So erstellst du den perfekten Presseverteiler – 4 unverzichtbare Tipps

Du hast ein tolles Unternehmen oder Produkt und möchtest damit gern in die Presse? Grundsätzlich ist das eine gute Idee und auch immer einen Versuch wert. Wie man eine gelungene Pressemitteilung schreibt, haben wir hier schon erklärt. Aber an welche Medien wendet man sich? Wir geben dir 4 unverzichtbare Tipps für deinen perfekten Presseverteiler.

  1. Einen Überblick bekommen

Um zu wissen, wen du ansprechen sollst, musst du erst einmal erfahren, welche Medien es gibt. Aber wo findest du eigentlich einen Überblick über die Medienlandschaft? Ganz einfach: im Internet. Es gibt zahlreiche Seiten, die entweder als Datenbank einen Überblick bieten (z.B. zdb-katalog.de) oder als Online-Kiosk fungieren, in denen du die Zeitschriften erwerben und deshalb auch meist einen Blick reinwerfen kannst (z.B. ikiosk.de). Suche dir ein paar Seiten raus und mache dich mit den Filtern (Erscheinungsland usw.) und den Suchfunktionen (Thema, Titel) vertraut. Hier wirst du deine Medien finden, sobald du die restlichen Tipps befolgst.

  1. Deine Motivation erforschen

Kläre vorab folgende Frage: Warum möchtest du eigentlich in die Presse? Was erhoffst du dir von einer Veröffentlichung? Die Gründe können völlig unterschiedlich sein und hängen unmittelbar mit der Auswahl für deinen Presseverteiler zusammen. Möchtest du den bereits guten Ruf bei deiner Stammkundschaft festigen? Oder ganz neue Kunden erreichen? Möchtest du einen Artikel einfach als Referenz für deinen Vertrieb nutzen oder dir vielleicht sogar einen Ruf als Experte aufbauen? Je nachdem, was du erreichen willst, sortierst du deine Liste vor: Bei deinen Stammkunden kennst du die Branche, filtere deshalb nach entsprechenden Suchbegriffen. Wenn du neue Kunden willst, dann frage dich, was diese lesen und suche nach Medien, die eben dies bedienen. Als Referenz für Vertriebszwecke machen sich renommierte Medien – aber unter Umständen auch regionale Zeitungen – besonders gut. Für einen Expertenstatus sollten entsprechende Online-Magazine oder größere Tageszeitungen auf deiner Liste stehen.

  1. Die Story deines Unternehmens finden

Werbung gehört in einer Zeitung in den Anzeigenteil. Da willst du aber nicht hin. Um den Stellenwert eines Artikels oder Berichts zu erreichen, muss deine Story einen Informationswert bieten und keine Lobhudelei auf dein Produkt. Da du zuvor herausgefunden hast, welche Leserschaft du für dich einnehmen willst, ist jetzt dein Unternehmen dran. Was an deinem Produkt oder deiner Dienstleistung könnte diese Leser interessieren? Welche informativen und unterhaltsamen Geschichten stecken in deiner Firma? Bietest du etwas, das sonst keiner kann? Dann sollte diese Innovation der Aufhänger sein. Hast du außergewöhnlich schnell expandiert? Du könntest als leuchtendes Beispiel für einen Geschäftserfolg in deiner Region dienen und Tipps geben. Gibt es eine Familiengeschichte hinter deinem Unternehmen? Die Story hinter der Firma kann perfekt in manche Business-Rubriken passen – besonders, wenn sie ungewöhnlich ist. Kannst du als Experte Ratschläge zu einem aktuellen Thema geben? Ein Interview mit dir könnte optimal für eine Ratgeber-Rubrik sein. Pflegst du zu deinen Kunden ein besonders freundschaftliches Verhältnis? Du könntest erklären, wie du das hinbekommst und Kunden in deinem Artikel zu Wort kommen lassen.

  1. Den Schwerpunkt der Medien herausfinden

Jetzt hast du eine erste Liste und deine Story gefunden. Wirf nun einen genaueren Blick auf die gefilterten Medien. Wo liegt der Fokus bei der Berichterstattung? Welcher Unterton schwingt in den Texten mit? Eher locker oder absolut businesslastig? Nicht jedes Frauenmagazin berichtet beispielsweise gleich über Lifestyle-Themen und nicht jede IT-Zeitschrift legt den Schwerpunkt auf Sicherheitsthemen. Vor allem die Art der Berichterstattung ist entscheidend: Gibt es feste Rubriken? Das können Anwenderberichte oder Ratgeberseiten sein, Artikelserien über Ungewöhnliches oder Business-Erfolgstorys. Wenn du die Rubriken und deren Schwerpunkt kennst, kannst du gezielt die Medien raussuchen, die zu deiner Story passen und ihnen plausibel erklären, warum dein Thema ins Magazin gehört. Hast du 5 – 10 Medien gefunden, ist das eine gute Ausbeute. Biete dein Thema freundlich, informativ und kurz dort einzeln an und warte ab, welches Feedback du bekommst. Wir drücken die Daumen!

Mit diesen Tipps hören Journalisten zu

Die Printmedien stecken in der Krise. Berichtet wird aber eher mehr als weniger und Journalisten werden nach wie vor gebraucht – nur eben online. Für dich und deine Reputation als Unternehmen ist eine Veröffentlichung daher weiterhin unschätzbar wertvoll. Eine Erwähnung in der Fachpresse oder ein Artikel über dein Produkt vermitteln wie kein anderes Marketing- und PR-Instrument Seriosität und Vertrauenswürdigkeit. Für dein Image ist das nach wie vor Gold wert. Etwas über dich zu schreiben oder zu sagen ist dabei auch nicht das Problem, denn du bist ja schließlich überzeugt von deiner Sache. Aber wie bekommst du den Kontakt zur Presse hin? Keine Angst, das ist kein Hexenwerk. Wir sagen dir, was du beachten solltest.

Wissen ist Macht

Bevor du dich an Journalisten wendest, solltest du wissen, mit wem du es zu tun hast. Informiere dich also über das Medium, das du kontaktieren möchtest. Gibt es Standard-Rubriken oder Bericht-Typen, die immer wiederkehren? Berichtet das Medium eher persönlich oder strikt sachlich? Werden oft Experten befragt? Stelle dir selbst die Frage, wie dein Bericht, Artikel, Essay oder ein Interview mit dir in das Spektrum des Mediums passen. Dann kannst du genau damit dein Gespräch oder deine Mail beginnen.

Mehrwert ist gleich Interesse

Alle sind von sich oder ihrem Unternehmen überzeugt und alle bieten ihrer Meinung nach etwas Besonderes. Sei dir bewusst, dass Journalisten zig Mal am Tag hören, wie grandios ein Unternehmen oder Produkt ist und warum über eine 0-8-15-Veranstaltung unbedingt berichtet werden sollte. Bevor du sie kontaktierst, solltest du deshalb ganz genau wissen, worin dein Mehrwert für die Journalisten liegt. Passt deine Dienstleistung beispielsweise zu einem brandaktuellen Thema und du kannst als Experte spannende Einblicke liefern? Kannst du etwas, das sonst keiner kann? Bist du der Erste in deiner Region oder sogar überregional, der etwas Derartiges anbietet? Dein Thema muss ein Alleinstellungsmerkmal besitzen, damit ein Bericht sich lohnt und informativen Charakter aufweist. Stelle den Informationsgehalt, den Mehrwert und dein Alleinstellungsmerkmal im Gespräch oder der Mail direkt zu Beginn heraus. Sei präzise und vermeide schwammige Allgemeinplätze wie „toll“ oder „innovativ“. Wenn dein Produkt beispielsweise eine Weltneuheit ist, dann formuliere konkret, dass niemand außer dir genau das anbietet und worin die Neuerung dabei liegt. Nur wenn dein Thema zum Medium passt und informativen Wert hat, wirst du überhaupt Interesse erregen.

