So kommst du ins Radio

Die Presse besteht nicht nur aus Zeitungen und Magazinen. Es gibt im Bereich der klassischen Medien auch Rundfunk und Fernsehen. Es ist zwar deutlich schwieriger, in diese Medien als Unternehmen zu kommen, aber nicht unmöglich. Wir haben sechs Tipps für dich zusammengestellt, die ich dir gerne vorstellen will.

  1. Pressemitteilung doppelgleisig verschicken

    Regionalradios haben meist keine Fachredaktionen, trotzdem kann es sein, dass einzelne Kollegen auf bestimmte Themen spezialisiert sind. Meistens gibt es einen Chef vom Dienst, der die Sendung verantwortet und auch bestimmt, wer welche Termine besetzt. Deshalb schadet es nicht, Presseinformationen doppelgleisig sowohl an die Chefs vom Dienst als auch an einzelne Redakteure zu schicken.

  2. Story muss zur Zielgruppe des Senders passen

    Wichtig beim Radio ist es, klar zu analysieren, welche Zielgruppe angesprochen wird. In den letzten Jahren ist die Entwicklung zum so genannten Formatradio stark vorangeschritten. Auch die öffentlich-rechtlichen Radiosender sind nach Wellen gegliedert und sprechen etwa bestimmte Altersgruppen mit einer bestimmten „Musikfarbe“ an. So gibt es etwa ausschließlich Kultur-, Nachrichten- oder Jugendkanäle. Überlege dir genau, welche Zielgruppe du erreichen wollen und welcher Welle diese Zielgruppe angehört.

  3. Liefere O-Töne

    Das Radio ist ein akustisches Medium. Wie gestaltest du also dein Thema attraktiv? Durch O-Töne, wie Radiojournalisten Statements (Originaltöne) von Betroffenen und Experten nennen. Welche Klänge, Geräusche oder Musik verbinden sich mit deinem Thema? Hat dein Unternehmen eine neue Maschine angeschafft, die Inhalt der Berichterstattung ist – welche Geräusche gibt diese Maschine von sich? Bedenk, dass du bei einer Presseeinladung Radiojournalisten die Möglichkeit geben solltest, solche und andere interessante Geräusche einzufangen. Was ist „radiofon“ an deinem Thema? Es schadet nicht, wenn du deine Presseinformationen an Radiojournalisten um Hinweise ergänzt, was akustisch an deinem Thema interessant ist und welche Töne wie und wo aufgenommen werden können.

  4. Veranstalte ein Kino im Kopf

    Bist du als Studiogast ins Radio eingeladen oder besucht ein Radioreporter deine Firma, denke immer daran, dass Radio im besten Fall „Kino im Kopf“ ist. Erzeuge Bilder, erzähle Geschichten, mach Beispiele hörbar. Stell dir vor, dass das Interview ein Dialog mit den Hörern ist. Dabei helfen dir Formulierungen wie „Stellen Sie sich vor, …“ oder die Frage „Kennen Sie das auch …?“, der dann deine Beschreibung einer konkreten Situation folgt.

  5. Spreche nicht einstudiert

    Das Wichtigste ist die Spontaneität. Habe keine Angst, dich zu versprechen, korrigiere dich einfach. Hauptsache, du kommst natürlich rüber und nicht einstudiert. Das Medium ist aktuell, schnell – was Hörer nicht sofort verstehen, verstehen sie gar nicht, Nachlesen ist nicht möglich. Spreche deutlich, fasse dich kurz und habe keine Scheu vor Wiederholungen. Spreche nicht kompliziert und gestelzt, sondern eher schlaglichtartig und möglichst so wie du sonst auch redest– nicht zu schnell, aber auch nicht langsam.

  6. Entspanne dich

    Das Radio transportiert Persönliches. Bei einem Radio-Interview erfahren die Hörer auch etwas über deine Stimmung – über deine Stimme. Entspanne vor Interviews deinen Körper, lockere dich und schüttele dich. Setze dich aufrecht hin und stelle die Füße fest auf den Boden. Damit sorgst du für eine sichere Verankerung im Boden. Atme tief durch – und lächele, denn das hört man …

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Wie teuer darf ein Text sein?

Gute Texte werden überall gebraucht: auf Flyern und in Broschüren und Büchern, auf Webseiten, Social Media oder in Zeitschriften und Blogs. Nicht immer kann man als Unternehmer auch in Worte fassen, was man vermitteln will – oder zumindest nicht in SEO-optimierte und werblich einwandfreie Texte umsetzen. Dafür braucht man Hilfe, Dienstleister, die darauf spezialisiert sind, mit Worten die Firmenidee oder die Einzigartigkeit eines Produktes zum Leben zu erwecken. Doch wie viel ist ein guter Text wert? Oder besser gesagt: Was darf ein Text kosten?

Mehr als aneinander gereihte Worte

Heutzutage ist ein Text nicht nur ein gut formuliertes Stück Schreibwerk. In Zeiten der Online-Veröffentlichungen wird von einem Texter weitaus mehr verlangt. Der Text soll nicht nur den Sinn erfassen und gut geschrieben sein, er muss je nach Verwendungszweck SEO-optimiert sein, emotional aufgeladen oder extrem reduziert aber trotzdem aussagekräftig sein. Eine „gute Schreibe“ reicht längst nicht mehr. Journalistisches Können muss durch Marketingkenntnisse und Online-Expertise ergänzt werden. Da die Aufmerksamkeitsspanne der „Zwischendurch-Leser“ gering und der zur Verfügung stehende Platz für einen Text auf einem Handy-Display winzig ist, müssen Texte teasen, durch Eyecatcher-Bilder unterstützt werden und mitten im Herz der Zielgruppe zünden. Kreativität, Originalität und Echtheit sind gefragt. Und die für Online-Medien notwendige Kürze bedingt ein Auspressen des Textes bis hin zum letzten Tröpfchen inhaltlicher Essenz. Dabei muss der Text aber natürlich weiterhin dem Leser und den Suchmaschinen einen brauchbaren Mehrwert bieten können.

