Warum Pressearbeit für die Kaufentscheidung wichtig ist

Sicher kennst du den Spruch „Was in der Zeitung steht, ist wahr“. Nun, meine Journalisten-Kollegen mögen es mir verzeihen, aber ganz so stimmt das heute nicht, z. B. bei den Medien der Gattung „Yellow Press“. Das wissen wir leider. Aber seriöse Medien legen großen Wert auf wahrheitsgemäße Berichterstattung, auch wenn sie hin und wieder als „Lügenpresse“ bezeichnet werden.

In den Köpfen der Menschen hat sich der Grundsatz aber so tief verankert, dass man heute wichtige Entscheidungen trifft, weil die Zeitung dieses und jenes in einem Bericht empfiehlt oder darüber berichtet. Ganz besonders deutlich wird dies bei den sog. Test-Magazinen, die Produkte testen und Bewertungen abgeben.

In der Pressearbeit (fälschlicherweise auch PR genannt, aber das ist ein anderes Thema) versuchen wir, Artikel, Interviews, Meldungen und sonstige Texte journalistisch interessant aufbereitet an die Medien heranzutragen mit dem Ziel, dass diese sie veröffentlichen oder zumindest sich dafür interessieren. Das ist heute um ein vielfaches schwieriger als noch vor 10 Jahren, weil die Menge an Texten (gute gleichwie schlechte) enorm zugenommen hat und die Redakteure und Redakteurinnen regelrecht überflutet werden mit Angeboten von PR-Agenturen. Sie filtern rigoros aus. Schafft man es dann in die Zeitung oder das Magazin, kommt obiger Einleitungssatz oft zum Tragen.

Pressearbeit ist wichtig für die Kaufentscheidung innerhalb der Customer Journey

Wir wissen, dass sich Kunden in der Regel durch verschiedene Phasen seiner Käuferreise bis zum Kauf bewegt. In diesen Phasen kommt er in Kontakt mit Informationen, mit Angeboten verschiedener Marken und Produkte. Das sind Informationen über den Nutzen und Mehrwert, Informationen anderer Nutzer (z. B. Tests und Empfehlungen), Informationen über die Qualität eines Produkts, aber auch einfach Werbung und Sonderangebote.

Presseveröffentlichungen sind hier in fast allen Phasen der Customer Journey besonders wertvoll, weil dort eben Dritte (die Redakteure) Informationen bereitstellen, die glaubhaft und authentisch sind. Das gleiche gilt übrigens für Blogbeiträge.

Liest nun ein Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens einen Bericht in einer IT-Zeitung, wie ein anderes Unternehmen mithilfe einer Software die Migration in die Cloud geschafft hat oder wie ein besonderer Backup Service die Daten eines Unternehmens gerettet hat, dann könnte ggf. hellhörig werden. Benötigt sein Unternehmen sowas auch?

Im privaten Bereich funktioniert das ähnlich: Berichtet ein Hi-Fi Magazin über einen neuen Verstärker oder testet die Chip neue Monitore, so könnte der eine oder andere Leser dadurch aktiviert werden. Der erste Impuls für Phase 1 (Bedürfnis) ist gesetzt. In den darauffolgenden Phasen kann es sogar sein, dass er weitere Magazin nach Artikel über dieses oder jenes Produkt aktiv durchforstet. Zumindest wird er aufmerksamer, wenn er nun auf diesen Verstärker oder Monitor stößt. Viele lesen z.B. Rezensionen im Internet (Amazon & Co) über dieses Produkt.

Liest der gleiche Manager später in einem anderen Magazin, wie erfolgreich ein anderes Unternehmen seit der Einführung der Software ist oder findet der andere Nutzer weitere Tests und Produktvergleiche, wird er die Software bzw. den Verstärker oder Monitor in die engere Kaufauswahl stellen. Im B2B Bereich sind die weiteren Auswahlkriterien natürlich komplexer als im Consumer-Bereich. Hier geht es am Ende um den Preis, Zusatzservices etc.

Was ich sagen will ist, dass Artikel in den Medien nachhaltig die Kaufentscheidung prägen, weil sie als glaubhaft und relevant eingestuft werden.

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Erzähle deine Geschichte – warum Storytelling jetzt wichtig ist

Storytelling – das klingt erst einmal nach Kaffeeklatsch und Quatschen zwischen Tür und Angel. Nach Dingen, die momentan nicht möglich sind und die uns allen fehlen. Mit dem eigentlichen Begriff, der aus der PR-Fachsprache stammt, ist auch tatsächlich etwas ganz Ähnliches gemeint. Denn das Storytelling ist eine Methode, bei der durch den Einsatz von Geschichten Informationen vermittelt werden. Verwendet wird es vor allem im Journalismus sowie in Marketing, PR und Werbung. Reale Geschichten vermitteln dem Leser Wissen und Ideen, stellen den Vorteil von Produkten heraus oder berichten von Erfahrungen. Die Geschichte als Ausdrucksform ist spannender als ein Fachartikel und bleibt im Gedächtnis, weil sie nahbar ist. Weil Menschen eben Geschichten von anderen Menschen lieben. Und weil andere Menschen uns gerade besonders fehlen.

Wenn nicht jetzt, wann dann

Momentan richtet sich die Aufmerksamkeit aller Menschen gezwungenermaßen stärker auf Digitales. Und gleichzeitig haben die Menschen mehr Zeit und Langeweile. Ein idealer Zeitpunkt also, um Gehör für Geschichten zu finden. Viele Unternehmen könnten davon profitieren, indem sie ihre Geschichten erzählen. Vor allem, wenn sie positiv und ermutigend sind und zeigen wie kreativ, lösungsorientiert und ausdauernd das Team ist. Denn jede gute Geschichte braucht einen Helden – und gerade sind viele Menschen (auch Unternehmer) gezwungen, zu Helden zu werden. Außerdem braucht jede gute Geschichte einen Konflikt, einen Kampf – und gerade jetzt kämpfen vor allem auch Unternehmer und ihre Mitarbeiter ums Überleben.

Viral im positiven Sinne

In den sozialen Medien gibt es zahlreiche Beispiele dafür, wie Geschichten viral gehen, weil sie menschlich und ergreifend sind. Vor allem, wenn die Zutaten für ein gutes Storytelling stimmen. Der Aufbau ist dabei immer gleich und wird oft unbewusst richtig gestaltet.