Zeit ist Geld

Journalisten haben wenig Zeit. Deshalb ist es unglaublich wichtig, dass du dich kurzfasst. In einer Mail bedeutet das: Schreibe das Wichtigste in den Betreff und in den ersten Absatz. Halte die gesamte Mail kurz und packe Zusatzinfos und Bilder eher in den Anhang. Bei einem Telefonat solltest du zunächst fragen, ob dein Gegenüber „kurz“ Zeit für einen Themenvorschlag hat und dann auch wirklich lediglich in ein paar Sätzen beschreiben, worum es geht. Alles weitere kannst du bei Interesse nachschicken.

Keine Methode ist die beste

Ob du Journalisten übrigens per Mail oder per Telefon kontaktierst, ist eigentlich ganz egal. Beides hat Vor- und Nachteile. Telefonate sind persönlicher und bleiben besser in Erinnerung, können aber nerven. Mails sind weniger nervig und oft informativer, können aber schneller in den Papierkorb geworfen werden. Entscheide selbst, was dir mehr liegt, das ist meist die bessere Wahl.

Pressearbeit für Start-ups – Meine Tipps

Ein altes PR-Sprichwort sagt: Tue Gutes und rede drüber. Viele Start-ups tun Ersteres und vergessen Zweiteres. Dabei erfinden und entwickeln sie gute Produkte und Dienstleistungen bis zur Marktreife und bringen dadurch vielen Menschen einen Mehrwert. Denken wir an die Biotech-Unternehmen oder viele Internet-Start-ups.

Natürlich gibt es beim Start viele Dinge, die wichtiger sind als Marketing und Pressearbeit. Ab einem gewissen Punkt gehört die PR aber zur Pflicht eines Start-ups. Denn irgendwann müssen die Medien, die Öffentlichkeit und nicht zuletzt Investoren von den tollen Erfindungen erfahren. Wichtig ist hierbei, das Ganze von vornherein ernst zu nehmen und nicht mal so nebenbei erledigen zu wollen. Pressearbeit muss strategisch gut geplant und mit Herzblut umgesetzt werden. Wer schnell mal eine Pressemeldung raussenden will oder ein paar E-Mails an die Redakteure sendet, wird keinen Erfolg haben. Die Installation einer eigenen PR-Abteilung ist dafür übrigens nicht nötig, am Anfang ist Pressearbeit eine Aufgabe für die Gründer und Geschäftsführer.

Wer es richtig macht, für den kann die Pressearbeit zum wichtigen Multiplikator in der Kunden- oder Nutzerakquise werden.

Wie man es richtig angeht, darüber habe ich in meinem Blogartikel über Technologie-PR bereits berichtet. Natürlich sind die dortigen Tipps und Ratschläge auch für andere Branchen außerhalb des Technologiesektors anzuwenden.

Die wichtigsten Erfolgsfaktoren sind die gute Vorbereitung und Authentizität.

Vorbereitung

An dieser Stelle werde ich meine Beiträge aus der Vergangenheit nicht wiederholen, sondern nur kurz zusammenfassen. Wenn ihr ein Start-up gegründet und euer Produkt / eure Dienstleistung einen gewissen Reifegrad erreicht hat, solltet ihr mit der Planung der Pressearbeit beginnen. Überlegt euch, welche Medien ihr ansprechen wollt, wen ihr erreichen wollt, was ihr erzählen wollt und bereitet eine (digitale) Infomappe vor. Dort solltet ihr einige Texte über euch und euer Produkt / eure Dienstleistung in Kurz- und Langversion, Fotos (Logo, Produkt und Team) und gegebenenfalls Videos zum herunterladen bereitstellen.

Ganz wichtig: Verzichtet in den Texten auf Werbesprache, auf Fachchinesisch und Eigenlob. Niemand will lesen, wie cool ihr seid oder welche Detailfunktionen die neue Lösung hat. Holt euch notfalls Hilfe bei Text- oder PR-Profis.

Sucht euch dann die richtigen Kontakte in den Redaktionen heraus, ruft dort an und erzählt eure Geschichte. Das Stichwort heißt „Storytelling“.

Hier helfen euch übrigens meine 7 Mythen über Journalisten und deren Wahrheitsgehalt, meine acht Grundregeln für erfolgreiche PR sowie meine 10 Tipps für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Journalisten.

Wichtig ist der persönliche Kontakt. Eine E-Mail ist zwar schnell und praktisch, aber verpufft im Posteingang neben Hunderten anderer E-Mails. Und es gibt keinen Betreff, der so spannend sein kann wie ein persönlicher Satz am Telefon.

Ich empfehle euch, das Telefonat vorher zu üben. Am besten ruft ihr nicht gleich die WirtschaftsWoche an, sondern übt mit einem kleinen Lokalmagazin oder der Zeitung. Damit will ich nicht sagen, dass diese Medien weniger wichtig sind. Es ist jedoch so, dass ein Scheitern dort nicht so weh tut.

Authentizität

Ihr steht ganz am Anfang eurer Unternehmenshistorie. Nutzt die Chance der unternehmerischen Unbeflecktheit. Verstellt euch nicht, spielt nicht jemanden, der ihr nicht seid. Versucht nicht, dem Redakteur etwas vorzuspielen. Das klappt auf Dauer nie. Bleibt einfach authentisch.

Nachfolgend einige weitere Tipps

  1. Verabredet euch auf Messen. Ob ihr nun auf einer Fachmesse als Aussteller zu finden seid oder nicht, spielt keine große Rolle. Geht dorthin, wo ihr Journalisten trefft. Versucht im Vorfeld, einen Termin für ein Gespräch, gemütlich bei einer Tasse Kaffee, zu ergattern.
  2. Übt unbedingt den Elevator-Pitch. Er ist für ein Gespräch mit Investoren von Nöten, aber er funktioniert auch bei Journalisten, die üblicherweise nie Zeit haben. Habt ihr einen wichtigen Redakteur an der Strippe oder vor euch, muss der erste Satz sitzen.
  3. Beachtet die Grice´sche Konversationsmaximen.
  4. Nehmt euch Zeit. Pressearbeit ist kein Sprint, sondern ein Marathon.

Ich wünsche euch viel Erfolg.

 

Meine acht Grundregeln für erfolgreiche PR

„Tue Gutes und rede drüber“ ist der bekannte Wahlspruch der PR-Branche. Aber bitte richtig. Denn falsch drüber reden ist schlimmer als gar nicht drüber reden.

Aber wie macht man es richtig?

Zum Einstieg empfehle ich dir unseren Blogartikel über die vier Grice´sche Konversationsmaximen. Diese lauten:

  1. Maxime der Quantität (Maxim of Quantity)
  2. Maxime der Qualität (Maxim of Quality)
  3. Maxime der Relation / Relevanz (Maxim of Relevance)
  4. Maxime des Stils / der Modalität (Maxim of Manner).

