Warum man mit Worten Kunden fangen kann

Den Satz „Aaaaaah jetzt habe ich Bilder im Kopf!“ kennt jeder. Und auch das Gefühl dabei, wenn wir etwas Schönes oder Ekliges hören und prompt Bilder vor dem inneren Auge auftauchen. Viele nennen das „Kopfkino“. Wenn du Texte für Kunden schreibst, so solltest du dir genau das zu nutzen machen. Denn verwenden wir die richtigen Worte, so erscheinen vor dem inneren Auge des Kunden Bilder und diese wecken Emotionen. Und bekannt ist: Über Emotionen verkauft es sich leichter.

Was passiert bei dir, wenn ich nun schreibe:

„Den vertrauten Duft von Zimt und Nelken roch sie schon vom Flur aus. Langsam ging sie Richtung Wohnzimmer, um sogleich noch den herrlichen Duft des Tannenbaumes zu riechen. Das beruhigende Knistern und das warm-wohlige Flackern des Kaminofens tauchte das ganze Zimmer in ein gemütliches Licht. Sogleich war der Stress der letzten Wochen vor Weihnachten vergessen.“

Während des Lesens entstehen automatisch Bilder im Kopf und du denkst an Weihnachten – Punsch – Tannenbaum, vielleicht noch an liebe Menschen, mit denen du Weihnachten verbringst. Direkt setzt das Glücksgefühl ein und du fühlst dich entspannt und gut.

So geht es der Mehrheit der Menschen!

Wahnsinn, was Worte für Emotionen erwecken können, die sich aktiv auf unser Wohlbefinden auswirken.

Daher ist es auch nicht erstaunlich, dass sich das Lesen nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. Denn selbst durch die sonst so beliebten Videos werden nicht so viele genau für dich passende Bilder im Kopf generiert. Beim Beispiel oben haben wir alle am Ende ein etwas anderes Bild vor dem inneren Auge, eben ganz abhängig davon, wie unser Weihnachtsfest gestaltet ist.
Ein Beispiel dafür ist die Verfilmung eines Romans: Wenn hier der Protagonist völlig anders dargestellt wurde, als wir ihn uns beim Lesen des Romans vorgestellt haben, ist die Enttäuschung groß.

Klar ist also, dass wir in Worte und Beschreibungen Bilder „hereininterpretieren“ und diese vor unserem innen Auge zum Leben erwecken.
Daher ist es für Texter auch von großer Bedeutung, ihre Zielgruppe genau zu kennen.

Denn logisch ist ebenfalls, dass Worte missverstanden oder fehlinterpretiert werden können und im schlimmsten Fall sogar das falsche Bild entstehen lassen. Daher solltest du dich gut mit der Zielgruppe beschäftigen, die gewünschten Emotion definieren und dann mithilfe von Adjektiven (und manchmal auch Verben) eben diese Emotion versuchen zu wecken.
Wir haben hier für dich eine „Positive Gefühle Liste“ (und „negative Gefühle Liste“) von Adjektiven, mit denen du arbeiten kannst. Worte wir aufrichtig, dankbar, energiegeladen, entschlossen, gebannt, geborgen, kraftvoll, munter, mutig und sanft – um nur ein paar zu nennen – erzeugen im Kopf sofort ein Bild. Das funktioniert auch gut mit Verben wie bangen, freuen, frieren, frösteln, fühlen, fürchten, kribbeln, schaudern und schämen.

Kurz, prägnant und bloß nicht zu kompliziert

Etwas sollte jedoch beim Texten beachtet werden: Zu komplizierte Sätze, zu viele Fremdworte zu umständlichen Formulierungen und Worttrennungen lassen unser Gehirn stolpern und das Bild ist weg (oder bildet sich erst gar nicht). Versuche also möglichst prägnant zu schreiben und so den Kunden mit deinen Worten zu fangen!
Wir wünschen ein schönes Texten und viel Erfolg beim ‚Kundenfang mit Worten‘, indem du deinen Leser in eine Welt entführst, die du erschaffen hast. Auch wenn es sich um Schuppenshampoo handelt… 😊

Sind Kundenmagazine noch zeitgemäß? Aber ja!

Kennst du Kundenmagazine? Findest du, dass diese veraltet sind? Wenn ja, dann müssen wir dich leider enttäuschen:

Eine aktuelle Studie hat genau das Gegenteil bewiesen.

Auch für uns überraschenderweise werden Kundenmagazine tatsächlich noch sehr häufig gelesen. Sie werden vor allem als Inspirationsquelle genutzt und helfen daher auch beim Verkauf von Produkten.

Die neue Studie „Kundenmagazine – Experiences & Effects“ des Content Management Forums (CMF) in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Scion zeigt, dass 89 Prozent der befragten Konsumenten (1.626 Personen zwischen 18 und 65 Jahren in Deutschland, Österreich und der Schweiz) Kundenmagazine lesen. Besonders hoch war die Quote bei den 30- bis 39-Jährigen und von Personen mit hoher Bildung.

Übrigens sind nicht nur wir überrascht von dem Ergebnis: Selbst der CMF war erstaunt, da er eigentlich der Verband für die Content-Marketing-Publisher ist.

