Ist deine Webseite gut? 10 Fragen, die du dir stellen solltest

Fast jeder Business-Mensch hat heute eine Webseite – oder sollte eine haben. Sie ist deine Homebase, deine Visitenkarte. Gerade für weniger technikaffine Menschen ist die Erstellung in Eigenregie aber nicht ganz einfach. Wird diese Aufgabe einem Dienstleister übergeben, fragt man sich hinterher: Ist die Seite wirklich gut? Denn mal ehrlich: Wer von uns weiß schon, welche unbewussten Faktoren uns alle triggern und dazu bringen, eine Webseite zu mögen? Wir haben 10 Fragen zusammengestellt, mit denen ihr dem Rätsel „gute Webseite“ auf die Spur kommt.

  1. Was ist das primäre Ziel deiner Webseite? Willst du online gefunden werden oder Produkte verkaufen? Erst wenn du dir diese Frage beantwortest, weißt du, ob die Ausrichtung deiner Webseite richtig ist.
  2. Stimmt deine Botschaft? Ist das Ziel deiner Seite klar, überprüfe deine Texte: Sagen sie das, was du vermitteln möchtest?
  3. Verleiten deine Überschriften zum Weiterlesen? Fakt ist: Die Absprungrate bei Webseiten ist extrem hoch. Die meisten User verweilen lediglich ein paar Sekunden auf deiner Seite. Sei kritisch und frage dich: Würde ich nach dieser Überschrift weiterlesen? Wenn nicht, ändere die Headlines. Tipps dafür bekommst du z. B. in unserem Blogbeitrag zum Thema wirksame Überschriften.
  4. Ist jeder Text nötig? Zu viel Text schreckt User ab. Untersuche: Welche Sätze kann ich streichen, ohne dass Wichtiges verloren geht? Kürze deine Texte dementsprechend und mache deine Webseite etwas „luftiger“.
  5. Gehe tiefer in die Textanalyse: Nutzt du knackige, prägnante Sätze und starke Verben? User bevorzugen aktive, kurze Wortgefüge. Tipps für gute Verben erfährst du hier.
  6. Verwendest du Marketing-Blabla? Wichtig: Das Kind beim Namen nennen. Streiche alle schwammigen Standard-Ausdrücke (hochwertig, innovativ, modern usw.) und ersetze sie durch konkrete Formulierungen.
  7. Oder sprichst du Fach-Chinesisch? Tausche alle Wörter, die für den Standard-Webseiten-Besucher nicht verständlich sind.
  8. Möchtest du, dass der User etwas tut? Falls ja, machst du diesen Schritt für ihn leicht und attraktiv? Call-to-action-Buttons helfen dem User, zu reagieren.
  9. Passt der Look zu meinem Unternehmen? Der erste Eindruck zählt. Das Erscheinungsbild muss stimmen und zu deinem Unternehmenslook passen. Prüfe die verwendeten Farben, Schriften und Bilder: Wurden deine Unternehmensstandards benutzt? Gibt es noch kein Corporate Design, lege eine Hausschriftart und deine Firmenfarben fest und gebrauche diese in Zukunft auf allen Kanälen.
  10. Ist meine Webseite benutzerfreundlich gestaltet? Auch Navigation und Verlinkungen müssen funktionieren. Das Design sollte zudem responsive sein, das heißt auch auf dem Handy korrekt angezeigt werden. Ist bei der mobilen Ansicht alles am falschen Platz, wirkt das sehr unseriös.

Wo geht die Reise hin? Die Zukunft der Sprache

Sprache kann einen und trennen. Die gleiche zu beherrschen ist eine Grundvoraussetzung für gelungene Kommunikation. Vielleicht ist das bald leichter, als wir denken. Denn zum ersten Mal rückt der Gedanke einer Universalsprache in den Bereich des Denkbaren. Diese Idee ist alles andere als neu: Einheitliche Hochsprachen gab es schon häufiger. Latein ermöglichte es den Römern, mit allen Untergebenen und Unterworfenen bis in die hintersten Winkel des römischen Weltreiches zu kommunizieren. Oder im Mittelalter dem Adel und Klerus als hegemoniale Brücke zu dienen. Die Einführung von Hochdeutsch oder Oxford English diente dazu, einen weitreichenden Kommunikationsstandard zu etablieren. Der Wunsch nach einer Einheitssprache ist demnach sehr alt und wird getragen von der Vision, den menschlichen Austausch zu erleichtern.