Was dahinter steckt, erzählen wir dir natürlich nur dort.

Natürlich möchte ich dir auch etwas Neues an die Hand geben, damit es sich lohnt, diesen Blogartikel bis zum Ende zu lesen. Auf Basis meiner mehr als 20jährigen Arbeit als PR-Berater und etlichen Gesprächen mit den Damen und Herren der Presse habe ich eine Liste von sieben Regeln erstellt, die ich dir gerne vorstellen möchte.

Grundregel Nr. 1:

Erzähle der Presse nicht das, was DU interessant findest. Erzähle lieber das, was die Presse und deren Leser/Hörer/Zuschauer interessant findet. Dazu solltest du dir die gewünschte Zeitung zur Hand nehmen, das passende Radioprogramm anhören oder die passende Sendung anschauen, um zu lernen, wie und worüber die Medien berichten.

Hier gelten gleich drei der vier Grice´sche Konversationsmaximen. Erzähle / Schreibe nur das, was relevant ist, was zum Thema gehört und was wahr ist.

Grundregel Nr. 2:

Sei du selbst, bleibe authentisch. Journalisten wollen Geschichten, gute und interessante Geschichten. Schreibe deine Geschichte so auf, dass sie spannend wird. Gehe ggf. auf Rückschläge ein oder besondere Erfolge. Sei keinesfalls überheblich oder arrogant.

Grundregel Nr. 3:

Vermeide Fachsprache, Fremdwörter, Abkürzungen und Anglizismen. Anders als deinem Kunden musst du der Presse nicht beweisen, was du drauf hast. Spreche oder schreibe nicht in Expertensprache und Fach-Kauderwelsch, sondern ganz normal, als wenn du mit deinem Nachbarn reden oder schreiben würdest. Wenn es unumgänglich ist, Fach-/Fremdwörter und Abkürzungen nutzen zu müssen (z. B. weil es kein deutsches Wort dafür gibt), dann erkläre den Begriff und schreibe Abkürzungen mindestens ein Mal aus.

Grundregel Nr. 4:

Du bist Partner der Presse, nicht der Lieferant für Infos und schon gar nicht der Auftraggeber (es sei denn, du bezahlst für werbliche Inhalte wie Advertorials). Denk daran, dass du kein Recht hast auf Veröffentlichung. Ein Danke nach einer Veröffentlichung ist aber erlaubt.

Grundregel Nr. 5:

Dass du nicht hinter jeder E-Mail und jeder Pressemitteilung her telefonieren sollst, um zu fragen, ob die Redakteure die E-Mail oder den Text schon lesen konnten, ist bekannt. Es ist aber durchaus erlaubt, die Pressevertreter gelegentlich anzurufen und ein gutes Fachgespräch zu führen. Der Journalist ist einem lockeren Gespräch über neue Brancheninformation immer aufgeschlossen. Gehe auf dein Gegenüber ein, versuche, ihn kennen zu lernen. Dabei kannst du natürlich auf aktuelle Themen und Artikel aufmerksam machen.

Das Erinnern an eine E-Mail ist durchaus erlaubt, wie ich in meinem Artikel „7 Mythen über Journalisten und deren Wahrheitsgehalt“ ausführlich erklärt habe.

Grundregel Nr. 6:

Baue dir dein persönliches Netzwerk auf. Ein persönlicher Kontakt ist 100-mal besser als 1000 Telefonate. Wer sein Gegenüber persönlich kennt, arbeitet auf einer höheren Ebene. Messen, Konferenzen und ähnliche Veranstaltungen eigenen sich bestens hierfür. Du musst nicht unbedingt gleich Aussteller sein. Du erkennst Pressevertreter fast immer am Namensschild mit der Aufschrift „Presse“. Aber Vorsicht, die Damen und Herren der Presse sind auf Messen und Konferenzen immer sehr gestresst, weil ihr Terminkalender voll ist. Eine Kontaktaufnahme im falschen Augenblick ist tödlich.

Grundregel Nr. 7:

Die Art und Weise, wie man Pressematerial versendet, hat sich in den vergangenen 10 Jahren vollkommen verändert. Als ich mit PR-Arbeit begonnen habe (das Ende der 90er), versendete man Pressemeldung noch per Brief oder sogar per Fax (Massen)-Versand über Nacht. Heute ist das fast ein No-Go, wobei ich der festen Überzeugung bin, dass Journalisten des alten Schlags immer noch gerne Texte in Papierform bekommen würden. Da sich aber auch die gesamte Medien- und Verlagsarbeit digitalisiert hat, ist die E-Mail viel einfacher und schneller. Aber: Beachte und berücksichtige beim Versand von Informationen die Wünsche der Presse. In der Regel sind keine Dateianhänge von Word oder anderen Programmen gewünscht. Die meisten wünschen den unformatierten Text gleich in der E-Mail. Bilder dürfen nicht 20 MB oder mehr groß sein. Sind deine Bilder und Videos so groß, mache eine deutlich kleinere Kopie und biete die Original-Datei gegen Rückfrage an. Jede E-Mail muss eine persönliche Anrede haben. „Sehr geehrte Damen und Herren“ zeigt dem Redakteur, dass die E-Mail an viele Adressaten gegangen ist. Das wäre für dich zwar einfacher, zeigt aber keine Wertschätzung.

Grundregel 8

Flankiere / unterstütze deine PR durch Online-PR. Journalisten recherchieren heute sehr viel im Netz. Dort kannst du gut Kontakt aufnehmen bzw. dich in deren Fokus bringen. Findet ein Redakteur deine Informationen, kann daraus schnell eine Kontaktanfrage und ein Bericht entstehen.

Falls du Fragen hast, stehe ich für offenes und unverbindliches Gespräch jederzeit zur Verfügung.

 

Wo geht die Reise hin? Die Zukunft der Sprache

Sprache kann einen und trennen. Die gleiche zu beherrschen ist eine Grundvoraussetzung für gelungene Kommunikation. Vielleicht ist das bald leichter, als wir denken. Denn zum ersten Mal rückt der Gedanke einer Universalsprache in den Bereich des Denkbaren. Diese Idee ist alles andere als neu: Einheitliche Hochsprachen gab es schon häufiger. Latein ermöglichte es den Römern, mit allen Untergebenen und Unterworfenen bis in die hintersten Winkel des römischen Weltreiches zu kommunizieren. Oder im Mittelalter dem Adel und Klerus als hegemoniale Brücke zu dienen. Die Einführung von Hochdeutsch oder Oxford English diente dazu, einen weitreichenden Kommunikationsstandard zu etablieren. Der Wunsch nach einer Einheitssprache ist demnach sehr alt und wird getragen von der Vision, den menschlichen Austausch zu erleichtern.

Social Mischmasch

Insbesondere die tiefgreifenden Veränderungen des Sozialverhaltens durch neue technische Optionen und globalisierte Kanäle führen einerseits zu einer neuen Verwendung der Sprache, die immer mehr Richtung Universalsprache driftet. Gesprochenes, Geschriebenes und Zeichensprache verschmelzen durch soziale Medien und Co. zu einer Spracheinheit, die hauptsächlich der schnellen Verständigung dient. Die vormals starre, standardisierte Schriftsprache gerät in Bewegung und wird in solchen Kanälen und Chats durchdrungen von der fließenden, sich stetig verändernden gesprochenen Sprache. Geschriebenes wird so formuliert, dass es dem Gesprochenen ähnelt und neue Kodierungen strömen in die Schriftsprache ein. Die Anzahl der Kommunikationspunkte wächst dank Instagram, TikTok und Co. und mit ihr gleichzeitig die schriftlichen Zeugnisse digitaler Sprache.

