Influencer Marketing oder doch lieber Public Relation Marketing

Eins ist klar: Das Internet ist voller Werbung und damit auch voller Firmen, die versuchen, sich selbst oder ihre Produkte sichtbar zu machen. Doch das ist nicht immer einfach, denn klassisches Marketing über Flyer oder Banner rückt immer mehr in den Hintergrund. Auch weil die meisten von uns von solch offensichtlicher Werbung grundgenervt sind.

Influencer Marketing ist gar nicht mehr so neu

Seit einigen Jahren schauen wir uns aber bereitwillig sogenannte Influencer an, die uns Produkte vorstellen und in den meisten Fällen so schmackhaft machen, dass wir nicht selten diese Produkte bestellen. Psychologisch betrachtet sicherlich wahnsinnig spannend, von der Laienseite her ergibt es allerdings durchaus Sinn: Zum einen werden Produkte durch einen Influencer wesentlich intensiver und persönlicher präsentiert, – da kann ein Banner oder ein Flyer gar nicht mithalten. Zum andern ist es meistens so, dass man dem Influencer schon eine Weile folgt und sich eine Beziehung aufgebaut hat (wir haben hier unter anderem darüber berichtet). Und so wundert es nicht, dass man dieser Person mehr Vertrauen entgegenbringt als einem Zettel / Banner. Nochmals erhöht ist das Vertrauen dann, wenn man bereits einmal ein empfohlenes Produkt gekauft und hat und davon begeistert war. Schon verkauft dieses Influencer einem spielend leicht das nächste und nächste […] und nächste Produkt.

Für Firmen haben Influencer viele Vorteile und einen großen Nachteil: Dieser ist schlichtweg das Geld. Denn solche Postings von und mit einem Produkt lassen sich Influencer großzügig bezahlen – und hier ist alles möglich, von 50 bis 500 000 €. Auf dieses Marketingpferdchen zu setzen, geht also ganz schön ins Geld… Die Vorteile sind allerdings nicht von der Hand zu weisen: Man weiß genau WANN, in WELCHEM Rahmen und WO das Produkt beworben wird. Und man hat sogar eine zuverlässige Angabe darüber, wie viele und welche (demografisch) Personen erreicht wurden. Verteilt man noch Promotion Codes, so weiß man sogar, von wem die Kunden kamen…

Zur Planung ist das extrem optimal.

Doch – was ist die Alternative?

Public Relation Marketing hingegen zielt darauf ab, dass sich ein willkürliches Medium für das Produkt entscheidet. Als Firma ‚streut‘ man sein Produkt und wenn ein Redakteur, ein YouTuber oder auch Social Media Guru das Produkt gefällt, so wird er im besten Falle wieder und wieder darüber berichten. Das klingt erst einmal gut, denn die oben erwähnten gekauften Influencer werden nur genau das tun, wofür man sie auch bezahlt, ein Redakteur der ehrlich überzeugt von dem Produkt ist, wird es immer wieder erwähnen. Doch der große Nachteil ist, dass man absolut keinen Einfluss darauf hat, ob das Produkt irgendwo erwähnt wird und auch auf den Umfang, Ort, Zeit und Zielgruppe hat man keinen Einfluss.

Man hat zwar im Verhältnis recht niedrige Anfangskosten, doch was, wenn niemand das Produkt erwähnt? Dann bleibt man auf den Kosten sitzen, hat aber keinen Marketing Output. Oder was, wenn das Produkt zwar erwähnt wird, aber nicht auf die Art und Weise, wie man sich das vorstellt (beispielsweise kritisch)? Dann hat man unter Umständen sogar negative PR, auf die man ebenfalls keinen Einfluss hat.

Public Relation Marketing ist also ein riskantes Pferdchen, auf das man setzen kann, Influencer Marketing, das teure, aber sicherere.

Doch was wählt man nun am besten?

Letztlich hängt es stark vom Produkttyp ab, was man genau als Werbestrategie wählt. Hier am Beispiel „Corona Schutzprodukte“: von vielen gebrauchte Produkte wie Corona-Selbsttest verkaufen sich schon als kleiner Banner am Rande einer Webseite, sichere und seriöse Produkte wie die Schutzmasken von Livinguard eignen sich bestens für Public Relation Marketing und eher unsichere Dinge oder absolute Neuheiten wie eine Mundspülung gegen Corona verkaufen Influencer besser als irgendein anderes Medium.

Jede Firma muss also für sich entscheiden, für welche Marketing- und Werbestrategie sie setzt. Eins ist aber klar: Ohne Geld in die Hand zu nehmen, funktioniert Werbung nicht.

Wie du WhatsApp für dein Unternehmen nutzen kannst

Die aktuelle Situation rund um Corona hat gezeigt, wie wichtig es für alle Arten von Unternehmen ist, mit den Kunden in Kontakt zu bleiben – auch wenn man komplett geschlossen hat oder nur einen Bestell- und Abholservice anbieten darf. Die sozialen Medien haben hier einen wertvollen Beitrag geleistet in der Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden. Heute soll es aber nicht um Facebook, Instagram, Twitter, LinkedIn & Co. gehen, sondern um weltweit meistgenutzten Messenger-Dienst WhatsApp. Derzeit verzeichnet die Plattform rund 500 Millionen monatlich aktive Nutzer. Wen wundert‘s, denn WhatsApp durchzieht von morgens bis nachts unseren Alltag bei der Kommunikation mit Freuden, Partner, Familienmitgliedern, Nachbarn, Bekannten usw.