Social Mischmasch

Insbesondere die tiefgreifenden Veränderungen des Sozialverhaltens durch neue technische Optionen und globalisierte Kanäle führen einerseits zu einer neuen Verwendung der Sprache, die immer mehr Richtung Universalsprache driftet. Gesprochenes, Geschriebenes und Zeichensprache verschmelzen durch soziale Medien und Co. zu einer Spracheinheit, die hauptsächlich der schnellen Verständigung dient. Die vormals starre, standardisierte Schriftsprache gerät in Bewegung und wird in solchen Kanälen und Chats durchdrungen von der fließenden, sich stetig verändernden gesprochenen Sprache. Geschriebenes wird so formuliert, dass es dem Gesprochenen ähnelt und neue Kodierungen strömen in die Schriftsprache ein. Die Anzahl der Kommunikationspunkte wächst dank Instagram, TikTok und Co. und mit ihr gleichzeitig die schriftlichen Zeugnisse digitaler Sprache.

Weg vom Standard hin zu persönlichen Slangs

Von einer einheitlichen Standardsprache sind wir dennoch oft weit entfernt. Denn die Sprache wird freier und ist geprägt von individuellen Eigenarten und gruppenspezifischen Slangs. Wo viele aus diesem Grund vom Verfall der deutschen Sprache sprechen, sehen andere darin eine Möglichkeit für Entwicklung und Wachstum: Vor ungefähr hundert Jahren wurde der deutsche Wortschatz auf circa 3,7 Millionen Wörter geschätzt. Heute sind es 5,3 Millionen. In ihrem dritten Bericht zur Lage der deutschen Sprache bezeichnet die „Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung“ nicht ohne Grund Deutsch als „Sprache im Werden“. Der „normfreie“ Raum in den digitalen sozialen Kanälen macht einer neuen Sprachkreativität Platz, die den deutschen Wortschatz (und alle anderen Sprachen auch) wachsen lässt.

2200 nur noch 100 Sprachen

Der Wortschatz wächst, doch die Zahl der eigenständigen Sprachen wird dabei immer kleiner. Für das Jahr 2200 prognostizieren die Forscher nur noch 100 eigenständige Sprachen weltweit. Eine Abnahme ist auch jetzt schon zu verzeichnen: Statt der geschätzten 7500 Sprachen im Jahr 1500 werden heute nur noch 7000 eigenständige Sprachen erfasst. Zu den 100 überlebenden Sprachen werden den Wissenschaftlern zufolge mit großer Wahrscheinlichkeit Englisch, gefolgt von Deutsch, Französisch, Japanisch, Spanisch und Chinesisch zählen, denn diese waren schon im Jahr 2007 die meist vertretenen im Internet. Immerhin 121 Millionen Menschen weltweit sprechen Deutsch und mehr als ein Viertel aller weltweit publizierten Bücher wird in Deutsch gedruckt.

Immer weniger Sprachenvielfalt, aber alles im Fluss?

Wo geht also der Trend hin? Zur lokalisierten, individualisierten Sprache mit Peergroup-Slang, die sich immer mehr dem Gesprochenen annähert? Wir bedienen uns zukünftig einer immer geringeren Zahl von einzelnen Sprachen, aber gleichzeitig werden diese in unglaublichem Tempo komplexer, kleinteiliger, spezieller und umfangreicher? Wohin soll das führen? Wie soll Kommunikation dann noch funktionieren? Eine Antwort lautet: mit Metatext und KI. Spracherweiterung durch Kurzelemente, die als Zusammenfassung von komplizierteren Beschreibungen fungieren (z. B. Emojis) schließen die Verständnislücken, die durch individualisierte Sprache ohne Standards entstehen. Sie nehmen eine erweiterte Bedeutung an, die als Brücke dient und komplexe Botschaften im Kontext transportieren kann.

Ein riesiges digitales Archiv hilft der KI

Linguisten sehen in der Nachverfolgbarkeit dieser Texte (da die meisten in den digitalen Kanälen öffentlich sind) eine Chance zur digitalen Erfassung aller Bedeutungen und Sprachebenen, die dann zur Entwicklung einer Universalsprache dienen könnte. Denn: Wir werden weltweit immer weniger, aber komplexere Sprachen verwenden. Damit steigt auch der Schwierigkeitsgrad der Verständigung. Die langfristige Forscher-Prognose sieht wegen dieses Problems die Herrschaft der sprechenden Maschinen voraus. KI analysiert sämtliche Texte im Net und stellt mit sogenannter „Korpuslinguistik“ den Sinngehalt der Texte, die Häufigkeit der Wortverwendung und Zusammenhänge über die grammatikalische Richtigkeit. Einmal analysiert und erfasst, lässt sich der Sprachinhalt dann in sämtliche Sprachen übersetzen und weitergeben. Und da ist sie, die Universalsprache der Zukunft: Wir sprechen die Maschine an, die Maschine spuckt den Inhalt beim Gegenüber in der Sprache aus, die verstanden wird. Der Universalübersetzer aus Star Trek lässt grüßen. Und mal ganz ehrlich: Weit entfernt sind wir mit Google Translate, Alexa, Siri und Co. doch gar nicht mehr, oder?