  1. Es gibt einen oder mehrere Protagonisten. Bei besonders erfolgreichen Geschichten ist dieser Held bescheiden, er zeigt sich nahbar und menschlich.
  2. Dieser Held hat ein Problem. Aber er hat auch ein Zaubermittel, zum Beispiel sein loyales Team oder seine treuen Kunden.
  3. Die Lösung, die Umgehung des Problems oder auch das Scheitern daran. Wie wird der Konflikt gelöst und was lernen wir daraus? Wichtig ist dabei absolute Ehrlichkeit. Wird die Sachlage beschönigt, kann sich das positive Image schnell ins Gegenteil drehen.

Eine gut erzählte Geschichte berichtet authentisch von menschlichen Erfolgen oder ebenso menschlichem Versagen. Allen viralen Stories ist jedoch gemeinsam, dass sie emotionalisieren und begeistern, dass sich der Leser mit der Geschichte identifiziert. In der individuellen Erkenntnis des Helden findet sich eine allgemeine Wahrheit, die der Leser erkennt. Ohne Moralpredigt, nur anhand der Geschichte. Der Protagonist durchläuft eine Entwicklung, durch welche sich tiefere Werte und Sinn offenbaren. Wir verstehen, was diesen Menschen antreibt. Dann werden die Geschichten freiwillig verbreitet. Schafft die Story es, Solidarität, Mitleid oder Freude beim Leser zu erzeugen, bleibt sie darüber hinaus besser im Gedächtnis. Und im besten Fall verknüpft der Leser von nun an das Unternehmen mit etwas Positivem. Eine bessere und ehrlichere Werbung gibt es nicht.

Fast alles kann eine gute Geschichte sein

Dramatische Geschichten haben es dabei natürlich leicht. Schon die Besonderheit der Situation macht einen Großteil der Spannung aus. Aber oft sind es gerade die kleinen Geschichten mit den „normalen“ Helden des Alltags, die es uns angetan haben. Denn so fällt die Identifikation viel leichter. Gibt es also eine Geschichte in deiner Firma, die es wert ist, erzählt zu werden, dann erzähle sie. Im schlechtesten Fall wird sie nicht wirklich wahrgenommen und du hast einfach nur erfolgreich für eine Dokumentation der Firmengeschichte gesorgt. Im besten Fall verpasst du deinem Unternehmen damit einen Imageschub nach oben.

Eine Geschichte, die vor wenigen Wochen extrem viral gegangen ist, ist der Appell des Bäckers Bosselmann, der seine Kunden aufgerufen hat, die Bäckereien weiterhin zu unterstützen. Der Appell ist extrem emotional und der Bäcker selbst wirkt extrem authentisch und verletzlich…sehr gut.

Menschen lieben gute Geschichten seit Jahrtausenden, sonst gäbe es keine Höhlenmalereien oder Märchen und Sagen. In so besonderen Zeiten wie diesen schreibt das Leben gerade besonders viele davon. Wir müssen jeden Tag Entscheidungen treffen, die bedeutsam sind. Erzählt davon. Ganz nach dem Motto: „In a world, where you can be anything, be kind.“

Um euch noch ein bisschen mehr zu animieren, haben wir noch ein Geschenk für euch. Wir verlosen auf unserer Facebook-Seite das Buch „Storytelling für Unternehmen“ von Miriam Rupp. Wir drücken euch die Daumen.

Wie man einen guten Ratgeber schreibt

Ratgeber gibt es wie Sand am Meer. Aber längst nicht alle sind wirklich hilfreich, gut strukturiert oder enthalten relevante Infos. In Zeiten einer Krise, die Kommunikation auf digitale Kanäle schrumpfen lässt, können Ratgeber ein wunderbares Instrument sein, Kunden zu binden oder deine Bekanntheit zu steigern und so drohenden Einbußen wenigstens ein bisschen entgegenzuwirken. Aber wie schreibt man einen guten Ratgeber-Text? Was muss er enthalten? Wie sollte er aufgebaut sein und wo kann ich ihn veröffentlichen? Hier ein paar Tipps.

Beliebte Sparte

Ratgeber gehören zu den am meisten gelesenen Social Media Inhalten und sind auch im Buchhandel ganz vorne. Bietet dein Ratgeber dem Leser tatsächlich einen Mehrwert, wird dein Beitrag geteilt und macht so ganz schnell die Runde.

Expertenwissen ist gefragt

Am Erfolg zeigt sich meist auch, ob dein Ratgeber wirklich etwas taugt. Damit sind wir auch schon bei Punkt 1 der wichtigsten Regeln für deinen Ratgeber: Du musst wirklich etwas von der Sache verstehen. Nur wenn du wirklich ein Experte bist – und als solcher auch sichtbar ausgewiesen – kannst du sinnvoll beraten. Wenn du das Problem deines Lesers selbst erfolgreich gelöst hast, kannst du deine Erfahrung weitergeben. Dann wird deine Lösung auch beim User funktionieren und das wird er begeistert weitergeben. Ob es sich dabei um Praxistipps, ein umfangreiches Tutorial oder auch nur Vergleiche oder Bewertungen handelt, ist erst mal unwichtig. Hilfreich muss es sein!

Klare Überschriften

Die zweite wichtige Regel betrifft den Aufbau deines Ratgebers. Das Thema muss in der Überschrift klar erkennbar sein. Auch in den Subheadlines und Kapiteln sollte sofort erkennbar sein, um was es geht. Eine kurze Beschreibung des Nutzens in der Einleitung macht ebenso Sinn. So springen User nicht gleich ab und lesen weiter, weil sie den Nutzen sofort erkennen.

Die Sprache muss zum Leser passen

Textlich sollte man den goldenen Mittelweg finden. Die Sprache darf nicht zu einfach sein, dann fühlt sich der Leser unterfordert oder schlimmer gekränkt. Verwendet man hingegen, in der Absicht kompetent zu wirken, zu viele Fremdwörter oder Fachtermini, dann schaltet der User vielleicht ab, weil das Lesen keinen Spaß macht. Wenn man seine Zielgruppe kennt, sollte man das Sprachniveau dementsprechend anpassen.

Praktisch bleiben

Schreibt man über die Lösung eines Problems, macht es Sinn, Beispiele aus der Praxis anzufügen. Damit unterstreicht man seine Kenntnis und zeigt, dass man wirklich Erfahrung hat.

Keine Werbung

Was bei einem Ratgeber nichts verloren hat, sind Werbung oder Überzeugungsversuche. Hat der Leser das Gefühl, jemand will ihm etwas verkaufen, nimmt er den Ratgeber nicht ernst.

