So kommst du ins Radio

Die Presse besteht nicht nur aus Zeitungen und Magazinen. Es gibt im Bereich der klassischen Medien auch Rundfunk und Fernsehen. Es ist zwar deutlich schwieriger, in diese Medien als Unternehmen zu kommen, aber nicht unmöglich. Wir haben sechs Tipps für dich zusammengestellt, die ich dir gerne vorstellen will.

  1. Pressemitteilung doppelgleisig verschicken

    Regionalradios haben meist keine Fachredaktionen, trotzdem kann es sein, dass einzelne Kollegen auf bestimmte Themen spezialisiert sind. Meistens gibt es einen Chef vom Dienst, der die Sendung verantwortet und auch bestimmt, wer welche Termine besetzt. Deshalb schadet es nicht, Presseinformationen doppelgleisig sowohl an die Chefs vom Dienst als auch an einzelne Redakteure zu schicken.

  2. Story muss zur Zielgruppe des Senders passen

    Wichtig beim Radio ist es, klar zu analysieren, welche Zielgruppe angesprochen wird. In den letzten Jahren ist die Entwicklung zum so genannten Formatradio stark vorangeschritten. Auch die öffentlich-rechtlichen Radiosender sind nach Wellen gegliedert und sprechen etwa bestimmte Altersgruppen mit einer bestimmten „Musikfarbe“ an. So gibt es etwa ausschließlich Kultur-, Nachrichten- oder Jugendkanäle. Überlege dir genau, welche Zielgruppe du erreichen wollen und welcher Welle diese Zielgruppe angehört.

  3. Liefere O-Töne

    Das Radio ist ein akustisches Medium. Wie gestaltest du also dein Thema attraktiv? Durch O-Töne, wie Radiojournalisten Statements (Originaltöne) von Betroffenen und Experten nennen. Welche Klänge, Geräusche oder Musik verbinden sich mit deinem Thema? Hat dein Unternehmen eine neue Maschine angeschafft, die Inhalt der Berichterstattung ist – welche Geräusche gibt diese Maschine von sich? Bedenk, dass du bei einer Presseeinladung Radiojournalisten die Möglichkeit geben solltest, solche und andere interessante Geräusche einzufangen. Was ist „radiofon“ an deinem Thema? Es schadet nicht, wenn du deine Presseinformationen an Radiojournalisten um Hinweise ergänzt, was akustisch an deinem Thema interessant ist und welche Töne wie und wo aufgenommen werden können.

  4. Veranstalte ein Kino im Kopf

    Bist du als Studiogast ins Radio eingeladen oder besucht ein Radioreporter deine Firma, denke immer daran, dass Radio im besten Fall „Kino im Kopf“ ist. Erzeuge Bilder, erzähle Geschichten, mach Beispiele hörbar. Stell dir vor, dass das Interview ein Dialog mit den Hörern ist. Dabei helfen dir Formulierungen wie „Stellen Sie sich vor, …“ oder die Frage „Kennen Sie das auch …?“, der dann deine Beschreibung einer konkreten Situation folgt.

  5. Spreche nicht einstudiert

    Das Wichtigste ist die Spontaneität. Habe keine Angst, dich zu versprechen, korrigiere dich einfach. Hauptsache, du kommst natürlich rüber und nicht einstudiert. Das Medium ist aktuell, schnell – was Hörer nicht sofort verstehen, verstehen sie gar nicht, Nachlesen ist nicht möglich. Spreche deutlich, fasse dich kurz und habe keine Scheu vor Wiederholungen. Spreche nicht kompliziert und gestelzt, sondern eher schlaglichtartig und möglichst so wie du sonst auch redest– nicht zu schnell, aber auch nicht langsam.

  6. Entspanne dich

    Das Radio transportiert Persönliches. Bei einem Radio-Interview erfahren die Hörer auch etwas über deine Stimmung – über deine Stimme. Entspanne vor Interviews deinen Körper, lockere dich und schüttele dich. Setze dich aufrecht hin und stelle die Füße fest auf den Boden. Damit sorgst du für eine sichere Verankerung im Boden. Atme tief durch – und lächele, denn das hört man …

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So wird deine Pressemitteilung wirklich gelesen

Es wird unter Journalisten und PR-lern oft diskutiert – das Ende der Pressemitteilung. Dennoch zeigen Umfragen und persönliche Erfahrung, dass sie nach wie vor genutzt wird. So wie in der Studie einer PR-Agentur aus Chicago, in der tatsächlich 88 Prozent aller Journalisten die Pressemitteilung als wertvolle Info für ihre Berichterstattung bezeichneten, 34 Prozent nutzten sie sogar als primäre Recherchequelle.

Genutzt wird sie also schon – doch nur, wenn sie wirklich gut geschrieben ist. Nichts hassen Journalisten mehr als Selbstbeweihräucherung und Werbung, die schlecht als Info verpackt ist. Damit eure PM zündet und gelesen wird, gilt es ein paar wichtige Regeln zu beachten. Wir sagen euch, was wirklich zählt.

Kurze, informative Überschrift

Was ist das zentrale Thema eurer Pressemitteilung? Wie würdet ihr es zusammenfassen, wenn ihr es eurem Partner abends in der Küche erzählt? Die Überschrift ist der Teaser, sie muss den Kern treffen und kurz sein. So hilft sie beim Kategorisieren und spart den Journalisten Zeit. Der Fokus wird erkannt und regt dann zum Weiterlesen an.

Info, Info, Info

Journalisten brauchen Info, keine Werbung. Wie toll euer Unternehmen ist, interessiert sie nur, wenn ihr etwas Besonderes, Innovatives oder sonst irgendwie Wichtiges geleistet habt. Auch Personalwechsel können interessant sein, wenn eine journalistische Relevanz besteht. Ob Erna aus der Buchhaltung aus persönlichen Gründen früher in den Ruhestand geht, ist irrelevant. Ein Wechsel des Vorstands könnte aber von Interesse sein. Auch Studien, Umfragen und Zahlen kommen gut an. Ebenso besonders innovative Produkte oder Dienstleistungen. Faustregel: Würdet ihr es selbst in der Zeitung über jemand anderen lesen wollen, könnte es von journalistischem Interesse sein.

