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Wie teuer darf ein Text sein?

Gute Texte werden überall gebraucht: auf Flyern und in Broschüren und Büchern, auf Webseiten, Social Media oder in Zeitschriften und Blogs. Nicht immer kann man als Unternehmer auch in Worte fassen, was man vermitteln will – oder zumindest nicht in SEO-optimierte und werblich einwandfreie Texte umsetzen. Dafür braucht man Hilfe, Dienstleister, die darauf spezialisiert sind, mit Worten die Firmenidee oder die Einzigartigkeit eines Produktes zum Leben zu erwecken. Doch wie viel ist ein guter Text wert? Oder besser gesagt: Was darf ein Text kosten?

Mehr als aneinander gereihte Worte

Heutzutage ist ein Text nicht nur ein gut formuliertes Stück Schreibwerk. In Zeiten der Online-Veröffentlichungen wird von einem Texter weitaus mehr verlangt. Der Text soll nicht nur den Sinn erfassen und gut geschrieben sein, er muss je nach Verwendungszweck SEO-optimiert sein, emotional aufgeladen oder extrem reduziert aber trotzdem aussagekräftig sein. Eine „gute Schreibe“ reicht längst nicht mehr. Journalistisches Können muss durch Marketingkenntnisse und Online-Expertise ergänzt werden. Da die Aufmerksamkeitsspanne der „Zwischendurch-Leser“ gering und der zur Verfügung stehende Platz für einen Text auf einem Handy-Display winzig ist, müssen Texte teasen, durch Eyecatcher-Bilder unterstützt werden und mitten im Herz der Zielgruppe zünden. Kreativität, Originalität und Echtheit sind gefragt. Und die für Online-Medien notwendige Kürze bedingt ein Auspressen des Textes bis hin zum letzten Tröpfchen inhaltlicher Essenz. Dabei muss der Text aber natürlich weiterhin dem Leser und den Suchmaschinen einen brauchbaren Mehrwert bieten können.

Vorher und nachher zählen mit

Die Kunden nehmen all diese Überlegungen oft nicht wahr und bewerten nur das Endprodukt. All die wichtigen Vor- und Nacharbeiten sind ihnen meist gar nicht bewusst. Ein paar Worte zu schreiben kann doch schließlich keine Stunden dauern! Ganz im Gegenteil: Die Entwicklung eines Textes, der alle Anforderungen der Online-Welt erfüllt, ist zwar kein Hexenwerk, aber zeitaufwendig und harte Arbeit. Und dementsprechend sollte er auch vergütet werden. Hier ein Beispiel: Ein Blog-Artikel umfasst meist ca. 400 bis 500 Wörter – mit Vorarbeit, Recherche und Korrekturen ist ein erfahrener Schreiber mindestens 2 bis 3 Stunden konzentriert damit beschäftigt. Korrekturschleifen des Kunden noch nicht mal mit eingerechnet.

Auch bei einem Newsletter oder einem PR-Text fallen ähnliche Zeiten an. Bei einem üblichen Stundensatz zwischen 50 und 100 Euro ergibt sich also ein Preis von 100 bis 300 Euro für die einmalige Dienstleistung. Berücksichtigt man die damit verbundene Expertise und kreative Leistung und vergleicht den Stundensatz mit anderen Branchen, sollte einem das ein guter Text wert sein, oder?

 

Sprich die Sprache der Zielgruppe – oder warum der Köder dem Fisch schmecken muss und nicht dem Angler

Seien wir mal ehrlich – wir haben alle schon mal ein Geschenk verschenkt, das eigentlich uns selbst gut gefallen hätte und nicht dem Beschenkten. Denn in dieser Situation ist es so, wie so oft im Leben. Wir schließen von uns auf andere. Wirklich gut kommen dann aber doch eher die Geschenke an, bei denen man sich Gedanken über die Person gemacht hat und das Geschenk auf ihre Bedürfnisse und Wünsche zuschneidet.

Genauso läuft es auch beim Texten. Gute Texte sind für den jeweiligen Leser geschrieben und nicht als Selbstbeweihräucherung mit möglichst vielen kompetent wirkenden Fachbegriffen. In der heutigen Medienlandschaft gibt es neben dem Textniveau allerdings noch einen entscheidenden weiteren Faktor: die Sprache des Mediums selbst. Was genau dabei zu beachten ist und welche Regeln schon von jeher gelten, versuchen wir für euch zusammen zu fassen.

