Dos und Don´ts beim Texten fürs Web

Wir lieben einzigartige Webtexte. Sie zu schreiben, ist allerdings gar nicht so einfach. Onlinetexte gehorchen anderen Regeln als Offlinetexte. Warum? Weil die Rahmenbedingungen andere sind. Wenn wir online lesen, dann haben wir weniger Zeit und werden stärker abgelenkt. Lediglich zwei bis fünf Sekunden entscheiden darüber, ob wir online weiterlesen. Denn wir nehmen uns nicht vor, zu lesen. Wir machen das zwischendurch. Wir springen hin und her zwischen Webseiten, Text und Bildern. Texte fürs Web müssen deswegen speziell dafür geschrieben werden. Wie das geht?

Wir haben hier die Dos und Don´ts beim Texten fürs Web für euch.

Dos:

1. Kurze, einfache Sätze

Kurze Aufmerksamkeitsspanne – kurze Sätze. So einfach ist das. Knackig und leicht verständlich muss die Websprache sein. Denn kleine Häppchen verdaut unser Hirn leichter.

2. Kurze Absätze und Zwischenüberschriften

Wenn du deine Webtexte sinnvoll unterteilst, liest es sich leichter. Mit Zwischenüberschriften wird alles noch übersichtlicher und leserfreundlicher. Natürlich gibt es auch Texte, bei denen längere Abschnitte ok und von Nutzen sind. Dazu zählen beispielsweise Fachtexte, die sich an eine spezielle Leserschaft richten.

3. Positive Begriffe

Negative Begriffe lassen uns stolpern. Wenn du möchtest, dass was Positives von deinem Text hängen bleibt, formuliere positiv. „Probleme“ sind „Herausforderungen“, aus „müssen“ wird „die Chance nutzen“. Übrigens eignet sich das auch als Lebensphilosophie.

4. Ein Gedanke pro Satz

Dann bleiben wir bei hirnfreundlichen, kleinen Häppchen.

5. Ein Thema pro Abschnitt

Ähnliche Regel – gleicher Sinn. Zu viel auf einmal merken wir uns online nicht.

 6. Aktive Verben

Aktive Sprache holt den Leser ab und versetzt ihn ins Geschehen. Die Distanz des Passiven fällt weg und das ist gut so. Aus „es wird angenommen“ wird dann „Die Forschung nimmt an“. Aus „Die IT des Kunden wird optimiert.“ wird „Wir optimieren die IT des Kunden.“

 7. Strukturierter Text

Dein Text muss logisch aufgebaut sein. Bedeutet: Eine sinnvolle Struktur muss her. Mit den zuvor erwähnten kurzen Abschnitten sollte es kein Problem sein, einen sinnvollen Aufbau hinzubekommen. Einleitung mit Thema, Hauptteil und Schluss sind immer eine gute Wahl.

 8. Starke Begriffe

Packe vor allem in den Anfang deines Textes (die ersten drei Sätze) starke Begriffe, die Emotionen und Reaktionen triggern. Schöne Beispiele sind Wörter wie „lieben“, „nützlich“, „Erfolg“, „verblüffend“, „erstaunlich“, „unbedingt“, „kinderleicht“, „einzigartig“, „faszinierend“, „glücklich“, „begeistert“ und „sicher“.

Don´ts:

1. Orthografische und grammatikalische Fehler

Nichts wirkt unprofessioneller als Texte mit grammatikalischen oder orthografischen Fehlern. Heute gibt es zahlreiche Programme, die dir dabei helfen, deinen Text Korrektur zu lesen. Nutze sie.

2. Doppelungen

Achte darauf, Wortdopplungen zu vermeiden. Das passiert beim Texten schnell, kann aber ebenso leicht mit entsprechenden Korrekturprogrammen gefunden und beseitigt werden. Es existieren viele gute Synonym-Webseiten. Sogar Textbearbeitungsprogramme bieten dir meist alternative Wörter an.

3. Schachtelsätze

Subjekt – Prädikat – Objekt. Manchmal auch ein kleiner Nebensatz. Aber bitte keine ellenlangen Schachtelsätze. Die bremsen den Textfluss.

4. Lange Absätze

Auch ein No-Go: zu lange Absätze. Oft überspringen Online-Leser beim Textscannen diese ganz. Mehr als 5 Sätze solltest du nicht in einen Absatz packen. Ausnahmen bilden Fachtexte oder Ratgeber. Wenn es sich nicht ganz vermeiden lässt, lockere mit Bildunterbrechungen oder Ähnlichem auf.

5. Fachbegriffe ohne Erklärung

Auf hohem Niveau zu texten, ist für manche Webseiten ok. Für mehr als 90 Prozent aller Websites gilt: wenn schon Fachbegriffe, dann mit Erklärung.

6. Übertriebene Sachlichkeit

Kurz und knackig ist gut, aber 0-8-15 und extrem sachlich ist suboptimal. Das kann die Texter-KI besser. Was deinen Text einzigartig macht, ist der kleine Hauch deines Standpunktes und deiner Meinung, der manchmal durchschimmert. Grundsätzlich gilt: Ein wenig Emotion ist nie verkehrt.

7. Zu bildhafte Sprache

Auch das Gegenteil ist der Fall: Zu viele Bilder, Vergleiche oder emotional überfrachtete Sprache verwirren und schrecken ab. Im schlimmsten Fall wirkt dein Text sogar unprofessionell.