7 Tipps für Teaser, die Klicks auslösen

Das Verb „to tease“ bedeutet eigentlich so viel wie necken oder provozieren. Und genau das soll ein guter Teaser-Text auch tun. Denn das Wichtigste bei diesem kleinen Text ist die Neugierde. Wenn es dein Text nicht schafft, Interesse auszulösen, hat er versagt. Wir zeigen dir, was du beachten musst, damit deine Teaser richtig zum Weiterlesen reizen.

Ein Teaser ist deine verkürzte Message, auf ein Minimum reduziert. So verschaffst du dem Leser einen maximal schnellen Überblick über den weiteren Inhalt – ohne zu viel zu verraten. Nützlich ist das überall dort, wo man für mehr Info klicken muss: bei Blogs, Webseiten oder Landingpages.

  1. Weil er sozusagen die Essenz deines Textes ist, ist er fast immer am schwierigsten zu texten und sollte erst zum Schluss geschrieben werden. Jedes Wort zu viel macht ihn steif und langatmig.
  2. Es geht um Lesetempo. Sätze mit mehr als neun Wörtern sind zu lang. Vermeide deshalb Nebensätze. Die optimale Gesamtlänge beträgt bis zu 250 Zeichen oder 3-4 Sätze.
  3. Nur ein Thema pro Satz. Unser Hirn mag bei Eile kleine Häppchen.
  4. Vermeide Substantivierungen. Auch die Anzahl der Substantive solltest du prüfen. Zu viele lassen den Lesefluss stocken.
  5. Denk sorgfältig über die Wortwahl nach. Verkürze, wenn nötig lange Worte oder verwende Synonyme.
  6. Das betrifft auch deine Verben. Sie sollten aussagekräftig und trennscharf sein. Aus „unterstützen“ kann zum Beispiel „fördern“ oder „beflügeln“ werden.
  7. Genauso ist es bei den Adjektiven: sie sollen Assoziationen auslösen und dürfen ruhig gesteigert werden: felsenfest, blitzschnell oder brandneu verstärken deine Aussage. Aber Achtung: nicht übertreiben!

Mut zur Lücke – hier gehört ein Leerzeichen hin

Manchmal ist ein Leerzeichen wirklich zu viel – bei Deppenleerzeichen zum Beispiel, die zwischen selbst erfundenen Wortschöpfungen stehen und eigentlich ein Bindestrich sein sollten. Aber manchmal müssen sie orthografisch sein. Oft gerade da, wo viele von uns sie nicht vermuten. Wir haben ein paar Regeln für euch zusammengestellt.

Leerzeichen vor und nach Satzzeichen (,.!?)

Bei Komma, Punkt, Semikolon, Doppelpunkt, Fragezeichen und Ausrufezeichen gilt laut Duden: vorher kein Leerzeichen, danach schon.

Leerzeichen nach Bindestrich (-)

Beim Bindestrich wird kein Leerzeichen gesetzt. Beim Gedankenstrich allerdings schon. Dieser, auch Parenthesestrich genannt, ist übrigens auch länger als ein üblicher Bindestrich.

Vor und nach dem Schrägstrich (/)

Setzt man vor und nach dem Schrägstrich ein Leerzeichen? Die Empfehlung des Dudens: Steht nur jeweils ein Wort vor und nach dem Schrägstrich, setzt ihr kein Leerzeichen, z. B. Januar/Februar. Sind es jedoch mehrere Wörter, die davor und/oder danach stehen, sollte ein Leerzeichen gesetzt werden, um Missverständnisse zu vermeiden, also Ende Januar / Anfang Februar.
Leerzeichen vor und nach Prozent (%)

Laut Duden gehört vor das Prozentzeichen ein fester Zwischenraum. Bei Ableitungen entfällt das Leerzeichen. Zum Beispiel bei 40%igem Rum. Das gilt übrigens auch für das Paragrafenzeichen (§) und das kaufmännische Und (&).

Leerzeichen vor und nach Auslassungspunkten (…)

Setzt man bei Auslassungspunkten ein Leerzeichen? Dann, wenn die Punkte für ein komplettes Wort oder einen Satzteil stehen. Nicht, wenn nur ein Wortteil ausgelassen wird. Satzzeichen werden ohne Leerzeichen angeschlossen. Einen zusätzlichen Schlusspunkt setzt man übrigens nicht.

