Überall liest man davon. Er ist heiß begehrt. Doch kaum einer weiß so genau, was genau er eigentlich ist: Der Mehrwert.
Eigentlich handelt es sich beim Begriff Mehrwert um einen wirtschaftlichen Begriff. Denn es ist der Zuwachs an Wert, der durch ein Unternehmen erarbeitet wird (Definition Duden). Andere verstehen unter Mehrwert „die Differenz zwischen den Kosten für eingekaufte Materialien und dem letztendlichen Verkaufspreis des fertigen Produktes.“

In einem Online-Wirtschaftslexikon habe ich folgende Definition gefunden:
„Der Begriff Mehrwert bezeichnet jedoch auch Merkmale, die ein Produkt oder eine Dienstleistung von einem oder einer anderen unterscheiden und dadurch einen Wert für den Verbraucher schaffen. Mehrwert ist die Verbraucherwahrnehmung dessen, was ein Produkt oder eine Dienstleistung attraktiver als andere und einen höheren Preis wert macht“.

Hiermit sind wir auf dem richtigen Weg. Es geht um „die Verbraucherwahrnehmung dessen, was ein Produkt oder eine Dienstleistung attraktiver als andere und einen höheren Preis wert macht“. Es bietet einen zusätzlichen Nutzen oder Gewinn.

Das kann man auf einen Text übertragen. Ein Text – egal, ob in einer Broschüre, auf einer Webseite, in einem Blog, ob bei Facebook oder Twitter – hat dann einen Mehrwert, wenn er einen Zusatznutzen schafft, wenn er attraktiver ist als andere Texte. Texte mit dann attraktiv, wenn sie nicht nur Blabla und Sätze ohne überflüssige Wörter und Phrasen beinhalten (wie viele Werbetexte), sondern einen Nutzen.
Wenn der Leser das Gefühl hat: „Wow! Das war echt gut! So hilfreich und interessant!“, dann hat ein Text einen Mehrwert.

Warum Mehrwert in Texten so wichtig ist

Wir haben durch das Internet, durch mobile Apps und die sozialen Medien einen totalen Informations-Überfluss. Überall werden die Nutzer, die Konsumenten, die Kunden mit Bilder, Texten und Videos bombardiert. Vieles davon ist die Zeit fürs Lesen nicht wert. Der Leser, Konsument, Kunde hat gelernt, zu selektieren. Denn bei der knappen Zeit und der Maße an Informationen werden nur noch die Texte gelesen, die es wert sind – eben einen Mehrwert, einen Nutzen bieten.

Was kann ein Mehrwert sein?

Mehrwert – also Zusatznutzen – höchst individuell. Jeder versteht etwas anderes darunter. Für den einen hat ein Text einen Mehrwert, wenn er unterhaltsam ist. Für anderen muss der Text eine bisher nicht bekannte Information bieten, oder eine Lösung für ein Problem oder einen Tipp. Ein gutes Rezept zum Beispiel.

Warum du Texte mit Mehrwert verfassen und veröffentlichen solltest

Eines ist klar: Wenn die Leser (Kunden, Konsumenten, Nutzer) nach Texten mit einem Mehrwert suchen, dann bleiben sie bei denjenigen Autoren / Publishern / Quellen von Texten mit Mehrwert hängen. Ja, sie sind sogar dankbar, denn sie bekommen einen Zusatznutzen geschenkt.
Du hast dann die einmalige Chance, sie als Leser zu binden und von deiner Kompetenz und Qualifikation zu überzeugen. Vielleicht wird aus dem Leser dann ein Interessent oder Kunde. So funktioniert übrigens ein Blog.

6 Tipps für Mehrwert

Wir wissen also jetzt, dass Leser (Kunden, Konsumenten, Nutzer) nach Texten mit einem Mehrwert suchen, ja danach gieren. Allerdings ist der Mehrwert sehr individuell.

Tipp 1: Finde heraus, welche Mehrwerte deine Zielkunden wünschen, was ihnen einen Zusatznutzen bringt.
Danach ist noch wichtig zu wissen, in welchem Format der Leser die Texte mit Mehrwert konsumieren möchte: Artikel, Blogbeitrag, Posting bei Facebook, E-Book, Whitepaper, egal?

Tipp 2: Finde heraus, in welchem Format der Leser die Texte mit Mehrwert konsumieren möchte.

Dann beginne, Texte mit Mehrwert zu verfassen.

Werde zum Ratgeber und Experten

Tipp 3: Werde zum Ratgeber und mach die zum Problemlöser

Stell dir vor, es fragt dich jemand auf einer Party um einen Rat, weil du auf einem bestimmten Themengebiet ein Experte bist. Beginne in dieser Rolle zu schreiben. Der einzige Unterschied zum direkten Gespräch ist, dass du auch die Fragen stellst (oder die Problemstellung vorgibst) und dass du dich an viele Ratsuchende wendest.
Pack deine besten Tipps und Tricks in Ratgeberartikel. Gib dem Leser einen Teil deines Wissens weiter. Gib ihm Checklisten und Links an die Hand. Er wird dann schnell erkennen, dass du der Experte und Löser für sein Problem bist.
Auch, wenn der Mehrwert deines Textes z. B. eine wertvolle Zusatzinformation sein soll, bringt der Text weiteren Mehrwert, wenn er gut und leicht lesbar ist. Gute Lesbarkeit hängt von verschiedenen sprachlichen Elementen und einer klaren Struktur ab. Hierzu einige Tipps.

Tipp 4: Wenig Füllwörter, Modalverben, Passivsätze

Zu viele Füllwörter (jedoch, auch, eigentlich, sozusagen) blähen deinen Text auf, liefern aber selten eine Informationen. Lediglich als Stilmittel können sie gezielt eingesetzt werden. Lies dazu auch unseren früheren Blogbeitrag. Auch Modelverben wie dürfen, können, mögen, müssen, sollen und wollen solltest du nur wenig einsetzen. Modalverben vermitteln dem Leser den Anschein einer Unverbindlichkeit.

Tipp 5: Keine Unpersönliche Sprache, sondern direkte Ansprache

Sprich deine Leser immer direkt an. Die unpersönliche Ansprache mit „man“ wirkt tatsächlich unpersönlich. Der Leser fühlt sich direkt angesprochen, wenn du ihn mit „Du/Sie“ ansprichst. Es wirkt, als hättest du den Text nur für ihn/sie geschrieben.

Tipp 6: Gib deinem Text eine klare Struktur

Eine gute und übersichtliche Struktur, die einem roten Faden folgt, erleichtert es dem Leser, die gewünschten Informationen zu finden. Dazu gehören klare und aussagekräftige Überschriften, Listen und sinnvoll gegliederte Absätze.
Übrigens ist eine klare Struktur auch für die Suchmaschinen essentiell wichtig. Das Setzen von H1, H2, H3 etc. Überschriften ist Standard für ein gutes SEO.
Ein roter Faden im Text bindet deine Leser. Im Idealfall wollen sie nicht mehr aufhören zu lesen, was bei längeren Texten natürlich perfekt ist.

Nun, mit diesen Tipps wirst du garantiert Texte mit Mehrwert für deine Leser schreiben.

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