8. Kontrastarme Schriften

Für das Layout gibt es zahlreiche relevante Punkte. Einer der wichtigsten ist die kontrastreiche Schrift. Hellgrau oder gelb auf weißem Untergrund und dann noch Serifen – das lässt sich einfach schlecht lesen. Erst recht auf kleinen Handydisplays. Je größer der Kontrast und je klarer die Schrift, desto leserlicher.

Ein NEIN verwirrt! Warum wir lieber positiv schreiben sollten

Eltern von kleinen Kindern kennen die „Regel“: Lieber positiv („Stell den Teller auf den Tisch!“) formulieren als negativ („Nein, wirf bitte den Teller nicht auf den Boden.“). Denn oft lockt diese Idee dann zu sehr und wird doch ausprobiert. Oder aber das Kind versteht gar nicht so recht, was es genau nun tun soll. Dass sowas auch bei uns Erwachsenen für Verwirrung sorgt, wissen viele jedoch nicht.

Daher wollen wir uns heute mal diesem Thema widmen und einen Blick auf gute Formulierungen werfen.

Nun, ich glaube, wir Erwachsenen haben schon verstanden, dass der Teller nicht auf den Boden gehört. Doch bei vielen Verboten fällt es uns ausgesprochen schwer diese zu befolgen. Interessanterweise kommt es sogar immer öfter vor, dass Erwachsene sagen, sie hätten gar nicht von dem Verbot gewusst – dabei stand es deutlich in der E-Mail oder auf dem Schild.

Lügen Erwachsene dann?

Nein – jedenfalls nicht in diesem Fall. Oftmals ist tatsächlich die Formulierung von Verboten das Problem. Dazu werden entweder die Worte „kein“ oder „nicht“ verwendet oder aber Prä- oder Suffixe. Noch dazu kommen meistens lange Sätze – wobei das Verbot am Ende steht. Und die Aufmerksamkeit von uns Erwachsenen schwindet schnell, meinen wir doch, dass wir den Inhalt des Satzes schon erfasst haben.

Und jetzt kommt die Wissenschaft ins Spiel!

Die hat nämlich herausgefunden, dass unser Gehirn für Negationen deutlich länger benötigt als für einfache und klare Botschaften. Und positive Aussagen werden auch deutlich schneller verarbeitet.

Die Wissenschaft erklärt es so: Bis das Gehirn Negationen aufgelöst hat, muss es einige logische Vorgänge meistern. Erwachsene schaffen das zwar besser als Kleinkinder, mühevoll ist es aber dennoch. Denn die linke Gehirnhälfte (zuständig für die Logik, Sprache und analytisches Denken) muss der rechten Gehirnhälfte (u. a. zuständig für bildhaftes Denken) erst sagen, dass sie zwar etwas sieht, aber das nicht umsetzen darf. Das kostet Zeit und Energie.

Daher sollte man auch beim Texten für Erwachsene Verneinungen vermeiden und positiv formulieren. Das gelingt, indem man sich klarmacht, was man eigentlich aussagen möchte. Denn erst dann schreibt man logisch und nicht zu umständlich.

Simpel – einfach – logisch

Und damit sind wir bei dem Punkt, an dem wir uns klar werden müssen, dass die gesprochene Sprache wirklich anders ankommt als das geschriebene Wort. Denn während wir beim Sprechen immer wieder „komplizierter“ und „um die Ecke“ sprechen können, ohne dass es direkt zur Verwirrung führt, so ist es bei der schriftlichen Kommunikation absolut relevant, Aussagen so direkt und logisch zu formulieren wie eben möglich.

Übrigens darf dabei die Satzstruktur dann auch simpler ausfallen.

In dem Sinne:

Gutes Texten ist nicht schwer – ähm, ich meinte: Gutes Texten ist leicht!

Weihnachtspost: Ein origineller Gruß zum Jahresende

Manche versenden sie per Post, andere per E-Mail: Die Weihnachtspost gehört einfach dazu! Ob mit kleinem Präsent oder ohne, ein paar freundliche Worte zum Jahresende rufen einen nicht nur bei den Kunden in Erinnerung, sie binden die Kunden auch an dein Unternehmen und gehören einfach zum guten Ton.

Doch wie jedes Jahr stehen auch aktuell viele vor der Frage:

Was genau machen wir denn als Weihnachtspost?

Neben der optischen Gestaltung ist natürlich das Geschriebene das A und O und lässt die eigene Weihnachtspost in der Masse herausstechen… oder eben verschwinden.

Dabei gibt es ganz unterschiedliche Ansätze, den Weihnachtsgruß zu formulieren. Manche beziehen sich individuell auf das mit dem Kunden abgeschlossene bzw. laufende Projekt und bedanken sich für die gute Zusammenarbeit. Das funktioniert natürlich nur, wenn man aktuell eine aktive Kundenbeziehung führt und ist zeitlich auch sehr aufwendig. Gerade bei großen Firmen mit vielen Kunden ist diese Version nahezu nicht realisierbar. Für derzeit inaktive Kunden kann bzw. muss man auf andere Ansätze zurückgreifen, wie einer kleinen Statistik, einer Geschichte oder dem ganz klassischen „Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr“.

Auch eine beliebte Version eines Grußes ist die Bezugnahme auf ein wohltätiges Projekt oder Herzensprojekt der Firma. Viele Firmen entscheiden sich zum Spenden und informieren ihre Kunden über das unterstütze Projekt. Einige dieser Organisationen bieten hier auch vorformulierte Sätze, die das Projekt vorstellen und auf weitere Informationen verweisen.

