Eigentlich kennt man sie nur bei den Politikern. Nullwörter, Füllwörter, Flick-, Un- oder Blähwörter und Sätze ohne Aussage. Mit Floskeln, Reden um den Brei und Sätzen ohne irgend einen Mehrwert kämpfen sie sich durchs Leben. Aber mal ehrlich: Nutzten Sie nicht auch manchmal solche Wörter wie „Im Prinzip, sozusagen, anscheinend, voraussichtlich, außerdem, bestenfalls, …“?

In der PR und Werbung sind diese Nullwörter nicht unüblich. Doch sie sind eigentlich verpöhnt und sogar verboten. Denn Journalisten können mit „cirka, etwa, sozusagen, voraussichtlich“ nichts anfangen. Ebenso sind Steigerungen und Superlative verboten. Beste, schnellste, wichtigste etc. Es sei denn, man kann diesen Superlativ beweisen.

Die Textakademie hat mal wieder einen grandiosen Textertipp veröffentlicht, der sich mit Nullwörtern und Sätzen ohne Aussage beschäftigt.

Darin wird erklärt, welchen Schaden die Nullwörter anrichten können und wie man sie richtig entfernt.
Aber Achtung: Nicht alle füllenden Wörter sind unwichtig.
Einige Worte wie aber oder doch stellen Gegensätze oder Abhängigkeiten dar. Sie verbinden Sätze oder verleihen ihnen eine bestimmte Intonation. Zwei Beispiele:

„Ich habe dir das doch schon gestern gesagt.“ Ohne Füllwort: „Ich habe dir das gestern gesagt“ – hört sich anders an, oder?
„Er ist nicht zufrieden, aber glücklich.“ Dieser Satz geht ohne „aber“ gar nicht. Es müssten dann zwei Sätze sein. „Er ist nicht zufrieden, er ist glücklich.“ Auch das hört sich anders an als es gemeint ist.

Eine Liste mit Füllwörtern finden Sie hier. Hier gibt es auch schöne Beispiele, wann Füllwörter notwendig sind.

Ich würde mich gegebenenfalls freuen, wenn Sie sich unter Umständen dazu entscheiden könnten, einen Kommentar mit Beispielen solcher Wörter und Ihren Erfahrungen abzugeben. Danke.

Foto: pixabay.com / geralt / CC0 Public Domain

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