein.

Übrigens: Wenn ihr jetzt mehr Details erwartet habt, die kommen in den nächsten Wochen hier bei uns.

Bis dahin wünschen wir „schönes Posten“ 😉

Social Selling oder: Eine stabile Beziehung ist alles

Wir haben schon das ein oder andere Mal über soziale Medien und deren Nutzen und Sinnhaftigkeit gesprochen. Wir haben definiert, dass es sich damit tatsächlich um den Aufbau einer Beziehung zwischen Käufer und Verkäufer handelt und dass durch das „Vertrauensverhältnis“, das mit der Zeit entsteht, eine konstante Geschäftsbeziehung zustande kommen kann.

Social Selling kommt dem nahe. Denn anders als bei vielen aggressiven „Hallo, möchten Sie meine Ware kaufen?“ Nachrichten, die oftmals von Facebook, LinkedIn, Pinterest, Twitter und XING versendet werden, geht es bei Social Selling nicht primär um das „Selling“. Ich persönlich lösche diese Art von Nachrichten in den meisten Fällen, weil sie für mich ebenso aufdringlich sind wie Werbeanrufe oder massenweise Flyer im Briefkasten.

Doch was genau unterscheidet Social Selling nun von regulärer Social-Media-Aktivität?

Zunächst einmal liegt der primäre Fokus bei Social-Media-Marketing auf der Generierung von Reichweite und dem Erreichen von möglichst vielen Nutzern. Social-Media-Marketing für sich gestellt ist Aufgabe des Marketings. Beim Social Selling liegt der primäre Fokus auf dem Aufbau einer Beziehung. Hier muss der Vertrieb ran – denn er soll den direkten Kontakt zu seiner Zielgruppe suchen und festigen. Das geht durch das Teilen von Nachrichten oder durch das Nennen der jeweiligen Person. Denn das Ziel ist klar: Leads sollen generiert werden und das Customer-Relationship-Management soll vorangetrieben werden. Während das Social-Media-Marketing rein online stattfindet, kann das Social Selling auch durchaus in Teilen offline betrieben werden.

Wichtig ist also, dass man den Fokus auf die Stärkung der Beziehung legt und auf den Verkauf von Produkten (was natürlich dennoch der tieferliegende Grund ist). Aber der Kunde soll sich sicher und kompetent betreut fühlen und auch über den Kauf einen Nutzen aus der Beziehung ziehen können.

Ein guter Vorsatz für das neue Jahr wäre es also, mehr den Fokus auf die Beziehung und weniger auf den Verkauf zu legen, oder? Denn irgendwie haben wir alle doch diese ständigen „Marktschreier“ Nachrichten satt.

Image by Gerd Altmann from Pixabay

6 wirklich gute Gründe für eine Markenbotschafter-Strategie

Wir werden immer wieder gefragt, ob man es zulassen soll, dass Mitarbeiter*innen die Postings in den Firmenaufritten privat teilen und damit weiter verbreiten. Die Antwort:  klar, warum nicht? Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Mitarbeiter*innen sind wertvolle Markenbotschafter für dein Unternehmen. Sie verfügen in der Regel über ein großes Netzwerk (online und offline). In diesem Kontext hat das Wort „Markenbotschafter“ erstmal nichts mit „Influencern“ zu tun, die mit einer gigantischen Sichtbarkeit und einer riesigen Community in sozialen Medien andere Menschen beeinflussen. Eine Wirkung besitzen aber auch deine Mitarbeiter*innen, denn sie teilen Informationen, die sie selbst für teilenswert und empfehlenswert halten. Die soziale Bindung zwischen Menschen, die in Social Media lebt und abgebildet wird, führt zu einer hohen Glaubwürdigkeit innerhalb des eigenen Netzwerks. Insofern sind deine Mitarbeiter*innen auch „Influencer“.

Allerdings solltest du vorher ein paar Dinge klären.

  1. Freiwilligkeit

Es versteht sich eigentlich von selbst, dass die Mitarbeiter*innen die Postings nur freiwillig privat teilen, d.h. der Arbeitgeber kein Anrecht darauf hat. Manche Mitarbeiter*innen möchten eine strikte Trennung zwischen Beruflichem und Privatem. Trotzdem versuchen Arbeitgeber immer wieder, auf ihre Mitarbeiter*innen Druck auszuüben.

  1. Strategie

Ist erstmal eine Verbindung zwischen deinen Mitarbeitern*innen und deinem Unternehmen hergestellt, ist diese nie mehr zu entfernen. Das passiert z.B. wenn deine Mitarbeiter*innen dein Unternehmen als ihren Arbeitgeber bei Facebook, LinkedIn oder XING eintragen. Und eben auch, wenn sie deine Beiträge teilen und kommentieren.