Der Aufwand lohnt sich

Besonders wertvoll ist das Ergebnis, weil damit nach Jahren des Blindflugs klar feststeht: Kundenmagazine lohnen den (nicht unerheblichen) Aufwand. Durch die Ergebnisse lassen sich wichtige Rückschlüsse ziehen, für welche Zielgruppen und an welchen Touchpoints der Customer Journey der Einsatz von Print-Magazinen für den Herausgeber am wertvollsten ist.

Die Vorteile der gedruckten Kundenmagazine liegen dabei klar in der guten Lesbarkeit und dem Entertainment-Faktor bei gleichzeitiger Information.

So informieren sie über Neuheiten, Produkte sowie allgemein über das Unternehmen. Viele Magazine geben auch wertvolle Tipps, die sich auf die angebotenen Produkte beziehen. Außerdem schätzen in unserer digitalen Zeit viele wieder das Gefühl, etwas Wertiges in der Hand zu halten.

Daher können besonders Magazine mit hochwertiger Optik und Haptik punkten.

Das einfache „Durchblättern“ durch ein Magazin, ohne unbedingt Zeile für Zeile lesen zu können, ist dabei für 65 Prozent von Bedeutung, während sich 71 Prozent von einem ansprechenden Titelbild einfangen lassen und 52 Prozent sagen, dass sie sich von Bildern emotional ansprechen lassen.

Und so helfen Kundenmagazine, viele Kommunikationsziele entlang der Customer Journey zu erfüllen und setzen zu den richtigen Zeiten vertriebsunterstützende Impulse.

Auffällig ist, laut der Studie, dass viele Kunden aufgrund des Titelbildes das Produkt gekauft haben. Sprich Digital und Print gehen Hand-in-Hand und nicht – wie lange Zeit angenommen – an entgegengesetzte Zielgruppen. Das digitale Zeitalter und seine unzähligen Möglichkeiten laufen Print-Magazinen bislang nicht den Rang ab. Das Gegenteil ist sogar der Fall, da viele die flexible Nutzung – ohne auf Lücken im Netzempfang oder leere Akkus Rücksicht nehmen zu müssen – schätzen und als Auszeit von der digitalen Welt sehen.

Interessen an einem eigenen Kundenmagazin? Wir unterstützen gerne!

Auch wir haben mittlerweile unser Portfolio in Richtung Kundenmagazine ausgeweitet, da der Mehrwert offensichtlich ist. Wir unterstützen dabei von Anfang an: Von der inhaltlichen Beratung und Planung (Stichwort Redaktionsplan), über das Erstellen bis zum Kuratieren von Texten begleiten wir gerne.

E-Mail-Design im Jahr 2022

Design ist in den vergangenen Jahren immer bedeutender geworden, wenn es um Marketing und Kundenwerbung geht. Denn schon länger müssen nicht nur Texte und Inhalte überzeugen, auch der „Look“ nimmt immer mehr Platz ein bei der Wahrnehmung eines Mediums. Manch einer sagt sogar

„Wenn Content King ist, dann ist Design die Queen!“

Und so liegt es nahe, dass auch beim E-Mail Design auf wesentliche Punkte geachtet werden sollte, wenn zum Beispiel der Newsletter auch wirklich gelesen werden soll.

Klare Strukturen und klare Aufforderungen

…so lässt sich die Anforderung an einen Newsletter zusammenfassen, doch auch der erste Eindruck muss stimmen.

Aktuell im Trend sind beispielsweise Farbverläufe im Hintergrund. Doch wie bei vielen anderen technischen Raffinessen sind diese nicht zuverlässig in jedem Mail-Client darstellbar, weswegen du auch eine einfarbige Variante bereitstellen solltest.
Fakt ist aber: Ein Farbverlauf fängt das Auge ein und lenkt den Blick abwärts, was uns natürlich zugutekommt, denn wir möchten ja, dass der Text gelesen wird.

Kommen wir nun zu den klaren Strukturen: Hierzu zählt ein klares Design. Doch auch ein gut strukturierter Text ist relevant für die Umsetzung dieser Empfehlung. Neben einem lockeren, problemlos lesbaren und nicht verschnörkelten/ verspielten Design sollte der Text gut und leicht lesbar sein. Hierzu sind eine geeignete Schriftart* und Schriftgröße sowie ein ausreichender Zeilenabstand unabdingbar.

Auch eine deutliche Strukturierung durch Überschriften und Absätze hilft dem Empfänger, die E-Mail mit wenig Aufwand zu überfliegen und schnell den Inhalt zu erfassen. Geschickt platzierte Bilder können ebenfalls dabei helfen, das Design rund wirken zu lassen. Aber Achtung: Bei animierten Grafiken (die eigentlich sehr gerne einzusetzen sind), musst du wieder beachten, dass manche Mail-Clients diese nicht abspielen können.

Im Start-Frame sollte die wichtige Botschaft also bereits erkennbar sein. Ganz wichtig ist am Ende eine klar formulierte Handlungsanweisung, womit wir auch schon beim nächsten Thema wären.