Die richtige Form

Eure Pressemitteilung muss keinen Designpreis für das schönste Template oder die beste grafische Gestaltung gewinnen. HTML-Formatierungen und zu viel (typo-)grafischer Schnickschnack sind kontraproduktiv, weil sie ablenken oder vielleicht gar nicht richtig angezeigt werden. Journalisten kopieren Texte aus Pressemitteilungen und möchten dies so einfach wie möglich tun können. Worddokumente sind daher sehr beliebt. Mittlerweile bevorzugt übrigens die Mehrzahl der Journalisten eindeutig eine PM per Mail.

Zielgruppe und Medium beachten

Denkt beim Verfassen der PM an das Medium, in welchem ihr erscheinen wollt. Die Bildzeitung schreibt anders als die FAZ und hat einen anderen Leserkreis. Passt deshalb die Sprache und den Grad eures fachspezifischen Vokabulars dem Niveau des Mediums an. So sieht der Journalist, dass ihr euch mit dem Medium auseinandergesetzt habt.

Nur ein Thema

Pressemitteilungen sind kurze Infos, Briefings für Journalisten. Darum sollten sie immer nur ein Thema pro Mitteilung enthalten. Will man mehrere Themen in einer PM abhandeln, erzeugt man nur Verwirrung und erreicht lediglich einen Platz im Papierkorb.

Ehrlich bleiben

Von unschätzbarer Wichtigkeit im Pressegeschäft ist der Ruf, verlässliche Infos zu liefern. Sagt also die Wahrheit, bleibt bei den Fakten, erfindet nichts dazu. Stellt sich nämlich heraus, dass ihr maßlos übertrieben habt, wird sich das in Journalistenkreisen schnell herumsprechen. Eure nächsten Pressemitteilungen werden dann sofort ignoriert – egal, wie interessant das Thema ist.

Abbinder muss sein

Da es sich bei einer Pressemitteilung um eine kurze, übersichtliche Information handeln sollte, muss alles Wichtige enthalten sein. Ein Pressekontakt unter der Mitteilung ist verpflichtend. Darin sollten sämtliche Kontaktdaten und weitere Recherchequellen (wie Webseiten, Whitepaper) aufgeführt sein. Dazu gehört auch der sogenannte „Abbinder“, ein Textblock am Ende der PM, welcher Infos zum Thema/Unternehmen/der Person enthält. Die wichtigsten Daten wie Geschäftsfeld, Standort des Unternehmens, Mitarbeiterzahl, Umsatz, Gründungsjahr, sollten kurz aufgeführt werden. Kleiner Tipp: Auf der Webseite des Unternehmens gibt es wahrscheinlich den Punkt „Über uns“, „Historie“ oder Ähnliches. Hier findet man meist alle Infos, die man braucht.

Berücksichtigt ihr diese Punkte, wird eure Pressemitteilung ernst genommen. Ob daraus ein Artikel oder Bericht wird, hängt dann oft von vielen Faktoren ab: der Laune und Vorliebe des Journalisten, der aktuellen Berichtslage und anderen Zufälligkeiten. Einen Fuß in der Tür hat man damit aber zumindest schon mal sicher😉

 

Warum Pressearbeit für die Kaufentscheidung wichtig ist

Sicher kennst du den Spruch „Was in der Zeitung steht, ist wahr“. Nun, meine Journalisten-Kollegen mögen es mir verzeihen, aber ganz so stimmt das heute nicht, z. B. bei den Medien der Gattung „Yellow Press“. Das wissen wir leider. Aber seriöse Medien legen großen Wert auf wahrheitsgemäße Berichterstattung, auch wenn sie hin und wieder als „Lügenpresse“ bezeichnet werden.

In den Köpfen der Menschen hat sich der Grundsatz aber so tief verankert, dass man heute wichtige Entscheidungen trifft, weil die Zeitung dieses und jenes in einem Bericht empfiehlt oder darüber berichtet. Ganz besonders deutlich wird dies bei den sog. Test-Magazinen, die Produkte testen und Bewertungen abgeben.

In der Pressearbeit (fälschlicherweise auch PR genannt, aber das ist ein anderes Thema) versuchen wir, Artikel, Interviews, Meldungen und sonstige Texte journalistisch interessant aufbereitet an die Medien heranzutragen mit dem Ziel, dass diese sie veröffentlichen oder zumindest sich dafür interessieren. Das ist heute um ein vielfaches schwieriger als noch vor 10 Jahren, weil die Menge an Texten (gute gleichwie schlechte) enorm zugenommen hat und die Redakteure und Redakteurinnen regelrecht überflutet werden mit Angeboten von PR-Agenturen. Sie filtern rigoros aus. Schafft man es dann in die Zeitung oder das Magazin, kommt obiger Einleitungssatz oft zum Tragen.

Pressearbeit ist wichtig für die Kaufentscheidung innerhalb der Customer Journey

Wir wissen, dass sich Kunden in der Regel durch verschiedene Phasen seiner Käuferreise bis zum Kauf bewegt. In diesen Phasen kommt er in Kontakt mit Informationen, mit Angeboten verschiedener Marken und Produkte. Das sind Informationen über den Nutzen und Mehrwert, Informationen anderer Nutzer (z. B. Tests und Empfehlungen), Informationen über die Qualität eines Produkts, aber auch einfach Werbung und Sonderangebote.

Presseveröffentlichungen sind hier in fast allen Phasen der Customer Journey besonders wertvoll, weil dort eben Dritte (die Redakteure) Informationen bereitstellen, die glaubhaft und authentisch sind. Das gleiche gilt übrigens für Blogbeiträge.

Liest nun ein Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens einen Bericht in einer IT-Zeitung, wie ein anderes Unternehmen mithilfe einer Software die Migration in die Cloud geschafft hat oder wie ein besonderer Backup Service die Daten eines Unternehmens gerettet hat, dann könnte ggf. hellhörig werden. Benötigt sein Unternehmen sowas auch?

Im privaten Bereich funktioniert das ähnlich: Berichtet ein Hi-Fi Magazin über einen neuen Verstärker oder testet die Chip neue Monitore, so könnte der eine oder andere Leser dadurch aktiviert werden. Der erste Impuls für Phase 1 (Bedürfnis) ist gesetzt. In den darauffolgenden Phasen kann es sogar sein, dass er weitere Magazin nach Artikel über dieses oder jenes Produkt aktiv durchforstet. Zumindest wird er aufmerksamer, wenn er nun auf diesen Verstärker oder Monitor stößt. Viele lesen z.B. Rezensionen im Internet (Amazon & Co) über dieses Produkt.