Vorher und nachher zählen mit

Die Kunden nehmen all diese Überlegungen oft nicht wahr und bewerten nur das Endprodukt. All die wichtigen Vor- und Nacharbeiten sind ihnen meist gar nicht bewusst. Ein paar Worte zu schreiben kann doch schließlich keine Stunden dauern! Ganz im Gegenteil: Die Entwicklung eines Textes, der alle Anforderungen der Online-Welt erfüllt, ist zwar kein Hexenwerk, aber zeitaufwendig und harte Arbeit. Und dementsprechend sollte er auch vergütet werden. Hier ein Beispiel: Ein Blog-Artikel umfasst meist ca. 400 bis 500 Wörter – mit Vorarbeit, Recherche und Korrekturen ist ein erfahrener Schreiber mindestens 2 bis 3 Stunden konzentriert damit beschäftigt. Korrekturschleifen des Kunden noch nicht mal mit eingerechnet.

Auch bei einem Newsletter oder einem PR-Text fallen ähnliche Zeiten an. Bei einem üblichen Stundensatz zwischen 50 und 100 Euro ergibt sich also ein Preis von 100 bis 300 Euro für die einmalige Dienstleistung. Berücksichtigt man die damit verbundene Expertise und kreative Leistung und vergleicht den Stundensatz mit anderen Branchen, sollte einem das ein guter Text wert sein, oder?

 

So wird deine Pressemitteilung wirklich gelesen

Es wird unter Journalisten und PR-lern oft diskutiert – das Ende der Pressemitteilung. Dennoch zeigen Umfragen und persönliche Erfahrung, dass sie nach wie vor genutzt wird. So wie in der Studie einer PR-Agentur aus Chicago, in der tatsächlich 88 Prozent aller Journalisten die Pressemitteilung als wertvolle Info für ihre Berichterstattung bezeichneten, 34 Prozent nutzten sie sogar als primäre Recherchequelle.

Genutzt wird sie also schon – doch nur, wenn sie wirklich gut geschrieben ist. Nichts hassen Journalisten mehr als Selbstbeweihräucherung und Werbung, die schlecht als Info verpackt ist. Damit eure PM zündet und gelesen wird, gilt es ein paar wichtige Regeln zu beachten. Wir sagen euch, was wirklich zählt.

Kurze, informative Überschrift

Was ist das zentrale Thema eurer Pressemitteilung? Wie würdet ihr es zusammenfassen, wenn ihr es eurem Partner abends in der Küche erzählt? Die Überschrift ist der Teaser, sie muss den Kern treffen und kurz sein. So hilft sie beim Kategorisieren und spart den Journalisten Zeit. Der Fokus wird erkannt und regt dann zum Weiterlesen an.

Info, Info, Info

Journalisten brauchen Info, keine Werbung. Wie toll euer Unternehmen ist, interessiert sie nur, wenn ihr etwas Besonderes, Innovatives oder sonst irgendwie Wichtiges geleistet habt. Auch Personalwechsel können interessant sein, wenn eine journalistische Relevanz besteht. Ob Erna aus der Buchhaltung aus persönlichen Gründen früher in den Ruhestand geht, ist irrelevant. Ein Wechsel des Vorstands könnte aber von Interesse sein. Auch Studien, Umfragen und Zahlen kommen gut an. Ebenso besonders innovative Produkte oder Dienstleistungen. Faustregel: Würdet ihr es selbst in der Zeitung über jemand anderen lesen wollen, könnte es von journalistischem Interesse sein.

Die richtige Form

Eure Pressemitteilung muss keinen Designpreis für das schönste Template oder die beste grafische Gestaltung gewinnen. HTML-Formatierungen und zu viel (typo-)grafischer Schnickschnack sind kontraproduktiv, weil sie ablenken oder vielleicht gar nicht richtig angezeigt werden. Journalisten kopieren Texte aus Pressemitteilungen und möchten dies so einfach wie möglich tun können. Worddokumente sind daher sehr beliebt. Mittlerweile bevorzugt übrigens die Mehrzahl der Journalisten eindeutig eine PM per Mail.

Zielgruppe und Medium beachten

Denkt beim Verfassen der PM an das Medium, in welchem ihr erscheinen wollt. Die Bildzeitung schreibt anders als die FAZ und hat einen anderen Leserkreis. Passt deshalb die Sprache und den Grad eures fachspezifischen Vokabulars dem Niveau des Mediums an. So sieht der Journalist, dass ihr euch mit dem Medium auseinandergesetzt habt.

Nur ein Thema

Pressemitteilungen sind kurze Infos, Briefings für Journalisten. Darum sollten sie immer nur ein Thema pro Mitteilung enthalten. Will man mehrere Themen in einer PM abhandeln, erzeugt man nur Verwirrung und erreicht lediglich einen Platz im Papierkorb.