Einige Unternehmen haben längst erkannt, dass man über WhatsApp sehr praktikabel mit Kunden kommunizieren kann – sofern man einige datenschutzrechtliche Aspekte berücksichtigt und Maßnahmen ergreift.

Vorteile von WhatsApp als Kommunikationskanal

  • Geringe Kosten
    Ein Beispiel – zur Erstellung eines WhatsApp-Accounts benötigt man lediglich ein Smartphone und eine einfache Prepaid SIM-Karte, welche man schon für 15 Euro im nächsten Kiosk bekommt.
  • Unkomplizierte Kontaktaufnahme
    Kunden können problemlos mit Deinem Unternehmen in Kontakt treten und ihr Anliegen beschreiben oder einfach ein Foto vom Problem schicken.
  • Einfache Anwendung
    Durch die Verwendung der WhatsApp Desktop-App können Nachrichten einfach am PC beantwortet werden. Außerdem können Dateien wie zum Beispiel Flyer oder Preislisten im PDF Format verschickt werden.
  • Zeitersparnis
    Die Verwendung von WhatsApp ist nicht nur einfach, sondern auch schnell. So kann man anstelle einer ausgetippten Adresse einfach seinen Standort schicken, den der Kunde mithilfe seiner Navigations-App unkompliziert erreicht. Man erspart sich zudem lange Telefongespräche und kann einen Termin einfach vorschlagen und absprechen.

WhatsApp Business statt WhatsApp

WhatsApp Business wurde speziell für Kleinunternehmen entwickelt und ist ebenso wie die Ursprungs-App vollkommen kostenlos. Mithilfe der App kannst du ganz bequem mit deinen Kunden in Kontakt treten, deine Produkte und Dienstleistungen vorstellen und Fragen während des gesamten Einkaufserlebnisses beantworten. WhatsApp Business bietet dir dementsprechend ganz spezielle Funktionen, die das normale WhatsApp nicht hat.

  • Unternehmensprofil
    Erstelle ein Unternehmensprofil mit nützlichen Informationen für deine Kunden wie Adresse, Beschreibung des Unternehmens, E-Mail-Adresse und Webseite. Hier kannst du auch z. B. dein Firmenlogo hochladen, damit deine Kunden sofort wissen, dass es sich um ein Firmenprofil handelt.
  • Schnellantworten
    Mithilfe von Schnellantworten kannst du oft gesendete Nachrichten speichern und wiederverwenden, um häufig gestellte Fragen im Handumdrehen zu beantworten.
  • Labels
    Organisiere deine Kontakte oder Chats bequem mithilfe von Labels – so lassen sie sich leichter wiederfinden.
  • Automatisierte Nachrichten
    Richte eine Abwesenheitsnachricht ein, damit deine Kunden Bescheid wissen, wann sie eine Antwort von dir erwarten können. Du kannst auch eine Begrüßungsnachricht erstellen, mit der du Kunden bei deinem Unternehmen willkommen heißt.
  • Dokumente teilen
    Du kannst ohne umständliche Umwege über E-Mails oder File-Sharing-Apps Dokumente (PDFs, Tabellen, Präsentationen) mit einer Größe von bis zu 100 MB einfach und direkt an den gewünschten Empfänger weiterleiten.
  • Festnetznummer
    Du kannst dein WhatsApp Business mit deiner geschäftlichen Festnetznummer betreiben. Die Kunden können diese Nummer in ihren Kontakten speichern und dich dann per WhatsApp Business kontaktieren.

Mache die Kunden auf deinen WhatsApp-Kanal aufmerksam

Wenn du WhatsApp als Kommunikationskanal nutzen möchtest, musst du deine Kunden natürlich an allen erdenklichen Stellen – online wie offline – auf die Möglichkeit hinweisen. Facebook zum Beispiel hilft dir dabei, WhatsApp als bevorzugten Kanal für Anfragen einzurichten. Du kannst beispielsweise mithilfe von WhatsApp (Business) einen QR-Code generieren, den du ausdrucken und im Geschäft / Restaurant aufhängen oder über alle Kanäle verteilen kannst. Auch auf deiner Firmenwebseite kannst du auf den Kanal für Fragen oder Bestellungen hinweisen.

Konkrete Anwendungsbeispiele

Im Folgenden wollen wir dir einige Ideen und Anwendungsbeispiele zeigen, wie du WhatsApp in deine Kundenkommunikation einbinden kannst.

WhatsApp kannst du überall dort einsetzen, wo deine Kunden mit dir und deinem Unternehmen schnell und einfach in Kontakt treten sollen. Zugegeben, jemand muss den Kanal regelmäßig im Auge halten, um schnell antworten zu können, aber das lässt sich meistens organisieren.

Termine vereinbaren

Ein Friseur oder eine Arztpraxis könnte über WhatsApp Termine vereinbaren. Das Gleiche gilt für Restaurants (wenn wieder offen), bei denen man darüber einen Tisch reservieren kann.

Bestellungen aufnehmen

Genauso kannst du – gerade in Zeiten von Click & Collect – per WhatsApp Bestellungen für dein Restaurant aufnehmen oder Warenbestellungen für deinen Laden empfangen.

Feedback-Kanal

WhatsApp eignet sich umgekehrt auch super, um deine Kunden z. B. über den Status eines Auftrags oder einer Dienstleistung zu informieren. Angefangen von der Werkstatt über die Reinigung bis zum Optiker, der eine Brille fertigt.