Für wen schreibe ich eigentlich?

Bei kreativen Berufen hat der liebe Gott vor die Tat immer erst das Denken gesetzt. So auch beim Texten. Wichtig ist vor allem, sich im Klaren darüber zu sein, wer deine Zielgruppe ist und was sie will. Schreibe ich einen Blog für Hobbygärtner, kann ich das Thema Pflanzen in meinem Text ganz anders angehen als beim Whitepaper eines Pflanzenschutzmittel-Herstellers für seine B2B-Kunden. Wer sind also meine Leser/Kunden und was interessiert sie wirklich? Wenn du die Antwort darauf kennst, bist du ein großes Stück weiter. Dann kannst du die entsprechenden Themen auswählen und zielbezogen schreiben. Ein kleiner Tipp: Eine Tafel mit Kennzahlen und Stichpunkten zu deinen Kunden hilft manchmal wirklich weiter. Oft ergeben sich dann Zusammenhänge, die du ohne Schaubild gar nicht bemerkt hättest.

Ein Text ist immer eine Botschaft

Ob dein Text im Gedächtnis bleibt, hängt nach wissenschaftlichen Erkenntnissen außerdem noch von drei Faktoren ab:

  1. Der Text muss emotional sein. Das bedeutet nicht, dass du deine Leser zu Tränen rühren musst. Aber deine Sprache sollte unmittelbar bildhafte Vorstellungen beim Leser wecken.
  2. Dein Text sollte für den Leser relevant sein, also einen Mehrwert bieten. Infos, die ihn interessieren und ihm einen Grund bieten, weiterzulesen.
  3. Kurze Sätze, knackiger Text. Schreibe prägnant und klar. Selbst für hochkomplexe Texte in Fachmagazinen gilt: so viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Wo wird mein Text gelesen?

Nicht zuletzt sollte man sich fragen, welcher Sprachstil dort gepflegt wird, wo mein Text landen wird. Schreibe ich für Facebook und Co, sind die Sätze kurz und locker, der Leser wird geduzt und alles wird vielleicht sogar durch Emojis ergänzt. Soll mein Text in einer Fachzeitschrift erscheinen, muss er sachlich sein, viele Infos beinhalten, es dürfen Fachtermini verwendet werden und die Sätze können auch mal etwas länger sein. Am besten schaut man sich vorher beim gewählten Medium um. Dann bekommt man meist schon ein sehr gutes Gefühl dafür, wie Stil, Wording, Klangfarben usw. sind.

Denn wie sagte Kurt Tucholsky schon so schön: „Wer auf andere wirken will, der muss erst einmal in ihrer Sprache mit ihnen reden.“ In diesem Sinne: fröhliches Texten 😊

Weihnachtsgrüße: Die originelle Post zum Jahresende

Manche versenden sie per Post, andere per E-Mail: Die Weihnachtspost gehört aber einfach dazu. Ob mit kleinem Präsent oder ohne, ein paar freundliche Worte zum Jahresende rufen einen nicht nur bei dem Kunden in Erinnerung, sie binden die Kunden auch an dein Unternehmen und gehören einfach zum guten Ton.

Doch wie jedes Jahr steht man auch dieses Mal vor der Frage: Was genau machen wir denn als Weihnachtsgruß? Neben der optischen Gestaltung ist natürlich das Geschriebene das A und O und lässt die eigene Weihnachtspost in der Masse herausstechen oder verschwinden.

Dabei gibt es ganz unterschiedliche Ansätze, den Weihnachtsgruß zu formulieren. Manche beziehen sich individuell auf das mit dem Kunden abgeschlossene / laufende Projekt und bedanken sich für die gute Zusammenarbeit. Das funktioniert natürlich nur, wenn man aktuell eine aktive Kundenbeziehung führt und ist zeitlich auch sehr aufwendig. Gerade bei großen Firmen mit vielen Kunden ist diese Version nahezu nicht realisierbar. Für derzeit inaktive Kunden kann bzw. muss man auf andere Ansätze zurückgreifen, wie einer kleinen Statistik, einer Geschichte oder dem ganz klassischen „Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr“.