Ehrlich bleiben

Von unschätzbarer Wichtigkeit im Pressegeschäft ist der Ruf, verlässliche Infos zu liefern. Sagt also die Wahrheit, bleibt bei den Fakten, erfindet nichts dazu. Stellt sich nämlich heraus, dass ihr maßlos übertrieben habt, wird sich das in Journalistenkreisen schnell herumsprechen. Eure nächsten Pressemitteilungen werden dann sofort ignoriert – egal, wie interessant das Thema ist.

Abbinder muss sein

Da es sich bei einer Pressemitteilung um eine kurze, übersichtliche Information handeln sollte, muss alles Wichtige enthalten sein. Ein Pressekontakt unter der Mitteilung ist verpflichtend. Darin sollten sämtliche Kontaktdaten und weitere Recherchequellen (wie Webseiten, Whitepaper) aufgeführt sein. Dazu gehört auch der sogenannte „Abbinder“, ein Textblock am Ende der PM, welcher Infos zum Thema/Unternehmen/der Person enthält. Die wichtigsten Daten wie Geschäftsfeld, Standort des Unternehmens, Mitarbeiterzahl, Umsatz, Gründungsjahr, sollten kurz aufgeführt werden. Kleiner Tipp: Auf der Webseite des Unternehmens gibt es wahrscheinlich den Punkt „Über uns“, „Historie“ oder Ähnliches. Hier findet man meist alle Infos, die man braucht.

Berücksichtigt ihr diese Punkte, wird eure Pressemitteilung ernst genommen. Ob daraus ein Artikel oder Bericht wird, hängt dann oft von vielen Faktoren ab: der Laune und Vorliebe des Journalisten, der aktuellen Berichtslage und anderen Zufälligkeiten. Einen Fuß in der Tür hat man damit aber zumindest schon mal sicher😉

 

Warum Pressearbeit für die Kaufentscheidung wichtig ist

Sicher kennst du den Spruch „Was in der Zeitung steht, ist wahr“. Nun, meine Journalisten-Kollegen mögen es mir verzeihen, aber ganz so stimmt das heute nicht, z. B. bei den Medien der Gattung „Yellow Press“. Das wissen wir leider. Aber seriöse Medien legen großen Wert auf wahrheitsgemäße Berichterstattung, auch wenn sie hin und wieder als „Lügenpresse“ bezeichnet werden.

In den Köpfen der Menschen hat sich der Grundsatz aber so tief verankert, dass man heute wichtige Entscheidungen trifft, weil die Zeitung dieses und jenes in einem Bericht empfiehlt oder darüber berichtet. Ganz besonders deutlich wird dies bei den sog. Test-Magazinen, die Produkte testen und Bewertungen abgeben.

In der Pressearbeit (fälschlicherweise auch PR genannt, aber das ist ein anderes Thema) versuchen wir, Artikel, Interviews, Meldungen und sonstige Texte journalistisch interessant aufbereitet an die Medien heranzutragen mit dem Ziel, dass diese sie veröffentlichen oder zumindest sich dafür interessieren. Das ist heute um ein vielfaches schwieriger als noch vor 10 Jahren, weil die Menge an Texten (gute gleichwie schlechte) enorm zugenommen hat und die Redakteure und Redakteurinnen regelrecht überflutet werden mit Angeboten von PR-Agenturen. Sie filtern rigoros aus. Schafft man es dann in die Zeitung oder das Magazin, kommt obiger Einleitungssatz oft zum Tragen.

Pressearbeit ist wichtig für die Kaufentscheidung innerhalb der Customer Journey

Wir wissen, dass sich Kunden in der Regel durch verschiedene Phasen seiner Käuferreise bis zum Kauf bewegt. In diesen Phasen kommt er in Kontakt mit Informationen, mit Angeboten verschiedener Marken und Produkte. Das sind Informationen über den Nutzen und Mehrwert, Informationen anderer Nutzer (z. B. Tests und Empfehlungen), Informationen über die Qualität eines Produkts, aber auch einfach Werbung und Sonderangebote.

Presseveröffentlichungen sind hier in fast allen Phasen der Customer Journey besonders wertvoll, weil dort eben Dritte (die Redakteure) Informationen bereitstellen, die glaubhaft und authentisch sind. Das gleiche gilt übrigens für Blogbeiträge.

Liest nun ein Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens einen Bericht in einer IT-Zeitung, wie ein anderes Unternehmen mithilfe einer Software die Migration in die Cloud geschafft hat oder wie ein besonderer Backup Service die Daten eines Unternehmens gerettet hat, dann könnte ggf. hellhörig werden. Benötigt sein Unternehmen sowas auch?

Im privaten Bereich funktioniert das ähnlich: Berichtet ein Hi-Fi Magazin über einen neuen Verstärker oder testet die Chip neue Monitore, so könnte der eine oder andere Leser dadurch aktiviert werden. Der erste Impuls für Phase 1 (Bedürfnis) ist gesetzt. In den darauffolgenden Phasen kann es sogar sein, dass er weitere Magazin nach Artikel über dieses oder jenes Produkt aktiv durchforstet. Zumindest wird er aufmerksamer, wenn er nun auf diesen Verstärker oder Monitor stößt. Viele lesen z.B. Rezensionen im Internet (Amazon & Co) über dieses Produkt.