Online-Shopping im Laden

Die allermeisten Einzelhändler standen in Zeiten des Lockdowns vor der Situation, keine Ware mehr präsentieren zu können, wenn man keinen Online-Shop hatte. Hier können Kanäle wie WhatsApp und andere Plattformen über man Video-Telefonie durchführen kann, helfen. Der Kunde ruft eine Mobilnummer an und wird kurze Zeit später vom freundlichen Personal per Video zurückgerufen. Die Verkäuferin geht dann gemeinsam mit dem Kunden durch den Laden und zeigt die Ware. Nicht ideal, aber es funktioniert. Man kann sogar eine Festnetznummer angeben, unter der die Kunden anrufen sollen. Wie bereits erklärt, funktioniert WhatsApp Business auch mit Festnetznummern auf dem Smartphone.

Wochenangebote per WhatsApp

Einen anderen Weg des „Online“-Shoppings geht z. B. die Fleischerei Stroh. Hier kann man schnell und einfach einer WhatsApp-Gruppe beitreten und von da an jede Woche die aktuellen Angebote empfangen.

Bevor du aber loslegst, hier sind ein paar

Tipps zur Verwendung von WhatsApp

WhatsApp auf dem Desktop

Seit einiger Zeit gibt es für Windows und MacOS eine WhatsApp-Desktop-Anwendung, mit der du auf dem Desktop statt auf dem Smartphone WhatsApp bedienen kannst. Du musst die Anwendung auf dem Rechner installieren und dann mithilfe der Smartphone-App verknüpfen.

Trenne Privates von Geschäftlichem

Kein Kunde möchte Dein Profilbild vom letzten Strandurlaub sehen und genauso wenig möchtest du um 3 Uhr nachts eine Kundennachricht beantworten. Deshalb gilt: keine Privatnummer für den geschäftlichen WhatsApp-Verkehr verwenden. Nutze einfach für den geschäftlichen Gebrauch entweder ein eigenes Smartphone mit geschäftlicher Nummer oder WhatsApp Business.

Keine Anrufe annehmen
WhatsApp nur als Chat zu nutzen, macht einiges leichter. So werden die Leitungen nicht durch Anrufe blockiert und die Anfragen können ohne Unterbrechung eine nach der anderen bearbeitet werden. Sollte ein Kunde dennoch anrufen, antworte darauf einfach mit einer vordefinierten Nachricht, in der auf die Büro-Telefonnummer verwiesen wird.

Datenschutz

WhatsApp hat gerade mit der Aktualisierung der AGB für erneute Aufregung gesorgt. Die Daten der WhatsApp-Nutzer sollen dem Mutterkonzern Facebook zur Verfügung gestellt werden. Letztendlich muss jeder für sich entscheiden, ob er diesen Deal „Daten gegen kostenlose Nutzung“ eingehen mag. Wer die Vorteile der App nutzen möchte, muss den Bestimmungen zustimmen. Letztendlich ist immer die Frage, was man wirklich preis gibt. Und datenschutzrechtlich ist die Nutzung dann kein Problem, wenn nur Kontakte enthalten sind, die selbst auch WhatsApp nutzen. Denn jeder, der die App nutzt, hat den Datenschutzbestimmungen zugestimmt. Du solltest also darauf achten, dass du auf dem Diensthandy keine privaten Kontakte verknüpft und importiert hast.

Studie zum Content Marketing: Fehlende Ideen und Ressourcen sind das Problem

Jeder, der sich mit der Erstellung von Content für die diversen Social-Media-Kanäle beschäftigt, weiß: Das ist alles andere als „easy“ und „mal so nebenher“ erledigt. Und das, obwohl es für den Nutzer häufig so aussieht.

Mal eben eine Kaffeetasse fotografieren ist keine Kunst? Haben Sie das schon einmal bei Regenwetter und miesem Licht getan? Ein betrübliches Bild einer Kaffeetasse erweckt bei den wenigsten den Wunsch, sich ebenfalls eine Tasse Kaffee zu machen und sich motiviert an die Arbeit zu begeben, sondern eher den Wunsch, sich wieder ins Bett zu verkriechen. Aber besonders Videomaterial ist extrem aufwendig zu kreieren. Und dann möchte man natürlich auch etwas Individuelles produzieren – und schon ist ein Tag rum.

Eine neue Studie der contentbird GmbH hat das Thema Content Marketing im Jahr 2021 beleuchtet und Marketing-Verantwortliche befragt, welche Bedeutung Content Marketing für sie hat. Und – ehrlicherweise wenig überraschend – hat Content Marketing zu Corona Zeiten enorm an Bedeutung gewonnen. Denn natürlich erreicht man seine (potenziellen) Kunden aktuell am besten digital. Doch mit der Steigerung an Bedeutung ist auch die Schwierigkeit der Content Produktion stärker in den Fokus gerutscht. Zwar geben nur 6,8 Prozent der 238 Marketing-Verantwortlichen an, dass es ihnen an Ideen fehlt, doch sind es fast 20 Prozent, die angeben, dass es schwierig ist, Ideen zu finden, die wirklich Potenzial haben (und auch individuell sind und nicht nur die Nachahmung der Konkurrenz).

Problem: fehlende Ressourcen

Das größte und bedeutendste Problem (mit 53,4 Prozent) jedoch stellen die fehlenden Ressourcen und mangelnde Personalsituation dar. Denn wie eingangs erwähnt kreiert sich Content leider nicht von allein – auch bei Firmen, die eigentlich ausreichend Material produzieren (z. B. Handwerksberufe). Dennoch muss es jemanden geben, der mit ein wenig Geschick Fotos und Videos dreht, jemand der diese sichtet und entsprechend aufarbeitet und dann online stellt (und das mit System).