Deshalb braucht du aus folgenden sechs Gründen eine Strategie im Umgang mit Mitarbeiter*innen als Markenbotschafter:

  1. Private Beiträge von Mitarbeitern in sozialen Medien sind jederzeit dem Arbeitgeber zuzuordnen, wenn die Info einmal im Profil hinterlegt wurde.
  1. Die meisten deiner Mitarbeiter sind sich über ihre Wirkung in der Öffentlichkeit und der Prägung eines Firmenbildes nicht bewusst.
  1. Digitale Äußerungen lassen sich speichern, man kann Screenshots davon machen, sie an andere Personen weiterleiten oder veröffentlichen. Das ist ein entscheidender Unterschied zu mündlichem Smalltalk.
  1. Die Verbreitung von Informationen erfolgt viel schneller und viel weiter als früher und kann so viral gehen, bevor du es stoppen kannst.
  1. Alle Mitarbeiter, die sich in sozialen Medien bewegen, sind für die Öffentlichkeit sichtbar. Was früher nur der PR-Abteilung und der Geschäftsführung vorbehalten war, ist nun für alle möglich. Das Unternehmensbild wird daher auch durch all diese Personen geprägt, auch wenn sich diese gar nicht darüber bewusst sind.
  1. Verhaltensregeln des Unternehmens (wie Geheimhaltungspflichten) werden oft nicht auf soziale Medien übertragen.

Es wird also Zeit, Social Media Guidelines zu erstellen, die du verantworten kannst, mit denen deine Mitarbeiter leben können und die deine Marke schützen. Mache deinen Mitarbeitern bewusst, dass sie eine potenzielle Schnittstelle zur Öffentlichkeit darstellen. Oft verändert dieses Bewusstsein schon vieles. Niemand will in seinem Privatleben reglementiert werden und das ist auch gut so. Einige Grundregeln für den Zusammenhang mit deinem Unternehmen sollte es aber geben. Wer darf worüber öffentlich sprechen? Unterstütze deine Mitarbeiter, indem du ihnen Hilfe bei unklaren Fragen anbietest und Regeln für den Umgang mit Unternehmensfragen auf privaten Kanälen anbietest.

Bild von mohamed Hassan auf Pixabay

Ein Ratgeber für DUMMIES, der nicht nur für DUMMIES geeignet ist

„Social-Media-Marketing für Dummies“ heißt das neue Buch von Gero Pflüger, das im Mai 2020 erschienen ist. Eigentlich richtet sich die „für Dummies“-Serie des Wiley-Verlags an wirkliche Einsteiger in das entsprechende Thema. Dieses Buch, das ich jüngst lesen durfte, ist anders. Man kann behaupten, dass ich selbst ganz viel Erfahrung in Sachen Social-Media-Marketing besitze und mit fast 15 Jahren Berufspraxis in diesem Bereich ein alter Hase bin. Dennoch hat mich das Buch an einigen Stellen überrascht, mir neue Informationen und damit einen echten Mehrwert geboten. Chapeau, Herr Pflüger. Ein echt gelungener Ratgeber.

Aufbau

Wenn man das Buch aufschlägt, begegnen einem sofort die sog. „Schummelseiten“. Dies sind Seiten, die quasi den gesamten Inhalt des Buches in vier Checklisten zusammenfasst. Witzig: Ein Scheren-Symbol lädt mich zum Raustrennen und Abheften der Seiten ein.

Das Buch ist in fünf Teile aufgeteilt und beinhaltet 24 Kapitel. Das alleine zeigt schon die Vollumfänglichkeit, mit der der Autor sein Thema behandelt.

Nach einer kurzen Einführung über Social-Media-Marketing als solches kommt Gero direkt zur Sache. Von der Entwicklung einer Social-Media-Strategie über die Umsetzung der gleichen bis zur erfolgreichen Umsetzung der Social-Media-Arbeit leitet uns der rote Faden. Der Autor lässt dabei kein Thema aus: Ist-Analyse, Ziele, Zielgruppen und Personas, Ressourcenplanung, Plattformwahl und Erfolgsmessung, Content- Erstellung und Content-Verbreitung sowie Werbung.

Der letzte Teil des Buches widmet sich den sogenannten Top Ten. Gero nennt die 10 häufigsten Fehler, die 10 wichtigsten juristischen Aspekte und die 10 besten Tools für den Einstieg.

Meine Bewertung

Social-Media-Marketing ist heute viel komplexer als vor zehn Jahren. Einfach mal so was auf einer Facebook-Seite veröffentlichen ist zu wenig. Nicht umsonst gibt es heute die Berufsbilder der Social-Media-Manager und Community-Manager.

Das Buch gibt dem Leser einen einfachen Leitfaden an die Hand, um erfolgreicher im Social Web aktiv zu werden – und um Anfängerfehler zu vermeiden. Ich empfehle die Lektüre aber auch Profis in diesem Bereich, denn der Autor behandelt das Thema so ausführlich, dass eigentlich jeder noch etwas lernen kann.