Liest der gleiche Manager später in einem anderen Magazin, wie erfolgreich ein anderes Unternehmen seit der Einführung der Software ist oder findet der andere Nutzer weitere Tests und Produktvergleiche, wird er die Software bzw. den Verstärker oder Monitor in die engere Kaufauswahl stellen. Im B2B Bereich sind die weiteren Auswahlkriterien natürlich komplexer als im Consumer-Bereich. Hier geht es am Ende um den Preis, Zusatzservices etc.

Was ich sagen will ist, dass Artikel in den Medien nachhaltig die Kaufentscheidung prägen, weil sie als glaubhaft und relevant eingestuft werden.

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Erzähle deine Geschichte – warum Storytelling jetzt wichtig ist

Storytelling – das klingt erst einmal nach Kaffeeklatsch und Quatschen zwischen Tür und Angel. Nach Dingen, die momentan nicht möglich sind und die uns allen fehlen. Mit dem eigentlichen Begriff, der aus der PR-Fachsprache stammt, ist auch tatsächlich etwas ganz Ähnliches gemeint. Denn das Storytelling ist eine Methode, bei der durch den Einsatz von Geschichten Informationen vermittelt werden. Verwendet wird es vor allem im Journalismus sowie in Marketing, PR und Werbung. Reale Geschichten vermitteln dem Leser Wissen und Ideen, stellen den Vorteil von Produkten heraus oder berichten von Erfahrungen. Die Geschichte als Ausdrucksform ist spannender als ein Fachartikel und bleibt im Gedächtnis, weil sie nahbar ist. Weil Menschen eben Geschichten von anderen Menschen lieben. Und weil andere Menschen uns gerade besonders fehlen.

Wenn nicht jetzt, wann dann

Momentan richtet sich die Aufmerksamkeit aller Menschen gezwungenermaßen stärker auf Digitales. Und gleichzeitig haben die Menschen mehr Zeit und Langeweile. Ein idealer Zeitpunkt also, um Gehör für Geschichten zu finden. Viele Unternehmen könnten davon profitieren, indem sie ihre Geschichten erzählen. Vor allem, wenn sie positiv und ermutigend sind und zeigen wie kreativ, lösungsorientiert und ausdauernd das Team ist. Denn jede gute Geschichte braucht einen Helden – und gerade sind viele Menschen (auch Unternehmer) gezwungen, zu Helden zu werden. Außerdem braucht jede gute Geschichte einen Konflikt, einen Kampf – und gerade jetzt kämpfen vor allem auch Unternehmer und ihre Mitarbeiter ums Überleben.

Viral im positiven Sinne

In den sozialen Medien gibt es zahlreiche Beispiele dafür, wie Geschichten viral gehen, weil sie menschlich und ergreifend sind. Vor allem, wenn die Zutaten für ein gutes Storytelling stimmen. Der Aufbau ist dabei immer gleich und wird oft unbewusst richtig gestaltet.

  1. Es gibt einen oder mehrere Protagonisten. Bei besonders erfolgreichen Geschichten ist dieser Held bescheiden, er zeigt sich nahbar und menschlich.
  2. Dieser Held hat ein Problem. Aber er hat auch ein Zaubermittel, zum Beispiel sein loyales Team oder seine treuen Kunden.
  3. Die Lösung, die Umgehung des Problems oder auch das Scheitern daran. Wie wird der Konflikt gelöst und was lernen wir daraus? Wichtig ist dabei absolute Ehrlichkeit. Wird die Sachlage beschönigt, kann sich das positive Image schnell ins Gegenteil drehen.

Eine gut erzählte Geschichte berichtet authentisch von menschlichen Erfolgen oder ebenso menschlichem Versagen. Allen viralen Stories ist jedoch gemeinsam, dass sie emotionalisieren und begeistern, dass sich der Leser mit der Geschichte identifiziert. In der individuellen Erkenntnis des Helden findet sich eine allgemeine Wahrheit, die der Leser erkennt. Ohne Moralpredigt, nur anhand der Geschichte. Der Protagonist durchläuft eine Entwicklung, durch welche sich tiefere Werte und Sinn offenbaren. Wir verstehen, was diesen Menschen antreibt. Dann werden die Geschichten freiwillig verbreitet. Schafft die Story es, Solidarität, Mitleid oder Freude beim Leser zu erzeugen, bleibt sie darüber hinaus besser im Gedächtnis. Und im besten Fall verknüpft der Leser von nun an das Unternehmen mit etwas Positivem. Eine bessere und ehrlichere Werbung gibt es nicht.

Fast alles kann eine gute Geschichte sein

Dramatische Geschichten haben es dabei natürlich leicht. Schon die Besonderheit der Situation macht einen Großteil der Spannung aus. Aber oft sind es gerade die kleinen Geschichten mit den „normalen“ Helden des Alltags, die es uns angetan haben. Denn so fällt die Identifikation viel leichter. Gibt es also eine Geschichte in deiner Firma, die es wert ist, erzählt zu werden, dann erzähle sie. Im schlechtesten Fall wird sie nicht wirklich wahrgenommen und du hast einfach nur erfolgreich für eine Dokumentation der Firmengeschichte gesorgt. Im besten Fall verpasst du deinem Unternehmen damit einen Imageschub nach oben.

Eine Geschichte, die vor wenigen Wochen extrem viral gegangen ist, ist der Appell des Bäckers Bosselmann, der seine Kunden aufgerufen hat, die Bäckereien weiterhin zu unterstützen. Der Appell ist extrem emotional und der Bäcker selbst wirkt extrem authentisch und verletzlich…sehr gut.

