Das Rezept für wirklich gute Teaser

Neugier ist eine grundlegende menschliche Eigenschaft. Gute Teaser nutzen genau das aus. Macht ein Teaser neugierig, liest man weiter. Doch wie genau sieht ein guter Teaser aus? Wir haben das Rezept mit den ultimativen Tipps für euch.

Zutaten

  1. Knackige Sätze

Wir lesen Teaser als Appetithäppchen. Wir wollen wissen, ob uns das ganze Menü schmeckt.

Appetithäppchen sind klein und so sollten auch Teaser-Sätze sein. Mundgerecht und nur so um die neun Wörter.

  1. Kräftige Wörter

Auch die Zutaten sollten klar erkennbar sein. Das heißt: einfache, kurze Wörter, keine komplizierten Wortkonstruktionen. Vor allem sollte die Wortwahl zur Zielgruppe passen.

  1. Aromatische Verben

Auch wenn ein Häppchen einfach gehalten ist, sollte es geschmacklich überzeugen. Dementsprechend sollten eure Verben aussagekräftig und vielsagend sein. „Kaufen“ kann auch „Schnäppchen machen“ sein, „gehen“ auch „schlendern“. Macht dem Leser Appetit auf mehr!

  1. Gepfefferte Adjektive

Ebenso wie die Verben tragen auch die Adjektive zum delikaten Genuss bei. Sind sie aussagekräftig und bildreich, werden unsere Geschmacksknospen angeregt. Oder eben wir zum Weiterlesen.

  1. Keine komplizierten Zusatzstoffe

Für gute Teaser gilt: Zu viele Substantive und Substantivierungen vermeiden. Beim Probieren greifen wir auch eher zu Bekanntem als zu ausgefallenen Häppchen, deren Bestandteile wir nicht kennen. Manchmal reagieren wir sogar allergisch darauf. Regel: Einfach ist oft besser.

Zubereitung

Ihr könnt euren Teaser auf mehrere Arten zubereiten. Alle Zubereitungsarten funktionieren, schmecken aber etwas unterschiedlich.

Geht ihr eher journalistisch vor, solltet ihr die klassischen W-Fragen (Wer, Wie, Wo, Was, Wann, Warum) im Teaser beantworten. Euer Teaser lockt dann über Information und sollte auch mit Zahlen und Fakten glänzen. Das verleiht Glaubwürdigkeit.

Wenn ihr eher über Storytelling herangeht, wir euer Teaser etwas persönlicher geraten. Der Anfang eurer Geschichte sollte dann so schmackhaft sein, dass der Leser gar nicht genug davon bekommen kann.

Manchmal können auch Bitterstoffe verlockend sein. Weist in eurem Teaser auf ein bestehendes Problem hin. Oft erkennt sich der Leser darin wieder und will eure Lösung dazu kennenlernen.

Oder aber ihr lockt mit dem Honigtopf. Das Versprechen eines unwiderstehlichen Geschmacks (oder aber die Vorteile eures Produktes) können selbstverständlich auch reizen. Auch der Traum vom Idealzustand führt oft dazu, dass man weiterliest.

Egal, wie ihr ihn auch anlegt, er sollte maximal 250 Zeichen (3-4 Sätze) lang sein. Die meisten davon sollten maximal 9 Wörter haben. Die Überschrift und auch den Teaser solltet ihr außerdem immer zuletzt verfassen. Dann erst ist euch die Essenz eures Gerichts und die tatsächliche Geschmacksrichtung klar. 😉 Wir wünschen gutes Gelingen.

Zum Tag des Punktes: Der Gebrauch des Punktes in der deutschen Sprache

Heute ist internationaler Tag des Punktes (International Dot Day). Mal wieder ein kurioser Aktionstag, oder? Der Tag des Punktes hängt eng mit dem weltweit populären Kinderbuch mit dem Titel The Dot (dt. Der Punkt: Kunst kann jeder) zusammen, das 2004 von dem Amerikaner Peter H. Reynolds publiziert wurde. Angeblich präsentierte der US-amerikanische Lehrer Terry Shay das Buch am 15. September 2009 seiner Klasse und erklärte im Rahmen des Unterrichts den 15. September zum Dot Day.

Der Punkt hat im Grunde viele Rollen. Er ist ein Fleck im Zusammenhang mit Kunst und Malerei, er ist eine geometrische Form, er markiert einen bestimmten, sehr genau definierter Ort oder eine exakt festgelegte Zeit (Zeitpunkt), er ist eine Maßeinheit (1 Punkt = 0,375 mm) und auch ein zentrales Element von Schriften bzw. Schriftzeichen. Und um genau darum geht es im Folgenden.

Wer mehr zur Herkunft des Tages des Punktes wissen will, dem empfehlen wir die Webseiten https://www.kuriose-feiertage.de/internationaler-tag-des-punktes/ und http://www.thedotclub.org/dotday.

Der Punkt als Satzzeichen (in der deutschen Sprache)

Der Punkt am Satzende

Der Punkt schließt in der deutschen Sprache einen Aussagesatz ab und steht daher an seinem Ende.

„Der Laden ist geschlossen.“ oder „Der Zug ist weg.“

Nicht mit einem Punkt beendet werden dagegen nach Überschriften und nach Buch-, Aufsatz- und Zeitungstiteln und ihren selbstständigen Teilen, die ohnedies durch die Anordnung deutlich abgehoben sind. Das ist im Zusammenhang mit unserer Arbeit sehr wichtig. Die Rechtschreibprüfung der Textverarbeitungsprogramme kommt damit immer noch nicht klar. Ebenfalls wird der Punkt weggelassen, wenn er bei einem angeführten Satz am Anfang oder im Innern des Ganzsatzes steht. Beispiel: „Der Laden ist geschlossen.“

Der Punkt bei Abkürzungen und Trennungen

Der Punkt wird außerdem für Abkürzungen und in bestimmten Fällen zur Trennung verwendet. Dabei ist zu beachten, dass es auch Abkürzungen gibt, die ohne Punkt geschrieben werden.