Weg vom Standard hin zu persönlichen Slangs

Von einer einheitlichen Standardsprache sind wir dennoch oft weit entfernt. Denn die Sprache wird freier und ist geprägt von individuellen Eigenarten und gruppenspezifischen Slangs. Wo viele aus diesem Grund vom Verfall der deutschen Sprache sprechen, sehen andere darin eine Möglichkeit für Entwicklung und Wachstum: Vor ungefähr hundert Jahren wurde der deutsche Wortschatz auf circa 3,7 Millionen Wörter geschätzt. Heute sind es 5,3 Millionen. In ihrem dritten Bericht zur Lage der deutschen Sprache bezeichnet die „Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung“ nicht ohne Grund Deutsch als „Sprache im Werden“. Der „normfreie“ Raum in den digitalen sozialen Kanälen macht einer neuen Sprachkreativität Platz, die den deutschen Wortschatz (und alle anderen Sprachen auch) wachsen lässt.

2200 nur noch 100 Sprachen

Der Wortschatz wächst, doch die Zahl der eigenständigen Sprachen wird dabei immer kleiner. Für das Jahr 2200 prognostizieren die Forscher nur noch 100 eigenständige Sprachen weltweit. Eine Abnahme ist auch jetzt schon zu verzeichnen: Statt der geschätzten 7500 Sprachen im Jahr 1500 werden heute nur noch 7000 eigenständige Sprachen erfasst. Zu den 100 überlebenden Sprachen werden den Wissenschaftlern zufolge mit großer Wahrscheinlichkeit Englisch, gefolgt von Deutsch, Französisch, Japanisch, Spanisch und Chinesisch zählen, denn diese waren schon im Jahr 2007 die meist vertretenen im Internet. Immerhin 121 Millionen Menschen weltweit sprechen Deutsch und mehr als ein Viertel aller weltweit publizierten Bücher wird in Deutsch gedruckt.

Immer weniger Sprachenvielfalt, aber alles im Fluss?

Wo geht also der Trend hin? Zur lokalisierten, individualisierten Sprache mit Peergroup-Slang, die sich immer mehr dem Gesprochenen annähert? Wir bedienen uns zukünftig einer immer geringeren Zahl von einzelnen Sprachen, aber gleichzeitig werden diese in unglaublichem Tempo komplexer, kleinteiliger, spezieller und umfangreicher? Wohin soll das führen? Wie soll Kommunikation dann noch funktionieren? Eine Antwort lautet: mit Metatext und KI. Spracherweiterung durch Kurzelemente, die als Zusammenfassung von komplizierteren Beschreibungen fungieren (z. B. Emojis) schließen die Verständnislücken, die durch individualisierte Sprache ohne Standards entstehen. Sie nehmen eine erweiterte Bedeutung an, die als Brücke dient und komplexe Botschaften im Kontext transportieren kann.

Ein riesiges digitales Archiv hilft der KI

Linguisten sehen in der Nachverfolgbarkeit dieser Texte (da die meisten in den digitalen Kanälen öffentlich sind) eine Chance zur digitalen Erfassung aller Bedeutungen und Sprachebenen, die dann zur Entwicklung einer Universalsprache dienen könnte. Denn: Wir werden weltweit immer weniger, aber komplexere Sprachen verwenden. Damit steigt auch der Schwierigkeitsgrad der Verständigung. Die langfristige Forscher-Prognose sieht wegen dieses Problems die Herrschaft der sprechenden Maschinen voraus. KI analysiert sämtliche Texte im Net und stellt mit sogenannter „Korpuslinguistik“ den Sinngehalt der Texte, die Häufigkeit der Wortverwendung und Zusammenhänge über die grammatikalische Richtigkeit. Einmal analysiert und erfasst, lässt sich der Sprachinhalt dann in sämtliche Sprachen übersetzen und weitergeben. Und da ist sie, die Universalsprache der Zukunft: Wir sprechen die Maschine an, die Maschine spuckt den Inhalt beim Gegenüber in der Sprache aus, die verstanden wird. Der Universalübersetzer aus Star Trek lässt grüßen. Und mal ganz ehrlich: Weit entfernt sind wir mit Google Translate, Alexa, Siri und Co. doch gar nicht mehr, oder?

Das Rezept für wirklich gute Teaser

Neugier ist eine grundlegende menschliche Eigenschaft. Gute Teaser nutzen genau das aus. Macht ein Teaser neugierig, liest man weiter. Doch wie genau sieht ein guter Teaser aus? Wir haben das Rezept mit den ultimativen Tipps für euch.

Zutaten

  1. Knackige Sätze

Wir lesen Teaser als Appetithäppchen. Wir wollen wissen, ob uns das ganze Menü schmeckt.

Appetithäppchen sind klein und so sollten auch Teaser-Sätze sein. Mundgerecht und nur so um die neun Wörter.

  1. Kräftige Wörter

Auch die Zutaten sollten klar erkennbar sein. Das heißt: einfache, kurze Wörter, keine komplizierten Wortkonstruktionen. Vor allem sollte die Wortwahl zur Zielgruppe passen.

  1. Aromatische Verben

Auch wenn ein Häppchen einfach gehalten ist, sollte es geschmacklich überzeugen. Dementsprechend sollten eure Verben aussagekräftig und vielsagend sein. „Kaufen“ kann auch „Schnäppchen machen“ sein, „gehen“ auch „schlendern“. Macht dem Leser Appetit auf mehr!

  1. Gepfefferte Adjektive

Ebenso wie die Verben tragen auch die Adjektive zum delikaten Genuss bei. Sind sie aussagekräftig und bildreich, werden unsere Geschmacksknospen angeregt- oder eben zum Weiterlesen.

  1. Keine komplizierten Zusatzstoffe

Für gute Teaser gilt: Zu viele Substantive und Substantivierungen vermeiden. Beim Probieren greifen wir auch eher zu bekanntem als zu ausgefallenen Häppchen, deren Bestandteile wir nicht kennen. Manchmal reagieren wir sogar allergisch darauf. Regel: Einfach ist oft besser.

Zubereitung

Ihr könnt euren Teaser auf mehrere Arten zubereiten. Alle Zubereitungsarten funktionieren, schmecken aber etwas unterschiedlich.

Geht ihr eher journalistisch vor, solltet ihr die klassischen W-Fragen (Wer, Wie, Wo, Was, Wann, Warum) im Teaser beantworten. Euer Teaser lockt dann über Information und sollte auch mit Zahlen und Fakten glänzen. Das verleiht Glaubwürdigkeit.

Wenn ihr eher über Storytelling herangeht, wird euer Teaser etwas persönlicher geraten. Der Anfang eurer Geschichte sollte dann so schmackhaft sein, dass der Leser gar nicht genug davon bekommen kann.

Manchmal können auch Bitterstoffe verlockend sein. Weist in eurem Teaser auf ein bestehendes Problem hin. Oft erkennt sich der Leser darin wieder und will eure Lösung dazu kennenlernen.