Gut strukturieren

Auch der Aufbau sollte gut strukturiert und dem Leser vertraut sein. Headline, eine Checkliste und Tipp-Boxen sind Elemente, die allgemein bekannt sind und einen erwünschten, seriösen Wiedererkennungswert darstellen.

Tipp 1

Mach dich ein bisschen mit den Regeln der Suchmaschinenoptimierung vertraut. Dein Ratgeber kann supertoll sein – das bringt dir nichts, wenn niemand ihn findet. 😊

Tipp 2

Je populärer dein Thema ist, desto größer sind die Chancen auf Erfolg. Aber auch Nischenthemen können erfolgreich sein, wenn es ansonsten keine Ratgeber dazu gibt. Ist dein Thema allerdings zu ungewöhnlich, erwarte nicht, dass sich plötzlich Millionen Menschen dafür interessieren.

 

 

Was bringt Pressearbeit wirklich?

Wir lieben Texte – und das mit Leib und Seele. Deshalb freuen wir uns auch immer, wenn wir Beispiele dafür finden, wie einfach und erfolgreich gute Pressearbeit sein kann. Denn immer wieder zeigt sich, wie viel gute Pressearbeit wirklich bringt. Von wegen obsolet – eher informativ und seriös am Puls der Zeit. Trotz oder gerade wegen aller neuen Kanäle und Medien. Innerhalb der Flut von Halbwahrheiten und Nonsens scheinen die Nutzer geradezu nach authentischem, informativem Inhalt von Experten zu lechzen. Bestes Beispiel ist momentan wohl die Pressearbeit des Kreises Heinsberg, die zu Recht hoch gelobt wird und sicher auch nach überstandener Krise ganz Deutschland positiv in Erinnerung bleiben wird.

Alles kann interessant sein

Aber auch im ganz normalen Tagesgeschäft bewirkt gezielte Pressearbeit immer wieder Erfolg. Ob man dabei von der Schokoladen-Sommelière und ihren tollen Erfahrungen inklusive gestiegenem Umsatz liest, oder vom Experten, der dank der veränderten Pressearbeit nun als solcher gebucht wird. Entgegen der Meinung, dass Pressearbeit etwas für außergewöhnliche Menschen sei, ist eben im richtigen Zusammenhang und dem richtigen Medium alles interessant. Wichtig ist nur, zu wissen, wie und wo man ansetzt.

Gesehen werden

Nur wer sichtbar ist, kann gesehen werden. Klingt wie eine dämliche Tautologie, ist aber eine Tatsache, die man berücksichtigen sollte. Bin ich nirgendwo mit meiner Expertise vertreten, nimmt mich niemand als Experte wahr. Auch aus eigener Erfahrung können wir sagen, wie wertvoll das ist. Eine Veröffentlichung in der Presse reicht dabei manchmal schon aus, um etwas zu verändern. Ein Kunde von uns wurde zum Beispiel aufgrund einer solchen von einem großen Hersteller von Unterhaltungselektronik und Elektrogeräten kontaktiert und um einen Termin auf der IFA in Berlin 2018 gebeten. Zahlreiche weitere Kunden haben nachweislich direkt nach einer Veröffentlichung in Fachmagazinen neue Anfragen und Aufträge erhalten. Tagtäglich sehen wir aufgrund unseres Kundenfeedbacks, was Sichtbarkeit in der Presse ausmacht.

Glaubwürdigkeit gewinnen

Klassische Werbung kann potenzielle Kunden zwar auf ein Produkt oder eine Dienstleistung aufmerksam machen, sie aber nur schwer von der Qualität überzeugen. Ein Artikel in der Presse transportiert hier viel umfassendere Informationen und vermittelt wesentlich mehr Glaubwürdigkeit als eine Anzeige.
Als Experte kannst du Stellung zu einem dir vertrauten fachlichen Thema beziehen und somit die Glaubwürdigkeit bei deiner Zielgruppen erhöhen. Und je höher deine Glaubwürdigkeit, desto größer das Vertrauen in deine Marke oder dein Unternehmen. Ein Faktor, der bei der Kaufentscheidung eine große Rolle spielt.

Glaubwürdigkeit spielt aber nicht nur beim Kunden eine wichtige Rolle. Auch die Presse sucht permanent nach „echten“ Experten, die wirklich etwas zu sagen haben und nicht nur durch „Bla Bla“ in die Medien wollen. Expertise, Kompetenz und Verlässlichkeit sind heute Tugenden, die von Journalisten sehr geschätzt werden. Durch die Pressearbeit baust du einen Kontakt zu Redakteuren auf und kannst im besten Fall eine lange währende „Partnerschaft“ erzeugen. Und das ist in der heutigen Zeit Gold wert.

Einfach mal loslegen

Referenzen sind nach wie vor ein entscheidendes Standbein, auf dem Expertise ruht. Hat man gute Referenzen, kann man diese im Sinne der Pressearbeit nutzen, zum Beispiel mit Success Stories. Aufbereitet und in Form gebracht, leisten sie unverzichtbare Dienste im Vertrieb, als Anwenderbericht finden sie oft auch den Weg in die Presse. Mehr dazu könnt ihr übrigens auch in unserem Blog zu diesem Thema lesen. Und dann? Einfach mal loslegen – besser als gar nicht gesehen zu werden, oder?

Übrigens: Ob nun selbst gemacht oder durch eine Agentur umgesetzt, Pressearbeit ist in der Summe immer günstiger als Werbung.

Freiberufler werden ist nicht schwer – bekannt zu werden dagegen sehr

Allein in Deutschland gibt es über eine Million Freiberufler. Menschen, die ihr Wissen und ihre Expertise verkaufen möchten. Doch das ist manchmal gar nicht so leicht. Denn erst einmal muss die Welt von dieser Expertise erfahren. Wie wird man als Experte von potenziellen Kunden gefunden? Wie betreibe ich funktionierende PR für mich und mein Kompetenzgebiet?

Diesen Fragen widmet sich ein neu erschienenes Buch aus dem Gabal Verlag, zu dem ich einen Gastbeitrag beisteuern durfte. Unter dem Titel „PR für Freiberufler“ von Daniel Fitzke findet man äußerst lesenswerte Grundlagen, Herausforderungen, Stolpersteine und natürlich Methoden und Vorgehensweisen für die Eigen-PR.