Interaktion mit dem Leser

Ein weiteres MUST HAVE ist – ganz nach dem Vorbild der sozialen Medien – die Aufforderung zur Interaktion. Sprich: Du solltest unbedingt Call-to-Action Buttons, viele klickbare Links, die bereits erwähnten GIFs oder interaktive Menüs in die E-Mail einbauen.

Da auch hier wieder aufgepasst werden muss, dass die E-Mail auch wirklich so dargestellt wird, wie geplant ist und nicht jeder Mail-Client interaktive Menüs und GIFs anzeigt, ist der Blick auf die gesamte E-Mail unabdingbar. Denn meistens funktioniert eine Idee nur im Gesamten.

Im ersten Schritt sind zum Beispiel viele Verlinkungen (auch auf denselben Inhalt) ein guter Anfang. Vielleicht bietest du am Ende die Aufforderung an, sich doch einmal eine bestimmte Webseite anzusehen. Auch eine kurze Bewertung, wie die E-Mail gefallen hat, kann helfen, in die Interaktion mit dem Leser zu treten.

Exkurs in die Welt der Typografie

*Nun noch ein kleiner Exkurs in die Welt der Typografie. Es gibt mittlerweile viele großartige Schriftarten, die viele verschiedene Stile transportieren. Selbst die Seriosität eines Unternehmens lässt sich oft schon an der gewählten Hausschrift erkennen. Doch so chic manche Schriftarten sind, so tückisch sind sie auch. Wie bereits mehrfach erwähnt, sind die meisten Mail-Clients leider nicht im Stande, ausgefallene Schriftarten korrekt anzuzeigen. Damit würde selbst ein preisverdächtiges Design nicht funktionieren.

Daher hier eine Übersicht, welche Schriften immer korrekt angezeigt werden und was die für Merkmale transportieren:

Serif-Schriften Charakter
  • Georgia
  • Times New Roman
  • Proxima Nova
  • Baskerville
  • traditionell
  • vertrauenserweckend
  • zuverlässig
  • seriös
Sans-Serif-Schriften Charakter
  • §  Arial
  • Roboto
  • Open Sans
  • Calibri
  • Helvetica
  • Franklin Gothic
  • Raleway
  • Sofia Pro
  • Quasimoda
  • Brandon Grotesque
  • Verdana
  • Tahoma
  • geradlinig
  • modern
  • einfach
  • zuverlässig
  • sauber
Display-Schriften Charakter
  • Valencia
  • Cooper
  • einzigartig
  • ausdrucksstark
  • freundlich
  • individuell
  • teils verspielte Ausstrahlung
Moderne Schriftarten Charakter
  • Century Gothic
  • Futura
  • stilvoll
  • schick
  • kraftvoll
  • stark

Und last but not least: Der Aufbau

Empfehlenswert ist es, wenn jeder Newsletter eine klare Struktur aufzeigt und den Leser „an die Hand“ nimmt und durch die E-Mail begleitet. Perfekt ist folgende Reihenfolge:

  1. Übersicht über die Themen
  2. Begrüßung mit Einleitung
  3. Thema (mit Verlinkungen und sofern gewünscht Bildern)
  4. Call-to-Action
  5. Wiederkehrendes Thema mit Mehrwert
  6. Footer

Neu und ungewöhnlich sind die E-Mail Trends nicht, doch sollten besonders die Newsletter-Designs, die seit Jahren nicht verändert wurden, noch einmal auf diese Punkte hin bewertet werden.

Übrigens: Wie du erreichst, dass deine Newsletter wirklich gelesen werden, erfährst du hier.

Ist deine Webseite gut? 10 Fragen, die du dir stellen solltest

Fast jeder Business-Mensch hat heute eine Webseite – oder sollte eine haben. Sie ist deine Homebase, deine Visitenkarte. Gerade für weniger technikaffine Menschen ist die Erstellung in Eigenregie aber nicht ganz einfach. Wird diese Aufgabe einem Dienstleister übergeben, fragt man sich hinterher: Ist die Seite wirklich gut? Denn mal ehrlich: Wer von uns weiß schon, welche unbewussten Faktoren uns alle triggern und dazu bringen, eine Webseite zu mögen? Wir haben 10 Fragen zusammengestellt, mit denen ihr dem Rätsel „gute Webseite“ auf die Spur kommt.