Beliebte Abkürzungen mit Punkt sind:

  1. B., u. a., u. a. m., usw.

Bitte beachte, dass nach DIN 5008 bei Abkürzungen nach jedem Punkt ein Leerzeichen zu stehen hat.

Abkürzungen wie AGB, BRD usw. werden ohne Punkt abgeschlossen.

Der Punkt wird auch zur Trennung bei Datumsangaben, bestimmten Daten und als Tausendertrennzeichen eingesetzt.

„Sie ist am 15.09.1998 geboren.“

„Die Internetadresse lautet www.conpublica.de.“

„Sie verdient 1.400 Euro pro Monat.“

Der Punkt bei Ordnungszahlen

Eine weitere Aufgabe kommt dem Punkt bei Ordnungszahlen zu. Diese werden im Deutschen ebenfalls mit Punkt geschrieben.

„Dies ist nun der 12. Tag.“

„Friedrich II. war der Sohn von Heinrich VI.“

Beachte

Wird der Punkt als Satzschlusszeichen verwendet, wird der nächste Satz stets mit einem Großbuchstaben begonnen. Bei Abkürzungen wird je nach Wortart groß oder klein weiter geschrieben. Auch hier streiken die meisten Rechtschreibkorrekturen, zumindest, wenn man die übliche Autokorrektur angeschaltet hat.

Übrigens

Der Punkt ist auch Teil anderer Satzzeichen, z. B. des Strichpunktes (Semikolon), des Ausrufezeichens, Fragezeichens, Doppelpunktes (Kolon), des Aufzählungszeichens und der drei Auslassungspunkte (…). Er hat in der deutschen Sprache also eine gewichtige Rolle.

Links

Wir empfehlen für die weiterführende Studie zum Punkt als Satzzeichen die Wikipedia-Seite https://de.wikipedia.org/wiki/Punkt_(Satzzeichen) und die Grundlagen der deutschen Rechtschreibung des Rates für deutsche Rechtschreibung. Die Online-Version kannst du hier lesen: https://grammis.ids-mannheim.de/rechtschreibung/

Und nun: Mach mal einen Punkt.

Wie teuer darf ein Text sein?

Gute Texte werden überall gebraucht: auf Flyern und in Broschüren und Büchern, auf Webseiten, Social Media oder in Zeitschriften und Blogs. Nicht immer kann man als Unternehmer auch in Worte fassen, was man vermitteln will – oder zumindest nicht in SEO-optimierte und werblich einwandfreie Texte umsetzen. Dafür braucht man Hilfe, Dienstleister, die darauf spezialisiert sind, mit Worten die Firmenidee oder die Einzigartigkeit eines Produktes zum Leben zu erwecken. Doch wie viel ist ein guter Text wert? Oder besser gesagt: Was darf ein Text kosten?

Mehr als aneinander gereihte Worte

Heutzutage ist ein Text nicht nur ein gut formuliertes Stück Schreibwerk. In Zeiten der Online-Veröffentlichungen wird von einem Texter weitaus mehr verlangt. Der Text soll nicht nur den Sinn erfassen und gut geschrieben sein, er muss je nach Verwendungszweck SEO-optimiert sein, emotional aufgeladen oder extrem reduziert aber trotzdem aussagekräftig sein. Eine „gute Schreibe“ reicht längst nicht mehr. Journalistisches Können muss durch Marketingkenntnisse und Online-Expertise ergänzt werden. Da die Aufmerksamkeitsspanne der „Zwischendurch-Leser“ gering und der zur Verfügung stehende Platz für einen Text auf einem Handy-Display winzig ist, müssen Texte teasen, durch Eyecatcher-Bilder unterstützt werden und mitten im Herz der Zielgruppe zünden. Kreativität, Originalität und Echtheit sind gefragt. Und die für Online-Medien notwendige Kürze bedingt ein Auspressen des Textes bis hin zum letzten Tröpfchen inhaltlicher Essenz. Dabei muss der Text aber natürlich weiterhin dem Leser und den Suchmaschinen einen brauchbaren Mehrwert bieten können.

Vorher und nachher zählen mit

Die Kunden nehmen all diese Überlegungen oft nicht wahr und bewerten nur das Endprodukt. All die wichtigen Vor- und Nacharbeiten sind ihnen meist gar nicht bewusst. Ein paar Worte zu schreiben kann doch schließlich keine Stunden dauern! Ganz im Gegenteil: Die Entwicklung eines Textes, der alle Anforderungen der Online-Welt erfüllt, ist zwar kein Hexenwerk, aber zeitaufwendig und harte Arbeit. Und dementsprechend sollte er auch vergütet werden. Hier ein Beispiel: Ein Blog-Artikel umfasst meist ca. 400 bis 500 Wörter – mit Vorarbeit, Recherche und Korrekturen ist ein erfahrener Schreiber mindestens 2 bis 3 Stunden konzentriert damit beschäftigt. Korrekturschleifen des Kunden noch nicht mal mit eingerechnet.

Auch bei einem Newsletter oder einem PR-Text fallen ähnliche Zeiten an. Bei einem üblichen Stundensatz zwischen 50 und 100 Euro ergibt sich also ein Preis von 100 bis 300 Euro für die einmalige Dienstleistung. Berücksichtigt man die damit verbundene Expertise und kreative Leistung und vergleicht den Stundensatz mit anderen Branchen, sollte einem das ein guter Text wert sein, oder?