Es kommt auf die Branche an

Ob die Weihnachtspost klassisch-seriös oder frech-modern zu formulieren ist, ist schwer pauschal zu sagen, denn es kommt sicherlich auf die Branche, die Unternehmenskultur und die Kunden an.

Am ungewöhnlichsten sind sicherlich kleine Geschichten mit interessanten Informationen zu Weihnachten. Diese gibt es zuhauf bei den bekannten Suchmaschinen zu finden und passen zu jeder Branche und jeder Ansprache.

Unterhaltsam sind Fakten zum Weihnachtsfest (auch bei Suchmaschinen zu finden), die dem Leser ein Schmunzeln entlocken. Zwei meiner persönlichen Highlights:

„In Großbritannien können Weihnachtsmänner Seminare besuchen, um alles über die trendigsten Spielzeuge, CD’s und Videogames zu lernen. Der Kurs, der ebenfalls eine Einführung in die Jugendsprache beinhaltet, wird in der Londoner Oxford Street für jeweils 20 Weihnachtsmänner angeboten.“

und

„Jeder Dritte isst am 24.12. Würstchen mit Kartoffelsalat. Am ersten Weihnachtsfeiertag kommt hingegen bei 22 % der Deutschen ein Gänsebraten auf den Tisch. Übrigens: ein Menü bestehend aus Gans, Knödeln, Rotkraut, Dessert und Wein hat im Schnitt etwa 3000 Kalorien.“

In dem Sinne wünschen wir ein gutes Formulieren und hoffentlich eine stressfreie Vorweihnachtszeit.

Warum man mit Worten Kunden fangen kann

Den Satz „Aaaaaah jetzt habe ich Bilder im Kopf!“ kennt jeder. Und auch das Gefühl dabei, wenn wir etwas Schönes oder Ekliges hören und prompt Bilder vor dem inneren Auge auftauchen. Viele nennen das „Kopfkino“. Wenn du Texte für Kunden schreibst, so solltest du dir genau das zu nutzen machen. Denn verwenden wir die richtigen Worte, so erscheinen vor dem inneren Auge des Kunden Bilder und diese wecken Emotionen. Und bekannt ist: Über Emotionen verkauft es sich leichter.

Was passiert bei dir, wenn ich nun schreibe:

„Den vertrauten Duft von Zimt und Nelken roch sie schon vom Flur aus. Langsam ging sie Richtung Wohnzimmer, um sogleich noch den herrlichen Duft des Tannenbaumes zu riechen. Das beruhigende Knistern und das warm-wohlige Flackern des Kaminofens tauchte das ganze Zimmer in ein gemütliches Licht. Sogleich war der Stress der letzten Wochen vor Weihnachten vergessen.“

Während des Lesens entstehen automatisch Bilder im Kopf und du denkst an Weihnachten – Punsch – Tannenbaum, vielleicht noch an liebe Menschen, mit denen du Weihnachten verbringst. Direkt setzt das Glücksgefühl ein und du fühlst dich entspannt und gut.

So geht es der Mehrheit der Menschen!

Wahnsinn, was Worte für Emotionen erwecken können, die sich aktiv auf unser Wohlbefinden auswirken.

Daher ist es auch nicht erstaunlich, dass sich das Lesen nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. Denn selbst durch die sonst so beliebten Videos werden nicht so viele genau für dich passende Bilder im Kopf generiert. Beim Beispiel oben haben wir alle am Ende ein etwas anderes Bild vor dem inneren Auge, eben ganz abhängig davon, wie unser Weihnachtsfest gestaltet ist.
Ein Beispiel dafür ist die Verfilmung eines Romans: Wenn hier der Protagonist völlig anders dargestellt wurde, als wir ihn uns beim Lesen des Romans vorgestellt haben, ist die Enttäuschung groß.

Klar ist also, dass wir in Worte und Beschreibungen Bilder „hereininterpretieren“ und diese vor unserem innen Auge zum Leben erwecken.
Daher ist es für Texter auch von großer Bedeutung, ihre Zielgruppe genau zu kennen.

Denn logisch ist ebenfalls, dass Worte missverstanden oder fehlinterpretiert werden können und im schlimmsten Fall sogar das falsche Bild entstehen lassen. Daher solltest du dich gut mit der Zielgruppe beschäftigen, die gewünschten Emotion definieren und dann mithilfe von Adjektiven (und manchmal auch Verben) eben diese Emotion versuchen zu wecken.
Wir haben hier für dich eine „Positive Gefühle Liste“ (und „negative Gefühle Liste“) von Adjektiven, mit denen du arbeiten kannst. Worte wir aufrichtig, dankbar, energiegeladen, entschlossen, gebannt, geborgen, kraftvoll, munter, mutig und sanft – um nur ein paar zu nennen – erzeugen im Kopf sofort ein Bild. Das funktioniert auch gut mit Verben wie bangen, freuen, frieren, frösteln, fühlen, fürchten, kribbeln, schaudern und schämen.

Kurz, prägnant und bloß nicht zu kompliziert

Etwas sollte jedoch beim Texten beachtet werden: Zu komplizierte Sätze, zu viele Fremdworte zu umständlichen Formulierungen und Worttrennungen lassen unser Gehirn stolpern und das Bild ist weg (oder bildet sich erst gar nicht). Versuche also möglichst prägnant zu schreiben und so den Kunden mit deinen Worten zu fangen!
Wir wünschen ein schönes Texten und viel Erfolg beim ‚Kundenfang mit Worten‘, indem du deinen Leser in eine Welt entführst, die du erschaffen hast. Auch wenn es sich um Schuppenshampoo handelt… 😊

Achtung! So erstickst Du Deinen Text mit Adjektiven

Wir alle wollen interessante Texte. Welche, die gelesen werden. Darum neigen wir manchmal dazu, insbesondere Werbetexte mit einem Zuviel an „Wie“ zu überfrachten – wir ersticken ihn mit Adjektiven. Wie Du diesen Fehler vermeidest und Deinen Text trotzdem lesenswert machst, erfährst Du hier.