Liest der gleiche Manager später in einem anderen Magazin, wie erfolgreich ein anderes Unternehmen seit der Einführung der Software ist oder findet der andere Nutzer weitere Tests und Produktvergleiche, wird er die Software bzw. den Verstärker oder Monitor in die engere Kaufauswahl stellen. Im B2B Bereich sind die weiteren Auswahlkriterien natürlich komplexer als im Consumer-Bereich. Hier geht es am Ende um den Preis, Zusatzservices etc.

Was ich sagen will ist, dass Artikel in den Medien nachhaltig die Kaufentscheidung prägen, weil sie als glaubhaft und relevant eingestuft werden.

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Das Textergeheimnis: 3 wirklich wirksame Überschriften, die jeder Blogger kennen sollte

Hast du dich auch schon mal gefragt, was uns dazu bringt, bestimmte Texte zu lesen und andere nicht? Zuerst stoßen wir immer auf die Überschrift, ganz klar. Ist die nicht interessant genug, machen wir hier erst mal Schluss. Das wissen natürlich auch die Journalisten und Medien, weshalb oft sehr reißerische Headline veröffentlicht werden.

Doch welche Überschriften ziehen (fast) immer? Gibt es eine Wunderformel für Überschriften, die uns reizen, speziell bei Online-Medien, die man meist zwischen Tür und Angel konsumiert? Ja, die gibt es. Zumindest unserer Erfahrung nach.

Typ 1: Der Cliffhanger

Man trifft eine Aussage – und dann schränkt man sie wieder ein. Also ungefähr so: „Überschriften, die immer funktionieren – aber auf das Medium kommt es an“. Damit erzeugt man Neugier, die unbedingt vom Leser gestillt werden will. Der Text wird gelesen, weil unsere Spürnase wissen will, warum. Hier ein Praxisbeispiel aus der Presse:

Überschrift Cliffhanger

 

Typ 2: Die „sollte jeder“-Überschrift

Wir kennen Sie alle, lesen sie zuhauf und doch funktionieren sie immer wieder gut – Überschriften die ein „sollte jeder“ enthalten. Ganz nach dem Motto „Diese 3 Überschriften-Typen sollte jeder Blogger kennen“. Hier ein brandaktuelles Beispiel:

Überschrift mit sollte jeder

Bei dem Wort „jeder“ wollen wir selbstverständlich dazu gehören und nichts verpassen. Der Gruppenzwang verpflichtet quasi zum Lesen.

Typ 3: Die „wirklich“-Überschrift

Wenn das Zauberwörtchen „wirklich“ in einer Überschrift enthalten ist, weckt das in uns Vertrauen. Wir glauben daran, dass dieser Blog „wirklich“ wichtig ist, und sind dankbar, dass diese Überschrift uns bei unserem Schubladendenken hilft. Denn im Wust von Blogs und Infos auf Facebook, Pinterest und Co. fällt es auch unserem zum Sortieren gemachten Hirn manchmal nicht leicht, auszufiltern. Wenn wir also lesen „3 wirklich wirksame Überschriften für Blogs“ glauben wir instinktiv an die Priorität dieses Beitrags. Bei euch hat es doch auch funktioniert, oder? Ansonsten hättet ihr ja nicht bis zu dieser Stelle gelesen 😉 .

Hier wieder ein aktuelles Beispiel aus der Presse:

Überschrift mit wirklich

In diesem Sinne: fröhliches Texten.

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Was bringt Pressearbeit wirklich?

Wir lieben Texte – und das mit Leib und Seele. Deshalb freuen wir uns auch immer, wenn wir Beispiele dafür finden, wie einfach und erfolgreich gute Pressearbeit sein kann. Denn immer wieder zeigt sich, wie viel gute Pressearbeit wirklich bringt. Von wegen obsolet – eher informativ und seriös am Puls der Zeit. Trotz oder gerade wegen aller neuen Kanäle und Medien. Innerhalb der Flut von Halbwahrheiten und Nonsens scheinen die Nutzer geradezu nach authentischem, informativem Inhalt von Experten zu lechzen. Bestes Beispiel ist momentan wohl die Pressearbeit des Kreises Heinsberg, die zu Recht hoch gelobt wird und sicher auch nach überstandener Krise ganz Deutschland positiv in Erinnerung bleiben wird.

Alles kann interessant sein

Aber auch im ganz normalen Tagesgeschäft bewirkt gezielte Pressearbeit immer wieder Erfolg. Ob man dabei von der Schokoladen-Sommelière und ihren tollen Erfahrungen inklusive gestiegenem Umsatz liest, oder vom Experten, der dank der veränderten Pressearbeit nun als solcher gebucht wird. Entgegen der Meinung, dass Pressearbeit etwas für außergewöhnliche Menschen sei, ist eben im richtigen Zusammenhang und dem richtigen Medium alles interessant. Wichtig ist nur, zu wissen, wie und wo man ansetzt.

Gesehen werden

Nur wer sichtbar ist, kann gesehen werden. Klingt wie eine dämliche Tautologie, ist aber eine Tatsache, die man berücksichtigen sollte. Bin ich nirgendwo mit meiner Expertise vertreten, nimmt mich niemand als Experte wahr. Auch aus eigener Erfahrung können wir sagen, wie wertvoll das ist. Eine Veröffentlichung in der Presse reicht dabei manchmal schon aus, um etwas zu verändern. Ein Kunde von uns wurde zum Beispiel aufgrund einer solchen von einem großen Hersteller von Unterhaltungselektronik und Elektrogeräten kontaktiert und um einen Termin auf der IFA in Berlin 2018 gebeten. Zahlreiche weitere Kunden haben nachweislich direkt nach einer Veröffentlichung in Fachmagazinen neue Anfragen und Aufträge erhalten. Tagtäglich sehen wir aufgrund unseres Kundenfeedbacks, was Sichtbarkeit in der Presse ausmacht.