PR ist nicht gleich Werbung

Wer dabei jedoch an Werbung denkt, ist schief gewickelt. Denn „PR ist kompetenzorientiert und grenzt sich damit klar von der Werbung ab. Sie überzeugt durch Inhalte, nicht durch lautstarke Verführung.  Sie bietet Interpretationsspielräume, unterliegt aber immer dem Gebot der Wahrheit und Wahrhaftigkeit. In manchen Disziplinen sind ihr klare Grenzen gesetzt. Ausreichend Spielraum für intelligente PR-Arbeit ist aber immer vorhanden. Denn der Rat von Experten ist immer gefragt“, wie uns Fitzke klarmacht.

Wozu PR?

Aber warum braucht man als Freiberufler gerade ein Buch über PR? Obwohl Freiberufler Profis in ihrem Kompetenzbereich sind, wird es immer schwerer, als Experte auch gefunden zu werden. Wie Fitzke, der über dreißig Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet vorweisen kann, beschreibt, kann hier eine gelungene und auf die Bedürfnisse zugeschnittene PR-Arbeit der entscheidende Faktor sein, um sichtbar und erfolgreich zu werden.

Wer bin ich und was kann ich?

Von der Definition des eigenen Kompetenzprofils über die Identifikation der Zielgruppe über die passende Positionierung auf dem Markt, liefert er Tipps und Vorgehensweisen für gute Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die die mediale Wahrnehmung als Profi steigern. Nach dem der Freiberufler als Kompetenzträger sich selbst und seine Kunden mit Hilfe des Buches definiert hat, lernt er, sich den unterschiedlichen Medien und Kanälen mit der passenden Strategie zu nähern.

Verschiedene Kanäle, unterschiedliche Strategien

Angefangen mit der Presse- und Medienarbeit über Online-Kommunikation und Social Media, Reden, Talks und Interviews bis hin zum eigenen Buch als Expertise, teilt Fitzke mit uns seinen gesammelten Erfahrungsschatz. Darüber hinaus zeigt er die juristischen Grenzen und Fallstricke auf, welche die PR-Arbeit betreffen, und bewahrt seine Leser damit hoffentlich vor Fehlschritten und negativen Konsequenzen. Unterstützt wird er dabei von sieben Experten auf den verschiedenen Gebieten, was das Buch letztendlich zu einer hilfreichen und unentbehrlichen Sammlung von Tipps und Tricks macht, die man unbedingt kennen sollte.

Auf Seite 125 findest du meinen Gastbeitrag zum Thema „XING für Freiberufler“.

Das Buch kostet 19,90 EUR und kann u.a. hier bestellt werden.

GEWINNSPIEL

Möchtest du ein signiertes Exemplar dieses Buches gewinnen? Dann teile uns in den Kommentaren mit, welche PR Maßnahmen für dich die erste Wahl sind. Unter allen Kommentaren verlosen wir das von Daniel Fitzke signierte Buch. Bitte vergiss nicht, deine E-Mail Adresse anzugeben (im entsprechenden Feld), sonst können wir dich nicht kontaktieren, wenn du gewonnen hast.

Das Gewinnspiel läuft von heute 4.3.2020 bis Montag, 9.3.2020 um 24.00 Uhr. Berechtigt an dem Gewinnspiel teilzunehmen, ist jede natürliche Person ab 18 Jahren, die ihren Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland hat. Der Gewinner / die Gewinnern wird per Zufall (Losverfahren) ermittelt. Die Person wird nach der Verlosung per E-Mail benachrichtigt und namentlich innerhalb eines Kommentares auf dieser Seite genannt. Der Gewinner / die Gewinnern muss sich innerhalb von 5 Werktagen per E-Mail melden und seine / ihre vollständigen Kontaktdaten mitteilen.

Die Zusendung des Gewinns erfolgt als kostenloser Postversand innerhalb von 14 Werktagen nach Erhalt der Kontaktdaten des Gewinners / der Gewinnerin.

 

PR-Kalender helfen dir bei der PR-Arbeit

Immer wieder erklären wir sozusagen gebetsmühlenartig, dass eine erfolgreiche PR- und Social Media Arbeit nur durch gute Planung entstehen kann. Dazu gehört eben auch die Content-Planung.

Neben den Themen aus dem eigenen Unternehmen sind es oft aktuelle Themen, Trends, Studien und News, die für Content verwendet werden können. Hier können Methoden wie Newsjacking und Agenda Surfing eingesetzt werden. Dabei hilft dir zum Beispiel dieser Jahresplaner der Adenion GmbH. Dieses Unternehmen ist mit verschiedenen Lösungen im Bereich Contentplanung- und Distribution unterwegs, u. a. Herausgeber des Dienstes PR-Gateway und Blog2Social.

In dem Jahresplaner findest du die wichtigsten Termine, Tage und Events des Jahres für deine digitale PR, Blogbeiträge und Social Media. Darunter sind 570 Thementage für jeden Anlass, alle Feiertage in Deutschland sowie 57 Messen & Kongresse mit Direktlinks.

So geht’s – Beispiele

Wie verwendest du nun einen solchen Jahresplaner? Dazu ein paar Beispiele:

Am 1. Februar war „Ändere-dein-Passwort-Tag“. Ein IT-Unternehmen kann hier auf die Bedeutung sicherer Passwörter und Cyber-Security hinweisen…

Wir verwenden jedes Jahr am 14. Februar den Valentinstag als Aufhänger, um über Facebook, Instagram und Co. die Leser, Fans und Abonnenten daran zu erinnern, der / dem Liebsten etwas Besonderes zu schenken. Man kommt damit ins Gespräch und bekommt bei gut gemachten Posts genug Reichweite.

Das gleiche haben wir übrigens am 24. Januar, dem Tag der Komplimente gemacht. Wir haben unseren Kunden und den Kunden unserer Kunden ein Kompliment gemacht. Das Ergebnis: jede Menge Likes.

Tag der Komplimente

Nachzulesen unter https://www.facebook.com/HandelshausHeinrichs/ und https://www.facebook.com/juettenkoolen/

Es müssen nicht immer streng fachbezogene Themen sein, die sind natürlich immer besser z.B. bei Presseartikel. Im Social Media Kontext reichen oft Emotionen.

Zum Tag der Batterie am 18. Februar werden wir einen fachlichen Blogartikel zum Thema Hybrid-Technologie im Blog des Online-EU-Fahrzeughändlers Jütten & Koolen veröffentlichen. Jetzt schon geplant sind ein Blogbeitrag und das passende Social Media Posting für den 04. März. Dann ist Tag der Grammatik.

So geht es das ganze Jahr über weiter….

Den PR-Kalender kannst du dir kostenlos unter https://prg.li/pr-kalender-2020 als PDF runterladen, inklusive 5 Expertentipps namhafter PR-Experten.