Leerzeichen nach Klammer ( )

Hier drückt sich der Duden klar aus. Klammern schreibt man ohne Leerzeichen vor und nach dem Text in der Klammer.

 

 

Das Rezept für wirklich gute Teaser

Neugier ist eine grundlegende menschliche Eigenschaft. Gute Teaser nutzen genau das aus. Macht ein Teaser neugierig, liest man weiter. Doch wie genau sieht ein guter Teaser aus? Wir haben das Rezept mit den ultimativen Tipps für euch.

Zutaten

  1. Knackige Sätze

Wir lesen Teaser als Appetithäppchen. Wir wollen wissen, ob uns das ganze Menü schmeckt.

Appetithäppchen sind klein und so sollten auch Teaser-Sätze sein. Mundgerecht und nur so um die neun Wörter.

  1. Kräftige Wörter

Auch die Zutaten sollten klar erkennbar sein. Das heißt: einfache, kurze Wörter, keine komplizierten Wortkonstruktionen. Vor allem sollte die Wortwahl zur Zielgruppe passen.

  1. Aromatische Verben

Auch wenn ein Häppchen einfach gehalten ist, sollte es geschmacklich überzeugen. Dementsprechend sollten eure Verben aussagekräftig und vielsagend sein. „Kaufen“ kann auch „Schnäppchen machen“ sein, „gehen“ auch „schlendern“. Macht dem Leser Appetit auf mehr!

  1. Gepfefferte Adjektive

Ebenso wie die Verben tragen auch die Adjektive zum delikaten Genuss bei. Sind sie aussagekräftig und bildreich, werden unsere Geschmacksknospen angeregt- oder eben zum Weiterlesen.

  1. Keine komplizierten Zusatzstoffe

Für gute Teaser gilt: Zu viele Substantive und Substantivierungen vermeiden. Beim Probieren greifen wir auch eher zu bekanntem als zu ausgefallenen Häppchen, deren Bestandteile wir nicht kennen. Manchmal reagieren wir sogar allergisch darauf. Regel: Einfach ist oft besser.

Zubereitung

Ihr könnt euren Teaser auf mehrere Arten zubereiten. Alle Zubereitungsarten funktionieren, schmecken aber etwas unterschiedlich.

Geht ihr eher journalistisch vor, solltet ihr die klassischen W-Fragen (Wer, Wie, Wo, Was, Wann, Warum) im Teaser beantworten. Euer Teaser lockt dann über Information und sollte auch mit Zahlen und Fakten glänzen. Das verleiht Glaubwürdigkeit.

Wenn ihr eher über Storytelling herangeht, wird euer Teaser etwas persönlicher geraten. Der Anfang eurer Geschichte sollte dann so schmackhaft sein, dass der Leser gar nicht genug davon bekommen kann.

Manchmal können auch Bitterstoffe verlockend sein. Weist in eurem Teaser auf ein bestehendes Problem hin. Oft erkennt sich der Leser darin wieder und will eure Lösung dazu kennenlernen.

Oder aber ihr lockt mit dem Honigtopf. Das Versprechen eines unwiderstehlichen Geschmacks (oder aber die Vorteile eures Produktes) können selbstverständlich auch reizen. Auch der Traum vom Idealzustand führt oft dazu, dass man weiterliest.

Egal, wie ihr ihn auch anlegt, er sollte maximal 250 Zeichen (3-4 Sätze) lang sein. Die meisten davon sollten maximal 9 Wörter haben. Die Überschrift und auch den Teaser solltet ihr außerdem immer zuletzt verfassen. Dann erst ist euch die Essenz eures Gerichts und die tatsächliche Geschmacksrichtung klar. 😉 Wir wünschen gutes Gelingen.

Entspannt ins neue Jahr – kein Problem mit Listen

Das neue Jahr bringt sie immer wieder mit sich: Vorsätze und To-do-Listen. Das ist auch gar nicht so schlimm, wie es klingt. Denn neue Studien beweisen, dass Listen schreiben uns dabei hilft, Stress abzubauen.

Wenn wir zukünftige Aufgaben konkret auf eine Liste schreiben, können wir ein gedankliches Häkchen setzen, das uns beispielsweise besser schlafen lässt. Vielen Menschen macht das Abhaken der To-do-Listen regelrecht Spass, weil es ein Gefühl von Kontrolle und Erfolg vermittelt. Warum es sich aber auch für diejenigen lohnt, die sich durch Listen bevormundet und in ihrer Freiheit eingeengt fühlen, verraten wir euch hier. Denn Listen sind gut für unser Gehirn UND für unsere Seele.