Glaubwürdigkeit gewinnen

Klassische Werbung kann potenzielle Kunden zwar auf ein Produkt oder eine Dienstleistung aufmerksam machen, sie aber nur schwer von der Qualität überzeugen. Ein Artikel in der Presse transportiert hier viel umfassendere Informationen und vermittelt wesentlich mehr Glaubwürdigkeit als eine Anzeige.
Als Experte kannst du Stellung zu einem dir vertrauten fachlichen Thema beziehen und somit die Glaubwürdigkeit bei deiner Zielgruppen erhöhen. Und je höher deine Glaubwürdigkeit, desto größer das Vertrauen in deine Marke oder dein Unternehmen. Ein Faktor, der bei der Kaufentscheidung eine große Rolle spielt.

Glaubwürdigkeit spielt aber nicht nur beim Kunden eine wichtige Rolle. Auch die Presse sucht permanent nach „echten“ Experten, die wirklich etwas zu sagen haben und nicht nur durch „Bla Bla“ in die Medien wollen. Expertise, Kompetenz und Verlässlichkeit sind heute Tugenden, die von Journalisten sehr geschätzt werden. Durch die Pressearbeit baust du einen Kontakt zu Redakteuren auf und kannst im besten Fall eine lange währende „Partnerschaft“ erzeugen. Und das ist in der heutigen Zeit Gold wert.

Einfach mal loslegen

Referenzen sind nach wie vor ein entscheidendes Standbein, auf dem Expertise ruht. Hat man gute Referenzen, kann man diese im Sinne der Pressearbeit nutzen, zum Beispiel mit Success Stories. Aufbereitet und in Form gebracht, leisten sie unverzichtbare Dienste im Vertrieb, als Anwenderbericht finden sie oft auch den Weg in die Presse. Mehr dazu könnt ihr übrigens auch in unserem Blog zu diesem Thema lesen. Und dann? Einfach mal loslegen – besser als gar nicht gesehen zu werden, oder?

Übrigens: Ob nun selbst gemacht oder durch eine Agentur umgesetzt, Pressearbeit ist in der Summe immer günstiger als Werbung.

Pressemitteilung

15 Themen, die für eine Pressemitteilung geeignet sind

Pressemitteilung sind heute in der PR- und Pressearbeit umstrittener denn je. Die einen sagen, dass die Pressemitteilung als Informationsmedium für die Presse und als Quelle für News ausgedient hat. Kein Redakteur und keine Redakteurin lese sich heute noch Pressemitteilungen durch, weil sie eh in den allermeisten Fällen nur PR-Gewäsch und schlecht geschrieben sind. Die anderen halten die Pressemitteilung immer noch für das beste Mittel, um einem Journalisten echte News zukommen zu lassen. Und sie wird immer noch gelesen.

In der großen Journalistenumfrage „Recherche 2018“ von news aktuell (dpa-Tochter) gaben immerhin 86 Prozent an, dass sie Pressemitteilungen für ihre Recherchen nutzen. Fast jeder fünfte Journalist meint sogar, dass ihre Bedeutung in den vergangenen zwei Jahren gestiegen ist (18 Prozent).

Allerdings ist es in der Tat so, dass Unternehmen und Agenturen vieles in eine Pressemitteilung verpacken, ja zwängen, das dort nicht hinein gehört. Der Name „Pressemitteilung“ ist ja auch so verlockend: Ich gebe der Presse unsere Mitteilung. Doch nicht nur Struktur und Aufbau einer Pressemitteilung sind genau festgelegt, sondern auch das Thema ist ziemlich eng gesteckt. Im Prinzip ist alles relevant für Journalisten und Redaktionen, was aktuell, neu oder außergewöhnlich ist.

„Natürlich interessiert es die Leser, dass mein Unternehmen ein neues Produkt entwickelt hat, mit der Kaffee noch schneller fertig gebrüht wird“ sagt der Unternehmer Hans K.

Tatsächlich? Kann sogar sein.

Denn es kommt immer auf den Fokus und auf die Zielgruppe an. Während die Lokalzeitung diese Nachricht sicher nicht interessiert, könnte ein Fachredakteur durchaus Interesse zeigen, wenn es sich z. B. um eine echte Innovation, sprich: Erfindung, handelt.

Wir haben mal eine Liste angefangen, die dir Themen nennt, mit denen du mit einer Pressemitteilung Gehör finden könntest.

Eine Pressemitteilung kann sinnvoll sein, wenn

  1. du ein wirklich völlig neuartiges Produkt oder eine neuartige Dienstleistung auf den Markt bringst (Stichwort: Innovation),
  2. dein Produkt ein wichtiges Problem für viele Menschen löst (z. B. neue Therapie gegen Kopfschmerzen),
  3. dein Produkt oder deine Dienstleistung sehr ausgefallen und ungewöhnlich ist,
  4. du etwas Wichtiges zu einem aktuell heiß diskutierten Thema beitragen kannst,
  5. du auf lokaler Ebene etwas Besonderes auf die Beine stellst (für Lokal- und Regionalmedien, z. B. Investitionen in den Standort),
  6. deine Firma sich stark vergrößert –  baulich oder von der Anzahl der Mitarbeiter her (bei größeren Unternehmen),
  7. dein Unternehmen einen bekannten neuen Kunden / einen Großauftrag erhalten hat,
  8. deine Firma bzw. deine Mitarbeiter eine Auszeichnung erhalten haben,
  9. dein Unternehmen an einem wichtigen Wettbewerb (z. B. Innovationspreis, Mittelstandspreis) teilnimmt,
  10. an deinem Firmensitz eine interessante Veranstaltung stattfindet,
  11. der Jahresabschluss vorgestellt wird (bei größeren Unternehmen),
  12. dein Unternehmen ein besonderes Firmenjubiläum feiert (z. B. 25, 50, 75, 100 Jahre),
  13. dein Unternehmen oder deine Mitarbeiter an einer Spendenaktion, einem sozialen Sponsoring teilnimmt oder an sonstigen sozialen Themen teilnimmt (ACHTUNG: Viele Medien haben Mindestgrenzen für Spenden),
  14. dein Unternehmen eine Leitungsposition neu besetzt hat (Personalmeldung),
  15. du als Person prominent oder eine wichtige Person des öffentlichen Lebens bist (auch regional für Lokalmedien).