Immer noch falsche Erwartungen an Messbarkeit

In den Köpfen vieler steht übrigens immer noch die „Nutzen / Kosten Sache“ ganz weit oben (29,1 Prozent). Hier versuchen alteingesessene Marketing-Verantwortliche immer noch mit klassischen Mitteln zu messen, wie sinnvoll Postings etc. sind. Doch leider ist das nicht (mehr) so einfach. Denn Social-Media und der kreierte Content lassen sich nicht direkt an den Verkaufszahlen messen oder gehen 1 zu 1 mit gesteigerten Einnahmen einher. Insbesondere nicht zu Beginn (und hier sprechen wir nicht von ein paar Monaten, sondern eher von einem Jahr!). Kürzlich hörte ich den Vergleich mit einer Zeitungsanzeige. Denn ehrlich: Hier lässt sich auch nicht messen, wie viele Personen diese gesehen haben und daraufhin etwas gekauft haben o. ä. Natürlich kann man versuchen, mittels Gutscheinen oder Ähnlichem zu messen, woher der Kunde kommt. Doch gerade im Online-Geschäft ist die Verteilung von Gutscheinen gar nicht mehr unbedingt nachvollziehbar, werden sie doch über Freunde / Foren getauscht.

Wenige nutzen Content-Marketing

Und obwohl Content-Marketing in Deutschland durchaus an Fahrt aufnimmt, sind es aktuell nur 38 Prozent der Firmen, die Content-Marketing nutzen. 64,3 Prozent der Marketing-Verantwortlichen gaben an, dass sie als nächsten Schritt Prozesse zur Content-Marketing-Erstellung aufstellen wollen. Unter denen, die Content-Marketing bereits nutzen, gaben aber 43,1 Prozent an, dass Content-Marketing gleich wichtig ist, 40,8 Prozent, dass Content-Marketing wichtiger und nur 16,2 Prozent, dass Content-Marketing weniger wichtig geworden ist im Vergleich zu anderen Marketing-Maßnahmen.

Die Zukunft des Marketings liegt auf jeden Fall in großen Teilen im digitalen Bereich und sollte ernst genommen werden. Und noch ein Tipp: Bevor man startet, sollte man sich überlegen, wer dafür zuständig ist, dann Content-Marketing bedeutet eine Menge Arbeit. Und wir alle wissen, dass schlecht gemachtes Marketing (ganz egal wo) nicht rentabel ist.

Balkendiagramme, die um die Wette laufen

Kennzahlen (sog. KPIs) sind ein wichtiger Baustein für ein erfolgreiches Marketing. Im Social-Media-Marketing gibt es eine Reihe solcher Kennzahlen, einige weniger aussagekräftig (z.B. die Zahl der Fans, Abonnenten und Follower), andere aussagekräftiger (z.B. das Engagement der eigenen Fans und Follower). Einige Kennzahlen lassen sich hier sogar mit dem Wettbewerb vergleichen. Hierzu gibt es effektive Werkzeuge wie Fanpage Karma.

Die Macher dieser Plattform haben nun eine eher witzige Form des Datenvergleichs veröffentlicht: Das sog. Bar-Chart-Race. Es handelt sich um eine Visualisierung bestimmter Daten wie die Zahl der Tweets oder Abonnenten bei Twitter, Facebook, Instagram oder YouTube. Die verschiedenen zu vergleichenden Profile / Accounts treten dabei in einem Wettrennen gegeneinander an.

Bar-Chart-Race ist kostenlos. Ihr müsst euch aber mit einem Facebook-Account bei Fanpage Karma anmelden und eine Datenschutzvereinbarung unterschreiben. Wer neu ist bei Fanpage Karma, kann anschließend drei Monate lang kostenfrei die Gold-Version nutzen; danach wird automatisch zur Free-Version gewechselt. Ihr müsst euch also nicht um eine eventuelle Kostenfalle sorgen.

Nach der Anmeldung kann man das witzige Wettrennen der Profile oder Konten nutzen.

Wir haben zum Test die Twitter-Profile einer deutschen Politiker gegeneinander laufen lassen.

Quelle Fanpage Karma / Bar Chart Race

 

Dass das Wettrennen auch mit Instagram funktioniert, zeigt das zweite Bild. Hier haben wir die drei großen Marken im Markt für Sportschuhe, Adidas, Puma und Nike gegeneinander laufen lassen. Das Video dazu findet ihr bei uns auf Instagram und Facebook.

Quelle Fanpage Karma / Bar Chart Race

Fanpage Karma bietet außerdem einen kostenlosen Zweikampf von Facebook-Seiten an. Unter https://www.fanpagekarma.com/vs könnt ihr zwei beliebige Seitennamen (oder Seiten-IDs) eingeben und sehen, wie sich die beiden Gegner so schlagen. Hierbei werden neben der Fanzahl auch das Fanwachstum, das Engagement und die Post-Interaktion sowie der Service-Level der Seite verglichen.

Auch hierfür haben in die beiden großen Kontrahenten Adidas und Puma zum Test in den Zweikampf geschickt. So sieht das aus:

Quelle Fanpage Karma

Natürlich könnt ihr hier auch eure Seite und die Seite eures stärksten Wettbewerbers vergleichen.

Dieser Vergleich funktioniert übrigens ohne Anmeldung bei Fanpage Karma. Wer aber dann mehr wissen möchte über die Seiten, muss wiederum ein Konto besitzen.