Auch eine beliebte Version eines Grußes ist die Bezugnahme auf ein wohltätiges Projekt / Herzensprojekt der Firma. Immer mehr Firmen entscheiden sich zum Spenden und informieren ihre Kunden über das unterstütze Projekt. Viele Organisationen bieten hier auch vorformulierte Sätze, die das Projekt vorstellen und auf weitere Informationen verweisen.

Es kommt auf die Branche an

Konkret sagen, wie der Weihnachtsgruß zu formulieren ist, ist schwer, denn es kommt sicherlich auf die Branche, die Unternehmenskultur und die Kunden an: Ob klassisch-seriös oder frech-moderner.

Am ungewöhnlichsten sind sicherlich kleine Geschichten mit interessanten Informationen zu Weihnachten. Diese gibt es zuhauf bei Suchmaschinen zu finden und passen zu jeder Branche und jeder Ansprache.

Unterhaltsam sind Fakten zum Weihnachtsfest (auch bei Suchmaschinen zu finden), die dem Leser ein Schmunzeln entlocken. Zwei meiner persönlichen Highlights: „Gemeinsam mit Jesus haben allein im Bundesland Nordrhein-Westfalen 38.600 Menschen an Heiligabend Geburtstag.“ und „Treffen Kollegen zu Weihnachten am Ende des Jahres zusammen, soll ein Viertel betrunken eine Gehaltserhöhung fordern, neun Prozent kündigen sogar und ein gutes Drittel schlägt sich. Das hat eine britische Studie ergeben.“

In dem Sinne wünschen wir ein gutes Formulieren und hoffentlich eine stressfreie Vorweihnachtszeit.

Bild von Pezibear auf Pixabay

Helferlein beim Zählen von Worten und Zeichen

Kennst du das? Du musst einen Text liefern mit einer Zeichen- oder Wortgrenze und hast gerade kein Textverarbeitungsprogramm wie Microsoft Word zur Hand. Oder du musst wissen, wie viele Zeichen oder Wörter ein gelieferter Text hat. Dafür gibt es ein kleines Online-Helferlein: zeichenzähler.de, ja mit Umlaut!

Du gibst deinen Text oder den gelieferten Text einfach über den Browser per Copy & Paste ein und erfährst, wie viele Zeichen (mit und ohne Leerzeichen), Wörter und Absätze der Text hat. Das ist auch auf dem Smartphone sehr einfach.

Text mit genauer Zeichenzahl

Manchmal muss man schnell einen Text haben, der eine 100% genaue Zeichen- oder Wortanzahl mitbringt. Dies ist z.B. beim Layout von Flyern, Broschüren oder Anzeigen nötig. Du kannst entweder schnell einen Text mit genau 175 Wörtern zaubern oder einen der zahlreichen Blindtext-Generatoren nutzen. Unser Favorit heißt genauso: https://www.blindtextgenerator.de/

Damit kannst du den Designern und Layoutern einen passenden Text liefern, während du noch an dem echten Text tüftelst. Der Blindtext ist dann ein Platzhalter. Das Praktische daran: Du kannst selbst wählen, ob du z. B. 175 Zeichen oder 175 Wörter bekommen möchtest.

Mit diesen beiden Helferlein wird dein Texterleben ein wenig einfacher.

Foto von Terje Sollie von Pexels

Warum ein Textleitfaden sinnvoll sein kann

Besonders in größeren Unternehmen schreiben meist viele verschiedene Mitarbeiter für Online und Offline Publikationen, sei es nur eine Unterseite der Unternehmenswebseite oder ein Absageschreiben für eine Bewerbung. Doch würde jeder so schreiben „wie ihm der Mund gewachsen“ ist, so würde es gleich zwei Nachteile bringen: Zum einen würde das Rad ständig neu erfunden werden müssen. Denn – bleiben wir mal bei dem Beispiel – Bewerbungen werden wohl öfter als nur 1x dankend zurückgesandt werden. Zum anderen würde es auf der Unternehmenswebseite dem Leser durchaus auffallen, dass sie nicht „aus einem Guss“ ist, sondern wild zusammengefügt. Und das transportiert kein einheitliches und starkes Bild nach draußen.

Damit dies also nicht passiert, gibt es Textleitfäden!