Sicher ist diese Liste nicht erschöpfend. Du hast aber bemerkt, um welche Art von Informationen es im Grunde geht. Anders herum gehören diese Themen weder in eine Pressemitteilung noch in die Presse:

  1. Du feierst als Geschäftsführer deinen 50. Geburtstag.
  2. Dein Softwareprodukt bekommt das x-te Release-Update.
  3. Deine Azubis haben die Prüfung bestanden.
  4. Du hast 100,- € an den örtlichen Kaninchenzuchtverein gespendet.
  5. Du investiert in den Standort und kaufst fünf neue PCs.
  6. Dein neuer Online-Shop ist fertig.

10 Tipps für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Journalisten

Es war immer schon so und es wird auch immer so bleiben: In der Pressearbeit läuft gar nichts ohne einen guten Kontakt zu Journalisten. Im Zeitalter von Internet, Social Media und digitaler Kommunikation ist die Mensch-zu-Mensch-Kommunikation immer noch Gold wert. Das bestätigen viele Studien.  In der Studie „Journalistische Recherche im Netz“, die der Verlag Rommerskirchen in Kooperation mit der Media School am Campus Köln der Hochschule Macromedia durchgeführt hat, nannten 80,8% der 2.329 befragten Journalisten das Telefongespräch als wichtigste Recherchequelle. Gleich dahinter rangierte mit 77,1% das persönliche Gespräch.

Damit es aber zu der erfolgreichen Zusammenarbeit mit einem Journalisten kommen kann, musst du einiges beachten und vorbereiten. Wir haben 10 Tipps für dich zusammengestellt, wie du dauerhaft einen erfolgreichen Kontakt zu den Journalisten aufbauen kannst:

  1. Such dir den richtigen Ansprechpartner

Der allererste und wichtigste Schritt: Such dir den richtigen Ansprechpartner in der Redaktion. Hier hilft entweder händische Recherche oder der Einsatz von Redaktionsdatenbanken wie Zimpel oder Stamm. Wenn du selbst recherchierst, helfen die das Impressum bei Printmedien sowie die Kontaktseite bei Onlinemedien. Oft werden die Redakteurinnen und Redakteure mit Ressort vorgestellt. Ansonsten hilft anrufen und fragen. Lass dich aber nicht mit einer allgemeinen info@…. Adresse abspeisen. Als Antwort auf die Frage, weshalb du die E-Mail-Adresse oder Telefonnummer benötigst, sagst du, dass du ein Thema absprechen möchtest.  

  1. Keine Angst vor Anrufen

Immer hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Redakteure unfreundliche Wesen sind, die Anrufer abwimmeln und ständig genervt sind. Letzteres stimmt zumindest dann, wenn ein Anrufer während der Heftproduktion oder kurz vor Redaktionsschluss stört. Während man die Heftproduktionsphase zumindest bei Fachmedien einfach herausfinden kann (in der Regel wenige Tage vor Erscheinen des Hefts), ist es bei Tagezeitungen eher abends schwierig. Was Stören bei der Arbeit angeht, so kann ein Anruf immer zur falschen Zeit stattfinden. Deshalb solltest du aber keine Angst davor haben. Denn Journalisten sind keine unfreundlichen Genossen, die ständig genervt und abweisend sind. Wenn du ein konkretes Anliegen hast, ein gutes Angebot machen kannst und auch Ahnung vom Thema hast, wird er dir zuhören. Jeder Journalist freut sich über einen guten Themenvorschlag. Und zu einem guten Kontakt zu Journalisten gehört auch das persönliche Gespräch.

  1. Zeige dem Journalisten, dass du seine Arbeit ernst nimmst

Wie in Punkt 2 bereits erklärt, gibt es Zeiten, in denen ein Journalist lieber nicht gestört werden sollte. Da du diese Zeiten nicht kennen kannst, ist die einfache, kleine Frage zu Beginn deines Anrufs schon sehr nützlich und kann dir eine Menge Sympathiepunkte bringen: „Störe ich Sie, oder haben Sie ein paar Minuten Zeit?“

Wenn der Journalist seine Bereitschaft zeigt, mit dir zu sprechen, dann komm sofort auf den Punkt und schwafele nicht. Zeit ist für jeden Journalisten ein äußerst rares Gut, das du nicht verschwenden solltest. Anders herum solltest du dir Zeit nehmen, wenn der Journalist gerade mal Lust zum Plaudern hat. Eine solche Chance solltest du nutzen.

Ganz wichtig: Höre gut zu, mach dir Notizen. Welche Themen interessieren ihn/sie? Wann braucht er/sie eine Story? An was arbeitet er/sie? Welche Vorlieben hat er/sie? Du kannst aus einem Telefonat sehr viele wertvolle Informationen herausziehen.

Wenn der Journalist dir aber sagt, dass er gerade keine Zeit hat, frage ihn, wann es ihm besser passt. So hast du gleich einen Termin und einen Anknüpfungspunkt für deinen nächsten Anruf.

  1. Bereite dich gründlich vor

Wenn du ein Thema anbietest, solltest du genau wissen, worüber du redest. Schreib dir die wichtigsten Punkte noch einmal stichwortartig auf: Worum genau geht es? Warum ist das Thema für die Leser des Mediums interessant?

Du solltest so tief im Thema drin sein, um auch fachliche Rückfragen beantworten zu können. Das stärkt deine Kompetenz.

Bei Fachmagazinen kannst du punkten, indem du bereits eine bestimmte Ausgabe vorschlägst, in die dein Thema besonders gut passt. Viele Redakteure wollen wissen, ob sie einen Beitrag exklusiv bekommen. Das solltest du erwähnen. Wenn der Artikel bereits in einem anderen Medium publiziert worden ist, solltest du ehrlich sein und dies sagen. Der Redakteur kann dann entscheiden, ob er den Beitrag veröffentlichen mag oder nicht. Das Verschweigen einer Veröffentlichung in einem Konkurrenzmedium kann böse Folgen haben für dich.

Ein guter Kontakt zu Journalisten beruht auf Vertrauen. Und das musst du dir erst verdienen.

  1. Akzeptiere ein „Nein“

Pressearbeit ist ein bisschen wie Dating. Du suchst einen Partner für deinen Artikel. Genau wie beim Date solltest du aber akzeptieren, wenn dein Gegenüber „Nein“ sagt. Versuche nicht, ihn/sie umzustimmen. Bettel nicht und werde keinesfalls aufdringlich mit Worten.