 

Nein Verwirrung

Warum ein NEIN oft zu Verwirrung führt

Eltern von kleinen Kindern kennen die „Regel“ schon: Lieber positiv („Leg die Banane auf den Tisch!“) formulieren als negativ („Nein, wirf bitte die Banane nicht auf dem Boden.“). Denn meist lockt diese Idee dann zu sehr und wird doch ausprobiert oder aber das Kind versteht gar nicht so recht, was es genau nun tun soll. Dass sowas auch bei uns Erwachsenen für Verwirrung sorgt, das wissen viele jedoch nicht.

Daher wollen wir uns heute mal diesem Thema widmen und einen Blick auf gute Formulierungen werfen.

Nun, ich glaube, wir Erwachsenen haben schon verstanden, dass die Banane nicht auf den Boden gehört. Doch bei vielen Dingen tun wir uns ausgesprochen schwer, Verbote zu befolgen. Interessanterweise kommt es sogar immer öfter vor, dass Erwachsene sagen, dass sie gar nicht von dem Verbot gewusst haben, dabei stand es deutlich in der E-Mail oder auf dem Schild.

Nun, lügen Erwachsene dann?

Nein, denn oftmals ist tatsächlich die Formulierung von Verboten das Problem. Dazu werden entweder die Worte „kein“ oder „nicht“ verwendet oder aber Prä- oder Suffixe. Noch dazu kommen meistens lange Sätze – wobei das Verbot am Ende steht. Und die Aufmerksamkeit von uns Erwachsenen schwindet schnell, meinen wir doch, dass wir den Inhalt des Satzes schon erfasst haben.

Und jetzt kommt die Wissenschaft ins Spiel

Die hat nämlich herausgefunden, dass unser Gehirn für Negationen deutlich länger benötigt als für einfache und klare Botschaften. Und positive Aussagen werden auch deutlich schneller verarbeitet.

Die Wissenschaft erklärt es so: Bis das Gehirn Negationen aufgelöst hat, muss es einige logische Vorgänge meistern. Erwachsene schaffen das zwar besser als Kleinkinder, mühevoll ist es aber dennoch. Denn die linke Gehirnhälfte (zuständig für die Logik, Sprache und analytisches Denken) muss der rechten Gehirnhälfte (u. a. zuständig für bildhaftes Denken) erst sagen, dass sie zwar etwas sieht, aber das nicht umsetzen darf. Das kostet Zeit und Energie.

Daher sollte man auch beim Texten für Erwachsene Verneinungen vermeiden und positiv formulieren. Das gelingt, indem man sich klar macht, was man eigentlich aussagen möchte. Denn erst dann schreibt man logisch und nicht zu umständlich.

Simpel – einfach – logisch

Und damit sind wir bei dem Punkt, an dem wir uns klar werden müssen, dass die gesprochene Sprache wirklich anders rüberkommt als das geschriebene Wort. Denn während wir beim Sprechen immer wieder „komplizierter“ und „um die Ecke“ sprechen können, ohne dass es direkt zur Verwirrung führt, so ist es bei der schriftlichen Kommunikation absolut relevant, Aussagen so direkt und logisch zu formulieren wie eben möglich. Dabei darf die Satzstruktur dann gerne auch simpler ausfallen.

In dem Sinne:

Gutes Texten ist nicht schwer – ähm, ich meinte: Gutes Texten ist leicht!

Komm auf den Punkt! Kurze Texte in der Kundenkommunikation

Wie lang oder kurz ein guter Text sein sollte, dafür gibt es keine Regel. Während man bei Twitter in 280 Zeichen vermitteln muss, was man zu sagen hat, gilt für viele Texte im Rahmen des Content Marketing: Je länger desto besser, um in Sachen Suchmaschinenoptimierung möglichst weit vorn zu sein. Somit bestimmt das Medium häufig die Textlänge.

In der Kundenkommunikation aber gilt ganz unabhängig vom Medium: Fasse dich kurz! Warum? Das hat vor allem einen Grund: Die allerwenigsten deiner Kunden werden bereit sein, mehr Text von dir zu lesen, als auf einer Postkarte Platz hat. Schließlich warten sie nicht darauf, von dir zu hören. Daher ist es so wichtig, dass du es schaffst, in wenigen Worten dein Anliegen zu vermitteln.

Kurze Texte zu formulieren, ist allerdings viel schwieriger als lange. Daher geben wir dir ganz konkrete Tipps, wie du mit deinen Kunden (und solchen, die es werden sollen) kurz und knapp kommunizierst. Und dabei trotzdem überzeugst.

Schreibe nicht von dir

Wenn es darum geht, das eigene Produkt oder die eigene Dienstleistung zu beschreiben, ist es ganz besonders schwierig, sich kurz zu fassen. Schließlich gäbe es sooo viel zu erzählen. Daher schreib am besten gar nicht von dir – oder zumindest fast gar nicht. Stelle stattdessen deinen Kunden in den Fokus: Welche Probleme hat er? Was braucht er? Wie fühlt er sich? Das hat gleich zwei Vorteile: Zum einen wird es dir hierbei leichter fallen, dich kurz zu fassen. Zum anderen erreichst du deinen Kunden besser, wenn du von ihm sprichst, als wenn du nur von deinem Unternehmen sprichst. Denn deine Kunden sind nicht an DEINEM Produkt interessiert, sondern an einer Lösung IHRES Problems.

Benutze Umgangssprache

“Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie die Initiative ergreifen über die untenstehenden Kontaktmöglichkeiten mit uns ins Gespräch zu kommen.” Zu solchen Sätzen lädt die deutsche Sprache leider ein und gerade im Geschäftsumfeld wird häufig so geschrieben – weil man besonders höflich und professionell rüberkommen will. Das macht einen Text aber nicht nur lang, sondern auch langweilig. Ohne jetzt die Grammatik-Fibel herauszuholen und vom Nominalstil abzuraten, machen wir es lieber praktisch: Wenn du deinen Kunden schreibst, dann formulier deinen Text so, als würdest du einem Bekannten schreiben. Denn wie dein Bekannter ist auch dein Kunde vor allem ein Mensch.