  1. Was ist das primäre Ziel deiner Webseite? Willst du online gefunden werden oder Produkte verkaufen? Erst wenn du dir diese Frage beantwortest, weißt du, ob die Ausrichtung deiner Webseite richtig ist.
  2. Stimmt deine Botschaft? Ist das Ziel deiner Seite klar, überprüfe deine Texte: Sagen sie das, was du vermitteln möchtest?
  3. Verleiten deine Überschriften zum Weiterlesen? Fakt ist: Die Absprungrate bei Webseiten ist extrem hoch. Die meisten User verweilen lediglich ein paar Sekunden auf deiner Seite. Sei kritisch und frage dich: Würde ich nach dieser Überschrift weiterlesen? Wenn nicht, ändere die Headlines. Tipps dafür bekommst du z. B. in unserem Blogbeitrag zum Thema wirksame Überschriften.
  4. Ist jeder Text nötig? Zu viel Text schreckt User ab. Untersuche: Welche Sätze kann ich streichen, ohne dass Wichtiges verloren geht? Kürze deine Texte dementsprechend und mache deine Webseite etwas „luftiger“.
  5. Gehe tiefer in die Textanalyse: Nutzt du knackige, prägnante Sätze und starke Verben? User bevorzugen aktive, kurze Wortgefüge. Tipps für gute Verben erfährst du hier.
  6. Verwendest du Marketing-Blabla? Wichtig: Das Kind beim Namen nennen. Streiche alle schwammigen Standard-Ausdrücke (hochwertig, innovativ, modern usw.) und ersetze sie durch konkrete Formulierungen.
  7. Oder sprichst du Fach-Chinesisch? Tausche alle Wörter, die für den Standard-Webseiten-Besucher nicht verständlich sind.
  8. Möchtest du, dass der User etwas tut? Falls ja, machst du diesen Schritt für ihn leicht und attraktiv? Call-to-action-Buttons helfen dem User, zu reagieren.
  9. Passt der Look zu meinem Unternehmen? Der erste Eindruck zählt. Das Erscheinungsbild muss stimmen und zu deinem Unternehmenslook passen. Prüfe die verwendeten Farben, Schriften und Bilder: Wurden deine Unternehmensstandards benutzt? Gibt es noch kein Corporate Design, lege eine Hausschriftart und deine Firmenfarben fest und gebrauche diese in Zukunft auf allen Kanälen.
  10. Ist meine Webseite benutzerfreundlich gestaltet? Auch Navigation und Verlinkungen müssen funktionieren. Das Design sollte zudem responsive sein, das heißt auch auf dem Handy korrekt angezeigt werden. Ist bei der mobilen Ansicht alles am falschen Platz, wirkt das sehr unseriös.

Wo geht die Reise hin? Die Zukunft der Sprache

Sprache kann einen und trennen. Die gleiche zu beherrschen ist eine Grundvoraussetzung für gelungene Kommunikation. Vielleicht ist das bald leichter, als wir denken. Denn zum ersten Mal rückt der Gedanke einer Universalsprache in den Bereich des Denkbaren. Diese Idee ist alles andere als neu: Einheitliche Hochsprachen gab es schon häufiger. Latein ermöglichte es den Römern, mit allen Untergebenen und Unterworfenen bis in die hintersten Winkel des römischen Weltreiches zu kommunizieren. Oder im Mittelalter dem Adel und Klerus als hegemoniale Brücke zu dienen. Die Einführung von Hochdeutsch oder Oxford English diente dazu, einen weitreichenden Kommunikationsstandard zu etablieren. Der Wunsch nach einer Einheitssprache ist demnach sehr alt und wird getragen von der Vision, den menschlichen Austausch zu erleichtern.

Social Mischmasch

Insbesondere die tiefgreifenden Veränderungen des Sozialverhaltens durch neue technische Optionen und globalisierte Kanäle führen einerseits zu einer neuen Verwendung der Sprache, die immer mehr Richtung Universalsprache driftet. Gesprochenes, Geschriebenes und Zeichensprache verschmelzen durch soziale Medien und Co. zu einer Spracheinheit, die hauptsächlich der schnellen Verständigung dient. Die vormals starre, standardisierte Schriftsprache gerät in Bewegung und wird in solchen Kanälen und Chats durchdrungen von der fließenden, sich stetig verändernden gesprochenen Sprache. Geschriebenes wird so formuliert, dass es dem Gesprochenen ähnelt und neue Kodierungen strömen in die Schriftsprache ein. Die Anzahl der Kommunikationspunkte wächst dank Instagram, TikTok und Co. und mit ihr gleichzeitig die schriftlichen Zeugnisse digitaler Sprache.

Weg vom Standard hin zu persönlichen Slangs

Von einer einheitlichen Standardsprache sind wir dennoch oft weit entfernt. Denn die Sprache wird freier und ist geprägt von individuellen Eigenarten und gruppenspezifischen Slangs. Wo viele aus diesem Grund vom Verfall der deutschen Sprache sprechen, sehen andere darin eine Möglichkeit für Entwicklung und Wachstum: Vor ungefähr hundert Jahren wurde der deutsche Wortschatz auf circa 3,7 Millionen Wörter geschätzt. Heute sind es 5,3 Millionen. In ihrem dritten Bericht zur Lage der deutschen Sprache bezeichnet die „Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung“ nicht ohne Grund Deutsch als „Sprache im Werden“. Der „normfreie“ Raum in den digitalen sozialen Kanälen macht einer neuen Sprachkreativität Platz, die den deutschen Wortschatz (und alle anderen Sprachen auch) wachsen lässt.

2200 nur noch 100 Sprachen

Der Wortschatz wächst, doch die Zahl der eigenständigen Sprachen wird dabei immer kleiner. Für das Jahr 2200 prognostizieren die Forscher nur noch 100 eigenständige Sprachen weltweit. Eine Abnahme ist auch jetzt schon zu verzeichnen: Statt der geschätzten 7500 Sprachen im Jahr 1500 werden heute nur noch 7000 eigenständige Sprachen erfasst. Zu den 100 überlebenden Sprachen werden den Wissenschaftlern zufolge mit großer Wahrscheinlichkeit Englisch, gefolgt von Deutsch, Französisch, Japanisch, Spanisch und Chinesisch zählen, denn diese waren schon im Jahr 2007 die meist vertretenen im Internet. Immerhin 121 Millionen Menschen weltweit sprechen Deutsch und mehr als ein Viertel aller weltweit publizierten Bücher wird in Deutsch gedruckt.