Konkretisiertes dümpelt nicht mehr ziellos im Hirn herum

Um eine Liste schreiben zu können, muss unser Verstand Ordnung schaffen. Wir müssen filtern, zusammenfassen, priorisieren und konkretisieren. Haben wir die Aufgaben also in Worte und eine Reihenfolge gebracht, fühlen wir uns buchstäblich aufgeräumter. Unser Hirn freut sich, denn es liebt Schubladen. Positiver Nebeneffekt: Was man aufgeschrieben hat, behält man besser. Auch das gibt ein zusätzliches Gefühl von Kontrolle. Diese wirkt sich unbewusst auf unseren Stressfaktor aus. Ein Team um den Forscher Michael Scullin von der Baylor Universität in Waco, Texas prüfte zwei Gruppen. Eine sollte abends im Bett eine To-do-Liste schreiben, die andere (Kontrollgruppe) sollte aufschreiben, was sie den Tag über geschafft und erledigt hatte. Das Ergebnis ist erstaunlich: Die Schreiber der To-do-Liste schliefen deutlich schneller ein als die Gruppe mit der Erfolgsbilanz. Auch der Konkretisierungs-Faktor spielte eine Rolle: Je konkreter die Liste oder die Bilanz waren, desto mehr verstärkte sich der Effekt.

Planung führt zu mehr Effizienz

Wer die To-dos priorisiert, hat einen Plan vor Augen und kann so regelmässig überprüfen, ob das (zeitliche) Ziel eingehalten wurde. Dazu gehört zudem auch eine konkrete Planung von Zwischenschritten, die man ohne schriftlichen Plan gerne vergisst. Laut Forschern führt dieser „Priming-Effekt“ zur schnelleren und besseren Erledigung der Aufgaben. Auch psychologisch können wir davon profitieren: Listen machen aus großen Problemen kleine, überschaubare Problemchen. Diese erscheinen uns weniger unlösbar. Die Angst vorm Kontrollverlust schwindet und wir sind beruhigt, denn wir sehen nicht die ganze Straße auf einmal, sondern Meter für Meter.

Den Schalter umlegen

Listen schaffen es, den Schalter im Gehirn von Reaktion auf Aktion umzulegen. Mit dem konkreten Wissen um die noch zu erledigenden Aufgaben lassen wir uns erwiesenermaßen durch Störungen von außen weniger ablenken. Denn wir haben ein Ziel im Sinn, auf das wir andere dann auch verweisen und leichter mal „Nein“ sagen können. Zusätzlich schaltet das Hirn durchs Listenschreiben von „offen“ zwar noch nicht auf „erledigt“, aber immerhin schon auf „in Arbeit“. Das entstresst uns, weil uns bereits angegangene Dinge weniger belasten als gänzlich Unerledigtes.

Viele gute Gründe für To-do-Listen, oder? Wie man sie perfekt schreibt und worauf man achten sollte, erzählen wir euch dann in Kürze.

Hier könnt ihr mehr über die Studien lesen:

https://www.fastcompany.com/3063392/how-writing-to-do-lists-helps-your-brain-even-when-you-dont-comple

https://www.herfamily.ie/wellness/the-simple-five-minute-trick-that-can-help-you-get-to-sleep-quicker-293299

Hier findest du den richtigen Text für deine geschäftlichen Weihnachtsgrüße

Plötzlich ist wieder Weihnachten. Alle Jahre wieder sitzen wir vor den Weihnachtskarten für unsere Kunden, Geschäftspartner und Lieferanten und grübeln über den richtigen, den passenden Text für die Weihnachtsgrüße. Schwierig, denn zu Weihnachten sollte der Grußtext einerseits die persönliche Note haben, andererseits aber nicht zu aufdringlich sein. Er sollte einen ehrlichen Dank und Wertschätzung zeigen, aber nicht „schleimen“.

Wir haben uns im Netz umgeschaut und viele tolle Seiten entdeckt, die wunderbare Texte, Sprüche und Zitate bieten. Natürlich sollen diese Texte dir nur eine Inspiration sein, denn der ganz persönliche Text ist das Beste, was du Kunden, Geschäftspartnern und Lieferanten bieten kannst.

Quellen der Inspiration

Die Druckerei „Die Kartenmacherei“ bietet dir gleich eine ganze Liste von deutschen und englischen Textvorschlägen.

Nicht ganz so kreativ, aber dennoch passend sind die Texte, die du bei weihnachtssprüche.eu  findest.