Menschen lieben gute Geschichten seit Jahrtausenden, sonst gäbe es keine Höhlenmalereien oder Märchen und Sagen. In so besonderen Zeiten wie diesen schreibt das Leben gerade besonders viele davon. Wir müssen jeden Tag Entscheidungen treffen, die bedeutsam sind. Erzählt davon. Ganz nach dem Motto: „In a world, where you can be anything, be kind.“

Um euch noch ein bisschen mehr zu animieren, haben wir noch ein Geschenk für euch. Wir verlosen auf unserer Facebook-Seite das Buch „Storytelling für Unternehmen“ von Miriam Rupp. Wir drücken euch die Daumen.

Wie man einen guten Ratgeber schreibt

Ratgeber gibt es wie Sand am Meer. Aber längst nicht alle sind wirklich hilfreich, gut strukturiert oder enthalten relevante Infos. In Zeiten einer Krise, die Kommunikation auf digitale Kanäle schrumpfen lässt, können Ratgeber ein wunderbares Instrument sein, Kunden zu binden oder deine Bekanntheit zu steigern und so drohenden Einbußen wenigstens ein bisschen entgegenzuwirken. Aber wie schreibt man einen guten Ratgeber-Text? Was muss er enthalten? Wie sollte er aufgebaut sein und wo kann ich ihn veröffentlichen? Hier ein paar Tipps.

Beliebte Sparte

Ratgeber gehören zu den am meisten gelesenen Social Media Inhalten und sind auch im Buchhandel ganz vorne. Bietet dein Ratgeber dem Leser tatsächlich einen Mehrwert, wird dein Beitrag geteilt und macht so ganz schnell die Runde.

Expertenwissen ist gefragt

Am Erfolg zeigt sich meist auch, ob dein Ratgeber wirklich etwas taugt. Damit sind wir auch schon bei Punkt 1 der wichtigsten Regeln für deinen Ratgeber: Du musst wirklich etwas von der Sache verstehen. Nur wenn du wirklich ein Experte bist – und als solcher auch sichtbar ausgewiesen – kannst du sinnvoll beraten. Wenn du das Problem deines Lesers selbst erfolgreich gelöst hast, kannst du deine Erfahrung weitergeben. Dann wird deine Lösung auch beim User funktionieren und das wird er begeistert weitergeben. Ob es sich dabei um Praxistipps, ein umfangreiches Tutorial oder auch nur Vergleiche oder Bewertungen handelt, ist erst mal unwichtig. Hilfreich muss es sein!

Klare Überschriften

Die zweite wichtige Regel betrifft den Aufbau deines Ratgebers. Das Thema muss in der Überschrift klar erkennbar sein. Auch in den Subheadlines und Kapiteln sollte sofort erkennbar sein, um was es geht. Eine kurze Beschreibung des Nutzens in der Einleitung macht ebenso Sinn. So springen User nicht gleich ab und lesen weiter, weil sie den Nutzen sofort erkennen.

Die Sprache muss zum Leser passen

Textlich sollte man den goldenen Mittelweg finden. Die Sprache darf nicht zu einfach sein, dann fühlt sich der Leser unterfordert oder schlimmer gekränkt. Verwendet man hingegen, in der Absicht kompetent zu wirken, zu viele Fremdwörter oder Fachtermini, dann schaltet der User vielleicht ab, weil das Lesen keinen Spaß macht. Wenn man seine Zielgruppe kennt, sollte man das Sprachniveau dementsprechend anpassen.

Praktisch bleiben

Schreibt man über die Lösung eines Problems, macht es Sinn, Beispiele aus der Praxis anzufügen. Damit unterstreicht man seine Kenntnis und zeigt, dass man wirklich Erfahrung hat.

Keine Werbung

Was bei einem Ratgeber nichts verloren hat, sind Werbung oder Überzeugungsversuche. Hat der Leser das Gefühl, jemand will ihm etwas verkaufen, nimmt er den Ratgeber nicht ernst.

Gut strukturieren

Auch der Aufbau sollte gut strukturiert und dem Leser vertraut sein. Headline, eine Checkliste und Tipp-Boxen sind Elemente, die allgemein bekannt sind und einen erwünschten, seriösen Wiedererkennungswert darstellen.

Tipp 1

Mach dich ein bisschen mit den Regeln der Suchmaschinenoptimierung vertraut. Dein Ratgeber kann supertoll sein – das bringt dir nichts, wenn niemand ihn findet. 😊

Tipp 2

Je populärer dein Thema ist, desto größer sind die Chancen auf Erfolg. Aber auch Nischenthemen können erfolgreich sein, wenn es ansonsten keine Ratgeber dazu gibt. Ist dein Thema allerdings zu ungewöhnlich, erwarte nicht, dass sich plötzlich Millionen Menschen dafür interessieren.

 

 

Was bringt Pressearbeit wirklich?

Wir lieben Texte – und das mit Leib und Seele. Deshalb freuen wir uns auch immer, wenn wir Beispiele dafür finden, wie einfach und erfolgreich gute Pressearbeit sein kann. Denn immer wieder zeigt sich, wie viel gute Pressearbeit wirklich bringt. Von wegen obsolet – eher informativ und seriös am Puls der Zeit. Trotz oder gerade wegen aller neuen Kanäle und Medien. Innerhalb der Flut von Halbwahrheiten und Nonsens scheinen die Nutzer geradezu nach authentischem, informativem Inhalt von Experten zu lechzen. Bestes Beispiel ist momentan wohl die Pressearbeit des Kreises Heinsberg, die zu Recht hoch gelobt wird und sicher auch nach überstandener Krise ganz Deutschland positiv in Erinnerung bleiben wird.