Es ist jedoch legitim und sogar wichtig, nach dem Grund für das „Nein“ zu fragen. Hieraus kannst du lernen. Und es ist legitim, einen erneuten Vorschlag mit einem anderen Thema zu machen.

  1. Bleibe authentisch, mach keine falschen Versprechungen und lüge nicht

Authentizität ist ein Begriff, der heute überall verwendet wird und besonders wichtig ist im Zeitalter der sozialen Medien. Auch beim Gespräch mit einem Journalisten gilt: Bleibe authentisch, versuche nicht, am Telefon jemand zu sein, der du nicht bist. Journalisten haben viel Erfahrung darin, Zwischentöne herauszuhören und Aufschneider zu entlarven.

Sei ehrlich, offen und du selbst. Eine Schwäche wird dir nicht zu Last gelegt. Wenn du eine Frage nicht beantworten kannst, dann sage es offen. Es ist besser, die Antwort nachzuliefern als Vermutungen anzustellen, falsches zu behaupten oder gar zu lügen.

Wichtig: Wenn du versprichst, eine Antwort nachzureichen, dann halte diese Zusage auch unbedingt und schnellstmöglich ein.

Apropos Versprechungen: Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein; Bleibe bei der Wahrheit und mache keine falsche Versprechungen, um einen Deal zu bekommen.

Versprich nicht, eine demnächst eine Anzeige zu schalten, wenn du das gar nicht vorhast.‘
Versprich nicht einen spannenden Artikel und sende einen reinen PR-Artikel mit einer Ansammlung hohler Marketingphrasen und ohne jeglichen Nutzen für die Leser.
Versprich nicht, eine Deadline einzuhalten, die du gar nicht einhalten kannst. Besonders an diesem Punkt machst du dir schnell Feinde.

  1. Biete relevante Informationen, eine gute Storys und gutes Material

Du weißt, worauf es den Medien bei einer Veröffentlichung ankommt: auf Relevanz für die Leser. Das ist natürlich das wichtigste Kriterium und die Messlatte für dich. Wenn ein Journalist sich für dein Thema interessiert, hast du die Chance, ihm etwas Gutes zu tun.

Liefere ihm/ihr eine druckfertige Story mit einem gut geschriebenen Text, Bildern, Bildunterschriften, Quellenangaben und weiterführenden Links. Schau dir das Medium vorher an, wie Artikel oder Beiträge dort verfasst sind.

  1. Fertige ein Kontaktprotokoll an

Nach dem Telefonat solltest du unbedingt ein Gesprächsprotokoll anfertigen. Zum einen verhindert es, dass du aus dem Telefonat folgende Aufgaben vergisst. Zum anderen ist es wichtig, dass du auch eine Woche, ein Monat oder ein Jahr später noch ermitteln kannst, mit wem du wann was vereinbart hast. Die wichtigsten Punkte hierbei sind:

  • Datum
  • Was hast du angeboten?
  • konkrete Vereinbarung (z.B. Deadline, Umfang, Besonderheiten, u.a.)
  • bei Ablehnung: was war der Grund?
  • wichtige berufliche Zusatzinformationen (z.B. über weitere Ansprechpartner für deine Themen, die Organisationsstruktur des Mediums, Messeteilnahmen, u.a.)
  • wichtige persönliche Zusatzinformationen (z.B. Geburtstag, Kinder, Hobbies, u.a.)
  • welche To Dos ergeben sich für dich aus dem Telefonat
  • wann sollte die nächste Kontaktaufnahme sein

Für solche Protokolle eignen sich Notiz-Programme wie Evernote, OneNote oder Apps sehr gut. Oder du schaffst dir direkte eine eigene Presse- und PR-Software an, mit der du Kontakte verwaltest.

  1. Verabrede dich auf Messen

Telefonate sind gut, ein gutes persönliches Gespräch ist immer besser. Journalisten kommen nicht drumherum, zu wichtigen öffentlichen Veranstaltungen oder – bei Fachredakteuren – zu großen und wichtigen Messen zu gehen. Auch wenn du mit deinem Unternehmen kein Aussteller bei einer solchen Fachmesse bist, kannst du als Besucher Termine mit Journalisten machen. Die stehen zwar in dieser Zeit unter Dauerstress, sind aber froh, zwischendurch mal einen Kaffee zu trinken und einfach nur zu quatschen. Diese Chance solltest du zum persönlichen Kontakt nutzen. Es muss nicht unbedingt um Fachthemen gehen.

Tipp: Wenn du einen Presseausweis besitzt, bekommst du Zugang zum Pressebereich auf der Messe. Dort triffst du logischerweise auf viele Journalisten. Diese kommen zum Arbeiten dorthin, aber auch zum Ausruhen. Hier kannst du Kontakt aufnehmen. Aber bitte nicht bei der Arbeit stören. Schau, ob du jemanden kennst oder verabrede dich vorher mit der Person.

  1. Vergiss nicht die sozialen Medien

Studien zeigen, dass Journalisten auch soziale Netzwerke, vor allem Facebook, für ihre Recherche nutzen. Auch XING und LinkedIn werden häufig besucht. Wenn du über Social Media mit Journalisten in Kontakt treten möchtest, solltest du durch Folgen / Abonnieren ihrer Profile / Seiten und Kommentieren auf dich aufmerksam machen. Aktiv Kontakt herstellen solltest du auch nur mit einem konkreten Thema. Eine Freundschaftsanfrage bei Facebook ist erstmal tabu.

Andersherum solltest du unbedingt einwilligen, wenn ein Journalist dir eine Kontaktanfrage zusendet. Er hat sich dann bereits die Mühe gemacht, nach dir zu suchen. Es wäre nicht besonders clever, ihn abzulehnen. Denn jetzt hast du gleich wieder einen neuen Anknüpfungspunkt für dein nächstes Telefonat. Einen besseren Weg für einen direkten Kontakt zu Journalisten kann man nicht haben.

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Pressearbeit, die wirklich was bringt – mit Pitch-Mails bei Journalisten punkten

Sie war und ist immer noch das Instrument der Presseagenturen – die Pressemitteilung. Rasch formuliert und schnell rausgeschickt erzeugte sie in den vergangenen Jahren jedoch eine Flut an Meldungen, die für Journalisten zunehmend uninteressant wurden. Mittlerweile raten deshalb PR-Profis in den meisten Fällen von einer Pressemeldung ab.