Bei Rosemood findest du ganz viele Zitate – von den Klassischen bis zu Originellen und Inspirierenden

Bei weihnachtsgedichte-sprueche.net und bei talu.de werden passende Zitate in einem individuellen Text aufgegriffen und verarbeitet. Finde ich eine gute Idee.

Und auch im RAAB Verlag Magazin findest du viele nette Anregungen.

Eigene Texte

Als Textagentur sind wir natürlich auch selbst in der Lage, individuelle Texte für Weihnachtsgrüße zu formulieren. Hier ein Beispiel, das wir für unsere Kunden, eine Druckerei, getextet haben:

Es wird still in der Druckerei,
so schnell ist die Adventszeit vorbei.
Unsere Druckmaschinen werden nun abgeschaltet,
die Halle ist weihnachtlich gestaltet.
Die Maschinen hören auf zu knattern,
die Blätter werden nicht weiter flattern.
Denn nun beginnt die Weihnachtszeit,
und alle Kollegen sind bereit.
Wir freuen uns auf die Weihnachtstage,
auf Ruhe und Entspannung, keine Frage.
Zeit für uns, sich bedanken,
bei Kunden, Partnern und Lieferanten.
Wir wünschen Ihnen ein frohes Fest,
und fürs kommende Jahr, all the best.

Und zum Abschluss unser persönlicher Lieblingstext zu Weihnachten:

Es wird Weihnachten
vergessen wir den Lärm der Welt.
Es ist an der Zeit
wieder einmal Ruhe zu gewinnen,
Kraft zu schöpfen und sensibel zu werden
für die scheinbar kleinen Dinge ,
die uns nachdenklich machen.

(aus SPRUCHZEIT von Josè Flume und Heide Huchel)

Was auch immer du deinen Kunden, Freunden, Partnern und Lieferanten zu Weihnachten schreibst, wir sind sicher, dass es von Herzen kommt.

Absolut anders und absolut eingängig – Anapher und Alliteration in der Werbesprache

Was Personifikationen in der werblichen Sprache bringen und wo sie genutzt werden, haben wir euch vor Kurzem bereits vorgestellt. Doch die deutsche Sprache besitzt zahlreiche weitere Stilmittel, von denen die Werbung fleißig Gebrauch macht. Zwei, die auch auf der Rankingliste ganz oben stehen, möchten wir euch heute vorstellen: Die Anapher und die Alliteration.

Vom Prinzip her simpel: die Anapher

Schwierig ist es nicht und Beispiele kennt sicher jeder: Eine Wiederholung des Anfangswortes bei aufeinander folgenden Sätzen, Versen oder Strophen nennt man Anapher. Sie ist zwar ein einfaches Stilmittel, mit ihr lässt sich jedoch große Wirkung erzielen. Deshalb fand sie früh Eingang in die Werbung. Bekannte Beispiele sind „Carglass repariert, Carglass tauscht aus.“, „Keine Staus. Keine Termine. Keine Hektik. Kein Stress. Keine Kompromisse. Kein anderes Bier. – Jever.“ oder „Noch intuitiver. Noch intelligenter. Noch mehr du. (Apple watchOS)“.

Aber was genau bewirkt diese Wiederholung? Ist sie nicht eher ein bisschen einfallslos und nervig? Ganz im Gegenteil. Sie verleiht dem Slogan in einer Zeit der kurzen Aufmerksamkeitsspanne viel mehr Eindringlichkeit, steigert den Eindruck und sorgt dafür, dass die Botschaft und der Markenname im Gedächtnis bleiben. Man merkt sich „Gute Preise. Gute Besserung.“ eben viel leichter als „Tolle Preise. Gute Besserung.“

Trickst auch das Gedächtnis aus – die Alliteration

Wenn Wörter innerhalb eines Satzes mit demselben Buchstaben oder demselben Anlaut beginnen, spricht man von einer Alliteration. Da unsere Anlaute in der alltäglichen Sprache eigentlich heterogener sind, sticht eine Alliteration immer heraus und fällt auf. Auch hier sorgt der Gleichklang zudem für eine bessere Merkbarkeit und trickst damit das Gedächtnis der potenziellen Kunden aus. Selbst wenn uns der Slogan nicht besonders gefällt, haben wir ihn uns gemerkt und greifen Studien zufolge im Supermarkt eher zum betreffenden Produkt. Denn die sogenannte „brand awareness“ gilt als Grundvoraussetzung dafür, dass ein Konsument das Fabrikat für eine Kaufentscheidung in Betracht zieht. Mitunter reicht bereits die Bekanntheit einer Marke, um intuitive wie rationale Kaufentscheidungsprozesse zu lenken. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn mehrere Marken ein vergleichbares Produkt anbieten. Kennen wir den Markennamen – weil wir ihn uns leicht merken konnten – vermittelt er uns unbewusst ein Gefühl der Sicherheit und Verlässlichkeit durch die langjährige und starke Präsenz am Markt. Für Alliterationen gibt es unzählige Beispiele: „Gelb. Gut. Günstig. (Yello Strom)“, „Lidl lohnt sich.“ oder „Actimel aktiviert Abwehrkräfte.“ sind nur einige bekannte.