Solche Vergleiche sind selbstverständlich wenig aussagekräftig, vor allem die Wettrennen haben eher einen Unterhaltungsfaktor als einen Mehrwert. Die Plattform Fanpage Karma möchte damit vielmehr darauf aufmerksam machen, was man damit alles tun kann. Und das kann sich sehen lassen – leider gegen saftige Gebühren.

Fraggles oder: Nein, wir sprechen hier nicht von Puppen

Bei der Besprechung der Inhalte des Blogs, meinten meine Kollegen beim Stichwort „Fraggles“, dass sie da unweigerlich an Puppen denken mussten. Mir sagte das nichts, aber tatsächlich: einer der ersten Treffer bei Google ist der Eintrag zu einer Kindersendung, die vom 10. Januar 1983 bis zum 30. März 1987 ausgestrahlt wurde. Ein weiterer Treffer definiert das Wort als „The name of a very strange animal that likes to sing and dance a lot!“. Aber über diese Fraggles geht der Artikel natürlich nicht. Wir wollen heute über „Google Fraggles“ sprechen.

Und damit die Puppen jetzt einmal aus den Köpfen verschwinden: Der Begriff Fraggles (Google) wurde von der US-SEO-Expertin Cindy Crum erfunden und kommt durch das Zusammenführen der Worte „Fragment“ und „Handle“ zustande.

Hiermit sind nämlich diese praktischen kleinen Antworten gemeint, die es seit einiger Zeit bei vielen Einträgen gibt. Sprich: Man muss gar nicht mehr auf eine URL klicken, um seine Antwort zu erhalten, Google zeigt eine Kurzversion direkt bei der Suchseite an. Und mal ehrlich: in den allermeisten Fällen genügt diese Antwort bereits.

Damit wandelt sich die Suchmaschine irgendwie in eine Antwortmaschine – oder? Realisiert wird das Ganze durch Snippets, Boxen und Widgets, welche auf der ersten Seite der Suchergebnisse eingeblendet werden, also die Ergebnisse unglaublich benutzerfreundlich dargestellt. Die weiterführenden Webseiten fungieren nunmehr als zusätzliche Quelle.

In Zeiten, wo Suchanfragen oftmals via Smartphone gestellt werden und Voice Search sowie digitale Sprachassistenten auf dem Vormarsch sind, werden die klassischen Suchanfragen mit und mit abgelöst. Schon jetzt sind circa die Hälfte der Suchanfragen „Zero-Click-Searches“, die nicht zu einem Klick auf eine externe Website führen. Die Nutzer werden also innerhalb der SERP (Search Engine Result Pages, deutsch: Suchergebnisseiten). fündig und sehen keine Notwendigkeit für einen weiteren Klick auf eine externe URL. (Laut diverser Studien zwischen 2016 und 2018 von 40 Prozent auf rund 29 Prozent!)

Der Albtraum für SEO?

Und nun wird es dem ein oder andern SEO-Experten sicherlich übel, denn wenn die organischen Ergebnis-URLs künftig gar keine große Rolle mehr spielen, wie holt man nun Kunden auf die eigene Webseite? Langfristig wird man sich wohl nach neuen Wegen umsehen müssen, aber kurz- und mittelfristig gibt es Möglichkeiten.

Dazu muss man wissen, dass sich die Fraggles aus mehreren Arten zusammenbauen: Featured Snippets und Direct Answers.

Bei den Featured Snippets bedient sich Google externer URLs. Daher sollte alles darangesetzt werden, auf der eigenen Webseite strukturierte Daten zu nutzen und die Nutzerintention zu ermitteln. Außerdem und ganz wichtig: Der Fokus sollte auf mobiles Content-Design gesetzt werden. So ist die Chance groß, dass Google genau diese Anzeige für die Featured Snippets verwendet.

Anders sieht es bei den Direct Answers aus. Hier verwendet Google die eigenen Datenquellen.

Im Bild sieht man vier Beispiele, die zeigen, dass zwar sehr viele, aber noch nicht alle Suchbegriffe die kompletten Fraggles auslösen. Bei der Suche nach „Telefon“ erscheinen Angebote, bei der Suche nach „Notebook“ erscheinen nur Fragen (Direct Answers), aber keine Featured Snippets. 

Noch wichtiger als Keywords sind also die Inhalte geworden, denn auch Google gibt an, dass man auf externe Quellen (Ausnahme die Direct Answers) angewiesen ist. Daher auch der Appell an die Webseitenbetreiber: Passt eure Inhalte besonders in der Präsentationsform den Ansprüchen von Google an. So kann man als Unternehmen der Suchmaschine Google die wichtigen Informationen liefern und rückt damit auch in den Fokus der User.

Übrigens: Google Fraggles gehören laut der Social-Media-Studie von Blog2Social zu den Most Talented. 

Vertiefende Infos findet ihr z.B. bei t3n

Social-Media 2021 – Die Zukunftsthemen Teil 2: Most Talented

Wie ihr wisst, teilt man die Zukunftsthemen bei Social Media in zwei Typen ein: Rising Stars und Most Talented.

Über die Rising Stars haben wir letzte Woche bereits berichtet, doch nun widmen wir uns der kleinen Schwester: den Most Talented Topics 2021.