Immer weniger Sprachenvielfalt, aber alles im Fluss?

Wo geht also der Trend hin? Zur lokalisierten, individualisierten Sprache mit Peergroup-Slang, die sich immer mehr dem Gesprochenen annähert? Wir bedienen uns zukünftig einer immer geringeren Zahl von einzelnen Sprachen, aber gleichzeitig werden diese in unglaublichem Tempo komplexer, kleinteiliger, spezieller und umfangreicher? Wohin soll das führen? Wie soll Kommunikation dann noch funktionieren? Eine Antwort lautet: mit Metatext und KI. Spracherweiterung durch Kurzelemente, die als Zusammenfassung von komplizierteren Beschreibungen fungieren (z. B. Emojis) schließen die Verständnislücken, die durch individualisierte Sprache ohne Standards entstehen. Sie nehmen eine erweiterte Bedeutung an, die als Brücke dient und komplexe Botschaften im Kontext transportieren kann.

Ein riesiges digitales Archiv hilft der KI

Linguisten sehen in der Nachverfolgbarkeit dieser Texte (da die meisten in den digitalen Kanälen öffentlich sind) eine Chance zur digitalen Erfassung aller Bedeutungen und Sprachebenen, die dann zur Entwicklung einer Universalsprache dienen könnte. Denn: Wir werden weltweit immer weniger, aber komplexere Sprachen verwenden. Damit steigt auch der Schwierigkeitsgrad der Verständigung. Die langfristige Forscher-Prognose sieht wegen dieses Problems die Herrschaft der sprechenden Maschinen voraus. KI analysiert sämtliche Texte im Net und stellt mit sogenannter „Korpuslinguistik“ den Sinngehalt der Texte, die Häufigkeit der Wortverwendung und Zusammenhänge über die grammatikalische Richtigkeit. Einmal analysiert und erfasst, lässt sich der Sprachinhalt dann in sämtliche Sprachen übersetzen und weitergeben. Und da ist sie, die Universalsprache der Zukunft: Wir sprechen die Maschine an, die Maschine spuckt den Inhalt beim Gegenüber in der Sprache aus, die verstanden wird. Der Universalübersetzer aus Star Trek lässt grüßen. Und mal ganz ehrlich: Weit entfernt sind wir mit Google Translate, Alexa, Siri und Co. doch gar nicht mehr, oder?

Entspannt ins neue Jahr – kein Problem mit Listen

Das neue Jahr bringt sie immer wieder mit sich: Vorsätze und To-do-Listen. Das ist auch gar nicht so schlimm, wie es klingt. Denn neue Studien beweisen, dass Listen schreiben uns dabei hilft, Stress abzubauen.

Wenn wir zukünftige Aufgaben konkret auf eine Liste schreiben, können wir ein gedankliches Häkchen setzen, das uns beispielsweise besser schlafen lässt. Vielen Menschen macht das Abhaken der To-do-Listen regelrecht Spass, weil es ein Gefühl von Kontrolle und Erfolg vermittelt. Warum es sich aber auch für diejenigen lohnt, die sich durch Listen bevormundet und in ihrer Freiheit eingeengt fühlen, verraten wir euch hier. Denn Listen sind gut für unser Gehirn UND für unsere Seele.

Konkretisiertes dümpelt nicht mehr ziellos im Hirn herum

Um eine Liste schreiben zu können, muss unser Verstand Ordnung schaffen. Wir müssen filtern, zusammenfassen, priorisieren und konkretisieren. Haben wir die Aufgaben also in Worte und eine Reihenfolge gebracht, fühlen wir uns buchstäblich aufgeräumter. Unser Hirn freut sich, denn es liebt Schubladen. Positiver Nebeneffekt: Was man aufgeschrieben hat, behält man besser. Auch das gibt ein zusätzliches Gefühl von Kontrolle. Diese wirkt sich unbewusst auf unseren Stressfaktor aus. Ein Team um den Forscher Michael Scullin von der Baylor Universität in Waco, Texas prüfte zwei Gruppen. Eine sollte abends im Bett eine To-do-Liste schreiben, die andere (Kontrollgruppe) sollte aufschreiben, was sie den Tag über geschafft und erledigt hatte. Das Ergebnis ist erstaunlich: Die Schreiber der To-do-Liste schliefen deutlich schneller ein als die Gruppe mit der Erfolgsbilanz. Auch der Konkretisierungs-Faktor spielte eine Rolle: Je konkreter die Liste oder die Bilanz waren, desto mehr verstärkte sich der Effekt.

