Wie teuer darf ein Text sein?

Gute Texte werden überall gebraucht: auf Flyern und in Broschüren und Büchern, auf Webseiten, Social Media oder in Zeitschriften und Blogs. Nicht immer kann man als Unternehmer auch in Worte fassen, was man vermitteln will – oder zumindest nicht in SEO-optimierte und werblich einwandfreie Texte umsetzen. Dafür braucht man Hilfe, Dienstleister, die darauf spezialisiert sind, mit Worten die Firmenidee oder die Einzigartigkeit eines Produktes zum Leben zu erwecken. Doch wie viel ist ein guter Text wert? Oder besser gesagt: Was darf ein Text kosten?

Mehr als aneinander gereihte Worte

Heutzutage ist ein Text nicht nur ein gut formuliertes Stück Schreibwerk. In Zeiten der Online-Veröffentlichungen wird von einem Texter weitaus mehr verlangt. Der Text soll nicht nur den Sinn erfassen und gut geschrieben sein, er muss je nach Verwendungszweck SEO-optimiert sein, emotional aufgeladen oder extrem reduziert aber trotzdem aussagekräftig sein. Eine „gute Schreibe“ reicht längst nicht mehr. Journalistisches Können muss durch Marketingkenntnisse und Online-Expertise ergänzt werden. Da die Aufmerksamkeitsspanne der „Zwischendurch-Leser“ gering und der zur Verfügung stehende Platz für einen Text auf einem Handy-Display winzig ist, müssen Texte teasen, durch Eyecatcher-Bilder unterstützt werden und mitten im Herz der Zielgruppe zünden. Kreativität, Originalität und Echtheit sind gefragt. Und die für Online-Medien notwendige Kürze bedingt ein Auspressen des Textes bis hin zum letzten Tröpfchen inhaltlicher Essenz. Dabei muss der Text aber natürlich weiterhin dem Leser und den Suchmaschinen einen brauchbaren Mehrwert bieten können.

Vorher und nachher zählen mit

Die Kunden nehmen all diese Überlegungen oft nicht wahr und bewerten nur das Endprodukt. All die wichtigen Vor- und Nacharbeiten sind ihnen meist gar nicht bewusst. Ein paar Worte zu schreiben kann doch schließlich keine Stunden dauern! Ganz im Gegenteil: Die Entwicklung eines Textes, der alle Anforderungen der Online-Welt erfüllt, ist zwar kein Hexenwerk, aber zeitaufwendig und harte Arbeit. Und dementsprechend sollte er auch vergütet werden. Hier ein Beispiel: Ein Blog-Artikel umfasst meist ca. 400 bis 500 Wörter – mit Vorarbeit, Recherche und Korrekturen ist ein erfahrener Schreiber mindestens 2 bis 3 Stunden konzentriert damit beschäftigt. Korrekturschleifen des Kunden noch nicht mal mit eingerechnet.

Auch bei einem Newsletter oder einem PR-Text fallen ähnliche Zeiten an. Bei einem üblichen Stundensatz zwischen 50 und 100 Euro ergibt sich also ein Preis von 100 bis 300 Euro für die einmalige Dienstleistung. Berücksichtigt man die damit verbundene Expertise und kreative Leistung und vergleicht den Stundensatz mit anderen Branchen, sollte einem das ein guter Text wert sein, oder?

 

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