Oder aber ihr lockt mit dem Honigtopf. Das Versprechen eines unwiderstehlichen Geschmacks (oder aber die Vorteile eures Produktes) können selbstverständlich auch reizen. Auch der Traum vom Idealzustand führt oft dazu, dass man weiterliest.

Egal, wie ihr ihn auch anlegt, er sollte maximal 250 Zeichen (3-4 Sätze) lang sein. Die meisten davon sollten maximal 9 Wörter haben. Die Überschrift und auch den Teaser solltet ihr außerdem immer zuletzt verfassen. Dann erst ist euch die Essenz eures Gerichts und die tatsächliche Geschmacksrichtung klar. 😉 Wir wünschen gutes Gelingen.

Technologie-PR: Wenn Funktionen und technische Daten zu Geschichten werden

Inhalt:

  1. Begriffe: PR und Pressearbeit
  2. Pressearbeit für Technologien und Technologieunternehmen
    1. Die richtigen Medien und Ansprechpartner finden
    2. Die richtigen Inhalte liefern
  3. PR-Agentur: Kontaktvermittler, Übersetzer und vertrauensvoller Partner
  4. Was sonst noch zu Technologie-PR gehört

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Deutschland ist immer noch der führende Innovations- und Technologiestandort Europas. Unser Land ist unter den großen Volkswirtschaften hinter den USA das patentintensivste Land und hält sich seit Jahren auf konstant hohem Niveau. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland mit fast 26.000 Patentanmeldungen auf Platz 1.

Doch was nutzt die beste Erfindung und das innovativste Produkt, wenn es keiner kennt, wenn die potenziellen Kunden nicht wissen, welchen Nutzen das Produkt erfüllt, welche Verbesserungs- oder Einsparpotenziale damit erreicht werden können.

Ein sehr erfolgreicher Weg, diesen Zustand zu ändern, ist die Technologie-PR und hier ganz besonders die Pressearbeit beziehungsweise Medienarbeit.

Begriffe: PR und Pressearbeit

Wer PR sagt, meint sehr oft Pressearbeit. Die Begriffe PR (=Public Relations, dt. Öffentlichkeitsarbeit) und Pressearbeit werden oft gleichgesetzt. Dabei bestehen deutliche Unterschiede zwischen den Begriffen. In meinem Verständnis sind die Public Relations der Oberbegriff für viele Teildisziplinen.

PR dient generell dem Aufbau und der Pflege der Beziehungen zwischen Unternehmen / Institutionen und der Öffentlichkeit. Wer genau „Öffentlichkeit“ ist, hängt vom Einzelfall ab. Unterhalb der PR sind einzelne Teildisziplinen angesiedelt, die sich an unterschiedliche Zielgruppen richten bzw. unterschiedliche Kanäle nutzen. Hierunter sind meiner Meinung nach u. a. die Media Relations (dt. Pressearbeit), die Investor Relations, Influencer Relations, aber auch die Blogger Relations und die Social Media Relations zu sehen.

Während sich die Public Relations also an die Öffentlichkeit im Allgemeinen richten, richtet sich die Pressearbeit an die Medien, weshalb sie korrekterweise auch als Medienarbeit bezeichnet wird. Pressearbeit bzw. Medienarbeit basiert deshalb auch auf den gleichen Grundsätzen wie die journalistische Arbeit.

Wenn wir nun zum Begriff Technologie-PR zurückkehren, beschreibt dieser Begriff im Grunde den Weg, eine Technologie, eine Innovation, ein erklärungsbedürftiges Produkt über verschiedene Kanäle in die passende Öffentlichkeit zu bringen.

Eine der Königsdisziplinen ist die (Fach)Pressearbeit. Darauf wollen wir uns zunächst konzentrieren.

Pressearbeit für Technologien und Technologieunternehmen

Wie schon oft erklärt, liegt der Vorteil von Pressearbeit darin, dass dein Unternehmen, deine Produkte und Dienstleistungen durch einen neutralen Dritten beschrieben und bewertet werden. Die allermeisten Medien besitzen in Deutschland immer noch eine sehr hohe Reputation und Glaubwürdigkeit. Wenn Medien über deine Produkte bzw. deine Leistungen berichten, erzeugt das Vertrauen bei den Kunden und erhöht massiv die Bekanntheit, denn die Medien dienen in diesem Fall als Multiplikator und auch als Influencer, auch wenn sie das ungern hören.

Wir dürfen nicht vergessen, dass alle Medien dem Pressekodex des Deutschen Presserates unterliegen und verpflichtet sind, (deutlich) werbliche Inhalte (wozu auch viele PR-Inhalte gehören) als solche kenntlich zu machen. Redakteurinnen und Redakteure sind in der Regel also darauf bedacht, ihren Leserinnen und Lesern kein Werbegesülz zu präsentieren, sondern Themen und Inhalte, die einen Mehrwert / Nutzen bieten. Hier setzt die Pressearbeit an.

Dabei stehen zwei große Herausforderungen im Mittelpunkt:

  1. Die richtigen Medien und dort die richtigen Ansprechpartner kennen / finden.
  2. Die richtigen Inhalte liefern, um Redakteurinnen und Redakteure zu überzeugen, die Story zu veröffentlichen und über eure Innovation, eure Produkte und Dienstleistungen zu berichten.
  1. Die richtigen Medien und Ansprechpartner finden

Wer bereits Pressearbeit betreibt, wird die wichtigsten Kernmedien kennen und auch Kontakte zu den Redakteurinnen und Redakteuren besitzen.
Andernfalls liegt ein gutes Stück Handarbeit in Form von Recherchen und Telefonaten vor dir, um die richtigen Medien zu identifizieren und Ansprechpartner zu finden.
Natürlich hängt die Auswahl der Medien von der Branche und deiner Zielgruppe ab. Auch im Technologieumfeld ist die Medienvielfalt zwar stark geschrumpft, aber immer noch groß. Maschinenbau, IT, Automation, Gebäudetechnik, Automotive, Security und Sicherheitstechnik, Software, Transport & Logistik, Chemie, Verfahrenstechnik, Anlagenbau, Medizintechnik, … usw.
Ganz wichtig: Es sind diejenigen Medien relevant, die deine potenziellen Kunden erreichen! Du musst also genau deine Zielgruppe kennen und wissen, über welche Medien und Kanäle sich deine Wunsch-Personas informieren.

Je nachdem, ob es sich um B2B-Produkt oder ein Produkt für den Endverbraucher (B2C) handelt, sind neben den Fachmedien auch die Publikumsmedien, die Tagespresse, die Wirtschaftspresse, TV und Hörfunk relevant. Nochmals: Es liegt also viel Arbeit vor dir.

Es existieren allerdings Datenbanken über Medien und Themen (z. B. Zimpel oder Stamm), über die du leichter und schneller an die entsprechenden Ergebnisse kommst, die aber auch ihren Preis haben. Professionelle PR-Agenturen wie conpublica arbeiten mit diesen Datenbanken. Dort findet man auch gleich die richtigen Ansprechpartner mit entsprechenden Kontaktdaten. Solche Kontaktdaten können selbstverständlich auch per Internet und Telefon manuell recherchiert werden.

Kontakte, Kontakte, Kontakte

Eine nachhaltige Pressearbeit aufzubauen heißt, eine nachhaltige und vertrauensvolle Beziehung zu Medienvertretern aufzubauen. Nicht umsonst heißt die Disziplin „Media-Relations“. Auch Medien suchen verlässliche und zuverlässige Quellen und Partner in der Industrie.