Einziger Wermutstropfen: Ich empfinde die Textdichte auf den Seiten als zu hoch (sprich: Zeilenabstand zu eng). Damit wirken die Seiten oft überfüllt. Ich denke, dass dieser enge Seitenabstand dem Ziel geschuldet ist, den Seitenumfang von jetzt schon 367 Seiten (ohne Stichwortverzeichnis) nicht noch größer werden zu lassen. Daran erkennt man aber wiederum die Informationsfülle, die Gero Pflüger uns Lesern bietet.

Produktinformation

  • Taschenbuch: 378 Seiten
  • ISBN-13: 978-3527716500
  • Herausgeber: Wiley-VCH; 1. Auflage (1. Juli 2020)

 

Wie du deine Inhalte wirklich gut verbreitest

Du machst tolle Postings, Videos oder Beiträge, aber niemand sieht sie? Denn Inhalte zu gestalten ist beim Social-Media-Marketing nur die halbe Arbeit. Dein Content bringt dir nur etwas, wenn er auch gesehen wird. Wie aber bringst du deine Aussagen unters Volk? Wir haben ein paar Tipps zur Content Distribution für dich.

  1. Kenne deine Zielgruppe und richte deine Inhalte danach aus

Wenn du weißt, was deine Zielgruppe interessiert, solltest du deinen Content im Bezug auf die Themenwahl und die Content-Form danach gestalten. Eher Kurzvideo oder Whitepaper? Entscheide nicht nach deinen Vorlieben, sondern nach denen deiner Zielgruppe.

  1. Du brauchst eine optimierte Homebase

Mache dich unabhängig von Plattformen, die du nicht kontrollieren kannst, und veröffentliche deine Inhalte grundsätzlich immer auf deinem Content Hub – zum Beispiel deiner Webseite. Sie ist die zentrale Anlaufstelle für alle deine Inhalte – egal wo du sonst noch postest. Deinen Hub kannst du so gestalten, wie du es willst. Du solltest aber selbstverständlich auf SEO-Optimierung achten und entsprechende Keywords etc. in deine Inhalte einbauen. Deine Webseite sollte auch mobil gut aussehen, lange Ladezeiten vermeiden etc. So stehen deine Inhalte auch dann noch, wenn Facebook und Co. mal nicht erreichbar sind.

  1. Dein Inhalt muss einen Mehrwert haben, damit er geteilt wird

Die sogenannte „Sharability“ ist nicht einfach zu erreichen. Damit sich dein Content wie von selbst verbreitet, muss er begeistern und einen Mehrwert bieten. Er muss sich unterscheiden, weil er besonders witzig oder rührend ist, weil er etwas verspricht, das andere nicht haben. Wenn du die Sprache deiner Zielgruppe kennst, ist das gar nicht mehr so schwer. Berücksichtige dabei unbedingt auch die speziellen Vorlieben der einzelnen Kanäle (Instagram, Facebook, Twitter, TikTok etc.) Fordere zum Teilen auf, wenn das in deinem bevorzugten Kanal so üblich ist (z.B. bei YouTube).

  1. Nutze die kostenlosen Kanäle

Nur die wenigsten Videos gehen viral, ohne dass man etwas dafür tut. Du musst deinen Content aktiv verbreiten, auf allen Plattformen, die passen und dir kostenlos zur Verfügung stehen. Das kostet etwas Zeit und Mühe, lohnt sich aber. Neben deiner Webseite hast du vielleicht auch noch einen Newsletter oder eine E-Mail-Signatur, die angepasst werden können. Daneben postest du im Idealfall auf allen Social Media, die du betreibst: Facebook, Instagram, Twitter, YouTube, LinkedIn, Xing – was auch immer für deine Zielgruppe Sinn macht, solltest du auch nutzen. Poste gerne an mehreren Tagen, aber nie gleich, sondern etwas abgewandelt mit der gleichen Grundinformation. Hier brauchst du etwas Geduld und Fleiß. Denn du solltest die Inhalte für jeden Kanal optimiert gestalten.

  1. Motiviere Personen die multiplizieren

Wenn du Personen dazu bekommst, deine Inhalte zu teilen oder zu empfehlen, hast du gewonnen. Dann ist der wichtigste Grundstein gelegt. Beginne mit dir selbst, deinen Freunden, Kollegen, guten Kunden oder Partnern. Wenn du die ersten „Markenbotschafter“ oder „Corporate Influencer“ gefunden hast, erweiterst du deinen Bekanntheitsgrad oft rasend schnell. Überlege, wen du ansprechen und zu deinem Multiplikator machen kannst. Erfahrungsgemäß kann man oft diesen Gefallen erwidern und damit den eigenen Multiplikatoren ebenfalls auf die Sprünge helfen. Vielleicht sind deine Influencer Relations besser, als du denkst.

  1. Investiere in Werbung

Manchmal nützen die schönsten Inhalte, die beste Strategie und die tollsten Kontakte nichts. Dann bleibt dir immer noch die Option, deinen Content zu bewerben. Gerade am Anfang macht es oft Sinn, eine Anzeige auf Facebook zu schalten und Aufmerksamkeit einzukaufen. Setze dir ein Budget und überprüfe die Wirksamkeit deiner Maßnahmen.