Kurze Sätze für kurze Texte

Wenn du dich kurz fassen willst, dann nimm dir nicht den ganzen Text auf einmal vor, sondern jeden Satz einzeln. Und dann überlege, wie du ihn kürzen kannst. Setze möglichst viele Punkte. Nutze möglichst wenig Kommas. Und: Nicht jeder Satz muss vollständig sein. Ehrlich. Wenn du das ganz bewusst so einsetzt.

Kurze Sätze erreichst du auch dadurch, dass du Füllwörter streichst. Gehe nachträglich mit dem Rotstift über deinen Text und streiche Füllwörter wie als, ganz, ziemlich, auch, sozusagen etc. Das fällt schwer. Aber wenn du danach noch einmal den Text liest, merkst du, dass es ihm gut getan hat.

Mehr Emotionen, weniger Fakten

In persönlichen Gesprächen habe ich schon häufiger die Erfahrung gemacht: Ich erzähle von einem Thema und liefere Fakten. Aus meinem Lebenslauf beispielsweise oder von den Funktionen einer Software. Und im Laufe des Gesprächs fragt mein Gegenüber dann nach genau diesen Fakten. Obwohl ich die bereits erwähnt habe. Wenn ich hingegen erzähle, wie ich mich bei einem Vorstellungsgespräch gefühlt habe oder welchen Erfolg ein Kunde hatte, der eine Funktion meiner Software genutzt hat, dann bleibt das hängen.

Fakt ist: Geschichten und Emotionen kann man sich besser merken als Fakten. Daher gehe mit der Auflistung von Features und Produkteigenschaften sehr sparsam um. Du glaubst ja gar nicht, wie sehr das dabei hilft, einen Text zu kürzen 🙂 Wenn du erst einmal mit Emotionen die Aufmerksamkeit deiner Kunden gewonnen hast, kannst du im zweiten Schritt dann immer noch diese Details liefern.

Unterschiedliche Texte für unterschiedliche Kunden

Wenn du einen Text schreibst, solltest du ganz genau im Kopf haben, für wen du ihn schreibst. Für eine 60-jährige Hausfrau oder einen 25jährigen Hipster? Für eine Abteilungsleiterin oder einen Solo-Selbstständigen? Je mehr Menschen du mit deinem Text erreichen willst, desto länger wird er. Warum? Weil du versuchst, dass sich jeder einzelne wiederfinden kann, in einem Beispiel oder einer Beschreibung. Daher richte dich mit deinem Texte an EINE spitze Zielgruppe. Und schreibe einen anderen Text für eine andere Zielgruppe. Die Mittel im modernen Marketing lassen es heute zu, Kunden ganz individuell anzusprechen. Also Finger weg von dem einen Newsletter der an alle Kunden verschickt wird.

Bau einen CTA ein

Auf vielen Webseiten werden Texte veröffentlicht, die gar kein Ende nehmen wollen. Schließlich hat man Platz ohne Ende. Wir können von Webseiten aber auch lernen, wie man sich kurz fasst. Und zwar beim CTA-Button. Das ist der Button auf einer Webseite, der uns weiterbringt. Zu mehr Informationen, zum Kaufen eines Produktes o.ä. Und da ein Button nicht groß ist, kann darauf auch nicht viel Text stehen. Beim Schreiben von Texten solltest du den CTA-Button immer im Hinterkopf haben: Was willst du mit deinem Text erreichen? Was ist der nächste Schritt, den dein Leser gehen soll? Und genau wie beim CTA-Button auf einer Webseite solltest du dieses Ziel in deinem Text auch benennen. Formuliere also eine ganz konkrete Aufforderung, was dein Leser als nächstes tun soll. So kurz und knapp wie beim CTA-Button.

Lass Bilder sprechen

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte heißt es so schön. Und da ist was dran. Bilder helfen dir dabei etwas zu veranschaulichen, was sonst in vielen Sätzen beschrieben werden müsste. Bilder transportieren eine Stimmung und helfen all die gestrichenen Füllwörter zu ersetzen. Und deine Leser erfassen ein Bild viel schneller als einen Text. Bilder helfen dir also, dich im Text kurz zu fassen und dieses Hilfsmittel solltest du auf jeden Fall einsetzen. Ganz egal, ob du deinen Kunden einen Newsletter schickst oder eine Postkarte.

Autorin

Anne Buch gehört zum Gründerteam von EchtPost, einer Online-Plattform, über die Unternehmen Postkarten-Mailings an Ihre Kunden verschicken können. Der begrenzte Platz auf der Postkarte zwingt Unternehmen zu Ihrem Glück: Sie müssen Ihr Anliegen kurz und knapp vermitteln.

Das Textergeheimnis: 3 wirklich wirksame Überschriften, die jeder Blogger kennen sollte

Hast du dich auch schon mal gefragt, was uns dazu bringt, bestimmte Texte zu lesen und andere nicht? Zuerst stoßen wir immer auf die Überschrift, ganz klar. Ist die nicht interessant genug, machen wir hier erst mal Schluss. Das wissen natürlich auch die Journalisten und Medien, weshalb oft sehr reißerische Headline veröffentlicht werden.

Doch welche Überschriften ziehen (fast) immer? Gibt es eine Wunderformel für Überschriften, die uns reizen, speziell bei Online-Medien, die man meist zwischen Tür und Angel konsumiert? Ja, die gibt es. Zumindest unserer Erfahrung nach.