Themen, die dieser Kategorie zugeteilt werden, stehen noch am Anfang ihrer Karriere: Grundsätzlich haben sie ein hohes Potenzial – doch sind sie noch lange nicht so „berühmt“ wie ihre große Schwester „Rising Star“. Das macht es für Content-Experten zum Glückspiel auf sie zu setzen, weiß man nicht, ob sie von anderen Themen verdrängt werden. Jedoch eins sollte man tatsächlich tun: Die Most Talented 2021 im Blick halten.

Doch was ist so ein „Most Talented“?

Ein großer Begriff ist Femtech! Doch was versteckt sich hinter Femtech?

Im Grunde geht es um gesundheitsrelevante Technologien – speziell für Frauen. Was irgendwie als „längst klar“ klingt, entpuppte sich bis kürzlich tatsächlich als kaum existent. Zwar gibt es viele gesundheitsunterstützende Technologien für Menschen – ganz klar – aber speziell für die Bedürfnisse von Frauen kaum welche. Im Zuge von der nun auch gesetzlich verankerten Frauenquote nimmt auch das Thema Femtech an Fahrt auf und mittlerweile gibt es immer mehr Unternehmen, die sich darauf spezialisiert haben.

Das Thema hat also definitiv Potenzial, die kommenden Jahre vorne mitzuspielen und sollte daher gut beobachtet werden.

Noch einmal zur Erinnerung

Wenn ein Thema besonders viele Branchen, Märkte oder Menschen betrifft, dann hat es per se eine potenziell hohe Zuhörerschaft. Gleiches gilt, wenn es nicht nur technisch, sondern auch politisch relevant ist.

Spätestens dann hat es ein hohes Trendpotenzial und somit eine hohe Chance, zu einer medialen Awareness zu gelangen. Wenn es diese dann behält und keine „Eintagsfliege“ bleibt, so ist es auf dem Weg ein neues Rising-Star Thema zu werden.

Übrigens: Zu den weiteren entdeckten Talenten gehören die Themen Psychological Safety, Splinternet/ Balkanisierung des Internets, Naturkapital und Google Fraggles.

Was das genau bedeutet, das könnt ihr in der Social Media-Studie 2021 von Blog2Social und Adenion nachlesen.

 

Social-Media 2021 – Die Zukunftsthemen Teil 1: Rising Stars

Wie schon im ersten Beitrag zum Thema Social Media 2021 angekündigt, wollen wir noch etwas näher auf die Zukunftsthemen bei Social Media eingehen. Here it is.

Bei unserer Planung war klar, dass wir mehrfach auf Social Media im Jahr 2021 eingehen werden, doch waren wir nicht ganz sicher, ob die beiden Beitragstypen je einen eigenen Beitrag verdienen. Nun, wir haben uns dafür entschieden, um euch zum einen möglichst alles zu erzählen, zum anderen aber auch, um klar die Grenzen zu setzen. In dem Sinne: Los gehts!

Die Zukunftsthemen teilt man in zwei Typen ein: Rising Stars und Most Talented.

Zu den Rising Stars gehören Topics, die sich schon länger in den sozialen Medien halten. Wer mitsprechen möchte, muss diese Themen definitiv im Blick haben. Hier sind einige Beispiele aus den Bereichen Consumer & Culture (Slow Fashion, Deepfake, Femtech), Work (Digitalnomaden, Workation und Telemigration, Working-out-loud (WoL), Job Crafting, Psychological Safety), Web & Digitalisierung (Virtual Reality (VR), Digitale Zwillinge, Splinternet oder Balkanisierung des Internets) und Business & Finance (Predictive Analytics, Der Robo-Advisor, Nudging).

Die Erklärung dieser Zukunftsthemen haben die Kollegen*innen von Blog2Social in der Studie „Social Media 2021“ übernommen. Deshalb verzichten wir an dieser Stelle darauf. Nur so viel sei verraten: Die Themen der Rising Stars sind teilweise echt abgefahren.

Wir wollen vielmehr an dieser Stelle den Gedanken der Rising Stars am Beispiel „Corona“ erklären.

Corona ist leider ein Thema, das seit Monaten funktioniert: egal, ob man es mit einem Bezug zum Homeoffice (#homeoffice #corona) oder zur Digitalisierung (#digitalisierung #corona) oder zur Mode (#homeshopping #corona #homewear) oder zu Finanzen (#coronahilfen) nutzt, wer einen aktuellen und schon fast „must have“ Themenbezug und passenden Hashtag sucht, der kommt um das Thema Corona nicht herum. Und kann darauf aktuell auch fast jedes Posting beziehen. Man sieht es überall und durch nahezu alle Kanäle. Und ein Ende ist irgendwie auch nicht in Sicht…

Und damit erfüllt es einen wichtigen Punkt, um überhaupt in die Riege der „Zukunftsthemen“ aufgenommen zu werden: Es betrifft nahezu alle Branchen, Märkte und Menschen. Themen, die unter die Kategorie Rising Stars fallen, haben also eine mediale Awareness (Aufmerksamkeit) und sind längst kein Hype-Thema oder eine „Eintagsfliege“ mehr. Für Content-Experten bedeuten diese Rising-Star-Themen daher einen „Call-to-action“.

Zugegeben ist Corona ein Thema, das den Leuten draußen echt auf die Nerven geht. Es war auch nur als Beispiel gedacht. Wir hätten auch Donald Trump nehmen können, aber das ist für viele noch schlimmer.

Die oben genannten Rising Stars haben alle das Zeug dazu, eine dauerhafte mediale Aufmerksamkeit zu bekommen.

Im nächsten Artikel erklären wir euch, was es mit den Most Talented unter den Zukunftsthemen auf sich hat. Bis dahin… viel Spaß beim Posten!