R.I.P. Pressemitteilung – und was nun?

Wie zieht man aber dann zeitgemäß die Aufmerksamkeit der Presse auf sich? Zunächst einmal heißt es: prüfen und aussortieren. In einigen Fällen lohnt sich eine Pressemitteilung immer noch, aber eben nur in einigen. In ländlichen Bereichen mit arbeitsreichen Lokalredaktionen mag sich mancher Journalist noch sehr über die Arbeitserleichterung freuen. Oder immer dann, wenn die Mitteilung wirklich einen Newsgehalt bietet.
Wenn es doch eine Pressemitteilung sein soll, gibt es folgende Regeln: Bleibe sachlich, wie es ein Journalist tun würde. Werbliche Sprache ist hier fehl am Platz. Wähle eine knackige Überschrift, die zum Lesen verlockt, zähle darunter zunächst alle wichtigen Infos (was, wann, wo) gegliedert auf. Dann erst folgt der ausführlichere Fließtext, idealerweise untermalt durch ein Zitat oder einen Verweis. Zum Schluss werden die Unternehmensdaten informativ zusammenfasst und durch die Kontaktdaten von Ansprechpartnern ergänzt. Die gesamte Pressemitteilung sollte maximal zwei Seiten umfassen. Das Corporate Design gehört nicht in die Mitteilung, Bildmaterial (mit Rechten) für den Journalisten sollte über Links bereitgestellt werden und nicht die Größe der Mail erhöhen.

Der Nachfolger – Pitch-Mails

Der beliebte Ersatz für die Pressemitteilungen sind momentan sogenannte Pitch-Mails, kurze Infomails mit dem Angebot über personalisierte Gespräche und Gastbeiträge an die Journalisten. Der Begriff Pitch wird eigentlich abgeleitet vom englischen Verb „to pitch“ für werfen. In unserem Kontext ist er aber als Wettbewerb oder Kurzvorstellung zu verstehen.

Wie fange ich an?

Wichtig hierfür sind eine gute Recherche und kreative Stories. Finde in deinem Unternehmen Themen und Personen, die etwas Spannendes erzählen können, aus dem sich eine Geschichte stricken ließe. Dann muss noch der passende Journalist bzw. das passende Medium gefunden werden. Nur jemand, zu dessen Berichterstattung der Beitrag passt, wird ihn auch bringen.

Was macht eine gute Pitch-Mail aus?

Ein Pitch ist immer kurz. Daher sollte er in aller Kürze alles Relevante enthalten. Wer, was, warum sind wichtig, ein Bezug zu aktuell debattierten Themen oder ein Verweis auf zusätzliche Fakten ist wünschenswert. Alles Ungewöhnliche punktet oft zusätzlich, weil es sich von der Masse abhebt. Die Kürze bezieht sich dabei auch auf den Mail-Betreff. Er muss ein echter Teaser sein und in den höchstens fünf angezeigten Wörtern einen Journalisten dazu bringen, die Mail zu öffnen.

Wofür du dich auch entscheidest, es wird nicht immer funktionieren. Ob dein Beitrag gebracht und dein Unternehmen erwähnt wird, hängt von vielen Faktoren ab. Wenn du jedoch ehrlich und informativ bleiben und einen Informationsgehalt bieten kannst, wird das früher oder später ein paar Journalisten von deinen Geschichten überzeugen.

Bild K’LeAnn / pexels

Agenda Surfing in der PR – Reite auf der Welle der Trendthemen

In der Pressearbeit und im Content Marketing ist es manchmal ganz schön schwierig, mit den eigenen Themen Gehör zu finden bei den Medien und in der Öffentlichkeit. Niemand interessiert sich für deine Meinung, deine Dienste oder dein Unternehmen. Einfach ist es immer dann, wenn man eine echte News bieten kann, eine echte Innovation oder einen Großauftrag. Ansonsten bleibt dir nur die Möglichkeit, auf öffentlich diskutierte Themen (z. B. Klimaschutz) oder Themen mit hoher Aufmerksamkeit (z. B. Sportereignisse) aufzuspringen und deinen Beitrag als Experte zu leisten. Man nennt sowas Agenda Surfing.

Der Begriff Agenda Surfing stammt ursprünglich aus der Politik- und Medienwissenschaft. Er wird abgeleitet vom Begriff des Agenda Settings.

Agenda Surfing bedeutet, eine bereits bestehende, von anderer Seite gesetzte Agenda, für sich selbst zu nutzen. Die Idee ist, dass man die Aufmerksamkeit eines aktuell relevanten Themas für sich nutzen kann. Wenn die Menschen sowieso schon auf ein bestimmtes Thema eingestellt sind, ist es leichter, hier ihre Aufmerksamkeit zu bekommen.

Wir haben Agenda Surfing in den verschiedensten Ausprägungen bereits häufiger in der PR-Arbeit genutzt.

Beispiel 1: Klimaschutz und Verkehr

Es gibt im Moment wohl kein Thema, das mehr gehypt wird wie der Klimaschutz. Vor allem die Dieselthematik hängt hier unweigerlich dran. Wir haben das Thema KIimaschutz, Staus und Umweltverschmutzung mit dem Thema Coworking verknüpft. Wenn weniger Autos im Stau stehen, wird die Umwelt weniger belastet. Ein Weg, die Leute von der Autobahn zu bekommen, ist, sie in nahe am Wohnort gelegenen Coworking-Spaces arbeiten zu lassen. Hierzu haben wir einen Blogbeitrag verfasst.

Beispiel 2: EuGH Urteil zum Thema Arbeitszeiterfassung

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass Arbeitgeber/Innen die Arbeitszeit ihrer Angestellten lückenlos erfassen müssen. Das Urteil verpflichtet die nationalen Gesetzgeber in der EU nun, die Einhaltung der Arbeitszeit sicherzustellen, indem sie aufgezeichnet wird.

Eine Kundin von uns ist seit Jahren starke Verfechterin des Homeoffice-Konzepts. Hier stellte sich nach dem Urteil sofort die Frage, ob das EuGH-Urteil auch Auswirkungen auf Homeoffice-Arbeitsplätze hat, weil dort die systematische Zeiterfassung problematisch werden könnte. Flux sind wir auf die Agenda aufgesprungen und haben für die Fachpresse ein Experten-Statement veröffentlicht.