  1. Ein Substantiv ist fähig, für sich selbst einzustehen

Nicht jedes Substantiv benötigt ein passendes Adjektiv. Kontrolliere Deinen Text und frage Dich: Klingt es alleine nicht viel präziser? Oft machen wir diesen Fehler bei Tätigkeitsbezeichnungen wie „unsere fähigen Handwerker“ oder „unsere zertifizierten Experten“. Die Handwerker wären nicht Deine, wenn sie nicht fähig wären und die Experten keine, wenn sie nicht zertifiziert wären.

Du musst nicht alle Adjektive streichen, aber ein wenig ausdünnen. Der Text wird dadurch knackiger.

  1. Wiederholungen rausnehmen

Manche Adjektive kannst Du absolut verlustfrei streichen. Dopplungen sind unsexy und machen den Text ohnehin fad. Beliebte Kandidaten dafür sind nichtssagende Füllworte wie divers, individuell oder flexibel. Wir setzen sie ein, weil wir glauben, der Text klingt damit professioneller – in Wirklichkeit bläht es ihn nur unnötig auf.

  1. Unpräzises umformulieren

Zugegeben: Manche Sätze klingen ohne Adjektive einfach nicht. Darum prüfe ihren Wert. Wenn Du sie nicht streichen möchtest, ersetze sie entweder durch konkrete Beschreibungen – mache aus dem traumhaften Strand einen azurblauen Strand. Oder formuliere den Satz so um, dass Du kein Adjektiv benötigst. Etwa so:

Statt „Unsere traumhaften Strände in Hotelnähe bieten Ihnen herrliche Plätze zum Erholen“.

Besser: „An unseren azurblauen Stränden in Hotelnähe können Sie abschalten.“

Oder ganz knackig: „Erholung pur am Traumstrand – nur 10 Meter vom Hotel entfernt.“

Fazit: Benenne lieber den Mehrwert aktiv als Dich in endlosen Beschreibungen selbst zu loben. Mache Deinen Lesern klar, was sie davon haben. Denn Zeit ist Geld und Marketing-Bla-bla wird längst durchschaut, weil wir online damit alle überflutet werden.

In diesem Sinne wünschen wir Dir einen fantastischen, grandiosen, unvergleichlichen und außergewöhnlichen Tag. 😊

Mit ein paar Tipps zum perfekten Schreibstil

Maßgeblich für den Erfolg eines Textes ist, neben seinem Inhalt und seiner Verbreitungsform, die Art des Schreibstils. Nicht jeder motivierter Texter ist von Natur aus ein Rhetoriktalent. Für alle, die sich beim Formulieren schwertun, kommen hier Tipps, um euren Schreibstil zu verbessern.

Nicht zu lang, nicht zu kurz

Oft liest man den Tipp, dass bei Texten vorwiegend kurze Sätze verwendet werden sollen, um den Leser nicht zu verlieren. Sicher sollte auf Bandwurmsätze verzichtet werden, da diese das Lesen anstrengend machen. Trotzdem darf man die Intelligenz seiner Leser nicht beleidigen und ausschließlich zu simple Sätze verwenden. Ein gesundes Mittelmaß macht einen Text lebendig, ohne für Verwirrung zu sorgen.

Abwechslungsreiche Satzanfänge

Versucht Eure Satzanfänge abwechslungsreich zu gestalten, denn jeden Satz mit dem gleichen Wort anzufangen wirkt kindlich und monoton. Ebenfalls ist die Verwendung von Konjunktionen wie „aber/und/dann/jedoch“ für einen rhetorisch schönen Text nicht empfehlenswert. Ausnahme: Sie werden als stilistisches Mittel bewusst eingesetzt.

Wortwiederholungen vermeiden

Nicht nur am Satzanfang, auch im restlichen Text wirken häufige Wiederholungen des gleichen Wortes langweilig und störend. Durch Synonyme oder treffende Umschreibungen lässt sich Schwung und Abwechslung in den Text bringen. Eine kleine Hilfestellung bieten dabei verschiedene Synonym-Wörterbücher, die Ihr im Internet finden könnt.

Keine Blume, sondern eine rote Rose

Ein hilfreicher Trick, der ein wenig Übung braucht, findet sich in der Wortwahl. Statt einfache, weit verbreitete Wörter zu verwenden, kann es Wunder wirken, wenn diese durch ausgefallene Begriffe ersetzt werden. Statt Blumen kann zum Beispiel ein „Strauß roter Rosen“ übergeben worden sein.
Grundsätzlich gilt, je mehr Details bei der Beschreibung benutzt werden, desto mehr regt der Text die Phantasie des Lesers an.

Texten ist also eine perfekte Möglichkeit das Potenzial der deutschen Sprache ausschöpfen.

Mehr Aktiv bitte

Gemeint ist damit: Versucht eure Sätze im Aktiv statt im Passiv zu formulieren. Bei der Verwendung des Passivs schiebt sich das Verb an das Satzende. Die Leser bekommen so erst verhältnismäßig spät das entscheidende Wort mitgeteilt, um sich ein Bild im Kopf zu machen. Dadurch wird es nicht nur schwerer, den Text zu verstehen, dieser verliert auch an Fesselwirkung und Elan.

