Warum Blogartikel in den ersten Phasen der Käuferreise eine wichtige Rolle spielen

Vor einigen Wochen hatten wir das Thema Customer Journey nochmals aufgegriffen und gezeigt, wie eine klassische Käuferreise aussieht. Heute greifen wir das Thema erneut auf und erklären, warum Blogartikel in den ersten Phasen der Käuferreise eine wichtige Rolle spielen.

Blogartikel als zentraler Baustein des Content-Marketing

Blogartikel spielen im Content-Marketing eine wichtige Rolle. Blogs werden, wie wir wissen, nicht nur von Google sehr geliebt, sondern auch von vielen Internetnutzern. Das liegt daran, dass Blogs in der Regel ein sehr authentisches und ehrliches Image widerspiegeln. Blogger schreiben ehrlich, ungeschönt und sagen meistens ihre Meinung.

Blogs gibt es zu allen möglichen Themen: Von privaten Hobby-Blogs über Themenblogs (Essen, Reisen, Mode, Sport) bis hin zu Firmenblogs (auch Corporate Blogs genannt). Hier ist die Vielfalt besonders groß, da sich immer mehr Unternehmen dazu entschließen, ein Blog zu führen. Kein Wunder, denn in einem Blog kann man Themen ansprechen, die man auf der Firmenwebseite nicht findet. In einem Blog ist die Sprache sehr viel persönlicher, Blogs werden von Menschen geschrieben, nicht anonym vom Unternehmen. Und Blogs sind aufgrund ihrer Aktualität bei Google sehr beliebt und werden weit oben gerankt.

Blogartikel als Touchpoint in der Customer Journey

Bei der Customer Journey spielen Blogartikel eine wichtige Rolle. Hier sind Artikel im eigenen Blog genauso gemeint wie Gastartikel in anderen Blogs und Artikel über die eigene Marke und das eigene Produkt.

Schaut man sich die einzelnen Stationen der Customer Journey genauer an, so sieht man, dass der Nutzer/ Kunde vor allem in den ersten drei Phasen (1) Awareness / Bedürfnis, (2) Consideration / Informationssuche & Überlegung und (3) Preference / Auswahl sehr stark von guten Blogbeiträgen beeinflusst werden kann.

In der Phase 1 (Awareness / Bedürfnis) löst ein Ereignis das Problembewusstsein oder Bedürfnis aus. Meistens sind solche Ereignisse sehr allgemein wie z.B. Berichte im Fernsehen, Zeitungsartikel oder Tests der Stiftung Warentest. Oft sind es ganz persönliche Ereignisse. Auch Werbeanzeigen, Flyer oder Prospekte lösen ein Bedürfnis bzw. einen Wunsch aus.

In dieser Phase hat der Interessent keine konkrete Kaufabsicht und auf kein Produkt im Auge. Ein Blogartikel über Modetrends für den Strand bei einer Mode-Bloggerin, ein Blogartikel über die neustens Spielekonsolen oder neuartige Technologien kann hier ein Auslöser sein. Auch Fahrberichte über ein neues Fahrzeug in einem Auto-Blog oder ein Test von Kindersitzen in einem Elternblog lösen einen Reiz aus, der zu weiterer Recherche führt.

Die Phase 2 führt den Interessenten in die Überlegung & Informationssuche. Er hat „Blut geleckt“ und will mehr wissen – über die neuen Modetrends, die neuen Spielekonsolen, LED-Fernseher, das neue Auto oder die besten Kindersitze. Es besteht nun der Wille, ein Problem zu beseitigen oder ein Bedürfnis mit einer Lösung zu befriedigen. In der Regel beginnt er seine Recherche über Google. Da Blogs bei Google sehr gut positioniert sind, erscheinen Blogbeiträge zu einem Thema weit oben. Wenn hier dein Blogbeitrag in der Liste der Suchergebnisse steht, hast du einen weiteren Kontakt (Touchpoint) mit dem potenziellen Kunden gewonnen. Zum ersten Mal nimmt er dein Produkt wahr. Jetzt kommen auch Empfehlungen ins Spiel, hierzu zählen auch Shares bei Facebook & Co. Ist dein Blogbeitrag dort zu finden und hat ein Freund des Interessenten geliked oder geteilt, stößt er wieder auf dein Produkt.

