Wie man ein wirklich gelungenes Firmenporträt schreibt

Man kennt es von jeder Webseite. Oder aus jeder Firmenbroschüre. Denn zur Marketing-Strategie eines jeden Unternehmens gehört auch die öffentliche Darstellung – das Firmenporträt. Besonders spannend klingt das meist nicht, es ist nur ein informatives Muss. Manchmal aber fällt uns ein Firmenporträt positiv auf, weil es sympathisch oder pfiffig ist. Es nimmt uns dann sofort positiv für diese Firma ein. Wie man das als Unternehmen hinbekommt und diese Riesenchance nutzt? Wir verraten es euch.

Das Firmenporträt wird überall dort genutzt, wo sich das Unternehmen präsentiert und ist neben der Webseite und Broschüren oder Flyern auch ein guter Inhalt für Social-Media-Auftritte. Wichtig dabei ist im Sinne der Customer Journey eine gleichbleibende Aussage, die stets aktuell ist. Diskrepanzen oder veraltete Infos fallen schnell negativ auf. Bevor wir euch verraten, was gute Firmenporträts außerdem von schlechten Firmenporträts unterscheidet, braucht ihr aber erst einmal die Basics, die der Text immer enthalten sollte. Folgende Fakten gehören in jedem Fall dazu:

  • Gründungsjahr
  • Vollständige Namen des Gründers oder der Gründerin
  • Nennung des bzw. der Geschäftsführer(s) / der Geschäftsführerin(nen) mit vollständigem(n) Namen
  • Anzahl der Mitarbeiter
  • Sitz der Firma und ggf. weitere Standorte
  • Tätigkeitsbereich
  • Erfolge/Meilensteine/Auszeichnungen sofern vorhanden
  • Einige Worte zur Unternehmensphilosophie
  • Alleinstellungsmerkmal(e)

Das klingt erstmal nach lieblos aneinandergereihten Fakten – weder schön zu lesen noch als Marketinginstrument geeignet. Damit daraus ein fesselnder Text wird, müsst ihr folgende Fehler vermeiden:

Copy and Paste:

Klonen ist nicht erlaubt! Wo wird der Text stehen, wer wird ihn lesen? Auf der Webseite muss er förmlicher sein als auf der Facebook-Seite. Vermutlich ist auch die Zielgruppe eine andere. Zudem sollte er für die Social Media nicht zu lang sein, die Webseite verträgt auch etwas mehr Text, eine Firmenbroschüre je nach Inhalt noch mehr.

Harte Fakten, keine Menschen:

Zahlen erzählen wenig darüber, mit wem man es zu tun hat. Das genau aber wollen wir wissen. Zur Glaubwürdigkeit eines Unternehmens kann es deshalb extrem beitragen, das Porträt auf die Menschen hinter der Firma auszurichten.

Selbstbeweihräucherung und Fachsprache:

Das Porträt ist sozusagen die Eingangstür zum Rest deiner Selbstdarstellung und wird nicht nur von Experten deines Fachgebiets gelesen. Es sollte daher zwar Kompetenz vermitteln, aber lesbar sein und nicht vor Fachbegriffen wimmeln. Eine zu starke Betonung der eigenen Kompetenz solltest du unbedingt vermeiden. Sie schreckt eher ab, als zu beeindrucken.

Bruchwerk:

Alles sollte stimmig sein: Wenn dein Schreibstil im Firmenporträt konservativ und sachlich ist, sollte der Rest der Webseite – zum Beispiel die gewählten Bilder – dazu passen. Flippige Bilder und ein ganz klassischer Werbetext vermitteln dem Leser eine zwiespältige Darstellung. Andersherum genauso: Wenn du dich modern und ungezwungen darstellst, weil das zu deiner Zielgruppe passt, dann schrecken konservative Bilder eher ab.

Keine Geschichte:

Dein Alleinstellungmerkmal sollte klar rauskommen. Was kannst du besser als alle anderen? Was unterscheidet dich und dein Unternehmen von deinen Mitbewerbern? Warum das so ist, darf auch nicht fehlen. Was treibt dich also an und qualifiziert dich? Warum tust du, was du tust gerade auf diese Weise? Was hat zur Gründung der Firma geführt? Menschen interessieren sich für Menschen – und die machen schließlich das Unternehmen aus. Das wirkt authentisch, sympathisch und nahbar. Bleib aber kurz und knapp.

Noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Wenn alles verfasst ist, lass Abstand, lies nochmal und frag dich dann: Hätte ich nur fünf Sätze, um jemand Wichtigem zu beschreiben, wer wir wirklich sind und was wir tun, wären das dann diese?

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