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Erfolgsgeschichte schreiben will gelernt sein – was eine gute Success Story ausmacht

Neben Fachartikel und Anwenderbericht existiert eine dritte Form des Berichts in der Pressearbeit – die Success Story (oder Case Study, deutsch Anwenderbericht oder Erfolgsgeschichte). Wenn diese gut geschrieben und an den richtigen Stellen platziert ist, kann sie viel mehr leisten als eine bloße Referenz. Sie erzählt vom Erfolg – dem des Kunden und dem eigenen. Sie stellt Dienstleistungen dar und bildet Prozesse ab, die dem potenziellen Neukunden zeigen, dass man´s drauf hat und Ähnliches schon erfolgreich leisten konnte. So erzählt nicht das Unternehmen von sich selbst und wirbt für sich, sondern es lässt die Kunden sprechen. Dies verleiht dem Inhalt Authentizität, dokumentiert die Erfahrungen des Unternehmens und schafft vor allem Vertrauen in die Produkte oder Leistungen.

Kurz und knackig

In der Kürze liegt auch hier die Würze, denn alles andere wird schlichtweg nicht gelesen. Die Länge sollte daher ca. zwei bis drei Seiten betragen. Zudem besteht das Dokument im optimalen Fall nicht nur aus Text, sondern auch aus Bildern, Logos und Grafiken. So entsteht ein gut lesbares Dokument, das man gerne bis zum Schluss studiert.

Auf vier Säulen ruht das Meisterwerk

Der Aufbau ist meist gleich, sehr übersichtlich und besteht aus vier Elementen. Üblicherweise berichtet man zunächst über den Kunden, der als Referenz dient. In einer kurzen Beschreibung erweist man ihm hier die Ehre, eine Darstellung über sein Unternehmen mit einzubauen, was nur fair ist, da er ja schließlich auch für die Success Story als Projekt herhält.

Anschließend beschreibt man in ein paar verständlichen Sätzen die spezielle Herausforderung dieses Projektes. Wo lag das Problem? Warum brauchte der Kunde dich und dein Unternehmen? Auch hier gilt die Regel: nicht für den Fachmann, sondern für den Laien schreiben. Wäre der potenzielle Neukunde/Leser ein Fachmann, bräuchte er deine Hilfe vermutlich nicht.

Zum Abschluss folgt der Lösungsteil. Hier wird das Produkt oder die Dienstleistung im praktischen Einsatz und aus dem objektiven Blickwinkel des Anwenders beschrieben. Besonders wichtig ist es hier, die Vorteile der Lösung aufzuzeigen und transparent zu machen, wie reibungslos und gut die Zusammenarbeit war. Dem Leser soll schließlich klar werden, wie zufrieden andere Kunden mit dir und deinem Unternehmen sind.

Last but not least gibt man dem Geschäftsführer oder Ansprechpartner der Referenz-Firma die Gelegenheit, sich positiv über das Projekt zu äußern. Es geht nichts über ein Zitat des Kunden, um Vertrauen und Glaubwürdigkeit zu schaffen. Wenn der Projektpartner in dieser Hinsicht nicht kreativ ist, macht das gar nichts. Ein vorformuliertes Zitat, für das (wie für den gesamten Text plus Bilder und Logos) eine Genehmigung zur Verwendung und Veröffentlichung beim Kunden eingeholt wird, reicht auch. Dieses kann man direkt zu Beginn als Teaser verwenden oder auch als Bestätigung zum krönenden Abschluss einbauen, je nach Gusto.

Wohin damit?

Success Stories können online und offline verwendet werden. Wir empfehlen aber in jedem Fall, die Success Story als hochwertiges PDF zu gestalten und online auf der Unternehmensseite zum Download bereitzustellen. Selbstverständlich kann man sie oder den Link dazu auf allen Social-Media-Kanälen posten und zum Beispiel im Newsletter publik machen. Als Vertriebswerkzeug macht auch eine ausgedruckte Version zur Akquise oft Sinn. Auch für die klassische PR können Success Stories relevant sein. Aber nur unter bestimmten Voraussetzungen. Die Success Story muss zum Anwenderbericht werden und gänzlich auf Marketing Floskeln und Eigenwerbung verzichten, denn diese sind für die Medien ein No-Go. Zusätzlich sollte der Bericht fundierten Content mit relevanten Informationen für das jeweilige Medium beinhalten. Nützlich sind hier immer ausführliche Zahlenmaterialien, Zusatzquellen, Proof Points und so weiter. Erfüllt dein Anwenderbericht die Anforderung des Nachrichtenwerts, ist es durchaus möglich, diesen auch der Fachpresse für deinen Unternehmenszweig anzubieten. Erfolgsgeschichte(n) zu schreiben macht also in jedem Fall Sinn – auf die eine oder andere Weise.

Pressemitteilung

15 Themen, die für eine Pressemitteilung geeignet sind

Pressemitteilung sind heute in der PR- und Pressearbeit umstrittener denn je. Die einen sagen, dass die Pressemitteilung als Informationsmedium für die Presse und als Quelle für News ausgedient hat. Kein Redakteur und keine Redakteurin lese sich heute noch Pressemitteilungen durch, weil sie eh in den allermeisten Fällen nur PR-Gewäsch und schlecht geschrieben sind. Die anderen halten die Pressemitteilung immer noch für das beste Mittel, um einem Journalisten echte News zukommen zu lassen. Und sie wird immer noch gelesen.

In der großen Journalistenumfrage „Recherche 2018“ von news aktuell (dpa-Tochter) gaben immerhin 86 Prozent an, dass sie Pressemitteilungen für ihre Recherchen nutzen. Fast jeder fünfte Journalist meint sogar, dass ihre Bedeutung in den vergangenen zwei Jahren gestiegen ist (18 Prozent).

Allerdings ist es in der Tat so, dass Unternehmen und Agenturen vieles in eine Pressemitteilung verpacken, ja zwängen, das dort nicht hinein gehört. Der Name „Pressemitteilung“ ist ja auch so verlockend: Ich gebe der Presse unsere Mitteilung. Doch nicht nur Struktur und Aufbau einer Pressemitteilung sind genau festgelegt, sondern auch das Thema ist ziemlich eng gesteckt. Im Prinzip ist alles relevant für Journalisten und Redaktionen, was aktuell, neu oder außergewöhnlich ist.

„Natürlich interessiert es die Leser, dass mein Unternehmen ein neues Produkt entwickelt hat, mit der Kaffee noch schneller fertig gebrüht wird“ sagt der Unternehmer Hans K.

Tatsächlich? Kann sogar sein.