Planung führt zu mehr Effizienz

Wer die To-dos priorisiert, hat einen Plan vor Augen und kann so regelmässig überprüfen, ob das (zeitliche) Ziel eingehalten wurde. Dazu gehört zudem auch eine konkrete Planung von Zwischenschritten, die man ohne schriftlichen Plan gerne vergisst. Laut Forschern führt dieser „Priming-Effekt“ zur schnelleren und besseren Erledigung der Aufgaben. Auch psychologisch können wir davon profitieren: Listen machen aus großen Problemen kleine, überschaubare Problemchen. Diese erscheinen uns weniger unlösbar. Die Angst vorm Kontrollverlust schwindet und wir sind beruhigt, denn wir sehen nicht die ganze Straße auf einmal, sondern Meter für Meter.

Den Schalter umlegen

Listen schaffen es, den Schalter im Gehirn von Reaktion auf Aktion umzulegen. Mit dem konkreten Wissen um die noch zu erledigenden Aufgaben lassen wir uns erwiesenermaßen durch Störungen von außen weniger ablenken. Denn wir haben ein Ziel im Sinn, auf das wir andere dann auch verweisen und leichter mal „Nein“ sagen können. Zusätzlich schaltet das Hirn durchs Listenschreiben von „offen“ zwar noch nicht auf „erledigt“, aber immerhin schon auf „in Arbeit“. Das entstresst uns, weil uns bereits angegangene Dinge weniger belasten als gänzlich Unerledigtes.

Viele gute Gründe für To-do-Listen, oder? Wie man sie perfekt schreibt und worauf man achten sollte, erzählen wir euch dann in Kürze.

Hier könnt ihr mehr über die Studien lesen:

https://www.fastcompany.com/3063392/how-writing-to-do-lists-helps-your-brain-even-when-you-dont-comple

https://www.herfamily.ie/wellness/the-simple-five-minute-trick-that-can-help-you-get-to-sleep-quicker-293299

Vertraute Bilder – wie Personifikationen deinen Text zum Leben erwecken

Wer in der Schule mal Lyrik analysieren musste, kennt sie vielleicht noch: die Personifikation. Die „Vermenschlichung“ von Gegenständen, Tieren oder Pflanzen wird dort als Stilmittel häufig eingesetzt. Aber wusstest du auch, dass Personifikationen eine unglaubliche Wirkung auf deine Business-Texte haben können? Wie man sie richtig einsetzt und was sie wirklich bringen, zeigen wir dir hier.

Bilder bevorzugt

Unser Gehirn ist ein wahres Wunderwerk. Und weil es Millionen komplexer Vorgänge gleichzeitig erledigen muss, freut es sich über Vereinfachung in jeder Hinsicht. Bilder bieten ihm die Möglichkeit, komplexe Zusammenhänge schnell zu erfassen. Sprachliche Bilder tun das auch. Deshalb wird Sprache, die ein Bild in unserem Kopf erzeugt, schneller erfasst und bleibt länger haften. Für werbliche Texte ist das ein echtes Geschenk. Slogans und Headlines sind nicht ohne Grund voll von Stilmitteln, die genau das tun – wie zum Beispiel die Personifikation.

Was genau ist eine Personifikation?

Dann macht Haribo Kinder und Erwachsene froh oder Red Bull verleiht Flügel. Den Produkten oder allgemein Dingen, Tieren oder Pflanzen wird Leben eingehaucht, indem man sie vermenschlicht. Sie werden mit menschlichen Dispositionen in Zusammenhang gebracht. Der sogenannte Anthropomorphismus überträgt also menschliche Eigenschaften auf Nichtmenschliches oder verleiht menschliche Züge. Das unterscheidet die Personifikation von der Metapher oder Allegorie, bei der ebenfalls zwei Bereiche miteinander verknüpft werden, die eigentlich nicht zusammengehören.

Personifikation leicht gemacht

Eine Personifikation zu bilden, ist im Prinzip ganz leicht. Wahrscheinlich tun wir alle es jeden Tag mehrmals, ohne es zu merken. Ganz bewusst kannst du Personifikationen einsetzen, indem du entweder ein menschenbezogenes Adjektiv (z. B. blinde Eifersucht), Substantiv (z. B. Gevatter Tod) oder Verb (die Sonne lacht) zur Beschreibung von etwas Nichtmenschlichem verwendest.

So setzt man sie ein

Bildhafte Sprache ist generell lebendiger und spannender. Wir lesen solche Texte schneller, weil uns die Bilder vertraut sind, das Hirn den Sinn schneller erfasst und wir sie dadurch lieber lesen. In Zeiten der kurzen Aufmerksamkeitsspanne ist das essenziell. Vor allem abstrakte Fakten oder schwieriger Lesestoff wird mit Personifikationen zu einer leichteren Lektüre. Produktnamen bekommen mit einem personifizierten Zusatz einen schnell greifbaren Sinn. So werden unverständliche Artikel mit einem Zusatz zum „besten Freund“, „verlässlichen Partner“ oder „Retter in der Not“.

Weil Bilder sehr stark sind, gehören sie auf die besten Plätze. Wenn jede Sekunde zählt, packst du deine Botschaft optimalerweise in die Headline oder Subheadline beziehungsweise in den Slogan. Oder zumindest in den Anfang deines Textes. Mit dem von dir erzeugten Bild im Kopf wird der folgende Text anders gelesen. Das Eingangs-Bild im Hinterkopf des Lesers verleiht dem gesamten Text die Prägung, die du dir wünschst.