Zum Schluss: Unnötige Füllwörter streichen

Mein letzter Schritt beim Texten ist grundsätzlich der Folgende: Ich lese meinen Text nochmals durch und streiche alle Wörter, die keinen inhaltlichen Mehrwert bringen. Denn beim Schreibprozess formuliert das Gehirn die Sätze so, wie man es im Alltag gewohnt ist – inklusive inhaltsloser Wörter wie ‚also/halt/eben‘. Liest man seinen Text nochmal durch, stechen diese Begriffe direkt ins Auge, da sie den Satzfluss stören und sinnlos wirken.

Doch auch hier gilt: Als stilistisches Mittel der Betonung oder der Abgrenzung haben auch diese Wörter ihre Daseinsberechtigung!

Deutsche Sprache – schwere Sprache: Wie man mit Grammatikregeln Ordnung in die ganze Sache bringt

Sprache ist etwas Herrliches. Durch sie eröffnen sich für uns Menschen neue Welten. Im übertragenen und echten Sinne. Denn ohne die Sprache zu verstehen, können wir sehr hilf- und orientierungslos durch ein Land gehen. Und alle Eltern wissen, wie schwer es ist, wenn ein Baby weint und einem nicht sagen kann, warum.

Und auch jeder Dichter, Autor oder Verliebter 😉 weiß um die Großartigkeit der Sprache.

Allerdings kann Sprache auch viel zerstören: Unüberlegte oder falsche Worte können manchmal größeren Schaden anrichten als es Taten können.

Daher sind Regeln und die korrekte Wortwahl ein machtvolles Werkzeug in der zwischenmenschlichen Kommunikation.

Gerade die deutsche Sprache steckt voller Ausdruckmöglichkeiten und mit den Möglichkeiten kommen auch die Regeln. Hier sind die Wichtigsten:

Adjektive

Adjektive (Wiewörter) beschreiben Nomen genauer. Sie werden – wenn dem Substantiv/Nomen (Namenwort) vorangestellt – dekliniert (also an Geschlecht, Zahl und Fall des Nomens anpasst). Nachgestellt bleiben sie allerdings in ihrer Grundform unverändert. Beispiel: Ein herrlicher Ausblick – der Ausblick ist herrlich.

Adverbien

Mittels Adverbien (oder Umstandswörter) werden die großen vier W-Fragen „Wann?“, „Wo?“, „Wie?“ und „Warum?“ beantwortet. Anders als Adjektive beziehen sie sich nicht nur auf Substantive/Nomen, sondern auch auf Adjektive oder Verben. Sie werden übrigens immer kleingeschrieben. Beispiel: Wir rennen links/oben/mittig herunter.

Substantive

Kommen wir nun zu den schon erwähnten Substantiven (Namenwort, Hauptwort oder Nomen). Sie werden immer großgeschrieben und können in der Mehrzahl vorkommen. Nomen besitzen ein Geschlecht, welches durch den Artikel sichtbar wird. Und sie können dekliniert (also gebeugt) werden, es gibt sie also im Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ.

Beispiel:
Nominativ: der Tisch, die Tische
Genitiv: des Tisches, der Tische
Dativ: dem Tisch, den Tischen
Akkusativ: den Tisch, die Tische

Interessant: Es gibt Nomen, die es nicht im Plural gibt (Obst, Polizei, Alter und Gesundheit) und Nomen, die es nicht im Singular gibt (Eltern, Leute und Ferien).

Pronomen

Wörter, die für ein Nomen stehen, nennen sich Pronomen (Fürwörter). Diese stehen anstelle eines Nomens, und werden oftmals im weiteren Textverlauf immer wieder als Ersatz für das Nomen verwendet.
Pronomen werden unterteilt in Personalpronomen (ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie), Reflexivpronomen (sich), Possessivpronomen (mein, dein, sein, ihr, unser, euer, ihr), Demonstrativpronomen (der, dieser, jener, derjenige, derselbe), Relativpronomen (der, die, das, welche, welcher, welches), Indefinitpronomen (man, jemand, niemand, jeder, alle, etwas, nichts) und Interrogativpronomen (wer?, was?, welcher?, was für ein?) in ihrer jeweiligen deklinierten Version.

Kongruenz

Dann gibt es noch die Kongruenz. Man liest immer wieder davon – aber so ganz klar ist der Begriff vielen Menschen nicht. Und besonders Nicht-Muttersprachlern macht diese Regelung viele Probleme, da gleich zwei Dinge beachtet werden müssen: Von Kongruenz spricht man nämlich, wenn sich innerhalb eines Satzes Wörter bzw. Satzteile in Person und Zahl entsprechen. Tun sie das nicht, so wird der Satz ungrammatisch.

Ein Beispiel:

Das Auto fährt auf der Autobahn. – Subjekt und Prädikat entsprechen sich in der 3. Person Singular
Die Autos fahren auf der Autobahn. – Subjekt und Prädikat entsprechen sich in der 3. Person Plural
Das Auto fahren auf der Autobahn. – keine Kongruenz, der Satz wird ungrammatisch

Superlativ

Und als letzte Grammatikregel möchten wir über den Superlativ sprechen. Der Superlativ ist die letzte der zwei (manche sagen drei) Steigerungsstufen (1. Positiv (oder eben die Grundform), 2. Komparativ, 3. Superlativ) und birgt die ein oder andere Schwierigkeit. Denn während manche Wörter regelmäßig gebildet werden (schön – schöner – am schönsten), gibt es auch die unregelmäßige Steigerungsform (viel – mehr – am meisten).