Denn es kommt immer auf den Fokus und auf die Zielgruppe an. Während die Lokalzeitung diese Nachricht sicher nicht interessiert, könnte ein Fachredakteur durchaus Interesse zeigen, wenn es sich z. B. um eine echte Innovation, sprich: Erfindung, handelt.

Wir haben mal eine Liste angefangen, die dir Themen nennt, mit denen du mit einer Pressemitteilung Gehör finden könntest.

Eine Pressemitteilung kann sinnvoll sein, wenn

  1. du ein wirklich völlig neuartiges Produkt oder eine neuartige Dienstleistung auf den Markt bringst (Stichwort: Innovation),
  2. dein Produkt ein wichtiges Problem für viele Menschen löst (z. B. neue Therapie gegen Kopfschmerzen),
  3. dein Produkt oder deine Dienstleistung sehr ausgefallen und ungewöhnlich ist,
  4. du etwas Wichtiges zu einem aktuell heiß diskutierten Thema beitragen kannst,
  5. du auf lokaler Ebene etwas Besonderes auf die Beine stellst (für Lokal- und Regionalmedien, z. B. Investitionen in den Standort),
  6. deine Firma sich stark vergrößert –  baulich oder von der Anzahl der Mitarbeiter her (bei größeren Unternehmen),
  7. dein Unternehmen einen bekannten neuen Kunden / einen Großauftrag erhalten hat,
  8. deine Firma bzw. deine Mitarbeiter eine Auszeichnung erhalten haben,
  9. dein Unternehmen an einem wichtigen Wettbewerb (z. B. Innovationspreis, Mittelstandspreis) teilnimmt,
  10. an deinem Firmensitz eine interessante Veranstaltung stattfindet,
  11. der Jahresabschluss vorgestellt wird (bei größeren Unternehmen),
  12. dein Unternehmen ein besonderes Firmenjubiläum feiert (z. B. 25, 50, 75, 100 Jahre),
  13. dein Unternehmen oder deine Mitarbeiter an einer Spendenaktion, einem sozialen Sponsoring teilnimmt oder an sonstigen sozialen Themen teilnimmt (ACHTUNG: Viele Medien haben Mindestgrenzen für Spenden),
  14. dein Unternehmen eine Leitungsposition neu besetzt hat (Personalmeldung),
  15. du als Person prominent oder eine wichtige Person des öffentlichen Lebens bist (auch regional für Lokalmedien).

Sicher ist diese Liste nicht erschöpfend. Du hast aber bemerkt, um welche Art von Informationen es im Grunde geht. Anders herum gehören diese Themen weder in eine Pressemitteilung noch in die Presse:

  1. Du feierst als Geschäftsführer deinen 50. Geburtstag.
  2. Dein Softwareprodukt bekommt das x-te Release-Update.
  3. Deine Azubis haben die Prüfung bestanden.
  4. Du hast 100,- € an den örtlichen Kaninchenzuchtverein gespendet.
  5. Du investiert in den Standort und kaufst fünf neue PCs.
  6. Dein neuer Online-Shop ist fertig.

Wie du mit Künstlicher Intelligenz deine PR optimieren kannst

Wer von Digitalisierung spricht, kommt zwangsläufig irgendwann zur künstlichen Intelligenz (KI). KI, wie wir sie heute verstehen, bildet bestimmte Entscheidungsstrukturen des Menschen in einem Computer nach, sodass er konkrete Anwendungsprobleme relativ eigenständig bearbeiten kann. Die Fähigkeit, deutlich komplexere Strukturen und deutlich höhere Datenmengen als der Mensch in kürzester Zeit zu verarbeiten und zu interpretieren, macht den Computer „intelligent“. Hinzu kommt die lernende Komponente, durch die solche System eigenständiges Handeln innerhalb bestimmter Parameter anwenden können.

KI in ganz unterschiedlichen Ausprägungen taucht in unserem Alltag auf: Wir nutzen sprachgesteuerte Systeme, die uns den Tageskalender, die Aufgaben und das Wetter mitteilen, wir nutzen Software, die uns mitteilt, dass wir früher zu einer Reise aufbrechen müssen, weil der Verkehr zu dicht ist und bald nutzen wir autonom fahrende Autos und LKW. In der Produktion entscheiden Maschinen schon längst selbstständig innerhalb bestimmter Parameter.

In der Kommunikation begegnen uns immer häufiger sog. Chatbots, die z. B. Gespräche mit Kunden führen (schriftlich oder sprachbasiert) oder Serviceaufträge bearbeiten. Auch dies gehört zum Spektrum der KI, weil diese Systeme selbstständig entscheiden, was als Nächstes zu tun ist und permanent dazu lernen.

Prozessoptimierung und Datenverarbeitung mit KI  

Auch in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (kurz oft als PR bezeichnet) wird heute bereits KI eingesetzt, um Standardprozesse zu optimieren und automatisieren bzw. große Mengen an Daten schneller zu analysieren und zu verarbeiten.

Hier sind einige Beispiele:

Intelligentes Clippingmonitoring

Heute gibt es Software (Cloud)-Systeme (sog. Crawler), die intelligent nach Veröffentlichungen in Medien und im Web suchen und diese auch gleich bewerten. Wird eine erhöhte Zahl an negativen Berichten entdeckt, so wird der Nutzer automatisch informiert und ggf. frühzeitig gegensteuern. Generell wird die KI-optimierte Medienbeobachtung effizienter und treffsicherer.

Intelligente Journalistendatenbank

Intelligenz innerhalb einer Journalistendatenbank sorgt dafür, dass dem Nutzer (Pressesprecher, PR-Manager, Agentur) automatisch Journalisten vorgeschlagen werden, die am wahrscheinlichsten am gewünschten Thema interessiert sind. Die Künstliche Intelligenz untersucht dazu sämtliche bisher vom Verfasser erstellten Artikel und schlägt passende Journalisten vor.

Automatisches KI-gestütztes Texten

Schon längere Zeit gibt es Bot-Systeme auf Basis Künstlicher Intelligenz, die genauso gut wie Menschen oder gar besser Texte verfassen. Diese Möglichkeit wird schon bei Eil- oder Kurzmeldungen, bei der Sportberichterstattung und im News-Ticker verwendet.

So setzt zum Beispiel die Associated Press (AP) die sogenannte Wordsmith-Plattform in der Unternehmensberichterstattung ein. Wordsmith ist so konfiguriert, dass es im Stil von AP schreibt und mithilfe von Vorlagen erstellt das Tool veröffentlichbare Berichte zur Ertragssituation von Unternehmen.