Die Dosis macht das Gift

Übertreiben solltest du es bei aller Liebe zu Bildern aber nicht. Ein Stilmittel alle drei Sätze reicht. Egal in welche Trickkiste du greifst – ob Metapher, Allegorie, Anapher, Alliteration oder Personifikation – wenn jeder Satz etwas im Kopf des Lesers heraufbeschwört, bist du nah an dichter Lyrik und das schreckt in werblichen Texten die meisten wohl eher ab. Wenn du die Personifikation aber in Maßen einsetzt, wird sie für genau den richtigen Film im Hirn deiner Leser sorgen.

Texten wie die Profis – so gehts

Formulieren müssen wir im Leben immer wieder, sowohl geschäftlich als auch privat. Egal ob Reden, Aufsätze, Dankesschreiben, Postings und Blogs oder Business-Texte: fesselnd zu schreiben ist nicht leicht. Profis haben dieses Problem auch, aber eine Trickkiste, mit der sie sich dann weiterhelfen. Wir öffnen sie für dich.

Trick 1: Denk über den Leser nach

Für wen schreibst du? Stelle dir diese Frage, bevor du mit dem Schreiben beginnst. Dann überlege, wie die Sprache deines Lesers aussieht: Bevorzugt er anspruchsvolle Fachsprache oder liest er zwischendurch auf dem Handy und du musst seine Aufmerksamkeit aufrechterhalten? Was interessiert ihn an deinem Text? Welche Infos will er haben? Warum würde er weiterlesen bis zum Ende? Wenn du dir darüber klar bist, kannst du das Sprachniveau und die Länge deines Textes festlegen.

Trick 2: Notiere dir den roten Faden

Auch jetzt schreibst du immer noch nicht los. Für wen du schreibst, weißt du. Aber auch, was du schreiben willst? In Stichworten notierst du dir einen roten Faden, dem eine logische Reihenfolge zugrunde liegt. Bei einem Ratgeber kann das zum Beispiel die Auflistung aller Möglichkeiten nach einem bestimmten Gesichtspunkt sein. Oder bei einem Blog die bekannte Struktur von Einleitung, Hauptteil mit Höhepunkt und Schluss mit Zusammenfassung. Wichtig ist, dass die Reihenfolge für den Leser einen Sinn ergibt und nicht hin- und herspringt. Dann springt er nämlich ab.

Trick 3: Nutze die Macht der Struktur

Der rote Faden ist nicht nur für den logischen Aufbau da. Er kann dir auch gleichzeitig sagen, wo dein Text eine Unterbrechung in Form eines Absatzes, eines Titels, einer Aufzählung oder einer Zwischenüberschrift braucht. Denn mittlerweile weiß man: In kleinen Häppchen liest das Hirn unbewusst lieber. Ist der sogenannte „Grauwert“ zu hoch – wirkt dein Text also wie ein massiver grauer Block – schreckt das eher ab. Unterteile deinen Text in mundgerechte Stücke und der Leser wird lieber naschen. Eine Faustregel lautet: Kein Abschnitt sollte mehr als acht Sätze haben.

Trick 4: Schreibe nach absteigender Reihenfolge

Das Wichtigste kommt zuerst. Die Aufmerksamkeitsspanne der Leser hat in jüngster Zeit durch Mobile Devices eine unglaubliche Einbuße hinnehmen müssen. Alle Lehrer dieser Welt werden dir das bestätigen. Die wenigsten haben „on the Fly“ Lust und Zeit, sich lange Niederschriften zu Gemüte zu führen. Dein Text hat also nur eine kurze Chance, den Leser für sich zu gewinnen. In den ersten Sekunden muss Mehrwert her! Die Schwierigkeit besteht nun darin, zwar zu Beginn etwas Wichtiges auszusagen, aber trotzdem nicht sofort alles zu verraten.

Trick 5: Mixe kurz und lang

Viele behaupten, ein Satz dürfe nicht mehr als 14 Wörter enthalten, damit er zieht. Damit wären alle Prosa-Klassiker und etliche Zeitungsartikel schlecht geschrieben. Lange Sätze müssen nicht zwangsläufig ermüdend sein, wichtig ist nur der Mix. Ein gelungenes Wechselspiel zwischen prägnanten kurzen Sätzen und beschreibenden langen Sätzen kann viel spannender sein.

Trick 6 : Formuliere trennscharf

Dein Sprachniveau passt, roter Faden und Struktur sind da und das Wichtigste wurde schon zu Beginn eingeführt. Auch deine Satzlänge hast du bedacht. So weit, so gut. Was deinen Text jetzt von einem guten Text zu einem sehr guten Text macht, sind trennscharfe Formulierungen. Überdenke als Abschluss deshalb jedes wichtige Substantiv und Adjektiv. Beschreibt es ganz exakt das, was du sagen willst? Synonyme zu finden ist heute so leicht. Mach dir diese Arbeit – es lohnt sich.