Diese regeln zum Beispiel, wie genau der Leser angesprochen wird. Sehr junge Unternehmen duzen heutzutage Kunden. Andere erwarten ein äußerst gewähltes Deutsch. Manche schreiben grundsätzlich auf Englisch. Besonders neue Mitarbeiter brauchen eine Einweisung.

Auch immer gleiche Formulierungen werden über den Textleitfäden an die Mitarbeiter verteilt. Das erleichtert nicht nur die Arbeit, sondern schafft zugleich ein einheitliches Auftreten. Hierzu zählen auch die oben erwähnten Absageschreiben. Aber auch, wie Abkürzungen, wissenschaftliche Formeln und Angebotsanfragen formuliert werden, wird hier genau festgelegt. Und last but not least werden auch hier Stilregeln festgelegt, beispielsweise wie und ob DIN-Normen umgesetzt werden.

Praktisch – nützlich – hilfreich

Besonders hinweisen möchte ich an der Stelle, dass der Erfolg eines Leitfaden einzig und allein mit der Lebendigkeit der Anweisungen einhergeht. Um Leben in den Leitfaden zu bekommen, sollte dieser von oberster Stelle eingeführt und von allen befolgt werden. So stellt ihr sicher, dass sich sowohl der höchste Abteilungsleiter und als auch jeder Praktikant an den Textleitfaden hält.

Und damit das „daran halten“ auch im Alltag möglich ist, muss ein Textleitfaden einfach und überschaubar geschrieben sein. Er gilt als Nachschlagewerk für „zwischendrin“, das Nachschlagen nach Schreibweisen usw. darf nicht mit einer deutlichen Unterbrechung der Tätigkeiten einhergehen.

Außerdem sollten die dort festgesetzten Regeln nachvollziehbar und sinnvoll sein.

Besonders riesige Unternehmen profitieren

Natürlich profitieren besonders die Unternehmen von der Erstellung eines Textleitfadens, die mehrere Firmensitze haben. Immer wieder wird es hier zu Zusammenarbeiten kommen. Sei es für Tagungen, Messen oder gemeinsamen Ausschreibungen. Spätestens, wenn Drucksachen im Spiel sind, wird die Arbeit der verantwortlichen Angestellten erleichtert, da ja bereits alles in der gleichen Art ist.

Die Vorteile von Textleitfäden sind also unbestritten da. Eine sorgfältige Ausarbeitung ist besonders wichtig, genauso wie eine regelmäßige Aktualisierung.

Beispiele für Textleitfäden findest du hier und hier.

Software hilft bei der Einhaltung

Mittlerweile gibt es nahezu für alles eine Softwarelösung. So auch für die praktische Umsetzung von Textleitfäden im Alltag. Lösungen wie Textbausteinverwaltung Deluxe  helfen dabei, dass Vorgaben mit wenigen Klicks oder Shortcodes in Texte umgesetzt werden. Damit können bestimmte Stellen wie z.B. die Marketingabteilung oder die Personalabteilung Text vorformulieren, die dann von jedem anderen genutzt werden können.

Natürlich funktioniert das nur bei wiederkehrenden Texten.

In dem Sinne wünschen wir frohes Texten!

Bild: MichaelGaida / pixabay / CCO Lizenz

DIN 5008 oder: Wieso darf ich nicht schreiben wie ich will?

Zunächst einmal das Offizielle: bei der DIN 5008 handelt es sich um eine durch den nationalen Gremium Normenausschuss Informationstechnik und Anwendungen – Fachbereich Bürotechnik, Bankwesen und elektronisches Geschäftswesen (NA 043-03 FB) erlassene Regelung, die die Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung festlegt.

Damit ist gemeint, dass möglichst jedweder Briefverkehr den gleichen Aufbau hat, dass jede Telefonnummer gleich geschrieben wird, jede E-Mailadresse gleich geschrieben wird und auch jede Abkürzung identisch geschrieben wird. Was jetzt seht „deutsch“ klingt, hat jedoch viele Vorteile. Denn hey – wenn es keine Regelung gibt, dann darf ich das doch schreiben wie ich möchte, oder?

Und wenn man viel mit dem Ausland zu tun hat, so lernt man schnell zu schätzen, wenn Telefonnummer nach einem bestimmten Schema F geschrieben werden. Hier besagt die DIN 5008 übrigens, dass Vorwahl und Telefonnummer lediglich durch ein Leerzeichen (nicht durch einen Bindestrich wie viele immer noch schreiben!) getrennt werden. Nur eine Durchwahl darf durch den Bindestrich von der Telefonnummer getrennt werden. Also: 0241 123456-78. Und fügt man die Landesdurchwahl noch an, so gibt es auch hier die Vorgabe: +49 241 123456-78.