Typ 1: Der Cliffhanger

Man trifft eine Aussage – und dann schränkt man sie wieder ein. Also ungefähr so: „Überschriften, die immer funktionieren – aber auf das Medium kommt es an“. Damit erzeugt man Neugier, die unbedingt vom Leser gestillt werden will. Der Text wird gelesen, weil unsere Spürnase wissen will, warum. Hier ein Praxisbeispiel aus der Presse:

Überschrift Cliffhanger

 

Typ 2: Die „sollte jeder“-Überschrift

Wir kennen Sie alle, lesen sie zuhauf und doch funktionieren sie immer wieder gut – Überschriften die ein „sollte jeder“ enthalten. Ganz nach dem Motto „Diese 3 Überschriften-Typen sollte jeder Blogger kennen“. Hier ein brandaktuelles Beispiel:

Überschrift mit sollte jeder

Bei dem Wort „jeder“ wollen wir selbstverständlich dazu gehören und nichts verpassen. Der Gruppenzwang verpflichtet quasi zum Lesen.

Typ 3: Die „wirklich“-Überschrift

Wenn das Zauberwörtchen „wirklich“ in einer Überschrift enthalten ist, weckt das in uns Vertrauen. Wir glauben daran, dass dieser Blog „wirklich“ wichtig ist, und sind dankbar, dass diese Überschrift uns bei unserem Schubladendenken hilft. Denn im Wust von Blogs und Infos auf Facebook, Pinterest und Co. fällt es auch unserem zum Sortieren gemachten Hirn manchmal nicht leicht, auszufiltern. Wenn wir also lesen „3 wirklich wirksame Überschriften für Blogs“ glauben wir instinktiv an die Priorität dieses Beitrags. Bei euch hat es doch auch funktioniert, oder? Ansonsten hättet ihr ja nicht bis zu dieser Stelle gelesen 😉 .

Hier wieder ein aktuelles Beispiel aus der Presse:

Überschrift mit wirklich

In diesem Sinne: fröhliches Texten.

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So schreibst Du einen hervorragenden Essay!

Wer oder was ist eigentlich dieser Essay? Das Wort „Essay“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet zum einen „Abwiegen“, aber auch „Abwägen“. Bei der Textform des Essays handelt es sich daher um eine gedankliche Abhandlung von wenigsten drei und maximal fünfzehn Seiten, in denen Du Deine Theorien und Thesen gegeneinander abwägen kannst. Dabei ist das Essay zwar eine wissenschaftliche Textform, kann zum Beispiel Fußnoten enthalten und gliedert sich nach einer klassischen Struktur in Einleitung, Hauptteil und Schlussteil, muss aber stilistisch nicht so strengen wissenschaftlichen Formalien entsprechen.

Das Essay stellt Argumente und Fragen des Verfassers in den Vordergrund.

Jeder Essay sollte sich als Versuch verstehen, seine eigenen Auseinandersetzungen mit einem Thema in den Fokus zu rücken. Es ist die Probe oder ein Experiment gedanklicher Natur, sich einem Themenfeld zu nähern. Du solltest den Leser Deines Essays also an Deinen Überlegungen und Deiner Vorgehensweise, an ein Thema heranzutreten, teilnehmen lassen und ihm gleichzeitig Einblicke in Deine Fortschritte Deiner Entwicklung gewähren. Dabei darfst Du jederzeit in einem kritischen Modus bleiben, Diskussionen eröffnen oder gar schriftlich abhandeln, Vergleiche ziehen, Fakten prüfen oder bereits begründen.

Essays sind faktisch eine sehr subjektive Textform.

Zwar gibt es formale Kriterien, an denen Du dich orientieren kannst. Inhaltlich hingegen bist Du ganz auf dich alleine gestellt.
Oftmals kommst Du erst zum Beispiel während des Studiums mit dieser Art Aufsatz in Berührung. In der Schule und während der Ausbildung ist er eher selten gefragt.

Was Du beachten solltest, um einen guten Essay zu schreiben.

Da es sich beim Essay um eine höchst individuelle Textform handelt, kann als grundsätzlicher Leitfaden zunächst nur die Gliederung dienen: Es gibt immer eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schlussteil. Darüber hinaus gibt es jedoch keine allgemein gültigen Regeln, die Du beim Verfassen eines Essays beachten musst. Es sind vielmehr Vorschläge oder Ideen, die Du umsetzen kannst, aber nicht musst. Einige Leitgedanken sollen Dir im Folgenden als Anleitung dienen.

Einige Tipps, worauf es bei Verfassen eines Essays ankommt

  1. Der Essay ist eine Mischform einer wissenschaftlichen Abhandlung.

Zum einen ist ein Essay eine klassische wissenschaftliche Arbeit. Zum anderen aber hält er sich nicht an die traditionellen wissenschaftlichen Gepflogenheiten. Er ist ein Mischwesen aus wissenschaftlicher und nicht wissenschaftlicher Arbeit. Das bedeutet, dass Du Deinen Essay nicht in einem strengen wissenschaftlichen Stil verfassen musst. Du musst dabei also keinem umständlichen Aufbau mit langen, verschachtelten Sätzen folgen oder durch die Verwendung möglichst vieler Fremdwörter punkten. Anderseits darfst Du auch nicht in eine reine umgangssprachliche Ausdrucksform verfallen. Du musst versuchen, einen lockeren und leichten Ton zu treffen, der aber dennoch Fakten liefert und nicht nur auf Floskeln basiert. Du musst einen Kompromiss aus beiden Extremen finden und dabei stets Deine spätere Leserschaft im Auge behalten.

Schreibe als Autor den Essay in der Ich-Form. Sowohl dem akademischen als auch dem Publikum außerhalb eines wissenschaftlichen Sektors soll es klar werden, dass es sich bei der Abhandlung um Deine eigene und persönliche Meinung handelt.