Social Media 2021 – Was sind die Trending Topics?

Wenn man sich umhört, so scheint das Jahr 2020 die meisten Menschen einen Quantensprung in der Digitalisierung vorangetrieben zu haben. (Ur-)Omas und Opas chatten per Video mit den (Ur-)Enkeln und selbst das vermeintlich biederste Unternehmen trifft sich nun in virtuellen Meetingsrooms. Das belegen zahlreiche Studien. Und auch in der Welt der sozialen Medien hat es einen gigantischen Aufschwung gegeben – nicht verwunderlich in Zeiten des „Social Distancing“ (453 Millionen neue Social-Media-Nutzer sind in der Zeit von 10/2019  bis 10/2020 dazugekommen).

Wenn man als Firma nicht schon die letzten Jahre auf Social Media gesetzt hat, so sollte man es spätestens jetzt tun, denn ganz klar: Dort tummeln sich schon lange nicht mehr nur Jugendliche und Nerds!

Doch was genau kommt denn 2021 auf uns zu?

Das hat die Adenion GmbH in Zusammenarbeit mit pressrelations in einer neuen Studie nun bekanntgegeben. Und da müssen wir natürlich zwei Begriffe nennen, die unmittelbar mit Social Media verbunden sind: Die Rising Stars 2021 und die Most Talented 2021.

Zu ersterem Stichwort gehören Topics, die sich schon länger in den sozialen Medien halten und längst mehr als Eintagsfliegen sind. Wer mitsprechen möchte, sollte diese Themen definitiv im Blick haben. Beispiele dafür sind Themen aus den Bereichen Consumer & Culture (Slow Fashion, Deepfake, Femtech), Work (Digitalnomaden, Workation und Telemigration, Working-out-loud (WoL), Job Crafting, Psychological Safety), Web & Digitalisierung (Virtual Reality (VR), Digitale Zwillinge, Splinternet oder Balkanisierung des Internets) und Business & Finance (Predictive Analytics, Der Robo-Advisor, Nudging).

Unter Most Talented kann man die kleinen Geschwister der Rising Stars verstehen: Diese Themen haben ein großes Potenzial, ebenfalls in aller Munde zu sein, sind es aber (noch) nicht. Daher auch die Gefahr, dass sie doch nicht zu Trending Topics heranwachsen. Hierzu gehören Themen aus den Bereichen Web & Digitalisierung (Splinternet/ Balkanisierung des Internets), Business & Finance (Predictive Analytics, Der Robo-Advisor, Nudging, Naturkapital) und als besonderer Tipp vom Herausgeber der Studie Google Fraggles.

Ein weiterer und immer relevanter werdender Punkt ist die Frage nach dem WANN. WANN sollte man posten, damit man die meisten Personen erreicht. Denn bei der Vielzahl von Postings besteht die Gefahr, dass die eigenen Beiträge schnell in der Masse verschwinden. Auch hier schlüsselt die Studie (nach sozialem Netzwerk) auf, wann man posten sollte. Dabei gilt die Lebenszeit eines Posts zu beachten (manche Kanäle lassen Beiträge „für immer“ leben, andere sind nach einiger Zeit verschwunden).

Hashtags werden uns auch 2021 begleiten und sollten bedacht gewählt werden (achtet auch hier auf die Unterschiede der Netzwerke!).

Der nächste Punkt ist die Optik: da die vielen Netzwerke immer mehr auf Bild und Video setzen, sollten die Bilder und Videos möglichst perfekt sein und ein einheitliches Design haben. Besonders bei Instagram wirkt der Feed somit hochwertig, professionell und aufgeräumt.

Doch das Wichtigste ist und bleibt: Postet regelmäßig, postet sinnvollen Content und bleibt mit euren Followern im Gespräch. Auch und besonders zu Pandemiezeiten eröffnen die sozialen Medien einen hohen Nutzen für Unternehmen. Nicht nur, um die sich aktuell ständig ändernden Regeln zu kommunizieren, auch um die Kunden an sich zu binden und für Problemlösungen (z. B. bei einer Reklamation) schnell und direkt ansprechbar zu sein.

Übrigens: Wenn ihr jetzt mehr Details erwartet habt, die kommen in den nächsten Wochen hier bei uns.

Bis dahin wünschen wir „schönes Posten“ 😉

Social Selling oder: Eine stabile Beziehung ist alles

Wir haben schon das ein oder andere Mal über soziale Medien und deren Nutzen und Sinnhaftigkeit gesprochen. Wir haben definiert, dass es sich damit tatsächlich um den Aufbau einer Beziehung zwischen Käufer und Verkäufer handelt und dass durch das „Vertrauensverhältnis“, das mit der Zeit entsteht, eine konstante Geschäftsbeziehung zustande kommen kann.

Social Selling kommt dem nahe. Denn anders als bei vielen aggressiven „Hallo, möchten Sie meine Ware kaufen?“ Nachrichten, die oftmals von Facebook, LinkedIn, Pinterest, Twitter und XING versendet werden, geht es bei Social Selling nicht primär um das „Selling“. Ich persönlich lösche diese Art von Nachrichten in den meisten Fällen, weil sie für mich ebenso aufdringlich sind wie Werbeanrufe oder massenweise Flyer im Briefkasten.

Doch was genau unterscheidet Social Selling nun von regulärer Social-Media-Aktivität?