Alles kann interessant sein

Aber auch im ganz normalen Tagesgeschäft bewirkt gezielte Pressearbeit immer wieder Erfolg. Ob man dabei von der Schokoladen-Sommelière und ihren tollen Erfahrungen inklusive gestiegenem Umsatz liest, oder vom Experten, der dank der veränderten Pressearbeit nun als solcher gebucht wird. Entgegen der Meinung, dass Pressearbeit etwas für außergewöhnliche Menschen sei, ist eben im richtigen Zusammenhang und dem richtigen Medium alles interessant. Wichtig ist nur, zu wissen, wie und wo man ansetzt.

Gesehen werden

Nur wer sichtbar ist, kann gesehen werden. Klingt wie eine dämliche Tautologie, ist aber eine Tatsache, die man berücksichtigen sollte. Bin ich nirgendwo mit meiner Expertise vertreten, nimmt mich niemand als Experte wahr. Auch aus eigener Erfahrung können wir sagen, wie wertvoll das ist. Eine Veröffentlichung in der Presse reicht dabei manchmal schon aus, um etwas zu verändern. Ein Kunde von uns wurde zum Beispiel aufgrund einer solchen von einem großen Hersteller von Unterhaltungselektronik und Elektrogeräten kontaktiert und um einen Termin auf der IFA in Berlin 2018 gebeten. Zahlreiche weitere Kunden haben nachweislich direkt nach einer Veröffentlichung in Fachmagazinen neue Anfragen und Aufträge erhalten. Tagtäglich sehen wir aufgrund unseres Kundenfeedbacks, was Sichtbarkeit in der Presse ausmacht.

Glaubwürdigkeit gewinnen

Klassische Werbung kann potenzielle Kunden zwar auf ein Produkt oder eine Dienstleistung aufmerksam machen, sie aber nur schwer von der Qualität überzeugen. Ein Artikel in der Presse transportiert hier viel umfassendere Informationen und vermittelt wesentlich mehr Glaubwürdigkeit als eine Anzeige.
Als Experte kannst du Stellung zu einem dir vertrauten fachlichen Thema beziehen und somit die Glaubwürdigkeit bei deiner Zielgruppen erhöhen. Und je höher deine Glaubwürdigkeit, desto größer das Vertrauen in deine Marke oder dein Unternehmen. Ein Faktor, der bei der Kaufentscheidung eine große Rolle spielt.

Glaubwürdigkeit spielt aber nicht nur beim Kunden eine wichtige Rolle. Auch die Presse sucht permanent nach „echten“ Experten, die wirklich etwas zu sagen haben und nicht nur durch „Bla Bla“ in die Medien wollen. Expertise, Kompetenz und Verlässlichkeit sind heute Tugenden, die von Journalisten sehr geschätzt werden. Durch die Pressearbeit baust du einen Kontakt zu Redakteuren auf und kannst im besten Fall eine lange währende „Partnerschaft“ erzeugen. Und das ist in der heutigen Zeit Gold wert.

Einfach mal loslegen

Referenzen sind nach wie vor ein entscheidendes Standbein, auf dem Expertise ruht. Hat man gute Referenzen, kann man diese im Sinne der Pressearbeit nutzen, zum Beispiel mit Success Stories. Aufbereitet und in Form gebracht, leisten sie unverzichtbare Dienste im Vertrieb, als Anwenderbericht finden sie oft auch den Weg in die Presse. Mehr dazu könnt ihr übrigens auch in unserem Blog zu diesem Thema lesen. Und dann? Einfach mal loslegen – besser als gar nicht gesehen zu werden, oder?

Übrigens: Ob nun selbst gemacht oder durch eine Agentur umgesetzt, Pressearbeit ist in der Summe immer günstiger als Werbung.

Freiberufler werden ist nicht schwer – bekannt zu werden dagegen sehr

Allein in Deutschland gibt es über eine Million Freiberufler. Menschen, die ihr Wissen und ihre Expertise verkaufen möchten. Doch das ist manchmal gar nicht so leicht. Denn erst einmal muss die Welt von dieser Expertise erfahren. Wie wird man als Experte von potenziellen Kunden gefunden? Wie betreibe ich funktionierende PR für mich und mein Kompetenzgebiet?

Diesen Fragen widmet sich ein neu erschienenes Buch aus dem Gabal Verlag, zu dem ich einen Gastbeitrag beisteuern durfte. Unter dem Titel „PR für Freiberufler“ von Daniel Fitzke findet man äußerst lesenswerte Grundlagen, Herausforderungen, Stolpersteine und natürlich Methoden und Vorgehensweisen für die Eigen-PR.

PR ist nicht gleich Werbung

Wer dabei jedoch an Werbung denkt, ist schief gewickelt. Denn „PR ist kompetenzorientiert und grenzt sich damit klar von der Werbung ab. Sie überzeugt durch Inhalte, nicht durch lautstarke Verführung.  Sie bietet Interpretationsspielräume, unterliegt aber immer dem Gebot der Wahrheit und Wahrhaftigkeit. In manchen Disziplinen sind ihr klare Grenzen gesetzt. Ausreichend Spielraum für intelligente PR-Arbeit ist aber immer vorhanden. Denn der Rat von Experten ist immer gefragt“, wie uns Fitzke klarmacht.

Wozu PR?

