Warum Social Media wichtig ist

Warum Social Media keine Kunden in den Laden holen

Die Wahrheit? Kunden kommen nicht durch ein paar Postings in den Sozialen Medien (eng. Social Media) in deinen Laden! Nun könntest du dich fragen, wieso wir dennoch darauf beharren, dass es super wichtig ist, dass du in den Sozialen Medien Präsenz zeigst, wenn es doch nichts bringt?

Nun ja, genau das wollen wir mit diesem Blogbeitrag erklären, denn leider passiert es immer wieder, dass Social-Media-Agenturen mit dem Vorwurf konfrontiert werden: „Nun bezahle ich Sie schon so lange und noch immer sind nicht mehr Kunden bei uns / ist unser Umsatz nicht signifikant gestiegen.“

HINWEIS: Wir nutzen der Einfachheit halber nur den Begriff „Follower“ und meinen damit die verschiedenen Bezeichnungen Fans, Follower oder Abonnenten der unterschiedlichen Plattformen.

Zunächst möchten wir daher aufzeigen, WAS Social Media überhaupt kann:

  1. Social Media spricht deine Kunden persönlich an, obwohl sie sich gerade gar nicht im Laden befinden.
  2. Über Social Media kannst du mit deinen Kunden kommunizieren – auch neben den Öffnungszeiten (Kundenbindung findet heutzutage über die Social-Media-Kanäle statt!).
  3. Social Media kann auf Neuerungen, Aktionen und Rabatte hinweisen, über Status-Updates und Stories.
  4. Via Social Media informieren sich heutzutage neue Kunden, bevor sie in den Laden kommen.

Ein kleiner Profi-Tipp: Die Kommunikation und Werbung via Social-Media-Kanälen ist im Vergleich zu Print- und anderen Onlinemedien wirklich preiswert.

Mittlerweile ist es so, dass Social-Media-Kanäle nicht nur für die Vernetzung von Freunden und Bekannten genutzt werden, es wird ebenso häufig zur Informationsbeschaffung und Meinungsbildung über ein Unternehmen genutzt.

Und es geht auch umgekehrt, denn wenn einmal eine gute Community aufgebaut ist, dann kann das Unternehmen (in vielen Branchen) auch von seinen Followern profitieren. Durch Umfragen und interaktive Fragestunden kannst du heraus finden, was genau DEIN Kunde wünscht und will. So kann das Angebot angepasst oder beworben werden. Eben „am Puls der Kundenwünsche“.

Zunächst ist es aber daher super wichtig, einen guten Grundstamm an Followern zu bekommen!

Und das kostet Zeit und – du ahnst es schon – Geld. Denn irgendwie muss man ja an die Leute herankommen. Natürlich hilft es schon einmal, wenn du alle deine Freunde und Bekannten bittest, deine Seite zu liken oder deinem Profil zu folgen. Und wenn diese dann ebenfalls noch ihre Freunde und Bekannte bitten, dann bekommst du schon ein paar Follower. Doch das wird noch nicht die Masse ergeben.

Um an fremde Follower (=potenzielle neue Kunden) heranzukommen, kann man die Strategie fahren, dass man sich jeden einzelnen davon mühsam erarbeitet. Das geht durch kontinuierliche Postings, das Experimentieren mit Hashtags und viel Ausprobieren, was am besten funktioniert. Diese Methode wird von vielen Neulingen im Social-Media-Bereich gewählt, weil sie günstig ist. Doch hier braucht es einen wiiiiirklich langen Atem, denn bis man einen guten Follower Stamm beisammen hat, können mehrere Monate (bis Jahre, je nach Branche) vergehen. Und hier ist es meistens dann so, dass nach 6 Monaten die oben erwähnte Frage gestellt wird.

Die zweite Möglichkeit lautet „Werbung Werbung Werbung“ (schalten). Das kostet ein paar Euro, ist aber ziemlich effizient und man erreicht schnell einen guten Follower-Stamm. Und erst wenn der da ist, kann das richtige Kommunizieren und Interagieren mit seinen Followern losgehen. Denn es ist logisch wie nachvollziehbar, dass nicht jeder Follower auf alles reagiert, was man postet (indem er liked, teilt und kommentiert) und alles beantwortet (stellt man seinen Followern Fragen).