Zunächst einmal liegt der primäre Fokus bei Social-Media-Marketing auf der Generierung von Reichweite und dem Erreichen von möglichst vielen Nutzern. Social-Media-Marketing für sich gestellt ist Aufgabe des Marketings. Beim Social Selling liegt der primäre Fokus auf dem Aufbau einer Beziehung. Hier muss der Vertrieb ran – denn er soll den direkten Kontakt zu seiner Zielgruppe suchen und festigen. Das geht durch das Teilen von Nachrichten oder durch das Nennen der jeweiligen Person. Denn das Ziel ist klar: Leads sollen generiert werden und das Customer-Relationship-Management soll vorangetrieben werden. Während das Social-Media-Marketing rein online stattfindet, kann das Social Selling auch durchaus in Teilen offline betrieben werden.

Wichtig ist also, dass man den Fokus auf die Stärkung der Beziehung legt und auf den Verkauf von Produkten (was natürlich dennoch der tieferliegende Grund ist). Aber der Kunde soll sich sicher und kompetent betreut fühlen und auch über den Kauf einen Nutzen aus der Beziehung ziehen können.

Ein guter Vorsatz für das neue Jahr wäre es also, mehr den Fokus auf die Beziehung und weniger auf den Verkauf zu legen, oder? Denn irgendwie haben wir alle doch diese ständigen „Marktschreier“ Nachrichten satt.

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6 wirklich gute Gründe für eine Markenbotschafter-Strategie

Wir werden immer wieder gefragt, ob man es zulassen soll, dass Mitarbeiter*innen die Postings in den Firmenaufritten privat teilen und damit weiter verbreiten. Die Antwort:  klar, warum nicht? Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Mitarbeiter*innen sind wertvolle Markenbotschafter für dein Unternehmen. Sie verfügen in der Regel über ein großes Netzwerk (online und offline). In diesem Kontext hat das Wort „Markenbotschafter“ erstmal nichts mit „Influencern“ zu tun, die mit einer gigantischen Sichtbarkeit und einer riesigen Community in sozialen Medien andere Menschen beeinflussen. Eine Wirkung besitzen aber auch deine Mitarbeiter*innen, denn sie teilen Informationen, die sie selbst für teilenswert und empfehlenswert halten. Die soziale Bindung zwischen Menschen, die in Social Media lebt und abgebildet wird, führt zu einer hohen Glaubwürdigkeit innerhalb des eigenen Netzwerks. Insofern sind deine Mitarbeiter*innen auch „Influencer“.

Allerdings solltest du vorher ein paar Dinge klären.

  1. Freiwilligkeit

Es versteht sich eigentlich von selbst, dass die Mitarbeiter*innen die Postings nur freiwillig privat teilen, d.h. der Arbeitgeber kein Anrecht darauf hat. Manche Mitarbeiter*innen möchten eine strikte Trennung zwischen Beruflichem und Privatem. Trotzdem versuchen Arbeitgeber immer wieder, auf ihre Mitarbeiter*innen Druck auszuüben.

  1. Strategie

Ist erstmal eine Verbindung zwischen deinen Mitarbeitern*innen und deinem Unternehmen hergestellt, ist diese nie mehr zu entfernen. Das passiert z.B. wenn deine Mitarbeiter*innen dein Unternehmen als ihren Arbeitgeber bei Facebook, LinkedIn oder XING eintragen. Und eben auch, wenn sie deine Beiträge teilen und kommentieren.

Deshalb braucht du aus folgenden sechs Gründen eine Strategie im Umgang mit Mitarbeiter*innen als Markenbotschafter:

  1. Private Beiträge von Mitarbeitern in sozialen Medien sind jederzeit dem Arbeitgeber zuzuordnen, wenn die Info einmal im Profil hinterlegt wurde.
  1. Die meisten deiner Mitarbeiter sind sich über ihre Wirkung in der Öffentlichkeit und der Prägung eines Firmenbildes nicht bewusst.
  1. Digitale Äußerungen lassen sich speichern, man kann Screenshots davon machen, sie an andere Personen weiterleiten oder veröffentlichen. Das ist ein entscheidender Unterschied zu mündlichem Smalltalk.
  1. Die Verbreitung von Informationen erfolgt viel schneller und viel weiter als früher und kann so viral gehen, bevor du es stoppen kannst.
  1. Alle Mitarbeiter, die sich in sozialen Medien bewegen, sind für die Öffentlichkeit sichtbar. Was früher nur der PR-Abteilung und der Geschäftsführung vorbehalten war, ist nun für alle möglich. Das Unternehmensbild wird daher auch durch all diese Personen geprägt, auch wenn sich diese gar nicht darüber bewusst sind.
  1. Verhaltensregeln des Unternehmens (wie Geheimhaltungspflichten) werden oft nicht auf soziale Medien übertragen.

Es wird also Zeit, Social Media Guidelines zu erstellen, die du verantworten kannst, mit denen deine Mitarbeiter leben können und die deine Marke schützen. Mache deinen Mitarbeitern bewusst, dass sie eine potenzielle Schnittstelle zur Öffentlichkeit darstellen. Oft verändert dieses Bewusstsein schon vieles. Niemand will in seinem Privatleben reglementiert werden und das ist auch gut so. Einige Grundregeln für den Zusammenhang mit deinem Unternehmen sollte es aber geben. Wer darf worüber öffentlich sprechen? Unterstütze deine Mitarbeiter, indem du ihnen Hilfe bei unklaren Fragen anbietest und Regeln für den Umgang mit Unternehmensfragen auf privaten Kanälen anbietest.

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