Aber warum braucht man als Freiberufler gerade ein Buch über PR? Obwohl Freiberufler Profis in ihrem Kompetenzbereich sind, wird es immer schwerer, als Experte auch gefunden zu werden. Wie Fitzke, der über dreißig Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet vorweisen kann, beschreibt, kann hier eine gelungene und auf die Bedürfnisse zugeschnittene PR-Arbeit der entscheidende Faktor sein, um sichtbar und erfolgreich zu werden.

Wer bin ich und was kann ich?

Von der Definition des eigenen Kompetenzprofils über die Identifikation der Zielgruppe über die passende Positionierung auf dem Markt, liefert er Tipps und Vorgehensweisen für gute Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die die mediale Wahrnehmung als Profi steigern. Nach dem der Freiberufler als Kompetenzträger sich selbst und seine Kunden mit Hilfe des Buches definiert hat, lernt er, sich den unterschiedlichen Medien und Kanälen mit der passenden Strategie zu nähern.

Verschiedene Kanäle, unterschiedliche Strategien

Angefangen mit der Presse- und Medienarbeit über Online-Kommunikation und Social Media, Reden, Talks und Interviews bis hin zum eigenen Buch als Expertise, teilt Fitzke mit uns seinen gesammelten Erfahrungsschatz. Darüber hinaus zeigt er die juristischen Grenzen und Fallstricke auf, welche die PR-Arbeit betreffen, und bewahrt seine Leser damit hoffentlich vor Fehlschritten und negativen Konsequenzen. Unterstützt wird er dabei von sieben Experten auf den verschiedenen Gebieten, was das Buch letztendlich zu einer hilfreichen und unentbehrlichen Sammlung von Tipps und Tricks macht, die man unbedingt kennen sollte.

Auf Seite 125 findest du meinen Gastbeitrag zum Thema „XING für Freiberufler“.

Das Buch kostet 19,90 EUR und kann u.a. hier bestellt werden.

GEWINNSPIEL

Möchtest du ein signiertes Exemplar dieses Buches gewinnen? Dann teile uns in den Kommentaren mit, welche PR Maßnahmen für dich die erste Wahl sind. Unter allen Kommentaren verlosen wir das von Daniel Fitzke signierte Buch. Bitte vergiss nicht, deine E-Mail Adresse anzugeben (im entsprechenden Feld), sonst können wir dich nicht kontaktieren, wenn du gewonnen hast.

Das Gewinnspiel läuft von heute 4.3.2020 bis Montag, 9.3.2020 um 24.00 Uhr. Berechtigt an dem Gewinnspiel teilzunehmen, ist jede natürliche Person ab 18 Jahren, die ihren Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland hat. Der Gewinner / die Gewinnern wird per Zufall (Losverfahren) ermittelt. Die Person wird nach der Verlosung per E-Mail benachrichtigt und namentlich innerhalb eines Kommentares auf dieser Seite genannt. Der Gewinner / die Gewinnern muss sich innerhalb von 5 Werktagen per E-Mail melden und seine / ihre vollständigen Kontaktdaten mitteilen.

Die Zusendung des Gewinns erfolgt als kostenloser Postversand innerhalb von 14 Werktagen nach Erhalt der Kontaktdaten des Gewinners / der Gewinnerin.

 

PR-Kalender helfen dir bei der PR-Arbeit

Immer wieder erklären wir sozusagen gebetsmühlenartig, dass eine erfolgreiche PR- und Social Media Arbeit nur durch gute Planung entstehen kann. Dazu gehört eben auch die Content-Planung.

Neben den Themen aus dem eigenen Unternehmen sind es oft aktuelle Themen, Trends, Studien und News, die für Content verwendet werden können. Hier können Methoden wie Newsjacking und Agenda Surfing eingesetzt werden. Dabei hilft dir zum Beispiel dieser Jahresplaner der Adenion GmbH. Dieses Unternehmen ist mit verschiedenen Lösungen im Bereich Contentplanung- und Distribution unterwegs, u. a. Herausgeber des Dienstes PR-Gateway und Blog2Social.

In dem Jahresplaner findest du die wichtigsten Termine, Tage und Events des Jahres für deine digitale PR, Blogbeiträge und Social Media. Darunter sind 570 Thementage für jeden Anlass, alle Feiertage in Deutschland sowie 57 Messen & Kongresse mit Direktlinks.

So geht’s – Beispiele

Wie verwendest du nun einen solchen Jahresplaner? Dazu ein paar Beispiele:

Am 1. Februar war „Ändere-dein-Passwort-Tag“. Ein IT-Unternehmen kann hier auf die Bedeutung sicherer Passwörter und Cyber-Security hinweisen…

Wir verwenden jedes Jahr am 14. Februar den Valentinstag als Aufhänger, um über Facebook, Instagram und Co. die Leser, Fans und Abonnenten daran zu erinnern, der / dem Liebsten etwas Besonderes zu schenken. Man kommt damit ins Gespräch und bekommt bei gut gemachten Posts genug Reichweite.

Das gleiche haben wir übrigens am 24. Januar, dem Tag der Komplimente gemacht. Wir haben unseren Kunden und den Kunden unserer Kunden ein Kompliment gemacht. Das Ergebnis: jede Menge Likes.

Tag der Komplimente

Nachzulesen unter https://www.facebook.com/HandelshausHeinrichs/ und https://www.facebook.com/juettenkoolen/

Es müssen nicht immer streng fachbezogene Themen sein, die sind natürlich immer besser z.B. bei Presseartikel. Im Social Media Kontext reichen oft Emotionen.