  1. Halte dich an einen Leitgedanken während Deiner Argumentation.

Der klassische rote Faden sollte in keiner Textform fehlen. Behalte diesen stets im Hinterkopf und hangle dich daran vorwärts. Bevor Du mit dem Schreiben beginnst, solltest Du im Groben schon wissen, was Dir wichtig ist und sich lohnt, auf der doch geringen Seitenzahl anzusprechen. Setze also Prioritäten. Unwichtige Details haben in einem Essay nichts zu suchen.

Du hast nur begrenzen Platz, also nutze diesen sinnvoll. Frage dich beim Auslassen stets, ob Dir dein logischer Strang dann noch erhalten bleibt. Wenn man Deiner Argumentation auch ohne das Detail folgen kann, lass es weg. Überzeuge, indem Du Fakten und Argumente nicht nur aneinanderreihst, sondern diese miteinander verwebst oder perspektivisch neu verortest. Man muss Deiner Auseinandersetzung mit der Problematik stets folgen können, sollte dabei aber auch Einblicke in Deine Gedanken bekommen.

  1. Formal ist der Essay eine ganz klassische Textform.

Zwar gliedert sich ein Essay stets in eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schlussteil, aber diese Teilbereiche müssen nicht zwangsläufig auch als diese gekennzeichnet sein. Das bedeutet, dass Dein Essay sich vielmehr als ein großer gesamter Fließtext offenbart, als in Einzelteile mit Überschriften zerstückelt zu werden. Du gliederst Deinen Essay durch den Inhalt selbst, leitest über und beschreibst vielmehr, ob Du dich zu Beginn, im Kern oder am Schluss Deiner Argumentation befinden.

Vermeide also, Deinen Essay in drei Abschnitte zu teilen, die Du dann jeweils mit den Begriffen Einleitung, Hauptteil und Schlussteil betitelst. Du darfst zwar Überschriften verwenden. Diese sollten sich aber auf inhaltliche Aspekte des Abschnittes beziehen und nicht deren formales Gewand beschreiben. Auf Untertitel oder Zwischenüberschriften solltest Du komplett verzichten, um den Schreib- und Lesefluss nicht gänzlich zu zerstückeln.

Welche Aufgabe hat welcher Abschnitt?

Wie bei jeder Einleitung hat diese die Aufgabe, die Neugierde des Lesers zu wecken. Starte also mit einer Aussage, einem Argument oder einer These, die möglichst aussagekräftig ist und gleich das Interesse des späteren Lesers anspricht. Ist die Neugierde erst geweckt, liest sich ein Essay viel leichter und lieber. Auf den Einstiegssatz folgt dann direkt Deine Fragestellung, die Du im Folgenden behandeln wirst. Du gehst einem bestimmten Phänomen auf den Grund oder diskutieren und vergleichen zwei gegensätzliche Punkte? Wunderbar, dann schreibe dies auch in Deiner Einleitung. Der Leser muss an dieser Stelle wissen, was ihn erwartet. Stimme ihn auf Deinen Essay ein, indem Du genau sagst, was folgt. Du kannst bereits an dieser Stelle Deine Kernthese ansprechen.

Solltest Du in der Einleitung Deine Kernthese noch nicht ausformuliert haben, ist dies spätestens zu Beginn des Hauptteils fällig. Formuliere Dein Anliegen ganz konkret, führe Deine Thesen oder Hypothesen auf und ergänze diese gegebenenfalls auch mit Beispielen, um den eigenen Argumentationsstrang zu vervollständigen. Bleibe dabei aber immer beim Wesentlichen und gehe nicht zu sehr ins Detail. Konkrete Zitate oder Quellen solltest Du nur dann nennen, wenn diese wesentlich sind für Deine Aussage. Bleibe ansonsten möglichst in Deinem eigenen Sprachjargon.

Im Schlussteil oder Conclusio fasst nochmals die wichtigsten Deiner Argumente zusammen. Dabei sollst Du dich jedoch nicht einfach nur wiederholen, sondern nochmals komprimieren und alles auf einen Punkt bringen. Auch hast Du hier die Möglichkeit, nochmals einen Ausblick zu geben. Bist Du bei Deiner Analyse auf ein neues Problem oder andere wichtige Fragestellungen gestoßen, die lohnenswert erscheinen an anderer Stelle betrachtet zu werden? Dann gib hier eine Aussicht darauf, um das Interesse des Lesers auch zukünftig an Dein Thema zu binden.

Autorin: Kerstin Schmidt, Content Managerin und erfahrene Ghostwriterin bei Hausarbeit-Agentur

 

 

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PS: Wir lieben Dich – Oder wie man das Postskriptum richtig nutzt

Wir kennen es alle und wir verwenden es auch gelegentlich – das PS unter einer Nachricht. Aber ist das eigentlich noch zeitgemäß? Denn das PS oder Postskriptum stammt aus der Zeit der Briefe, als man noch ausschließlich von Hand schrieb. Sein Vorteil lag darin, dass durch das Vergessen eines Teiles nicht alles nochmals geschrieben werden musste, sondern man es einfach anhängen konnte. Ein kleiner Trick also, der Zeit sparte. Heute kann man fast immer problemlos ergänzen, was man vergaß. Ist das PS damit überflüssig geworden? Ganz klar nicht, finden wir. Denn das Postskriptum hat viel zu bieten, vor allem im Hinblick auf die modere, digitale Kommunikation.