Auch das Datum wirft immer wieder Fragen auf. Doch richtig ist es, das Datum wie folgt zu schreiben:

  • 03.2019
  • 2019-03-27
  • März 2019

Die Schreibweise mit Jahr-Monat-Tag hat sich noch nicht immer durchgesetzt, da es doch sehr ungewöhnlich im fließenden Schreiben ist. Abstand sollte übrigens grundsätzlich von der Schreibweise des Datum mit „/“ genommen werden. Dies lässt – grade im internationalen Schriftverkehr – viel zu viel Interpretationsspielraum. Denn im amerikanischen werden Tag und Monat umgekehrt gelesen. Und es wäre doch sehr ärgerlich, wenn man zu einer Tagung am 2019/02/01 einlädt, diese also am 1. Februar plant, die Amerikaner aber bereits am 2. Januar anreisen 😊

Und selbst die Grußformel ist in der DIN 5008 geregelt. So wird diese nach einer Leerzeile an das Ende des Briefes / der E-Mail angefügt und ohne Punkt oder Komma auslaufen gelassen. Eine Unterschrift erfolgt in den danach folgenden drei Leerzeilen, bevor danach der eigene Name geschrieben steht. Bei einer E-Mail sind natürlich keine drei Leerzeichen nötig.

Die DIN 5008 regelt – wie eingangs erwähnt – auch den Aufbau eines Briefes. Das hat den Vorteil, dass bei Fensterumschlägen das Adressfeld auch tatsächlich sichtbar ist, dass niemand wichtige Bestandteile für die weitere Korrespondenz vermisst und das auch das Abheften einfach möglich ist. Außerdem wirkt ein immer identischer Aufbau seriös und stärkt die Außenwirkung des Unternehmens.

Die DIN5008 ist übrigens eine Empfehlung – daran halten musst du dich nicht. Doch du solltest gründlich überlegen, wieso du es nicht tust – denn ein nicht Einhalten sorgt oftmals für Verwirrung und unnötige Mehrarbeit.

In dem Sinne: Freuen wir uns doch einmal, dass uns in Deutschland eine Regelung anhand gegeben wird, die uns das Leben tatsächlich einfacher macht.

Foto: Photo by rawpixel.com from Pexels

Warum Mehrwert in Texten so wichtig ist

Überall liest man davon. Er ist heiß begehrt. Doch kaum einer weiß so genau, was genau er eigentlich ist: Der Mehrwert.
Eigentlich handelt es sich beim Begriff Mehrwert um einen wirtschaftlichen Begriff. Denn es ist der Zuwachs an Wert, der durch ein Unternehmen erarbeitet wird (Definition Duden). Andere verstehen unter Mehrwert „die Differenz zwischen den Kosten für eingekaufte Materialien und dem letztendlichen Verkaufspreis des fertigen Produktes.“

In einem Online-Wirtschaftslexikon habe ich folgende Definition gefunden:
„Der Begriff Mehrwert bezeichnet jedoch auch Merkmale, die ein Produkt oder eine Dienstleistung von einem oder einer anderen unterscheiden und dadurch einen Wert für den Verbraucher schaffen. Mehrwert ist die Verbraucherwahrnehmung dessen, was ein Produkt oder eine Dienstleistung attraktiver als andere und einen höheren Preis wert macht“.

Hiermit sind wir auf dem richtigen Weg. Es geht um „die Verbraucherwahrnehmung dessen, was ein Produkt oder eine Dienstleistung attraktiver als andere und einen höheren Preis wert macht“. Es bietet einen zusätzlichen Nutzen oder Gewinn.

Das kann man auf einen Text übertragen. Ein Text – egal, ob in einer Broschüre, auf einer Webseite, in einem Blog, ob bei Facebook oder Twitter – hat dann einen Mehrwert, wenn er einen Zusatznutzen schafft, wenn er attraktiver ist als andere Texte. Texte mit dann attraktiv, wenn sie nicht nur Blabla und Sätze ohne überflüssige Wörter und Phrasen beinhalten (wie viele Werbetexte), sondern einen Nutzen.
Wenn der Leser das Gefühl hat: „Wow! Das war echt gut! So hilfreich und interessant!“, dann hat ein Text einen Mehrwert.