Nun weißt du schon einmal, dass Social Media wirklich Arbeit bedeutet 😊.

Jetzt möchte ich noch kurz auf das Thema Werbung eingehen.

Das Tolle an der Werbung in den Sozialen Medien ist, dass man total zielgruppenspezifisch die Werbung schalten kann. Sprich: Anders als in einer Zeitung oder einfach so online kann man tatsächlich genau den Personen sein Unternehmen vorstellen, die man auch ansprechen möchte. Man verschleudert so wirklich wenig Geld für weitgestreute Werbung, sondern investiert nur das, was man auch investieren muss.

Beispiel? Die BH Werbung wird keinen Männern angezeigt und das Bodyspray keinen Frauen, Windelwerbung bekommen keine 14-Jährigen und 80-Jährige keine Werbung für die neuesten Klamotten-Trends. Prinzip ist klar, richtig? 😉

Nun stellen wir uns mal vor, wir haben tolle Social-Media-Kanäle und einen ordentlichen Follower-Stamm.

Dann gehts los: Nun ist es wichtig, qualitative Postings zu veröffentlichen, regelmäßig, aber nicht übertrieben oft. Denn die Kunden sollen ja noch reagieren können, nicht genervt sein und interessiert bleiben. Und um Letzteres zu erreichen, sollten die Postings wertvoll für die Kunden sein. Nicht immer wieder das gleiche Bild beispielsweise und bloß nicht nur Angebote. Stichwort „MEHRWERT“!

Ich möchte einmal ein Beispiel aus unserem Kundenstamm nehmen: Es geht um ein Küchenstudio, das auch gerade dabei ist, einen Social-Media-Kanal aufzubauen. Hier finden sich derzeit tolle Bilder von Küchen, die den Followern Inspiration für eigene Küchenprojekte bieten, im Feed. Sei es für eine ganz neue Küche oder auch nur für eine einzelne Renovierung. Auch werden hier Rezepte gepostet. Natürlich gibt es auch immer wieder Angebote des Küchenstudios dort zu sehen. Aber der Mix macht die Qualität aus.
Und auch, wenn sich der Kunde für den mühsamen Weg der Follower-Gewinnung entschieden hat, haben wir schon jetzt einige Follower, die regelmäßig reagieren – über Kommentare, die Likes oder Personen verlinken. Und so kommen wir mit und mit in die Interaktion mit den (neuen und alten) Kunden.

Doch was nützt dir nun das alles für deinen Laden?

Das ist leicht zu beantworten, mit einer Frage: Wenn du jemanden schon kennst und weißt, er kann dir genau das liefern und bieten, was du brauchst. Dann würdest du dich doch immer an diese Person wenden, wenn du seine Hilfe benötigst, richtig?

Und genau so ist das mit den Social-Media-Kanälen und dem Geschäft: Die Follower lernen den Laden via Social Media bequem „von der Couch“ aus und fernab von Öffnungszeiten kennen, sie können sich informieren und über eine ganze Weile hinweg Angebote und Aktionen verfolgen. Das baut eine Beziehung auf, schafft Vertrauen und so findet dein Laden schließlich im Bewusstsein des Followers seinen Platz.

In unserem Kundenbeispiel ist es so, dass – wenn nun ein Küchenkauf bei einem Follower ansteht, dieser sicherlich an unseren Kunden denken wird und dem Laden einen Besuch abstatten wird.
Doch ein Hinweis: Kunden, die in einen Laden kommen, erzählen nicht unbedingt, woher sie den Laden kennen. Daher erfahrt ihr als Inhaber nicht zwangsläufig, dass der Follower in den Sozialen Medien inspiriert wurde.

Und so holt Social Media dann irgendwie doch die Kunden in den Laden. Aber eben nur irgendwie…

Wie die Profis so schön sagen: Social Media ist ein Marathon, kein Sprint! (Und wir wissen, dass es zudem noch ein echter Zeitfresser und kein Job für Nebenher ist.)

 

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