Shortcut zur Hauptinfo

Wir lesen heute oft online, meist über das Smartphone und oft zwischen Tür und Angel. Der Bildschirm ist klein, die Schriftgröße auch und unsere Zeit sehr begrenzt. Der geneigte Leser erwartet deshalb kurze, knappe Infos und eine Aufteilung, die lesefreundlich ist. Das PS ist hier eine wunderbare Möglichkeit, die zentrale Aussage des Textes zu betonen, damit sie als Teaser zuerst wahrgenommen wird. Richtig formuliert animiert sie dann dazu, den gesamten Text zu lesen. Wenn das PS wirken soll, muss seine Aussage allerdings wirklich präzise und kurz den Kern treffen. Dem mobilen Leser bringt das PS in seiner Entscheidungsfindung nämlich nur etwas, wenn es nicht zu lang ist und als Zusammenfassung dienen kann. Ähnlich wie bei den Menschen, die den letzten Satz eines Buches zuerst lesen, um zu wissen, ob es sie interessiert.

Wenn, dann bitte richtig

Es gibt also Gründe für das PS im modernen Marketing. Aber wie schreibt man es richtig? Die korrekte Schreibweise lautet: zwei Großbuchstaben, ohne Punkte dazwischen, aber gefolgt von einem Doppelpunkt. Also zum Beispiel so: PS: Danke für die Beachtung der Rechtschreibung! Auch der korrekte Platz für das PS ist durch die DIN Norm 5008 (die im bürokratischen Deutschland die Korrespondenz regelt) festgelegt: mit mindestens einer Zeile Abstand zum Briefende. Eben jener Absatz ist es auch, der das PS für soziale Medien und Co. besonders attraktiv macht. Absätze sind für geplagte Smartphone-Augen eine Wohltat und betonen alles, was dahintersteht.

Unzählige Möglichkeiten für den Bonussatz

Ist es nicht wunderbar, dass es diese Möglichkeit gibt? Das PS kann ein Booster für deine Botschaft sein, sozusagen eine Extra-Werbefläche. Betrachtest du das PS also als strahlende Leuchtreklame für deinen Text, was würde dann dort stehen? Weist du auf einen Extra-Vorteil hin? Auf eine zeitlich limitierte Aktion? Ein „PS: Schnell Zugreifen lohnt sich – nur noch bis zum 02.06!“ stellt schnell die Dringlichkeit des Lesens heraus. Der Leser will immerhin wissen, ob er etwas verpasst. Auch Auszeichnungen oder besondere Serviceleistungen können im PS leicht Erwähnung finden, ohne dass es zu aufdringlich wirkt. Man weist auf die eigene Qualität hin, aber ohne langen Selbstbeweihräucherungstext.

Doppelt gemoppelt hält besser

Durch den zusätzlichen Schlusssatz hat man die Möglichkeit, den eigenen Slogan noch einmal anders zu formulieren. Betonst du deine Kernaussage erneut, kannst du den Vorteil anders beleuchten und dem Kunden damit einen zusätzlichen Mehrwert näherbringen. Zeigt dein Text zum Beispiel schon die Effizienz deiner IT-Dienstleistung auf, kannst du im PS vielleicht noch den Sicherheitsaspekt betonen.

Weiterlesen lohnt sich

Das PS dient aber nicht nur als Teaser, sondern auch als Animation weiterzulesen. Hast du Angst, dass deine Anhänge (PDFs, Gutscheine, weiterführende Infos, Anmeldeformulare usw.) übersehen werden? Dann nutze dein Postskriptum dazu, darauf hinzuweisen. Kurz zwischen Text und Anhang geschoben macht es darauf aufmerksam, dass da noch was kommt. Mit einem Link versehen kann es auch gleich wunderbar zur statistischen Auswertung des Leseverhaltens dienen.

Wie man sieht, ist ein gut gewähltes Postskriptum alles andere als obsolet. Gerade in Zeiten von Social Media und Online-Texten sollte man es nutzen.

Und übrigens: Es muss nicht immer ein PS sein. Auch andere Formulierungen funktionieren ganz gut. 😊

Jugendsprache oder Werbe-Bla-Bla? Die optimale Sprache für Facebook, Instagram und Co.

Als Unternehmen kommt man nicht mehr dran vorbei – schon gar nicht in Zeiten einer Krise, die die Menschen zu digitaler Kommunikation zwingt. Wir alle müssen präsent sein auf Facebook, Instagram und Co. Was dabei zum Beispiel eine gute Facebook-Unternehmens-Seite ausmacht, erfährst du momentan von uns über unsere Praxis-Tipps auf eben dieser. Aber wie sieht es eigentlich mit den Texten in sozialen Netzen aus? Muss ich bestimmte Insider-Formulierungen kennen, fünfzig Emojis pro Beitrag einflechten und wissen, was ein Hashtag ist? Wir klären dich auf.

Guck mal, wer da spricht

Zunächst einmal muss man sich darüber klar werden, wer die Nutzer der Kanäle sind, die man bedienen will. Bei Facebook zum Beispiel wird man es hauptsächlich mit den sogenannten Millennials, den Menschen zwischen Anfang zwanzig und vierzig zu tun haben. Diese Generation wuchs mit dem Internet und seinen Möglichkeiten auf, war rund um den Jahrtausendwechsel jung und entwickelte die Sprache in den sozialen Medien maßgeblich mit. Für sie ist Facebook so selbstverständlich wie für die vor 1980 Geborenen der Walkman. Die Generation nach ihnen, Generation Z, ist wiederum schon auf ganz anderen Kanälen unterwegs. Hier laufen TikTok und Konsorten den klassischen Plattformen bereits den Rang ab. Wir gehen also davon aus, dass wir mit unseren Postings zum allergrößten Teil mündige, bereits erwachsene Personen, erreichen, die die digitale Kommunikation schon mit der Muttermilch aufgesogen haben. Sie kommunizieren knapp, präzise und eher informell, nutzen oft Abkürzungen, Anglizismen und Emojis.

Keine Angst

Das ist allerdings kein Grund, Angst vor Postings zu haben. Wenn man ein paar Grundregeln beachtet, kann man auch als „Nicht-Millennial“ gute Postings kreieren.