Warum Mehrwert in Texten so wichtig ist

Wir haben durch das Internet, durch mobile Apps und die sozialen Medien einen totalen Informations-Überfluss. Überall werden die Nutzer, die Konsumenten, die Kunden mit Bilder, Texten und Videos bombardiert. Vieles davon ist die Zeit fürs Lesen nicht wert. Der Leser, Konsument, Kunde hat gelernt, zu selektieren. Denn bei der knappen Zeit und der Maße an Informationen werden nur noch die Texte gelesen, die es wert sind – eben einen Mehrwert, einen Nutzen bieten.

Was kann ein Mehrwert sein?

Mehrwert – also Zusatznutzen – höchst individuell. Jeder versteht etwas anderes darunter. Für den einen hat ein Text einen Mehrwert, wenn er unterhaltsam ist. Für anderen muss der Text eine bisher nicht bekannte Information bieten, oder eine Lösung für ein Problem oder einen Tipp. Ein gutes Rezept zum Beispiel.

Warum du Texte mit Mehrwert verfassen und veröffentlichen solltest

Eines ist klar: Wenn die Leser (Kunden, Konsumenten, Nutzer) nach Texten mit einem Mehrwert suchen, dann bleiben sie bei denjenigen Autoren / Publishern / Quellen von Texten mit Mehrwert hängen. Ja, sie sind sogar dankbar, denn sie bekommen einen Zusatznutzen geschenkt.
Du hast dann die einmalige Chance, sie als Leser zu binden und von deiner Kompetenz und Qualifikation zu überzeugen. Vielleicht wird aus dem Leser dann ein Interessent oder Kunde. So funktioniert übrigens ein Blog.

6 Tipps für Mehrwert

Wir wissen also jetzt, dass Leser (Kunden, Konsumenten, Nutzer) nach Texten mit einem Mehrwert suchen, ja danach gieren. Allerdings ist der Mehrwert sehr individuell.

Tipp 1: Finde heraus, welche Mehrwerte deine Zielkunden wünschen, was ihnen einen Zusatznutzen bringt.
Danach ist noch wichtig zu wissen, in welchem Format der Leser die Texte mit Mehrwert konsumieren möchte: Artikel, Blogbeitrag, Posting bei Facebook, E-Book, Whitepaper, egal?

Tipp 2: Finde heraus, in welchem Format der Leser die Texte mit Mehrwert konsumieren möchte.

Dann beginne, Texte mit Mehrwert zu verfassen.

Werde zum Ratgeber und Experten

Tipp 3: Werde zum Ratgeber und mach die zum Problemlöser

Stell dir vor, es fragt dich jemand auf einer Party um einen Rat, weil du auf einem bestimmten Themengebiet ein Experte bist. Beginne in dieser Rolle zu schreiben. Der einzige Unterschied zum direkten Gespräch ist, dass du auch die Fragen stellst (oder die Problemstellung vorgibst) und dass du dich an viele Ratsuchende wendest.
Pack deine besten Tipps und Tricks in Ratgeberartikel. Gib dem Leser einen Teil deines Wissens weiter. Gib ihm Checklisten und Links an die Hand. Er wird dann schnell erkennen, dass du der Experte und Löser für sein Problem bist.
Auch, wenn der Mehrwert deines Textes z. B. eine wertvolle Zusatzinformation sein soll, bringt der Text weiteren Mehrwert, wenn er gut und leicht lesbar ist. Gute Lesbarkeit hängt von verschiedenen sprachlichen Elementen und einer klaren Struktur ab. Hierzu einige Tipps.

Tipp 4: Wenig Füllwörter, Modalverben, Passivsätze

Zu viele Füllwörter (jedoch, auch, eigentlich, sozusagen) blähen deinen Text auf, liefern aber selten eine Informationen. Lediglich als Stilmittel können sie gezielt eingesetzt werden. Lies dazu auch unseren früheren Blogbeitrag. Auch Modelverben wie dürfen, können, mögen, müssen, sollen und wollen solltest du nur wenig einsetzen. Modalverben vermitteln dem Leser den Anschein einer Unverbindlichkeit.