  1. Kenne deine Ziele

All deine Maßnahmen hängen immer von deinen Zielen ab. Willst du Menschen mit konkreten Fragen erreichen, bieten sich Google Ads an. Wenn du Personen mit speziellen Interessen ansprechen willst, lohnen sich Facebook Ads. Wenn niemand nach deinem Keyword sucht, bringt dir ein Platz ganz oben im Google Ranking nichts. In manchen Geschäftsbereichen werden sich Social Media Post-Erfolge nicht in Kundenzahlen messen lassen. Überdenke die Suchwege deiner Zielgruppe ebenso wie deine Ziele und plane danach.

Warum Social Media keine Kunden in den Laden holen

Die Wahrheit? Kunden kommen nicht durch ein paar Postings in den Sozialen Medien (eng. Social Media) in deinen Laden! Nun könntest du dich fragen, wieso wir dennoch darauf beharren, dass es super wichtig ist, dass du in den Sozialen Medien Präsenz zeigst, wenn es doch nichts bringt?

Nun ja, genau das wollen wir mit diesem Blogbeitrag erklären, denn leider passiert es immer wieder, dass Social-Media-Agenturen mit dem Vorwurf konfrontiert werden: „Nun bezahle ich Sie schon so lange und noch immer sind nicht mehr Kunden bei uns / ist unser Umsatz nicht signifikant gestiegen.“

HINWEIS: Wir nutzen der Einfachheit halber nur den Begriff „Follower“ und meinen damit die verschiedenen Bezeichnungen Fans, Follower oder Abonnenten der unterschiedlichen Plattformen.

Zunächst möchten wir daher aufzeigen, WAS Social Media überhaupt kann:

  1. Social Media spricht deine Kunden persönlich an, obwohl sie sich gerade gar nicht im Laden befinden.
  2. Über Social Media kannst du mit deinen Kunden kommunizieren – auch neben den Öffnungszeiten (Kundenbindung findet heutzutage über die Social-Media-Kanäle statt!).
  3. Social Media kann auf Neuerungen, Aktionen und Rabatte hinweisen, über Status-Updates und Stories.
  4. Via Social Media informieren sich heutzutage neue Kunden, bevor sie in den Laden kommen.

Ein kleiner Profi-Tipp: Die Kommunikation und Werbung via Social-Media-Kanälen ist im Vergleich zu Print- und anderen Onlinemedien wirklich preiswert.

Mittlerweile ist es so, dass Social-Media-Kanäle nicht nur für die Vernetzung von Freunden und Bekannten genutzt werden, es wird ebenso häufig zur Informationsbeschaffung und Meinungsbildung über ein Unternehmen genutzt.

Und es geht auch umgekehrt, denn wenn einmal eine gute Community aufgebaut ist, dann kann das Unternehmen (in vielen Branchen) auch von seinen Followern profitieren. Durch Umfragen und interaktive Fragestunden kannst du heraus finden, was genau DEIN Kunde wünscht und will. So kann das Angebot angepasst oder beworben werden. Eben „am Puls der Kundenwünsche“.

Zunächst ist es aber daher super wichtig, einen guten Grundstamm an Followern zu bekommen!

Und das kostet Zeit und – du ahnst es schon – Geld. Denn irgendwie muss man ja an die Leute herankommen. Natürlich hilft es schon einmal, wenn du alle deine Freunde und Bekannten bittest, deine Seite zu liken oder deinem Profil zu folgen. Und wenn diese dann ebenfalls noch ihre Freunde und Bekannte bitten, dann bekommst du schon ein paar Follower. Doch das wird noch nicht die Masse ergeben.

Um an fremde Follower (=potenzielle neue Kunden) heranzukommen, kann man die Strategie fahren, dass man sich jeden einzelnen davon mühsam erarbeitet. Das geht durch kontinuierliche Postings, das Experimentieren mit Hashtags und viel Ausprobieren, was am besten funktioniert. Diese Methode wird von vielen Neulingen im Social-Media-Bereich gewählt, weil sie günstig ist. Doch hier braucht es einen wiiiiirklich langen Atem, denn bis man einen guten Follower Stamm beisammen hat, können mehrere Monate (bis Jahre, je nach Branche) vergehen. Und hier ist es meistens dann so, dass nach 6 Monaten die oben erwähnte Frage gestellt wird.

Die zweite Möglichkeit lautet „Werbung Werbung Werbung“ (schalten). Das kostet ein paar Euro, ist aber ziemlich effizient und man erreicht schnell einen guten Follower-Stamm. Und erst wenn der da ist, kann das richtige Kommunizieren und Interagieren mit seinen Followern losgehen. Denn es ist logisch wie nachvollziehbar, dass nicht jeder Follower auf alles reagiert, was man postet (indem er liked, teilt und kommentiert) und alles beantwortet (stellt man seinen Followern Fragen).