Willst du die Bekanntheit deiner Marke also steigern, ist es vielleicht Zeit für einen neuen Slogan. Und warum nicht einen mit einem der beiden Stilmittel, der sich schnell ins Gedächtnis einbrennt? Anders. Aufregend. Absolut eingängig. Anapher und Alliteration.

Geheimtipp Grice´sche Konversationsmaximen: Wie du sie in der PR nutzen kannst

Kommunikation ist nicht immer eindeutig. Familienstreits oder misslungene Gehaltsgespräche sind dafür nur ein Beispiel. Im Alltag treffen wir auf eine Vielzahl von Situationen, in denen wir uns wünschen, die Konversation würde besser laufen. Auch in der Pressearbeit spielt gelungene Kommunikation eine große Rolle. Vor mehreren Jahrzehnten hat der englische Sprachphilosoph Paul Grice die sogenannten Grice´schen Konversationsmaximen aufgestellt, unter deren Berücksichtigung ein Gespräch deutlich zielgerichteter laufen soll. Das wiederum könnte ein echter Booster für deine PR sein. Was genau solltest du besser machen? Wo setzt du die Regeln ein? Wir haben die Maximen für dich kurz zusammengefasst.

Die Basis muss stimmen

Das Prinzip ist: Alle Teilnehmer der Konversation versuchen, den Gesprächsbeitrag zielführend zu gestalten. Diese Grundregel ist besonders für Journalisten extrem wichtig. Denn hier gilt wie überall im Business: Zeit ist Geld. Bekommen die Journalisten alles, was sie benötigen mit möglichst wenig Zeitaufwand, wissen sie das sehr zu schätzen. Ein Beispiel sind Pressemitteilungen, die knackig geschrieben sind. Das gelingt mit den vier Maximen.

  1. Maxime der Quantität (Maxim of Quantity)

Sage, was nötig für den Zweck des Gesprächs ist – aber nicht mehr / nichts Unnötiges.

Für alle E-Mails und Pressemitteilungen sowie Statements gilt: Fasse dich kurz und reduziere deine Inhalte auf das absolut Wesentliche. Denn nicht nur die Zeit der Journalisten ist knapp, sondern auch die Aufmerksamkeitsspanne aller anderen Leser.

  1. Maxime der Qualität (Maxim of Quality)

Versuche, einen Gesprächsbeitrag zu liefern, der wahr ist. Sage nichts, wovon du glaubst, dass es falsch ist und nichts, von dem du nicht weißt, ob es wahr ist.

Auch hier passt die Maxime perfekt zum Journalismus. Wahrheit und geprüfte Fakten sind essenziell für gute Berichterstattung und unabdingbar für deine Presseinhalte.

  1. Maxime der Relation / Relevanz (Maxim of Relevance)

Sage nichts, was nicht zum Thema gehört, wechsle nicht das Thema. Beachte den Kontext und das Vorwissen der Teilnehmenden.

Stringenz muss auch in Pressetexten sein. Bringe deshalb nicht zwei Inhalte in einem Text unter. Schweife nicht ab und beachte dein Zielgruppen-Sprach-Niveau.

  1. Maxime des Stils / der Modalität (Maxim of Manner)

Vermeide Unklarheit. Vermeide Mehrdeutigkeit. Vermeide unnötige Weitschweifigkeit. Vermeide Ungeordnetheit.

Deine Texte für die Presse sollten gut geschrieben sein und einem roten Faden folgen. Deine Sätze solltest du trennscharf formulieren und sie sollten inhaltlich logisch aufeinander aufbauen.

Zusammengefasst bedeutet das: Wenn du möchtest, dass deine Botschaft ankommt, dann äußere dich informativ, wahr, themenbezogen, klar und deutlich! Wenn du deine Texte demnächst nach dem Schreiben noch einmal streng auf diese Kriterien hin prüfst, kannst du sicher ein bisschen optimieren. Die Presse wird es dir danken. 😉

 

Der Fuß in der Tür: 7 Tipps für die perfekte Betreffzeile

Sie ist Teaser, Trailer, Kurzvorschau und Türöffner: die Betreffzeile. In einer Mail – vor allem in einer werblichen – gibt es nichts Wichtigeres. Wenn die Betreffzeile nicht stimmt, wird die Mail gar nicht erst geöffnet. Aber wie verfasst man eine gute Betreffzeile, die Leser animiert? Wir haben 7 unverzichtbare Tipps für dich zusammengestellt, die deine Öffnungsrate in die Höhe treiben.