Tipp 5: Keine Unpersönliche Sprache, sondern direkte Ansprache

Sprich deine Leser immer direkt an. Die unpersönliche Ansprache mit „man“ wirkt tatsächlich unpersönlich. Der Leser fühlt sich direkt angesprochen, wenn du ihn mit „Du/Sie“ ansprichst. Es wirkt, als hättest du den Text nur für ihn/sie geschrieben.

Tipp 6: Gib deinem Text eine klare Struktur

Eine gute und übersichtliche Struktur, die einem roten Faden folgt, erleichtert es dem Leser, die gewünschten Informationen zu finden. Dazu gehören klare und aussagekräftige Überschriften, Listen und sinnvoll gegliederte Absätze.
Übrigens ist eine klare Struktur auch für die Suchmaschinen essentiell wichtig. Das Setzen von H1, H2, H3 etc. Überschriften ist Standard für ein gutes SEO.
Ein roter Faden im Text bindet deine Leser. Im Idealfall wollen sie nicht mehr aufhören zu lesen, was bei längeren Texten natürlich perfekt ist.

Nun, mit diesen Tipps wirst du garantiert Texte mit Mehrwert für deine Leser schreiben.

Hier findest du den richtigen Text für deine geschäftlichen Weihnachtsgrüße

Plötzlich ist wieder Weihnachten. Alle Jahre wieder sitzen wir vor den Weihnachtskarten für unsere Kunden, Geschäftspartner und Lieferanten und grübeln über den richtigen, den passenden Text für die Weihnachtsgrüße. Schwierig, denn man zu Weihnachten sollte der Grußtext einerseits die persönliche Note haben, andererseits aber nicht zu aufdringlich sein. Er sollte einen ehrlichen Dank und Wertschätzung zeigen, aber nicht „schleimen“.

Wir haben uns im Netz umgeschaut und viele tolle Seiten entdeckt, die wunderbare Texte, Sprüche und Zitate bieten. Natürlich sollen diese Texte dir nur eine Inspiration sein, denn der ganz persönliche Text ist das Beste, was du Kunden, Geschäftspartnern und Lieferanten bieten kannst.

Quellen der Inspiration

Die Druckerei „Die Kartenmacherei“ bieten dir gleich eine ganze Liste von deutschen und englischen Textvorschlägen.

Nicht ganz so kreativ, aber dennoch passend sind die Texte, die du bei weihnachtssprüche.eu  findest.

Bei Rosemood findest du ganz viele Zitate – von den klassischen bis zu originellen und inspirierenden.

Bei weihnachtsgedichte-sprueche.net und bei talu.de werden passende Zitate in einem individuellen Text aufgegriffen und verarbeitet. Finde ich eine gute Idee.

Und auch im RAAB Verlag Magazin findest du viele nette Anregungen.

Eigene Texte

Als Textagentur sind wir natürlich auch selbst in der Lage, individuelle Texte für Weihnachtsgrüße zu formulieren. Hier ein Beispiel, dass wir für unsere Kunden, eine Druckerei, getextet haben:

Es wird still in der Druckerei,
so schnell ist die Adventszeit vorbei.
Unsere Druckmaschinen werden nun abgeschaltet,
die Halle ist weihnachtlich gestaltet.
Die Maschinen hören auf zu knattern,
die Blätter werden nicht weiter flattern.
Denn nun beginnt die Weihnachtszeit,
und alle Kollegen sind bereit.
Wir freuen uns auf die Weihnachtstage,
auf Ruhe und Entspannung, keine Frage.
Zeit für uns, sich bedanken,
bei Kunden, Partnern und Lieferanten.
Wir wünschen Ihnen ein frohes Fest,
und fürs kommende Jahr, all the best.

Und zum Abschluss unser persönlicher Lieblingstext zu Weihnachten:

Es wird Weihnachten
vergessen wir den Lärm der Welt.
Es ist an der Zeit
wieder einmal Ruhe zu gewinnen,
Kraft zu schöpfen und sensibel zu werden
für die scheinbar kleinen Dinge ,
die uns nachdenklich machen.

(aus SPRUCHZEIT von Josè Flume und Heide Huchel)

Was auch immer du deinen Kunden, Freunden, Partnern und Lieferanten zu Weihnachten schreibst, wir sind sicher, dass es von Herzen kommt.