Nun weißt du schon einmal, dass Social Media wirklich Arbeit bedeutet 😊.

Jetzt möchte ich noch kurz auf das Thema Werbung eingehen.

Das Tolle an der Werbung in den Sozialen Medien ist, dass man total zielgruppenspezifisch die Werbung schalten kann. Sprich: Anders als in einer Zeitung oder einfach so online kann man tatsächlich genau den Personen sein Unternehmen vorstellen, die man auch ansprechen möchte. Man verschleudert so wirklich wenig Geld für weitgestreute Werbung, sondern investiert nur das, was man auch investieren muss.

Beispiel? Die BH Werbung wird keinen Männern angezeigt und das Bodyspray keinen Frauen, Windelwerbung bekommen keine 14-Jährigen und 80-Jährige keine Werbung für die neuesten Klamotten-Trends. Prinzip ist klar, richtig? 😉

Nun stellen wir uns mal vor, wir haben tolle Social-Media-Kanäle und einen ordentlichen Follower-Stamm.

Dann gehts los: Nun ist es wichtig, qualitative Postings zu veröffentlichen, regelmäßig, aber nicht übertrieben oft. Denn die Kunden sollen ja noch reagieren können, nicht genervt sein und interessiert bleiben. Und um Letzteres zu erreichen, sollten die Postings wertvoll für die Kunden sein. Nicht immer wieder das gleiche Bild beispielsweise und bloß nicht nur Angebote. Stichwort „MEHRWERT“!

Ich möchte einmal ein Beispiel aus unserem Kundenstamm nehmen: Es geht um ein Küchenstudio, das auch gerade dabei ist, einen Social-Media-Kanal aufzubauen. Hier finden sich derzeit tolle Bilder von Küchen, die den Followern Inspiration für eigene Küchenprojekte bieten, im Feed. Sei es für eine ganz neue Küche oder auch nur für eine einzelne Renovierung. Auch werden hier Rezepte gepostet. Natürlich gibt es auch immer wieder Angebote des Küchenstudios dort zu sehen. Aber der Mix macht die Qualität aus.
Und auch, wenn sich der Kunde für den mühsamen Weg der Follower-Gewinnung entschieden hat, haben wir schon jetzt einige Follower, die regelmäßig reagieren – über Kommentare, die Likes oder Personen verlinken. Und so kommen wir mit und mit in die Interaktion mit den (neuen und alten) Kunden.

Doch was nützt dir nun das alles für deinen Laden?

Das ist leicht zu beantworten, mit einer Frage: Wenn du jemanden schon kennst und weißt, er kann dir genau das liefern und bieten, was du brauchst. Dann würdest du dich doch immer an diese Person wenden, wenn du seine Hilfe benötigst, richtig?

Und genau so ist das mit den Social-Media-Kanälen und dem Geschäft: Die Follower lernen den Laden via Social Media bequem „von der Couch“ aus und fernab von Öffnungszeiten kennen, sie können sich informieren und über eine ganze Weile hinweg Angebote und Aktionen verfolgen. Das baut eine Beziehung auf, schafft Vertrauen und so findet dein Laden schließlich im Bewusstsein des Followers seinen Platz.

In unserem Kundenbeispiel ist es so, dass – wenn nun ein Küchenkauf bei einem Follower ansteht, dieser sicherlich an unseren Kunden denken wird und dem Laden einen Besuch abstatten wird.
Doch ein Hinweis: Kunden, die in einen Laden kommen, erzählen nicht unbedingt, woher sie den Laden kennen. Daher erfahrt ihr als Inhaber nicht zwangsläufig, dass der Follower in den Sozialen Medien inspiriert wurde.

Und so holt Social Media dann irgendwie doch die Kunden in den Laden. Aber eben nur irgendwie…

Wie die Profis so schön sagen: Social Media ist ein Marathon, kein Sprint! (Und wir wissen, dass es zudem noch ein echter Zeitfresser und kein Job für Nebenher ist.)

 

Bild Laden von Free-Photos auf Pixabay

Bild Icons von Gerd Altmann auf Pixabay

Die berühmte 5-3-2 Regel für Content kurz erklärt

Wer sich mit Content-Marketing und Social Media beschäftigt, stolpert unweigerlich irgendwann über die sogenannte “5-3-2 Regel”. Kurz gesagt beschreibt diese Regel, in welchem Verhältnis verschiedene Content-Arten zueinander stehen sollten. Content Arten?

Die verschiedenen Content-Arten

Ja, es gibt verschiedene Content-Arten. Im Februar 2020 haben wir zum Beispiel verschiedene Blogartikel-Typen vorgestellt. Unter anderem wurden diese Blogartikel-Typen vorgestellt: Tactical, Deep Tactical, Editorial, TOFU, Syndications, Infographic/SlideShare, Promo und Team Initiatives.