Es ist nicht verwunderlich, dass Deutsch zu einer der zehn schwersten Sprachen gehört, denn die vielen Möglichkeiten und damit verbundenen Regeln sind nicht immer leicht zu erlernen. Dennoch hat das Deutsche für viele Dinge eine Ausdrucksmöglichkeit, um die uns andere Sprachen beneiden. Ohne Regeln würde das nicht funktionieren.

 

Jetzt ist klar: Google will nur noch hilfreichen und nutzenstiftenden Content

Suchmaschinen-Optimierung (SEO) ist ein wichtiger Baustein des Online-Marketing. Ein Bestandteil des SEO ist das Veröffentlichen von hoch SEO-optimierten Texten. Hierbei werden beispielsweise wichtige Keywords im Text in großer Zahl verwendet, verschiedene ähnliche Texte zum gleichen Thema verfasst und verbreitet oder Texte ohne wesentlichen Inhalt mit einer vorgebenden Länge erzeugt. Dies alles führt oft dazu, dass die Texte (der Content) langweilig, wenig nutzenstiftend und oft schwer zu lesen sind für die Nutzer (die Menschen vor dem Bildschirm).

Immer wieder hat die weltweit meistgenutzte Suchmaschine davon gewarnt, solche Texte zu veröffentlichen mit dem Ziel, der dazugehörigen Webseite ein besseres Ranking zu verpassen.

Immer wieder hat Google betont, dass der Mensch, der Nutzer, der Suchende im Fokus stehen muss und der Content ihm einen Mehrwert bringen muss, ihm gefallen muss.

Vergangene Woche nun wurde von Google ein weiteres Update mit dem Namen „helpful content update“ angekündigt, das ab dieser Woche ausgerollt wird. Wie der Name „helpful content update“ schon sagt, geht es hierbei um nützlichen und hilfreichen Content für Menschen.

Focus on people-first content

„The helpful content update aims to better reward content where visitors feel they’ve had a satisfying experience, while content that doesn’t meet a visitor’s expectations won’t perform as well.“

In dem Artikel erklärt Google, was mit „helpful content“ gemeint ist.

How can you ensure you’re creating content that will be successful with our new update? By following our long-standing advice and guidelines to create content for people, not for search engines. People-first content creators focus first on creating satisfying content, while also utilizing SEO best practices to bring searchers additional value. Answering yes to the questions below means you’re probably on the right track with a people-first approach:

  • Do you have an existing or intended audience for your business or site that would find the content useful if they came directly to you?
  • Does your content clearly demonstrate first-hand expertise and a depth of knowledge (for example, expertise that comes from having actually used a product or service, or visiting a place)?
  • Does your site have a primary purpose or focus?
  • After reading your content, will someone leave feeling they’ve learned enough about a topic to help achieve their goal?
  • Will someone reading your content leave feeling like they’ve had a satisfying experience?
  • Are you keeping in mind our guidance for core updates and for product reviews?

Drei zentrale Punkte

Drei Punkte stechen für mich hier besonders hervor (übersetzt):

  1. Die Inhalte sollen eindeutig Fachwissen aus erster Hand und fundiertes Wissen (z. B. Fachwissen) zeigen, das sich aus der tatsächlichen Nutzung eines Produkts oder einer Dienstleistung oder dem Besuch eines Ortes ergibt.
  2. Der/die Leser/in soll nach dem Lesen der Inhalte das Gefühl haben, genug über ein Thema gelernt zu haben, um sein/ihr Ziel zu erreichen.
  3. Jemand, der die Inhalte liest, soll das Gefühl haben, eine zufriedenstellende Erfahrung gemacht zu haben.

Damit wird klar, wohin die Reise geht.

Google erklärt in dem Artikel zudem, welche Inhalte nicht gewünscht sind und abgestraft werden, weil die Suchenden sie langweilig und wenig hilfreich empfinden. Auch hier werden einige Fragen definiert, die sich ein Content-Autor / Herausgeber stellen sollte. Werden davon mehrere mit „Ja“ beantwortet, sollte man schleunigst reagieren. Sonst reagiert Google.

  • Is the content primarily to attract people from search engines, rather than made for humans?
  • Are you producing lots of content on different topics in hopes that some of it might perform well in search results?
  • Are you using extensive automation to produce content on many topics?
  • Are you mainly summarizing what others have to say without adding much value?
  • Are you writing about things simply because they seem trending and not because you’d write about them otherwise for your existing audience?
  • Does your content leave readers feeling like they need to search again to get better information from other sources?
  • Are you writing to a particular word count because you’ve heard or read that Google has a preferred word count? (No, we don’t).
  • Did you decide to enter some niche topic area without any real expertise, but instead mainly because you thought you’d get search traffic?
  • Does your content promise to answer a question that actually has no answer, such as suggesting there’s a release date for a product, movie, or TV show when one isn’t confirmed?

Mit dem Update überprüft Google die Inhalte auf Webseiten noch intensiver auf diese Kriterien.

„Any content — not just unhelpful content — on sites determined to have relatively high amounts of unhelpful content overall is less likely to perform well in Search, assuming there is other content elsewhere from the web that’s better to display. For this reason, removing unhelpful content could help the rankings of your other content.“

Wie auch nachzulesen ist, bezieht sich das Update zunächst auf englische Suchergebnisse. Weitere Sprachen folgen. Es bleibt also noch etwas Zeit, Maßnahmen zu ergreifen, falls man eine oder mehrere der o. g. Fragen mit „Ja“ beantworten kann.