Hier kommen erneut die PR-Agenturen ins Spiel. Eine gute PR-Agentur verfügt über gute Kontakte zu den Medienvertretern. Die Agentur fungiert nun als Mittler zwischen Redakteurinnen und Redakteuren und dir als Geschäftsführer oder Marketingleiter. Sie stellt den Kontakt her und hilft dir beim Beziehungsaufbau.

  1. Die richtigen Inhalte liefern

Die richtigen Medien, Redakteurinnen und Redakteuren zu kennen, ist die eine Hälfte des Erfolgs. Die richtigen Inhalte zu liefern, die andere.

Wenn ich eines in meiner fast 25-jährigen Tätigkeit als freier Journalist und PR-Berater für Technologieunternehmen gelernt habe, dann, dass Ingenieure, Wissenschaftler und Techniker zwar wahre Experten in ihrem Fachgebiet sind, sich aber extrem schwertun, aus der Begriffswelt der Leistungsmerkmale und Produkteigenschaften herauszutreten und die wahren Nutzenargumente und Mehrwerte des Produktes zu kommunizieren.

Auch fehlt es vielen Fachleuten an der Fähigkeit, sich in die Rolle des Kunden, des Nutzers zu versetzen. Das ist gar nicht böse gemeint, denn es ist gar nicht ihre Kernaufgabe, dies zu tun. Vielmehr braucht es eine Schnittstelle, einen Übersetzer, der die Funktionen, die Leistungsmerkmale und Produkteigenschaften, die Daten und Fakten einer Maschine, eines Produktes oder Prozesses in die Sprache übersetzt, die der potenzielle Kunde versteht. Und hier entsteht gleich die nächste Hürde: Der potenzielle Kunde kann durchaus sehr unterschiedlich sein. Im B2B-Bereich beispielsweise sind ebenfalls Fachexperten, die Produkt X, Maschine Y oder Prozess Z benötigen. Oft ist es aber der Einkäufer, der in verschiedenen Kanälen nach passenden Anbietern recherchiert. Er hat andere Erwartungen als der Betriebsleiter, Techniker, Ingenieur. Und da wären noch die CTO, CEO und CMOs dieser Welt. Ihnen geht es bei der Entscheidung für das nächste Investment um ganz andere Punkte, z. B. Kosten, ROI, Wirtschaftlichkeit, Zukunftssicherheit.

Bei der Pressearbeit kommt noch eine weitere Zielgruppe hinzu: die Redakteurinnen und Redakteure. Sie gilt es zu davon zu überzeugen, dass die Innovation, die neue Maschine, das neue Produkt oder der neue Prozess wirklich einen Nutzen und Mehrwert hat für ihre Leser. Das Ganze muss dann auch noch so verpackt sein, dass der werbliche Charakter zurückgestellt wird.

Fassen wir bis hierhin zusammen: Die Inhalte für Technologie-PR dürfen nicht einfach Produkteigenschaften und technische Daten aufzählen, sondern müssen Nutzenargumente liefern und die Story hinter der Technologie erzählen. Sie dürfen nicht vor Fachbegriffen strotzen, sondern müssen für die jeweilige Zielgruppe leicht verständlich sein. Sie müssen verdeutlichen, wie das Produkt oder die Technologie den Anwender unterstützt.

Außerdem muss der Pressetext – ob Fachartikel, Anwendungsbericht oder Pressemitteilung – so formuliert sein, dass er von Redaktionen mit gutem Gewissen und ohne starke Überarbeitung verwendet werden kann. Das setzt journalistisches Know-how voraus.

PR-Agentur: Kontaktvermittler, Übersetzer und vertrauensvoller Partner

Eine gute Agentur für Technologie-PR muss

  • also die richtigen Tools nutzen, um die relevanten Medien ausfindig zu machen,
  • die richtigen Kontakte zu relevanten Medien haben,
  • eine hohe technische Affinität und das Verständnis für technisch komplexe Themen besitzen,
  • wissen, was Journalisten für ihre Arbeit benötigen und
  • über das Know-how verfügen, die abstrakten und komplexen Themen so aufzubereiten, dass Redaktionen sie ohne weitere Arbeit nutzen können.

Was sonst noch zu Technologie-PR gehört

Treten wir nun wieder einen Schritt zurück und betrachten nicht nur die Media Relations (Pressearbeit), sondern weitere Bestandteile der Public Relations. Wir erinnern uns: Es gibt weitere Kanäle, eine Technologie, eine Innovation, ein erklärungsbedürftiges Produkt in die passende Öffentlichkeit zu bringen.

Ich denke hier vor allem an Blogs und diverse Social-Media-Plattformen.

Wir haben bereits darüber berichtet, warum Blogs in der PR wichtig sind. Ein eigener Blog ist ein mächtiges Kommunikationsmittel, um komplexe Themen zu beschreiben und zu erklären. Je nach Zielgruppe kann das einfach verständlich und nicht technisch z. B. für Einkäufer oder CEOs oder der technisch in Tiefe gehend für die Experten erfolgen. In einem Corporate Blog können viele verschiedene Autoren mitwirken, die unterschiedliche Aspekte eines Produktes oder einer Dienstleistung aufgreifen. So entsteht ein Potpourri an Artikeln in deinem Blog.

Zusätzlich kannst du versuchen, einen Experten aus deinem Unternehmen mit einem Gastartikel in einem anderen, wichtigen Blog unterzubringen. Wie das funktioniert, erklären wir später an einer anderen Stelle.

Neben den Blogs sind Social-Media-Kanäle wie die Businessnetzwerke LinkedIn und XING, aber auch Facebook, Instagram und nicht zuletzt YouTube wichtig. Es hängt immer vom Einzelfall ab, welcher Kanal passt und welcher nicht. Generell eignen sich tendenziell LinkedIn und XING eher für die B2B-Kommunikation und das berufliche / geschäftliche Networking. Dort kann eurer technischer Entwicklungsleiter mit anderen technisch versierten Ingenieuren netzwerken und der CEO aus Sicht der Geschäftsführung posten. Bei Facebook & Co. sprichst du eher die Privatpersonen an, die sich außerhalb ihres Jobs dort tummeln. Und YouTube ist nach Google die zweitgrößte Suchmaschine für alles, auch für Technologien und technische Prozesse.

Fazit

Wir bezeichnen die Technologie-PR als Königsdisziplin der PR. Wer seine technologischen Produkte und Innovationen über die Medien und die Social-Media-Plafformen so in die Öffentlichkeit bringen möchte, dass die verschiedenen Zielgruppen alles verstehen, muss die Kunst beherrschen, die komplexen Themen und Sachverhalte zu Geschichten und allgemeinverständlichen Texten zu transformieren. Er muss wissen, wie die Medien darauf anspringen. Eine qualifizierte PR-Agentur ist hier ein wichtiger Wegbegleiter.