  1. Das Wichtigste zuerst

Der Aufbau ist ganz simpel: Du fragst dich, was im Fokus deiner Mail steht. Das gehört an den Anfang. Bewirbst du eine Rabatt-Aktion auf Nachtwäsche, startest du beispielsweise mit „Nachtwäsche zum Träumen: Nur heute 20 % Rabatt.“ Dem Leser wird sofort klar, um was es geht und welchen Mehrwert er hat.

  1. Angst, was zu verpassen

Bleiben wir beim oben genannten „Nachtwäsche zum Träumen: Nur heute 20 % Rabatt.“. Neben dem Fokus (Nachtwäsche) und dem Mehrwert (Rabatt) ist das kleine bisschen Druck entscheidend, das durch die Worte „Nur heute“ aufgebaut wird. Guck mal in deine Nachrichten: Im Marketing macht man sich die sogenannte „Fear of missing out“ sehr häufig zunutze. Weil bewiesen ist, dass sie Menschen aktiviert, zu handeln.

  1. In der Kürze liegt die Würze

Dein Satz ist nun schon grob geschrieben. Jetzt streichst du jedes nicht unbedingt nötige Wort wieder raus. Kommt dir komisch vor und klang vorher besser? Kann sein, ist aber wichtig. Denn jeder Buchstabe jenseits der 50-Zeichen-Marke wird in einigen Browsern nicht mehr angezeigt. Mit mehr als 50 Zeichen verstümmelst du also deine Botschaft und reduzierst deine Chancen, gelesen zu werden.

  1. Rechtschreibung prüfen

Was deine Chancen ebenso verringert, sind Rechtschreibfehler in deiner Betreffzeile, denn sie fallen dort dramatisch verstärkt auf. Auch wenn es für ein paar Worte vielleicht lächerlich wirkt: Jage deine Betreffzeile durch eine kostenlose Online-Rechtschreibprüfung. Kostet nur ein bisschen Zeit und lohnt sich.

  1. Vermeide Spam-Wörter

Einmal im Spam-Ordner wird deine Mail garantiert nie gelesen. Vermeide also Wörter, die auf dem „Spam-Index“ stehen. Dazu gehören unter anderem: kostenlos, gratis, umsonst, geschenkt, hot, sexy, Casino, Spielbank, dringend, Wörter in GROSSBUCHSTABEN und mehrere aufeinanderfolgende Sonderzeichen wie „!!!“, „€€€“ und „$$$“.

  1. Persönlich kommt besser

Wenn möglich, ist eine persönliche Ansprache das Optimum. Wenn man den Namen des Mailempfängers nicht kennt, gibt es zumindest etwas persönlichere Alternativen. Die findest du, wenn du dir kurz über die Zielgruppe konkrete Gedanken machst. Dann kommst du auf „Lieber Angel-Freund“, „Hallo Fashion-Victim“, „Guten Morgen Weihnachts-Fan“ oder „Lieber Bücherwurm“. Der Leser fühlt sich erkannt und zugehörig.

  1. Zu guter Letzt mit Witz an den Anfang

Der letzte Tipp sind eigentlich zwei, sie gehören aber zusammen. Dass du die Betreffzeile deines Newsletters erst schreibst, wenn du mit dem Newsletter selbst fertig bist, ist eh schon klar.

Wir aber empfehlen dir, den ganzen Betreff noch mal zu verwerfen. Wenn du fertig bist, überlegst du: Wie könnte ich meine Leser zum Schmunzeln bringen? Gibt es vielleicht ein Wortspiel mit den Begriffen in meiner Betreffzeile oder könnte ich ein Sprichwort oder einen Songtitel abwandeln? Erfinde ich vielleicht einfach eine neue Wortkombination, die lächeln lässt? Zugegeben, das klappt nicht immer und sollte auch sparsam eingesetzt werden. Wenn es aber gelungen ist, hat es einen enormen Wert für das Image der Marke. Hier ein paar Beispiele:

„Angel dir die dicksten Fische: heute 20 % auf Köder.“

„Designer-Bettwäsche von JOOP! – traumhaft günstig.“

„When doves cry – 10 ultimative Tipps gegen Vogelkot.“

„Weihnachts-Deko-Desaster? 5 unverzichtbare Tipps.“