In der Kürze liegt die Würze. Die Aufmerksamkeitsspannen haben sich mit den Mobile Devices geändert. Oft werden Meldungen oder Nachrichten nur zwischendurch auf dem Handy gecheckt. Die wichtigste Info muss also bei deinem Posting direkt am Anfang stehen und knapp formuliert sein. Dann klickt der User vielleicht den „Weiterlesen“-Button.

Ein Hingucker muss her. Bilder sagen tausendmal mehr als Worte und verleiten diversen Studien zufolge auch viel eher dazu, einen Beitrag anzuklicken. Wenn das Bild also passt und lockt und die Überschrift den Kern der Sache trifft, hat man eine gute Chance.

Wichtig ist dabei das Auslösen von Emotionen, auch was den Fließtext angeht. Trockene, formelle Sprache ist nicht angebracht. Verben und Adjektive, die Emotionen erzeugen, sind gut, duzen ist quasi Pflicht, weil persönlicher.

Noch persönlicher wird es, wenn du die User zu Antworten und Handlungen aufforderst. Mit Fragen nach Vorlieben oder der Möglichkeit mitzubestimmen, fühlt sich der User eingebunden, kommentiert vielleicht sogar und belebt damit deine Seite.

Fremde Federn schmücken nicht

Wer kein Millennial ist, sollte auch nicht versuchen, einer zu sein. Gewollt jugendlich und cool rüber zu kommen, hat noch niemandem wirklich gestanden. Texte einfach wie mit einem netten Kollegen, höflich, aber ein bisschen persönlicher. Schlimme Imitationen von Jugendsprache gibt es in der Werbung genug. Grundsätzlicher sollte man authentisch bleiben. Wenn also englische Fachbegriffe und Smileys hinter jedem Satz nicht dein Ding sind, dann zwinge dich nicht dazu. User merken ziemlich schnell, ob dein „Tonfall“ echt ist. Ist das der Fall, kommt dein Posting sicher auch ohne das gut an 😉

Sprich die Sprache der Zielgruppe – oder warum der Köder dem Fisch schmecken muss und nicht dem Angler

Seien wir mal ehrlich – wir haben alle schon mal ein Geschenk verschenkt, das eigentlich uns selbst gut gefallen hätte und nicht dem Beschenkten. Denn in dieser Situation ist es so, wie so oft im Leben. Wir schließen von uns auf andere. Wirklich gut kommen dann aber doch eher die Geschenke an, bei denen man sich Gedanken über die Person gemacht hat und das Geschenk auf ihre Bedürfnisse und Wünsche zuschneidet.

Genauso läuft es auch beim Texten. Gute Texte sind für den jeweiligen Leser geschrieben und nicht als Selbstbeweihräucherung mit möglichst vielen kompetent wirkenden Fachbegriffen. In der heutigen Medienlandschaft gibt es neben dem Textniveau allerdings noch einen entscheidenden weiteren Faktor: die Sprache des Mediums selbst. Was genau dabei zu beachten ist und welche Regeln schon von jeher gelten, versuchen wir für euch zusammen zu fassen.

Für wen schreibe ich eigentlich?

Bei kreativen Berufen hat der liebe Gott vor die Tat immer erst das Denken gesetzt. So auch beim Texten. Wichtig ist vor allem, sich im Klaren darüber zu sein, wer deine Zielgruppe ist und was sie will. Schreibe ich einen Blog für Hobbygärtner, kann ich das Thema Pflanzen in meinem Text ganz anders angehen als beim Whitepaper eines Pflanzenschutzmittel-Herstellers für seine B2B-Kunden. Wer sind also meine Leser/Kunden und was interessiert sie wirklich? Wenn du die Antwort darauf kennst, bist du ein großes Stück weiter. Dann kannst du die entsprechenden Themen auswählen und zielbezogen schreiben. Ein kleiner Tipp: Eine Tafel mit Kennzahlen und Stichpunkten zu deinen Kunden hilft manchmal wirklich weiter. Oft ergeben sich dann Zusammenhänge, die du ohne Schaubild gar nicht bemerkt hättest.

Ein Text ist immer eine Botschaft

Ob dein Text im Gedächtnis bleibt, hängt nach wissenschaftlichen Erkenntnissen außerdem noch von drei Faktoren ab:

  1. Der Text muss emotional sein. Das bedeutet nicht, dass du deine Leser zu Tränen rühren musst. Aber deine Sprache sollte unmittelbar bildhafte Vorstellungen beim Leser wecken.
  2. Dein Text sollte für den Leser relevant sein, also einen Mehrwert bieten. Infos, die ihn interessieren und ihm einen Grund bieten, weiterzulesen.
  3. Kurze Sätze, knackiger Text. Schreibe prägnant und klar. Selbst für hochkomplexe Texte in Fachmagazinen gilt: so viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Wo wird mein Text gelesen?

Nicht zuletzt sollte man sich fragen, welcher Sprachstil dort gepflegt wird, wo mein Text landen wird. Schreibe ich für Facebook und Co, sind die Sätze kurz und locker, der Leser wird geduzt und alles wird vielleicht sogar durch Emojis ergänzt. Soll mein Text in einer Fachzeitschrift erscheinen, muss er sachlich sein, viele Infos beinhalten, es dürfen Fachtermini verwendet werden und die Sätze können auch mal etwas länger sein. Am besten schaut man sich vorher beim gewählten Medium um. Dann bekommt man meist schon ein sehr gutes Gefühl dafür, wie Stil, Wording, Klangfarben usw. sind.

Denn wie sagte Kurt Tucholsky schon so schön: „Wer auf andere wirken will, der muss erst einmal in ihrer Sprache mit ihnen reden.“ In diesem Sinne: fröhliches Texten 😊