Ehrlich gesagt dachte ich schon länger, dass Google diese Strategie der Nutzerorientierung, Relevanz und Einzigartigkeit von Content fährt. Umso mehr überrascht mich persönlich diese Ankündigung. Ich sehe diese eher als Untermauerung und Bestätigung einer bekannten Strategie.

Natürlich bin ich froh und glücklich, dass meine Agentur noch nie Texte für Suchmaschinen erstellt hat, sondern immer für Menschen. Natürlich kann man das eine oder andere Keyword einbauen, um den SEO-Aspekt etwas zu verbessern. Aber diese Maßnahme zeigt, dass nutzenstiftender, hilfreicher und guter Content immer das A und O für die Suchmaschinen werden wird.

Danke Google für die Klarstellung.

Wie wir Content produzieren

Wenn wir einen Auftrag bekommen, für ein Thema, ein Produkt/Dienstleistung oder eine Webseite Textcontent zu schreiben, versetzen wir uns zunächst in die Person des Ziel-Lesers. Was könnte ihn/sie interessieren? Welches Thema sollten wir beschreiben? Welche Geschichte erzählen? Wie ist der Wissensstand der Leserschaft? Müssen Fachbegriffe erklärt werden? Dazu muss der Kunde einige Fragen zur Zielgruppe, Intention und Story des Textes beantworten.

Während der Texterstellung achten wir darauf, dass die Story klar bleibt, der Mehrwert vorhanden ist und der Leser nicht abgehängt wird.

Über das Vier-Augen-Prinzip wird nicht nur die Rechtschreibung überprüft, sondern auch, ob die geforderten Punkte alle erfüllt sind. Dazu lesen Kolleginnen und Kollegen, die nicht im Thema sind, den Text und geben ein Feedback ab.

Am Ende wirft der Kunde einen Blick auf den Text und gibt sein OK oder sein Feedback zu Änderungen.

Die richtige Anrede für deine Webseite: Der ultimative Quick-Check

Texte für Webseiten zu schreiben ist eine unserer Hauptaufgaben. Eine Frage stellt sich dabei immer ganz zu Anfang: Soll auf der Webseite geduzt oder gesiezt werden? Wie man Kunden richtig anspricht, ist dabei eigentlich ganz leicht herauszufinden. Wir haben den ultimativen Quick-Check für euch!

Checkpoint 1: Stelle dir vorab die Frage, wer deine Kunden sind! Dabei kommt es vor allem auf das Alter an. Sehr, sehr pauschalisiert kann man sagen: Unter 50 ist Duzen angesagt, über 50 Siezen. Denn Menschen, die nach 1972 geboren sind, sind schon mit Social-Media-Konten aufgewachsen oder zumindest in jungen Jahren in Berührung gekommen. Sie sind das Duzen gewohnt und empfinden es nicht als unhöflich oder unprofessionell.

Checkpoint 2: Doch Alter ist nicht alles. Es gibt einige Berufszweige, die sich einfach mit der Lockerheit des „Du“ nicht besonders gut vertragen. Sprichst du beispielsweise hauptsächlich Menschen aus der Finanz- oder Versicherungsbranche an, solltest du vorsichtig sein und lieber Siezen. Auch Anwälte nutzen vornehmlich das altbewährte „Sie“. Das liegt vor allem an der unbedingten Professionalität und Ernsthaftigkeit, die sie vermitteln wollen und müssen. Generell gilt: Schau dich bei der Konkurrenz und auf den Webseiten deiner Kunden um: Wie ist das Wording? Eher professionell-förmlich? Dann bleibe besser auch beim „Sie“ – selbst wenn die Kunden unter 50 sind.

Checkpoint 3: Welches Image möchtest du verkörpern? Auch deine Wünsche zählen. Wenn du keinesfalls als steif und altbacken rüberkommen willst, dann ist Siezen sicher nichts für deine „Visitenkarte“ Webseite. Im Normalfall wird sich diese Selbsteinschätzung auch mit der Wahrnehmung und Einstellung deiner Kunden decken. Ist das nicht der Fall, machst du ohnehin etwas falsch.

Checkpoint 4: Übertreibst du etwa? Auf die eine oder andere Art und Weise ist Übertreibung kontraproduktiv. Bleibst du beim klassischen „Sie“, sollte das restliche Wording deiner Webseite nicht zu sehr vor Förmlichkeit strotzen. Das ist selbst in den konventionellsten Branchen nicht mehr angesagt und kommt veraltet rüber. Gleiches gilt für das lockere „du“. Wenn deine Sprache zu sehr in eine Art grammatikalisch-katastrophalen Straßenslang verfällt oder du zu viele „hippe“ Wortspiele machst, kann das sehr unseriös wirken.

So oder so gilt: Balance heißt das Zauberwort.

Buchvorstellung: Microsoft Word im Home Office und mobil

Im April hatten wir das Buch tolle „Wissenschaftliche Arbeiten schreiben mit Microsoft Word 365, 2021, 2019, 2016, 2013: Das umfassende Praxis-Handbuch“ des Autors G.O. Tuhls vorgestellt. In dem Beitrag versprach ich, das zweite Werk rund um Microsoft Word demnächst ebenfalls zu besprechen. Das hole ich nun nach. Es geht um das Fachbuch „Microsoft Word im Home Office und mobil: inkl. Word Mobile App und OneDrive. Flexibler Büroalltag und effektive Online-Zusammenarbeit“.