Zum Tag der Batterie am 18. Februar werden wir einen fachlichen Blogartikel zum Thema Hybrid-Technologie im Blog des Online-EU-Fahrzeughändlers Jütten & Koolen veröffentlichen. Jetzt schon geplant sind ein Blogbeitrag und das passende Social Media Posting für den 04. März. Dann ist Tag der Grammatik.

So geht es das ganze Jahr über weiter….

Den PR-Kalender kannst du dir kostenlos unter https://prg.li/pr-kalender-2020 als PDF runterladen, inklusive 5 Expertentipps namhafter PR-Experten.

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Erfolgsgeschichte schreiben will gelernt sein – was eine gute Success Story ausmacht

Neben Fachartikel und Anwenderbericht existiert eine dritte Form des Berichts in der Pressearbeit – die Success Story (oder Case Study, deutsch Anwenderbericht oder Erfolgsgeschichte). Wenn diese gut geschrieben und an den richtigen Stellen platziert ist, kann sie viel mehr leisten als eine bloße Referenz. Sie erzählt vom Erfolg – dem des Kunden und dem eigenen. Sie stellt Dienstleistungen dar und bildet Prozesse ab, die dem potenziellen Neukunden zeigen, dass man´s drauf hat und Ähnliches schon erfolgreich leisten konnte. So erzählt nicht das Unternehmen von sich selbst und wirbt für sich, sondern es lässt die Kunden sprechen. Dies verleiht dem Inhalt Authentizität, dokumentiert die Erfahrungen des Unternehmens und schafft vor allem Vertrauen in die Produkte oder Leistungen.

Kurz und knackig

In der Kürze liegt auch hier die Würze, denn alles andere wird schlichtweg nicht gelesen. Die Länge sollte daher ca. zwei bis drei Seiten betragen. Zudem besteht das Dokument im optimalen Fall nicht nur aus Text, sondern auch aus Bildern, Logos und Grafiken. So entsteht ein gut lesbares Dokument, das man gerne bis zum Schluss studiert.

Auf vier Säulen ruht das Meisterwerk

Der Aufbau ist meist gleich, sehr übersichtlich und besteht aus vier Elementen. Üblicherweise berichtet man zunächst über den Kunden, der als Referenz dient. In einer kurzen Beschreibung erweist man ihm hier die Ehre, eine Darstellung über sein Unternehmen mit einzubauen, was nur fair ist, da er ja schließlich auch für die Success Story als Projekt herhält.

Anschließend beschreibt man in ein paar verständlichen Sätzen die spezielle Herausforderung dieses Projektes. Wo lag das Problem? Warum brauchte der Kunde dich und dein Unternehmen? Auch hier gilt die Regel: nicht für den Fachmann, sondern für den Laien schreiben. Wäre der potenzielle Neukunde/Leser ein Fachmann, bräuchte er deine Hilfe vermutlich nicht.

Zum Abschluss folgt der Lösungsteil. Hier wird das Produkt oder die Dienstleistung im praktischen Einsatz und aus dem objektiven Blickwinkel des Anwenders beschrieben. Besonders wichtig ist es hier, die Vorteile der Lösung aufzuzeigen und transparent zu machen, wie reibungslos und gut die Zusammenarbeit war. Dem Leser soll schließlich klar werden, wie zufrieden andere Kunden mit dir und deinem Unternehmen sind.

Last but not least gibt man dem Geschäftsführer oder Ansprechpartner der Referenz-Firma die Gelegenheit, sich positiv über das Projekt zu äußern. Es geht nichts über ein Zitat des Kunden, um Vertrauen und Glaubwürdigkeit zu schaffen. Wenn der Projektpartner in dieser Hinsicht nicht kreativ ist, macht das gar nichts. Ein vorformuliertes Zitat, für das (wie für den gesamten Text plus Bilder und Logos) eine Genehmigung zur Verwendung und Veröffentlichung beim Kunden eingeholt wird, reicht auch. Dieses kann man direkt zu Beginn als Teaser verwenden oder auch als Bestätigung zum krönenden Abschluss einbauen, je nach Gusto.

Wohin damit?

Success Stories können online und offline verwendet werden. Wir empfehlen aber in jedem Fall, die Success Story als hochwertiges PDF zu gestalten und online auf der Unternehmensseite zum Download bereitzustellen. Selbstverständlich kann man sie oder den Link dazu auf allen Social-Media-Kanälen posten und zum Beispiel im Newsletter publik machen. Als Vertriebswerkzeug macht auch eine ausgedruckte Version zur Akquise oft Sinn. Auch für die klassische PR können Success Stories relevant sein. Aber nur unter bestimmten Voraussetzungen. Die Success Story muss zum Anwenderbericht werden und gänzlich auf Marketing Floskeln und Eigenwerbung verzichten, denn diese sind für die Medien ein No-Go. Zusätzlich sollte der Bericht fundierten Content mit relevanten Informationen für das jeweilige Medium beinhalten. Nützlich sind hier immer ausführliche Zahlenmaterialien, Zusatzquellen, Proof Points und so weiter. Erfüllt dein Anwenderbericht die Anforderung des Nachrichtenwerts, ist es durchaus möglich, diesen auch der Fachpresse für deinen Unternehmenszweig anzubieten. Erfolgsgeschichte(n) zu schreiben macht also in jedem Fall Sinn – auf die eine oder andere Weise.