Heute geht es aber um die Content-Arten für Social Media. Hier unterscheidet man eigentlich nur die drei Arten

  1. Fremde Inhalte mit hohem Mehrwert, sog. kuratierte Inhalte
  2. Eigene Inhalte mit Fokus auf das eigene Unternehmen
  3. Persönliche oder unterhaltende Inhalte

Die Content-Arten im Detail

  1. Fremde Inhalte mit hohem Mehrwert, sog. kuratierte Inhalte

Die Grundidee des Social Web war und ist, Inhalte mit anderen Menschen zu teilen. Das hat gar nichts mit Content klauen oder „mit fremden Federn schmücken“ zu tun. Denn ALLE Social Media Plattformen bieten eine Funktion an, mit deren Hilfe Beiträge anderer im eigenen Netzwerk verbreitet werden können. Das ist erwünscht.

Nehmen wir an, jemand schreibt ein Posting zu einem bestimmten Thema, das einen neuen Aspekt in einen Sachverhalt bringt. Wenn sich deine Zielgruppe auch dafür interessiert, wäre es passend, wünschenswert und sogar zuvorkommend, wenn du deine Freunde, Fans, Follower und Abonnenten auch an dem Wissen des anderen teilhaben lässt. Du lässt deine Follower und Fans über den Tellerrand des Unternehmens hinausblicken. Damit klar ist, dass der Beitrag von dem anderen kommt, nutzt man die „Teilen-Funktion“, statt den Beitrag zu kopieren und unter deinem eigenen Namen zu veröffentlichen. Das wäre dann wirklich Content-Klau.

Idealerweise teilst du den Beitrag nicht einfach, sondern sagst ein paar Worte dazu. Du gibst deinen Senf dazu ab. Das nennt man dann kuratieren, weil der Content ergänzt, beleuchtet, kommentiert wird.

Warum solltest du das tun?

Mit dem Teilen fremder Inhalte zeigst du, dass du dir über die Bedürfnisse und Probleme deiner Zielgruppe Gedanken machst und ihr themenrelevante Informationen fremder Urheber nicht vorenthalten möchtest.

  1. Eigene Inhalte mit Fokus auf das eigene Unternehmen

Jetzt kommt die Content-Art, die die meisten als die wichtigste ansehen. Die Inhalte über das eigene Unternehmen oder die eigene Person. Böse könnte man diese Inhalte als „Eigenlob“ bezeichnen. Ganz so böse ist das aber gar nicht, denn diese Inhalte bieten dir die Chance,  Einblick in dein Unternehmen gewähren.

Es ist legitim, dein Unternehmen zu präsentieren, allerdings bitte ohne dabei allzu werblich zu klingen. Ein Unternehmensblog ist eine gute Plattform, um interessante und informative Beiträge zu veröffentlichen und damit die Aufmerksamkeit von potenziellen Kunden zu gewinnen. Im Idealfall platzierst du diese Blogbeiträge nicht nur auf deiner Website, sondern auch in den sozialen Medien, in denen du vertreten bist.

Außerdem bieten gut gemachte Inhalte den Fans und Followern die Möglichkeit, dein Unternehmen und die dahinterstehenden Menschen kennenzulernen. Du kannst ihnen zudem einen Einblick in euren Unternehmensalltag gewähren. Für diesen Zweck eignen sich Fotostrecken, Videobeiträge, Stories besonders.

  1. Persönliche oder unterhaltende Inhalte

Nicht zu verwechseln mit den eigenen Inhalten sind die persönlichen Inhalte. Sie repräsentieren die menschliche Seite deines Unternehmens.

Hier darf ruhig ein wenig Humor mitspielen. Ihr müsst euch dabei nicht ganz so ernst nehmen. Denn Unterhaltung und Schmunzeln regt die Empfänger zum Teilen an. Beispiele können lustige Fotos von einer Kaffeepause deiner Mitarbeiter sein, aber auch der Hund im Büro oder ein witziges Selfie kommen gut an. Hauptsache, es „menschelt“ ordentlich.

Das perfekte Social Media Content-Verhältnis

Die oben genannte “5-3-2 Regel” besagt nun, dass das perfekte Verhältnis so aussieht.

Von 10 Posts, z.B. auf Facebook, sollten nach dieser Regel:

  • 5 fremde Inhalte von anderen Nutzern mit hohem Mehrwert
  • 3 eigene Inhalte mit Fokus auf das eigene Unternehmen
  • 2 eher persönliche oder unterhaltende Inhalte

Dieser Mix ist ein Sinnbild dafür, dass man generell eher auf die Nutzer fokussiert sein soll, anstatt nur aus einer reinen Ich-Perspektive zu werben

Es ist übrigens nur eine Faustregel und kein Gesetz.