Geheimtipp Grice´sche Konversationsmaximen: Wie du sie in der PR nutzen kannst

Kommunikation ist nicht immer eindeutig. Familienstreits oder misslungene Gehaltsgespräche sind dafür nur ein Beispiel. Im Alltag treffen wir auf eine Vielzahl von Situationen, in denen wir uns wünschen, die Konversation würde besser laufen. Auch in der Pressearbeit spielt gelungene Kommunikation eine große Rolle. Vor mehreren Jahrzehnten hat der englische Sprachphilosoph Paul Grice die sogenannten Grice´schen Konversationsmaximen aufgestellt, unter deren Berücksichtigung ein Gespräch deutlich zielgerichteter laufen soll. Das wiederum könnte ein echter Booster für deine PR sein. Was genau solltest du besser machen? Wo setzt du die Regeln ein? Wir haben die Maximen für dich kurz zusammengefasst.

Die Basis muss stimmen

Das Prinzip ist: Alle Teilnehmer der Konversation versuchen, den Gesprächsbeitrag zielführend zu gestalten. Diese Grundregel ist besonders für Journalisten extrem wichtig. Denn hier gilt wie überall im Business: Zeit ist Geld. Bekommen die Journalisten alles, was sie benötigen mit möglichst wenig Zeitaufwand, wissen sie das sehr zu schätzen. Ein Beispiel sind Pressemitteilungen, die knackig geschrieben sind. Das gelingt mit den vier Maximen.

  1. Maxime der Quantität (Maxim of Quantity)

Sage, was nötig für den Zweck des Gesprächs ist – aber nicht mehr / nichts Unnötiges.

Für alle E-Mails und Pressemitteilungen sowie Statements gilt: Fasse dich kurz und reduziere deine Inhalte auf das absolut Wesentliche. Denn nicht nur die Zeit der Journalisten ist knapp, sondern auch die Aufmerksamkeitsspanne aller anderen Leser.

  1. Maxime der Qualität (Maxim of Quality)

Versuche, einen Gesprächsbeitrag zu liefern, der wahr ist. Sage nichts, wovon du glaubst, dass es falsch ist und nichts, von dem du nicht weißt, ob es wahr ist.

Auch hier passt die Maxime perfekt zum Journalismus. Wahrheit und geprüfte Fakten sind essenziell für gute Berichterstattung und unabdingbar für deine Presseinhalte.

  1. Maxime der Relation / Relevanz (Maxim of Relevance)

Sage nichts, was nicht zum Thema gehört, wechsle nicht das Thema. Beachte den Kontext und das Vorwissen der Teilnehmenden.

Stringenz muss auch in Pressetexten sein. Bringe deshalb nicht zwei Inhalte in einem Text unter. Schweife nicht ab und beachte dein Zielgruppen-Sprach-Niveau.

  1. Maxime des Stils / der Modalität (Maxim of Manner)

Vermeide Unklarheit. Vermeide Mehrdeutigkeit. Vermeide unnötige Weitschweifigkeit. Vermeide Ungeordnetheit.

Deine Texte für die Presse sollten gut geschrieben sein und einem roten Faden folgen. Deine Sätze solltest du trennscharf formulieren und sie sollten inhaltlich logisch aufeinander aufbauen.

Zusammengefasst bedeutet das: Wenn du möchtest, dass deine Botschaft ankommt, dann äußere dich informativ, wahr, themenbezogen, klar und deutlich! Wenn du deine Texte demnächst nach dem Schreiben noch einmal streng auf diese Kriterien hin prüfst, kannst du sicher ein bisschen optimieren. Die Presse wird es dir danken. 😉

 

25 unwiderstehliche Zauberwörter für deine Texte

Abra Kadabra – Zaubersprüche kennt jeder. Das wirkliche Geheimnis sind aber ZAUBERWÖRTER. Wörter, die Menschen auf magische Weise dazu bringen, deine Texte zu lesen. Von denen gibt es viele und als gute Wordmagier werden wir dir nicht alle verraten. 25 dieser besonderen Verführer haben wir dennoch hier für dich zusammengestellt.

Lesefaulheit oder die Frage nach dem Warum

Die entscheidende Frage nach dem „Warum“ liefert auch gleichzeitig die Antwort auf einen Teil der Zauberwörter. Denn die meisten Menschen sind sehr lesefaul und brauchen einen guten Grund, um sich die Zeit für deinen Text zu nehmen. Gib ihnen also einen Anlass, der sie quasi zwingt, den Text zu lesen. Wörter, die den Nutzen, die gewünschte Exklusivität oder die Einmaligkeit deines Texterlebnisses ausdrücken, sind zum Beispiel:

  • Sparen
  • Steigern
  • Vereinfachen
  • Verbessern
  • Helfen
  • Vermeiden
  • Nur noch
  • einzigartig
  • ausschließlich
  • Zum letzten Mal
  • verblüffend
  • unglaublich
  • faszinierend
  • erstaunlich
  • überraschend

Deine Leser erhalten damit den Eindruck, wirklich etwas zu verpassen, wenn sie den Text nicht lesen. Unterschätze nicht die magische Macht der verpassten Chance.

Mit ein bisschen Gefühl

Lange ist es bewiesen: Was unsere Emotionen anspricht, nehmen wir eher, besser und tiefer wahr. Warum also nicht ein bisschen emotionaler Texten? Mit folgenden Zauberwörtern sprichst du das uns allen innewohnende Bedürfnis nach Harmonie und Sicherheit an:

  • angenehm
  • glücklich
  • großartig
  • begeistert
  • sicher
  • zuverlässig
  • garantiert
  • wertvoll
  • empfehlenswert
  • einzigartig

Zu viel gezaubert – auf die Menge kommt es an

Einige wertvolle Bausteine für magische Texte hast du nun. Bitte beachte bei all deiner Wortzauberei allerdings Folgendes: Weil die Zauberwörter wirklich mächtig sind, benutze nur maximal eines pro Satz oder Headline. Zu viel davon erweckt schnell den Eindruck eines faulen Zaubers. Daher auch nicht mehr als zwei pro Absatz oder höchstens 5 im gesamten Text benutzen. 😉

 

7 Mythen über Journalisten und deren Wahrheitsgehalt

Gute Pressearbeit funktioniert nur, wenn man seine Zielgruppe kennt. Die Zielgruppen für die Arbeit mit der Presse sind die Menschen, die in den Redaktionen deiner Zielmedien arbeiten, also die Redakteure (Wir meinen damit ALLE Geschlechter, nutzen der Einfachheit halber aber die männlich Schreibweise). Diese Personen haben den Beruf des Journalisten. So weit sollte alles bekannt sein.

Doch immer noch ranken sich viele Mythen und Missverständnisse um den Beruf des Journalisten bzw. Redakteurs. Diese Mythen und Missverständnisse führen dazu, dass Unternehmer und Freiberufler regelrecht Angst davor haben, einen Redakteur zu kontaktieren bzw. zu treffen. Lass dir eines gesagt sein: Journalisten sind Leute wie du und ich, und sie könnten deine Nachbarn sein. Vor den allermeisten Journalisten muss man keinerlei Angst haben.

Einige der Mythen und Missverständnisse möchten wir heute ein für alle Mal beseitigen.

Mythos 1: Redakteure sind schnell genervt und blocken dich, wenn du Ihnen regelmäßig Informationen sendest, die sie gerade nicht brauchen können.

Stimmt nicht. Sie urteilen NICHT bei jeder E-Mail „Oh Mann, wie nervig, DER schon wieder!“, sondern sie sortieren die eingehenden E-Mails sachlich nach „interessant und lesenswert“ oder „Müll“, je nachdem, wie interessant deine Betreffzeile und das Thema klingen. Die einen werden sofort oder später gelesen (archiviert) oder eben gelöscht. In manchen E-Mail-Posteingängen gehen pro Tag mehrere 100 solcher E-Mails ein. Für eine Bewertung bleibt überhaupt keine Zeit.