Im Übrigen passt das gleiche Thema auch zum Coworking-Thema.

Beispiel 3: Die „WannaCry“-Attacke auf britische Krankenhäuser

Im Mai 2017 befiel die Schadsoftware „WannaCry“ viele britische Krankenhäuser und legte deren komplette IT lahm. Diese Meldung nutzen wir für einen unserer Kunden für ein Statement. Dessen Software sorgt als Cloud-Version unabhängig von der Krankenhaus IT für die zuverlässige Alarmierung und Mobilisierung von Ärzten und Krankenhauspersonal im Notfall.

Wie findet man nun die Trendthemen?

Nun, zu allererst sollte man als Verantwortlicher für Presse- und PR stets die Augen und Ohren offen halten, die Medien und die Internet-News verfolgen. Hier ergeben sich immer wieder aktuelle Themen.

Natürlich sind gewisse Top-Themen schon lange bekannt, z.B. Wahlen, Weltmeisterschaften, Olympische Spiele usw. Hiermit kannst du langfristig planen. Auch die großen Diskussionen etwa über Gleichheit, Sicherheit und Freiheit sind in gewissem Maße planbar.

Dann solltest du die zur Verfügung stehenden Tools wie Google Trends regelmäßig im Blick haben.

Tipp: Die Google Trends kannst du dir tagesaktuell als RSS-Feed in dein Outlook oder auf dein Smartphone liefern lassen.

Auch die Google Alerts liefern dir in der Kategorie News zu bestimmten Suchworten automatisch die neuesten Nachrichten.

Und auch der Trending-Hashtag bei Twitter gibt dir einen Anhaltspunkt für eine Trending-Topic.

Zu guter Letzt kannst du dir wichtige Newsletter der großen Zeitungen oder Newsportale abonnieren.

Vorsicht: Finger weg von allzu kontroversen oder genuin negativen Ereignissen und Diskussionen: Tragödien eignen sich niemals, um Profit daraus zu schlagen und auch wenn Sie sich innerhalb einer stark polarisierten politischen Diskussion positionieren, müssen Sie Gegenwind einkalkulieren.

Fazit

Wenn du gerade kein eigenes Thema hast, dass die nötige Relevanz für eine Berichterstattung in der Presse besitzt, kannst du mit Agenda Surfing auf andere Themen aufspringen und dich auf dieser Welle in die Köpfe bzw. in die Rechner der Journalisten transportieren lassen.

Agenda Surfing ist aufwendig und bedarf eines Gespürs für die richtigen Themen sowie einer gehörigen Portion Einfallsreichtum.

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Presseportal-Report 2019 – Was Online-Presseportale können

Immer wieder berichten wir über die sog. Online-Presseportale. Diese, zum Teil kostenlosen, Presse,- News,- Fach und Themenportale sind heute ein fester Bestandteil der Online-PR bzw. des Online-Marketings. Warum? Darüber haben wir bereits hinlänglich berichtet.
Die Veröffentlichung von PR-Botschaften auf Presseportalen und Online-Medien unterstützt die Reichweite und Sichtbarkeit in den Suchmaschinen. Bei Google und Co. sind Presseportale für Ihre Zielgruppen in der Google Suche und den Google News sichtbar. Auch 67,2 % der Journalisten nutzen Google für den Rechercheeinstieg (Quelle: Journalistische Recherche im Netz

Auf vielen Portalen können Bilder, Links und Videos in die Pressemitteilungen eingebunden werden, um sie nicht nur visuell attraktiver und informativer zu gestalten, sondern auch Direktverlinkungen zurück zur Unternehmenshomepage, zum Blog oder zur Produktseite zu ermöglichen.

Online-Pressemitteilungen sind das ideale Medienformat für die Veröffentlichung auf Presseportalen. Besonders gut funktionieren hilfreiche und nützliche PR-Inhalte, wie beispielsweise Praxisanleitungen, Fallbeispiele, Problemlösungen, Expertentipps, Interviews und Storytelling. So können Sie auch zielgruppenorientierte Nischenthemen im Internet platzieren und sind bei der Veröffentlichung nicht auf Journalisten angewiesen.

Der Dienst PR-Gateway, der mit einem Klick Pressemitteilungen, Event-Ankündigungen und sonstige PR-Texte an mehr als 250 Portale versendet, hat jetzt mit dem Presseportal-Report 2019 eine aktuelle Übersicht mit Daten und Fakten zu den wichtigsten kostenlosen und Premiumportalen veröffentlicht.

Im Presseportal-Report findest du Kennzahlen zu Presseportalen, News-Portalen, Themen- und Branchenportalen, wichtigen Blogs und Magazinen.

Um zu erheben, welche Portale am häufigsten aufgerufen werden, eine hohe Relevanz und umfassende Darstellungsmöglichkeiten für eine News bieten, wurden folgende Kennzahlen für das Ranking erfasst: Link, Bild, Video, Reach pro Monat, Google News und Pressefach.

Das Ranking erfolgte innerhalb einzelner Portalkategorien, es zeigt dabei aber nicht nur, welche allgemeinen Portale besonders gut besucht sind, sondern auch, welche Portale für bestimmte Themenbereiche, wie Business, Lifestyle, Wirtschaft und Technik, besonders geeignet sind.
Darüber hinaus bietet der Presseportal-Report eine Auflistung von Veranstaltungsportalen, Content-Netzwerke und Dokumenten-Verzeichnisse sowie Social Media.

Eine Liste der Premium Fach- und Themenportalen zeigt außerdem, dass es sich lohnen kann, zusätzlich auch kostenpflichtige fach- und zielgruppenspezifische Portale zu nutzen, um die Sichtbarkeit eines Themas noch weiter zu erhöhen.

Nach unseren Berechnungen erreichen Unternehmen beispielsweise mit den Business-Presseportalen (z.B. computerbase.de, internetworld.de, basicthinking.de) rund 112,5 Mio. Nutzer. Bei den Wirtschafts- und Unternehmensportalen (z.B. landespressedienst.de, wirtschaftsnachrichten-online.de und portalderwirtschaft.de) sind es immerhin noch 3,5 Mio. Nutzer. Die Zahlen stammen vom Monitoring-Dienst NewsRadar® X.

Die komplette Liste der Online-Medien findest du u.a. hier https://www.pr-gateway.de/online-medien