Ein ähnliches System ist „Natural Language Generation“, kurz NLG. NLG wertet Daten aus vielen verschiedenen Quellen, z. B. Produkt-Factsheets, BI-Daten oder Nachrichten und Wetterdaten aus und wandelt diese Daten direkt in schriftliche Inhalte um, ohne dass ein Redakteur benötigt wird. Damit der Text möglichst genau den Wünschen des Auftraggebers entspricht, wird die Software trainiert z. B. mit Informationen über die gewünschte Ausgabe, Bedeutung der Datenelemente, Phrasierung, Styling, Keywords, Übersetzungstipps etc.

Ein solcher Text wird in weniger als 200ms (Millisekunden) erstellt, also sozusagen in Echtzeit auf Knopfdruck. Insgesamt können mit der Software mehr als 150 Millionen Texte pro Tag erstellt werden.

Fazit

Künstliche Intelligenz ist heute bereits in fast jedem Bereich unseres Alltags zu finden, wir wissen es oft gar nicht. Wenn man die Vorzüge der intelligenten Systeme aber aktiv einsetzt, können wir viele Prozesse, viele Aufgaben, von Maschinen erledigen lassen – schneller und oft besser. Wo allerdings dir Grenzen sind, steht auf einem anderen Blatt.

Foto von Alex Knight von Pexels

10 Tipps für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Journalisten

Es war immer schon so und es wird auch immer so bleiben: In der Pressearbeit läuft gar nichts ohne einen guten Kontakt zu Journalisten. Im Zeitalter von Internet, Social Media und digitaler Kommunikation ist die Mensch-zu-Mensch-Kommunikation immer noch Gold wert. Das bestätigen viele Studien.  In der Studie „Journalistische Recherche im Netz“, die der Verlag Rommerskirchen in Kooperation mit der Media School am Campus Köln der Hochschule Macromedia durchgeführt hat, nannten 80,8% der 2.329 befragten Journalisten das Telefongespräch als wichtigste Recherchequelle. Gleich dahinter rangierte mit 77,1% das persönliche Gespräch.

Damit es aber zu der erfolgreichen Zusammenarbeit mit einem Journalisten kommen kann, musst du einiges beachten und vorbereiten. Wir haben 10 Tipps für dich zusammengestellt, wie du dauerhaft einen erfolgreichen Kontakt zu den Journalisten aufbauen kannst:

  1. Such dir den richtigen Ansprechpartner

Der allererste und wichtigste Schritt: Such dir den richtigen Ansprechpartner in der Redaktion. Hier hilft entweder händische Recherche oder der Einsatz von Redaktionsdatenbanken wie Zimpel oder Stamm. Wenn du selbst recherchierst, helfen die das Impressum bei Printmedien sowie die Kontaktseite bei Onlinemedien. Oft werden die Redakteurinnen und Redakteure mit Ressort vorgestellt. Ansonsten hilft anrufen und fragen. Lass dich aber nicht mit einer allgemeinen info@…. Adresse abspeisen. Als Antwort auf die Frage, weshalb du die E-Mail-Adresse oder Telefonnummer benötigst, sagst du, dass du ein Thema absprechen möchtest.  

  1. Keine Angst vor Anrufen

Immer hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Redakteure unfreundliche Wesen sind, die Anrufer abwimmeln und ständig genervt sind. Letzteres stimmt zumindest dann, wenn ein Anrufer während der Heftproduktion oder kurz vor Redaktionsschluss stört. Während man die Heftproduktionsphase zumindest bei Fachmedien einfach herausfinden kann (in der Regel wenige Tage vor Erscheinen des Hefts), ist es bei Tagezeitungen eher abends schwierig. Was Stören bei der Arbeit angeht, so kann ein Anruf immer zur falschen Zeit stattfinden. Deshalb solltest du aber keine Angst davor haben. Denn Journalisten sind keine unfreundlichen Genossen, die ständig genervt und abweisend sind. Wenn du ein konkretes Anliegen hast, ein gutes Angebot machen kannst und auch Ahnung vom Thema hast, wird er dir zuhören. Jeder Journalist freut sich über einen guten Themenvorschlag. Und zu einem guten Kontakt zu Journalisten gehört auch das persönliche Gespräch.

  1. Zeige dem Journalisten, dass du seine Arbeit ernst nimmst

Wie in Punkt 2 bereits erklärt, gibt es Zeiten, in denen ein Journalist lieber nicht gestört werden sollte. Da du diese Zeiten nicht kennen kannst, ist die einfache, kleine Frage zu Beginn deines Anrufs schon sehr nützlich und kann dir eine Menge Sympathiepunkte bringen: „Störe ich Sie, oder haben Sie ein paar Minuten Zeit?“

Wenn der Journalist seine Bereitschaft zeigt, mit dir zu sprechen, dann komm sofort auf den Punkt und schwafele nicht. Zeit ist für jeden Journalisten ein äußerst rares Gut, das du nicht verschwenden solltest. Anders herum solltest du dir Zeit nehmen, wenn der Journalist gerade mal Lust zum Plaudern hat. Eine solche Chance solltest du nutzen.

Ganz wichtig: Höre gut zu, mach dir Notizen. Welche Themen interessieren ihn/sie? Wann braucht er/sie eine Story? An was arbeitet er/sie? Welche Vorlieben hat er/sie? Du kannst aus einem Telefonat sehr viele wertvolle Informationen herausziehen.

Wenn der Journalist dir aber sagt, dass er gerade keine Zeit hat, frage ihn, wann es ihm besser passt. So hast du gleich einen Termin und einen Anknüpfungspunkt für deinen nächsten Anruf.

  1. Bereite dich gründlich vor

Wenn du ein Thema anbietest, solltest du genau wissen, worüber du redest. Schreib dir die wichtigsten Punkte noch einmal stichwortartig auf: Worum genau geht es? Warum ist das Thema für die Leser des Mediums interessant?

Du solltest so tief im Thema drin sein, um auch fachliche Rückfragen beantworten zu können. Das stärkt deine Kompetenz.

Bei Fachmagazinen kannst du punkten, indem du bereits eine bestimmte Ausgabe vorschlägst, in die dein Thema besonders gut passt. Viele Redakteure wollen wissen, ob sie einen Beitrag exklusiv bekommen. Das solltest du erwähnen. Wenn der Artikel bereits in einem anderen Medium publiziert worden ist, solltest du ehrlich sein und dies sagen. Der Redakteur kann dann entscheiden, ob er den Beitrag veröffentlichen mag oder nicht. Das Verschweigen einer Veröffentlichung in einem Konkurrenzmedium kann böse Folgen haben für dich.