 

Markenbekanntheit steigern – ein Fallbeispiel aus unserer Praxis

Online lässt sich alles schnell verbreiten – das ist ein Irrglaube. Viele Kunden denken, dass nichts leichter ist, als über Facebook und Co. Infos zu verteilen und Werbung zu machen. Doch leider ist das nicht so einfach, wie es klingt. Ja, eingestellt sind die Inhalte schnell, doch wahrgenommen werden sie vielleicht nicht. Denn die Aufmerksamkeitsspannen sind kurz und das Interesse gilt so „on the go“ meist Eyecatchern und Knallern. Wie also stelle ich es als PR- oder Werbeagentur an, dass die Info meines Kunden gesehen wird und im Idealfall auch noch im Gedächtnis bleibt? Wir erläutern euch eine Social Media Strategie am Beispiel unseres Kunden Handelshaus Heinrichs.

Das versteckte Designer-Outlet

Das Handelshaus Heinrichs ist eine echte Heinsberger Institution. Vor etlichen Jahren auf der anderen Seite der Hochstraße zu finden, ist aus dem Handelshaus Heinrichs mittlerweile ein moderner Laden mit Toplage in Nähe des Marktes geworden, geführt von Dipl. Kfm. Peter Heinrichs. Weitere erfolgreiche Filialen finden sich in Mönchengladbach und Jülich. Die Stärke des Unternehmens begründet sich vor allem durch zwei wichtige Faktoren: die Freundlichkeit und Beratungskompetenz der Mitarbeiterinnen und die Expertise im Einkauf und der Auswahl von qualitativ extrem hochwertigen Waren. Als Anlaufpunkt für moderne und nachhaltig produzierte Markenwäsche bietet Heinrichs zusätzlich zum attraktiven regulären Sortiment auch Designer-Markenware in hohen Stückzahlen, die zu unschlagbar günstigen Preisen verkauft werden kann. Unter den Marken befinden sich so hochkarätige Namen wie JOOP!, Calvin Klein, Tommy Hilfiger, Marc O`Polo, Esprit und Co. Die Tatsache, dass es im renommierten Handelshaus neben Tisch- und Bettwäsche auch supertrendige Mode von bekannten Designer-Labels zu niedrigen Preisen zu kaufen gibt, ist jedoch vielen jüngeren Online-Käuferinnen nicht bekannt. Hier muss Abhilfe geschaffen werden, um das „Designer-Outlet“ mitten in der Innenstadt transparent zu machen.

Marken mit dem Unternehmen verknüpfen

Die Aufgabe der conpublica war und ist es nun, die Bekanntheit von Heinrichs als Händler von Designerware zu Schnäppchenpreisen zu steigern. Eine Markenkampagne musste her, zugeschnitten auf die Social Media Kunden des Unternehmens. conpublica untersuchte dabei das Kundenverhalten der Zielgruppe, zugeschnitten auf das Zielpublikum für Designermode der entsprechenden Marken. Daraus entwickelte sich eine Social Media Strategie, die mithilfe von passenden, wiederholten Postings eine Aufmerksamkeit schafft. Ein Beispiel hierfür ist das laufende Gewinnspiel zum Thema „Wer kennt die meisten bei uns verkauften Markennamen?“.

Das Gewinnversprechen belohnt einerseits treue Kunden für ihre Kenntnis des Sortiments und festigt damit die Kundenbindung. Andererseits lockt es neue Kunden mit der Nennung der Markennamen, steigert so das Bewusstsein für die Erhältlichkeit der Marken bei Heinrichs und regt zum Mitmachen an. Das wiederum bringt Traffic auf die Social Media Seite. Ein Win/Win-Kreislauf beginnt.

Erste Erfolge sichtbar

Unmittelbar nach Start der Aktion lässt sich der Erfolg schon in Zahlen messen und es zeigt sich, wie treu die Kunden von Heinrichs auch bei Facebook sind. Allein die Tatsache, dass es Kunden gibt, die vierundzwanzig fast sechzig Marken des Geschäftes benennen können, dürfte die anderen Leser beeindrucken. Denn nichts ist als mehr Wert bei der Kundenakquise als die Empfehlung durch andere Kunden. In diesem Sinne lautet das Motto für gute PR im Dienst des Kunden: Macht den Erfolg eurer Kunden transparent und findet einen Kommunikationsweg, der zum Medium und zum Kunden passt. Dann wird diese Werbung ein Selbstläufer 😊

Jugendsprache oder Werbe-Bla-Bla? Die optimale Sprache für Facebook, Instagram und Co.

Als Unternehmen kommt man nicht mehr dran vorbei – schon gar nicht in Zeiten einer Krise, die die Menschen zu digitaler Kommunikation zwingt. Wir alle müssen präsent sein auf Facebook, Instagram und Co. Was dabei zum Beispiel eine gute Facebook-Unternehmens-Seite ausmacht, erfährst du momentan von uns über unsere Praxis-Tipps auf eben dieser. Aber wie sieht es eigentlich mit den Texten in sozialen Netzen aus? Muss ich bestimmte Insider-Formulierungen kennen, fünfzig Emojis pro Beitrag einflechten und wissen, was ein Hashtag ist? Wir klären dich auf.