Das zweite Word-Buch von Thuls ist aus dem Jahr 2021 und umfasst 368 Seiten. Wie der Titel bereits vermuten lässt, richtet es sich nicht an Studenten und andere Personen, die wissenschaftliche Arbeiten mit Word erstellen müssen, sondern an Privatanwender und diejenigen, die im Homeoffice oder von unterwegs aus arbeiten.

Warum macht das einen Unterschied? Nun, Thuls geht hier weniger auf bekannte und unbekannte Funktionen sowie Tipps und Tricks für das Verfassen eines professionellen Textes mit Word ein, sondern eher auf Funktionen für die Online-Zusammenarbeit (Stichwort Cloud) und auf den Einsatz der mobilen Apps.

Auch dieses Buch ist eher ein Nachschlagewerk, um sich gezielt den Problemen und Herausforderungen des mobilen Arbeitens mit Word zu stellen. Natürlich kann man sich auch die 18 Kapitel plus Anhang, aufgeteilt in drei Teile, gönnen.

Wie gewohnt gibt Thuls wieder zahlreiche Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Praxistipps für typische Anwendungsfälle wie Serienbriefe, Dokumentvorlagen, Textbausteine und mehr.

Herausforderung mobiles Arbeiten

Wer von unterschiedlichen Orten und mit verschiedenen Endgeräten arbeiten will, benötigt heute eine zentrale Datenablage in der Cloud. Microsoft bietet hierfür die OneDrive Cloud bzw. für die Business-Abos ein OneDrive for Business. Die Unterschiede hier zu erläutern, würde zu weit führen. Wen es interessiert, den empfehle ich den Blogartikel von Helmut Gräfen mit dem Titel „Was genau verbirgt sich hinter Office365“ sowie dessen Buch „Effektives Arbeiten mit MS Teams, OneNote, Outlook & Co.“.

Die Grundfunktionen von OneDrive und OneDrive for Business sind dieselben. Es handelt sich um einen Cloud-Speicher (wie Dropbox, Google Cloud etc.), der mit einem Konto verbunden ist. Meldet man sich als Nutzer auf einem PC, einem Mac, einem Tablet oder Smartphone mit diesem Microsoft-Konto an, so besteht eine Verbindung dieses Clients mit der Cloud. Alle Textdateien werden – wenn man es korrekt einrichtet – automatisch dort abgespeichert.

Word ist derzeit in drei Versionen nutzbar: Als Desktop-Programm für Windows und MacOS, als plattformunabhängige Web-Version über den Browser oder als mobile App für iOS und Android. Unglücklicherweise sind die mobilen Apps ganz und gar nicht so gut wie die Programme und die Webversion, was die Funktionalitäten angeht. Der Autor zeigt dir in dem Buch aber, wie du durch geschickte Vorbereitung viele Einschränkungen der mobilen Apps umschiffen und ihre besonderen Vorteile nutzen kannst.

Er zeigt dir zudem, wie du Word in Kombination mit der Microsoft-Cloud OneDrive effektiv für die Online-Zusammenarbeit einsetzen kannst: Alltägliche Aufgaben wie Dokumente mit anderen teilen, diese gemeinsam bearbeiten sowie Zwischenstände automatisch sichern und Änderungen bei der parallelen Nutzung protokollieren lassen usw.

Weiterhin führt dich der Autor Schritt für Schritt durch die wichtigsten Anwendungsgebiete von Word im Büroalltag: von der Erstellung von Briefbögen über Dokument- und Formatvorlagen bis hin zu Serienbriefen und Formularen. Dabei zeigt er dir, welche Funktionen dir das Arbeiten erleichtern können und wie du die Automatismen von Word zu deinem Vorteil einsetzen kannst, statt sich darüber zu ärgern.

Übersichtlich strukturiert und dank zahlreicher Praxistipps ist dieses Buch sowohl als praktisches Arbeitsbuch als auch zum Nachschlagen geeignet.

Kapitelaufteilung

Die Aufteilung sieht wie folgt aus:

Teil I: Word und die Cloud

  • Die Cloud als Speicher- und Teilhabemedium
  • Dokumente in der Cloud sicher verwalten und gemeinsam bearbeiten
  • Mit Kollegen, Kunden und Schülern per OneDrive kooperieren
  • Die mobilen Apps, ihre Spezialitäten und Sondernutzen wie Scannen und Texterkennung

Teil II: Korrespondenz

  • Vorlagen und Formulare für das mobile Arbeiten vorbereiten
  • Briefe gestalten
  • Mit Serienbriefen und Textbausteinen die Standardfälle automatisieren

Teil III: Word professionell

  • Texte importieren, zusammenführen und anpassen
  • Tabulatoren und Tabellen nutzen
  • Auf Du und Du mit den Word-Automatismen:
    • Rechtschreibprüfung
    • Autokorrektur
    • Aufzählungen
    • Fußnoten
    • Textrecherche

Im Anhang:

  • Zahlreiche Tipps und praktische Übersichten

Unser Fazit

Wer viel mit Word arbeitet, insbesondere unterwegs und mit den mobilen Apps, sollte die 25 EUR in dieses Buch investieren. Damit versteht man nicht nur, wie Word und OneDrive zusammenspielen, man lernt auch die Webversion und die Apps optimal zu bedienen.

Produktinformation

Herausgeber: ‎ mitp Verlag

Jahr: 2021

Umfang: ‎ 368 Seiten

ISBN-13: ‎ 978-3747503133

Preis: 24,99 €

 

Weitere Infos zum Buch sowie Bestellmöglichkeit gibt es beim  Verlag.