Ein guter Kontakt zu Journalisten beruht auf Vertrauen. Und das musst du dir erst verdienen.

  1. Akzeptiere ein „Nein“

Pressearbeit ist ein bisschen wie Dating. Du suchst einen Partner für deinen Artikel. Genau wie beim Date solltest du aber akzeptieren, wenn dein Gegenüber „Nein“ sagt. Versuche nicht, ihn/sie umzustimmen. Bettel nicht und werde keinesfalls aufdringlich mit Worten.

Es ist jedoch legitim und sogar wichtig, nach dem Grund für das „Nein“ zu fragen. Hieraus kannst du lernen. Und es ist legitim, einen erneuten Vorschlag mit einem anderen Thema zu machen.

  1. Bleibe authentisch, mach keine falschen Versprechungen und lüge nicht

Authentizität ist ein Begriff, der heute überall verwendet wird und besonders wichtig ist im Zeitalter der sozialen Medien. Auch beim Gespräch mit einem Journalisten gilt: Bleibe authentisch, versuche nicht, am Telefon jemand zu sein, der du nicht bist. Journalisten haben viel Erfahrung darin, Zwischentöne herauszuhören und Aufschneider zu entlarven.

Sei ehrlich, offen und du selbst. Eine Schwäche wird dir nicht zu Last gelegt. Wenn du eine Frage nicht beantworten kannst, dann sage es offen. Es ist besser, die Antwort nachzuliefern als Vermutungen anzustellen, falsches zu behaupten oder gar zu lügen.

Wichtig: Wenn du versprichst, eine Antwort nachzureichen, dann halte diese Zusage auch unbedingt und schnellstmöglich ein.

Apropos Versprechungen: Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein; Bleibe bei der Wahrheit und mache keine falsche Versprechungen, um einen Deal zu bekommen.

Versprich nicht, eine demnächst eine Anzeige zu schalten, wenn du das gar nicht vorhast.‘
Versprich nicht einen spannenden Artikel und sende einen reinen PR-Artikel mit einer Ansammlung hohler Marketingphrasen und ohne jeglichen Nutzen für die Leser.
Versprich nicht, eine Deadline einzuhalten, die du gar nicht einhalten kannst. Besonders an diesem Punkt machst du dir schnell Feinde.

  1. Biete relevante Informationen, eine gute Storys und gutes Material

Du weißt, worauf es den Medien bei einer Veröffentlichung ankommt: auf Relevanz für die Leser. Das ist natürlich das wichtigste Kriterium und die Messlatte für dich. Wenn ein Journalist sich für dein Thema interessiert, hast du die Chance, ihm etwas Gutes zu tun.

Liefere ihm/ihr eine druckfertige Story mit einem gut geschriebenen Text, Bildern, Bildunterschriften, Quellenangaben und weiterführenden Links. Schau dir das Medium vorher an, wie Artikel oder Beiträge dort verfasst sind.

  1. Fertige ein Kontaktprotokoll an

Nach dem Telefonat solltest du unbedingt ein Gesprächsprotokoll anfertigen. Zum einen verhindert es, dass du aus dem Telefonat folgende Aufgaben vergisst. Zum anderen ist es wichtig, dass du auch eine Woche, ein Monat oder ein Jahr später noch ermitteln kannst, mit wem du wann was vereinbart hast. Die wichtigsten Punkte hierbei sind:

  • Datum
  • Was hast du angeboten?
  • konkrete Vereinbarung (z.B. Deadline, Umfang, Besonderheiten, u.a.)
  • bei Ablehnung: was war der Grund?
  • wichtige berufliche Zusatzinformationen (z.B. über weitere Ansprechpartner für deine Themen, die Organisationsstruktur des Mediums, Messeteilnahmen, u.a.)
  • wichtige persönliche Zusatzinformationen (z.B. Geburtstag, Kinder, Hobbies, u.a.)
  • welche To Dos ergeben sich für dich aus dem Telefonat
  • wann sollte die nächste Kontaktaufnahme sein

Für solche Protokolle eignen sich Notiz-Programme wie Evernote, OneNote oder Apps sehr gut. Oder du schaffst dir direkte eine eigene Presse- und PR-Software an, mit der du Kontakte verwaltest.

  1. Verabrede dich auf Messen

Telefonate sind gut, ein gutes persönliches Gespräch ist immer besser. Journalisten kommen nicht drumherum, zu wichtigen öffentlichen Veranstaltungen oder – bei Fachredakteuren – zu großen und wichtigen Messen zu gehen. Auch wenn du mit deinem Unternehmen kein Aussteller bei einer solchen Fachmesse bist, kannst du als Besucher Termine mit Journalisten machen. Die stehen zwar in dieser Zeit unter Dauerstress, sind aber froh, zwischendurch mal einen Kaffee zu trinken und einfach nur zu quatschen. Diese Chance solltest du zum persönlichen Kontakt nutzen. Es muss nicht unbedingt um Fachthemen gehen.

Tipp: Wenn du einen Presseausweis besitzt, bekommst du Zugang zum Pressebereich auf der Messe. Dort triffst du logischerweise auf viele Journalisten. Diese kommen zum Arbeiten dorthin, aber auch zum Ausruhen. Hier kannst du Kontakt aufnehmen. Aber bitte nicht bei der Arbeit stören. Schau, ob du jemanden kennst oder verabrede dich vorher mit der Person.

  1. Vergiss nicht die sozialen Medien

Studien zeigen, dass Journalisten auch soziale Netzwerke, vor allem Facebook, für ihre Recherche nutzen. Auch XING und LinkedIn werden häufig besucht. Wenn du über Social Media mit Journalisten in Kontakt treten möchtest, solltest du durch Folgen / Abonnieren ihrer Profile / Seiten und Kommentieren auf dich aufmerksam machen. Aktiv Kontakt herstellen solltest du auch nur mit einem konkreten Thema. Eine Freundschaftsanfrage bei Facebook ist erstmal tabu.

Andersherum solltest du unbedingt einwilligen, wenn ein Journalist dir eine Kontaktanfrage zusendet. Er hat sich dann bereits die Mühe gemacht, nach dir zu suchen. Es wäre nicht besonders clever, ihn abzulehnen. Denn jetzt hast du gleich wieder einen neuen Anknüpfungspunkt für dein nächstes Telefonat. Einen besseren Weg für einen direkten Kontakt zu Journalisten kann man nicht haben.

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