Die witzigsten Anreden für E-Mail-Newsletter

Newsletter sind unglaublich langweilig und du löschst die Mails immer ungelesen? So geht es vielen. Gerade deshalb möchten wir euch die folgenden Fundstücke einer Befragung nicht vorenthalten. Die Internetseite email-marketing-forum.de hat ihre Leser gefragt, wie sie denn gerne bei Newslettern begrüßt werden. Dabei sind erstaunliche Stilblüten herausgekommen. Die unserer Ansicht nach 50 ungewöhnlichsten der 236 (!) Anreden haben wir euch hier mal aufgelistet. Und übrigens: Etwas Abwechslung und Erstaunen sind aus werblicher Sicht immer gut, zu weit sollte man allerdings auch nicht gehen – also eher mit Augenzwinkern sehen und bitte nicht ungefiltert umsetzen 😊

  1. Ahoi Herr
  2. Allerliebster
  3. Also jetzt hör mal genau zu,
  4. Carpe diem Bella Donna!
  5. Cheerio Herr
  6. Diesen Newsletter solltest du mal besser nicht abbestellen,
  7. Du Morgenmuffel
  8. Es ist heute!
  9. Grüezi Frau
  10. Grüß Gott Herr
  11. Halli, hallo, hallöle
  12. Hallo Alter
  13. Hallo, Eure Herrlichkeit
  14. Hallo Wonderwoman
  15. Hallöchen, mein liebster
  16. Hallöle Frau
  17. Hello Mister,
  18. Hey freaky
  19. Hi Digger
  20. Hola Amigo
  21. Hola, Buenas Dias
  22. Hola, Roger
  23. Horrido,
  24. Huhu Frau
  25. Ich grüße Sie Herr
  26. Ja, ist es denn die Möglichkeit, Herr
  27. jahhhooooo
  28. Jaja,
  29. Jó napot
  30. Juten Morgen Meister,
  31. Madame
  32. Mahlzeit
  33. Mein allerliebster
  34. Mein lieber Herr
  35. Meister
  36. Moin Moin
  37. Moin, lieber
  38. Na du
  39. Na, alter Sack!
  40. Na? Schon ausgeschlafen, Herr
  41. Pfiadi Gott, Frau
  42. Salü
  43. Saluti
  44. Schalom
  45. Servus Herr
  46. So schön kann Werbung sein, Herr
  47. Teuerste Madame
  48. Uffbasse Herr
  49. Wie gehts denn heut wieder, alter Sack?
  50. yo yo yo

Mehr Anreden gibt es übrigens unter: https://www.email-marketing-forum.de/fachartikel/details/236-anreden-fuer-e-mail-newsletter/2085

Autor ist übrigens kein Geringer als der Experte für Newsletter-Marketing Torsten Schwarz

Text Content vom Roboter – Die Zukunft ist Realität

Texte werden von einer Maschine geschrieben! Zukunft? Science-Fiction? Nein. Realität und fast schon gelebter Alltag.

Schon heute nutzen viele Zeitungs-Redaktionen bereits eine Technik, bei der Maschinen mit Künstlicher Intelligenz (KI) automatisiert z. B. Spielberichte aus den unteren Spielklassen im Fußball, Handball etc. (sprich Lokalsport) produzieren.

Wir haben vor einiger Zeit eine der führenden Lösungen in diesem Bereich bei der Arbeit zusehen dürfen.

Die Software heißt Natural Language Generation (NLG) und kommt von AX Semantics

Die NLG Software wertet Daten aus vielen verschiedenen Quellen, z.B. Produkt-Factsheets, BI-Daten oder Nachrichten und Wetterdaten aus und wandelt diese Daten direkt in schriftliche Inhalte um, ohne dass ein Redakteur benötigt wird. Damit der Text möglichst genau den Wünschen des Auftraggebers entspricht, wird die Software trainiert z.B. mit Informationen über die gewünschte Ausgabe, Bedeutung der Datenelemente, Phrasierung, Styling, Keywords, Übersetzungstipps etc.

Ein solcher Text wird in weniger als 200ms (Millisekunden) erstellt, also sozusagen in Echtzeit auf Knopfdruck. Insgesamt können mit der Software mehr als 150 Millionen Texte pro Tag erstellt werden. Und was mich wirklich fasziniert: Die computergenerierten Texte lassen sich kaum bis gar nicht von echten, von Menschenhand geschriebenen Texten unterscheiden.

Ein anderer Anbieter ist uNaice. Das Unternehmen hat sich u.a. auf Produkttexte spezialisiert. Witzig ist, dass man auf deren Seite gleich testen kann, ob man den von einer Maschine geschriebenen Text unter mehreren Texten findet.

Was diese Technologie für die Content-Erstellung bedeutet, ist jedem klar.

Wenn Maschinen genauso gut Texte schreiben wie Menschen, dann bekommt die Dimension Content eine ganz neue Bedeutung. Wir können so viel einzigartigen Content produzieren (lassen) wie wir wollen. Google erkennt nicht mehr, ob der Content maschinell erstellt wurde oder nicht.

Wir benötigen kein Content-Rewriting, kein Text-Spinning mehr, weil jeder neue Text einzigartig ist.

Oder nicht?

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