Tipp: Der Betreff deiner E-Mail muss sitzen. Kurz und knackig das Thema vorstellen. Denk auch daran, dass der Betreff in den E-Mail-Programmen oft nicht vollständig dargestellt wird. In der Kürze liegt die Würze.

Mythos 2: Redakteure melden sich absichtlich nicht bei dir zurück, weil sie keinen Bock auf dich und dein Thema haben.

Stimmt und stimmt nicht. Die Masse an (nicht relevanten) Themenvorschlägen und Presseinformationen macht es für die meisten Redakteure unmöglich, jede E-Mail zu beantworten. Das macht auch keinen Sinn. Es passiert allerdings auch, dass du nichts von ihnen hörst, obwohl dein Thema interessant ist. Es kommt im Alltagsstress nämlich vor, dass der Redakteur nicht sofort antwortet, aber vergisst, deine E-Mail auf Wiedervorlage zu legen. Dann rutscht sie nach unten und wird ganz vergessen.

Tipp: Eine Nachfrage oder Erinnerung per E-Mail ist kein Problem. Mach aber kenntlich, dass es einen Bezug zu einem früheren Thema gibt. Noch besser: Verknüpfe die Nachfrage geschickt mit einem neuen Ansatz, einer neuen Herangehensweise.

Beim Thema Nachtelefonieren streiten sich die Experten. Während viele gebetsmühlenartig propagieren, nicht die Redakteure anzurufen und nach dem Stand zu fragen, lese ich in Blogartikeln aktiver Journalisten, dass auch ein höflicher Anruf kein Problem ist. Die Redakteure sind dir nicht böse und das Schlimmste, was dir passieren kann, ist eine Absage zu bekommen. Das habe ich anders erfahren. Mein Tipp: Sorgsam und selektiv mit Anrufen umgehen.

Mythos 3: Redakteure halten sich für was Besseres

Oh nein. Wie ich bereits oben sagte, sind Journalisten Leute wie du und ich, und sie könnten deine Nachbarn sein.

Tipp: Sprich die Leute so an, wie du eine neue Nachbarin ansprechen würdest: nett, umgänglich, hilfsbereit, auf Augenhöhe.

Mythos 4: Redakteure lieben gut geschriebene, aktuelle und informative Pressemeldungen

Das ist kein Mythos, das ist ein Faktum. Jeden Tag „müllen“ etliche 100 miserable Pressemeldungen die Posteingänge der Redakteure zu. Das beginnt beim Thema: „Der neue Katalog der Schmidt GmbH erscheint“ oder „Paul Hermanns steigt zum Vertriebschef auf“ sind keine Themen für Pressemeldungen. Eine Pressemeldung muss nicht nur brandaktuell sein, sie muss auch relevant sein für die Leser des Mediums, auf das du zielst. Studien sagen, dass mehr als 90 % der Journalisten Pressemeldung lesen, wenn sie aktuell sind. Für 83 % muss die Pressemeldung branchenrelevant sein.

Neben der Irrelevanz des Themas beherrschen viele Verfasser von Pressemitteilung nicht die Basics einer Pressemitteilung – formal und inhaltlich. Inhaltlich muss eine Pressemitteilung immer auf die fünf W-Fragen: Was, Wer, Wo, Wie und Warum eingehen.

Tipp: Sei sparsam mit dem Format Pressemitteilung. Wenn du eine PM versendest, dann nur an die Redakteure, für die das Thema relevant sein könnte. Prüfe genau, ob sich mehr Menschen als du, deine Kollegen und Vorgesetzten für das Thema interessieren würden. Pressemitteilungen sollten früh am Morgen zu den Nachrichtenredaktionen geschickt werden, sodass sie im morgendlichen Redaktionsmeeting besprochen werden können.

Themen, die sich nicht als Pressemitteilung versenden lassen, kannst du als Themenvorschlag an einzelne, ausgewählte Redakteure senden. Auch praktikabel: Themen als Pitchmails versenden.

Mythos 5: E-Mails sendet man immer an den redaktion@XXX.de-Mailaccount

Falsch. Auch wenn alle Redaktionen einen solchen Sammelaccount besitzen und diesen für Pressemitteilungen etc. herausgeben, solltest du ihn in der Regel nicht verwenden. Denn in Redaktionen fühlt sich für diese Posteingänge meist niemand verantwortlich. Und selbst wenn jemand die Mails liest, dann sehr wahrscheinlich nicht die Person, für die der Themenvorschlag genau richtig wäre.

Tipp: Mach dir die Arbeit und recherchiere, wer sich in der Redaktion normalerweise mit einem Themenfeld beschäftigt – und schreibe genau diese Person an. Das ist mühsam, lohnt sich aber. Nur, wenn du weißt, dass die redaktion@ Adresse auch von dem Redakteur gelesen wird, den du ansprechen willst, darfst du diese Adresse benutzen. 

Mythos 6: Journalisten sind faul

Naja, sagen wir mal so: Journalisten machen sich gern die Arbeit leicht. Das ist aber im Hinblick auf den Stress und Druck, der in vielen Redaktionen herrscht, verständlich. Faul ist allerdings ein falscher Begriff.

Tipp: Du kannst dir diese „Eigenschaft“ oder „Arbeitsweise“ zu Nutzen machen. Zum Beispiel, indem du die Redakteure mit allen Informationen und Materialien versorgst, die sie für einen Bericht über dich und dein Produkt / Unternehmen benötigen würden. Oder, indem du proaktiv Infos zu einem Thema anbietest, an dem der Redakteur gerade oder demnächst arbeitet (Stichwort Themenpläne studieren).

Wenn du einmal einen guten Kontakt zu einem Redakteur aufgebaut hast und er dich als vertrauensvoll, zuverlässig und als Experte in Erinnerung hat, wird er dich bald von sich aus kontaktieren.

Mythos 7: Journalisten verkaufen dir auch gleich die Anzeige

Falsch. Denn laut Pressekodex des Deutschen Presserates ist die Kopplung von redaktionellen Inhalten und werblichen Inhalten streng verboten.

Vielmehr müssen redaktionelle Veröffentlichungen, die auf Unternehmen, ihre Erzeugnisse, Leistungen oder Veranstaltungen hinweisen, genaustens hinsichtlich der Erfüllung eines begründeten öffentlichen Interesses oder eines Informationsinteresses der Leser geprüft werden.

In Einzelfällen kommt es vor, dass Redakteure sich wohlwollend zu einem Thema äußern, wenn man zugleich Werbung in diesem Medium bucht. Lass die Finger weg.

Tipp: Achte genau darauf, in welchem Umfang dein Unternehmen, dein Produkt oder deine Dienstleistung in einem Artikel genannt wird. Hier gilt: Weniger ist mehr, weil die Entscheidung für den Redakteur einfacher wird und so die Abdruckchance steigt.

Denk immer daran: Redakteure suchen spannende Themen für ihre Zielgruppe!

Zum Abschluss noch ein Hinweis: Neben einem früheren Blogartikel darüber, was Redakteure wirklich nervt, empfehle ich dir unser Coaching oder Webinar in Sachen Pressearbeit.