Guck mal, wer da spricht

Zunächst einmal muss man sich darüber klar werden, wer die Nutzer der Kanäle sind, die man bedienen will. Bei Facebook zum Beispiel wird man es hauptsächlich mit den sogenannten Millennials, den Menschen zwischen Anfang zwanzig und vierzig zu tun haben. Diese Generation wuchs mit dem Internet und seinen Möglichkeiten auf, war rund um den Jahrtausendwechsel jung und entwickelte die Sprache in den sozialen Medien maßgeblich mit. Für sie ist Facebook so selbstverständlich wie für die vor 1980 Geborenen der Walkman. Die Generation nach ihnen, Generation Z, ist wiederum schon auf ganz anderen Kanälen unterwegs. Hier laufen TikTok und Konsorten den klassischen Plattformen bereits den Rang ab. Wir gehen also davon aus, dass wir mit unseren Postings zum allergrößten Teil mündige, bereits erwachsene Personen, erreichen, die die digitale Kommunikation schon mit der Muttermilch aufgesogen haben. Sie kommunizieren knapp, präzise und eher informell, nutzen oft Abkürzungen, Anglizismen und Emojis.

Keine Angst

Das ist allerdings kein Grund, Angst vor Postings zu haben. Wenn man ein paar Grundregeln beachtet, kann man auch als „Nicht-Millennial“ gute Postings kreieren.

In der Kürze liegt die Würze. Die Aufmerksamkeitsspannen haben sich mit den Mobile Devices geändert. Oft werden Meldungen oder Nachrichten nur zwischendurch auf dem Handy gecheckt. Die wichtigste Info muss also bei deinem Posting direkt am Anfang stehen und knapp formuliert sein. Dann klickt der User vielleicht den „Weiterlesen“-Button.

Ein Hingucker muss her. Bilder sagen tausendmal mehr als Worte und verleiten diversen Studien zufolge auch viel eher dazu, einen Beitrag anzuklicken. Wenn das Bild also passt und lockt und die Überschrift den Kern der Sache trifft, hat man eine gute Chance.

Wichtig ist dabei das Auslösen von Emotionen, auch was den Fließtext angeht. Trockene, formelle Sprache ist nicht angebracht. Verben und Adjektive, die Emotionen erzeugen, sind gut, duzen ist quasi Pflicht, weil persönlicher.

Noch persönlicher wird es, wenn du die User zu Antworten und Handlungen aufforderst. Mit Fragen nach Vorlieben oder der Möglichkeit mitzubestimmen, fühlt sich der User eingebunden, kommentiert vielleicht sogar und belebt damit deine Seite.

Fremde Federn schmücken nicht

Wer kein Millennial ist, sollte auch nicht versuchen, einer zu sein. Gewollt jugendlich und cool rüber zu kommen, hat noch niemandem wirklich gestanden. Texte einfach wie mit einem netten Kollegen, höflich, aber ein bisschen persönlicher. Schlimme Imitationen von Jugendsprache gibt es in der Werbung genug. Grundsätzlicher sollte man authentisch bleiben. Wenn also englische Fachbegriffe und Smileys hinter jedem Satz nicht dein Ding sind, dann zwinge dich nicht dazu. User merken ziemlich schnell, ob dein „Tonfall“ echt ist. Ist das der Fall, kommt dein Posting sicher auch ohne das gut an 😉

Mehr Service auf Facebook mit dem Antwortassistenten

Heute möchte ich noch mal in die Social-Media-Welt einsteigen, aus aktuellem Anlass. Denn neulich hatte ich den Fall, dass ein Facebook Nutzer über die Facebook Seite eines Kunden eine Anfrage über den Chat gestellt hatte – an einem Sonntag um 22.38 Uhr. Da zu dieser Zeit niemand arbeitete und auch am nächsten Morgen niemand auf die Anfrage reagierte, kam, was kommen musste. Der Nutzer war böse.

Dem zu entgehen, gibt es den Facebook Antwortassistenten. Damit kannst du eine automatische Antwort auslösen, wenn sich ein Nutzer über den Nachrichtenkanal (Messenger) meldet.Du findest den Antwortassistenten im Bereich Nachrichten in den Einstellungen deiner Fanseite.

Dort kannst du z.B. einen individuellen Text als Messenger-Begrüßung eintragen, der angezeigt wird, wenn Personen zum ersten Mal eine Unterhaltung mit dir im Messenger beginnen.

Facebook Antwortassistent Beispiel

Daneben kannst du eine Nachricht senden lassen, wenn du selbst nicht mit dem Smartphone oder Computer bei Facebook angemeldet bist. Damit steigt die Reaktionszeit, die auf deiner Seite angezeigt wird. Außerdem kannst du eine Sofortantworten an alle Personen senden, die deiner Seite eine Nachricht senden. Denn die oben genannte Begrüßung erscheint ja nur beim ersten Kontakt.

Mit diesem kleinen, aber genialen Helferlein kannst du den Service für deine Facebook-Seite ausbauen, ohne ständig im Messenger verfügbar sein zu müssen.