Die Blogartikel selbst sind nun konkreter und beziehen sich darauf, wie dein Produkt oder deine Dienstleistung ein Problem (auch das des Interessenten) lösen könnte. Hier spielen übrigens auch Sponsored Posts (also Werbung als Blogartikel) oder Native Advertising sowie Beiträge von Influencern eine Rolle.

Die Phase 3 (Preference / Auswahl) ist die entscheidende Phase. Der Interessent hat gewisse interessante Seiten „gebookmarked“, hat Beiträge gespeichert, PDFs ausgedruckt, Videos angesehen, Presseartikel gelesen etc. und beginnt, seine finale Auswahl zu treffen. Man sagt, er baut sich Relevant-Set zusammen (Auswahl von Produkten und Marken).

Der Blogartikel kann den Leser überzeugen

Dein neuer Blogartikel muss ihn nun überzeugen, dass dein Produkt oder deine Leistung die perfekte Lösung ist. Das gelingt im eigenen Blog nur schwer, da Blogbeiträge ja keine Eigenwerbung sein sollten. Aber ein Gastartikel in einem anderen Blog, ein Test deines Produktes durch einen bekannten Blogger oder ein Interview mit dir in einem anderen Blog wirken überzeugend, weil diese Inhalte wieder authentisch und (vermeintlich) ehrlich sind.

Im besten Fall ruft der Kunde nun an, schreibt eine E-Mail oder geht in deinen Shop oder Laden.

Geschafft!

E-Mail-Design im Jahr 2022

Design ist in den vergangenen Jahren immer bedeutender geworden, wenn es um Marketing und Kundenwerbung geht. Denn schon länger müssen nicht nur Texte und Inhalte überzeugen, auch der „Look“ nimmt immer mehr Platz ein bei der Wahrnehmung eines Mediums. Manch einer sagt sogar

„Wenn Content King ist, dann ist Design die Queen!“

Und so liegt es nahe, dass auch beim E-Mail Design auf wesentliche Punkte geachtet werden sollte, wenn zum Beispiel der Newsletter auch wirklich gelesen werden soll.

Klare Strukturen und klare Aufforderungen

…so lässt sich die Anforderung an einen Newsletter zusammenfassen, doch auch der erste Eindruck muss stimmen.

Aktuell im Trend sind beispielsweise Farbverläufe im Hintergrund. Doch wie bei vielen anderen technischen Raffinessen sind diese nicht zuverlässig in jedem Mail-Client darstellbar, weswegen du auch eine einfarbige Variante bereitstellen solltest.
Fakt ist aber: Ein Farbverlauf fängt das Auge ein und lenkt den Blick abwärts, was uns natürlich zugutekommt, denn wir möchten ja, dass der Text gelesen wird.

Kommen wir nun zu den klaren Strukturen: Hierzu zählt ein klares Design. Doch auch ein gut strukturierter Text ist relevant für die Umsetzung dieser Empfehlung. Neben einem lockeren, problemlos lesbaren und nicht verschnörkelten/ verspielten Design sollte der Text gut und leicht lesbar sein. Hierzu sind eine geeignete Schriftart* und Schriftgröße sowie ein ausreichender Zeilenabstand unabdingbar.

Auch eine deutliche Strukturierung durch Überschriften und Absätze hilft dem Empfänger, die E-Mail mit wenig Aufwand zu überfliegen und schnell den Inhalt zu erfassen. Geschickt platzierte Bilder können ebenfalls dabei helfen, das Design rund wirken zu lassen. Aber Achtung: Bei animierten Grafiken (die eigentlich sehr gerne einzusetzen sind), musst du wieder beachten, dass manche Mail-Clients diese nicht abspielen können.

Im Start-Frame sollte die wichtige Botschaft also bereits erkennbar sein. Ganz wichtig ist am Ende eine klar formulierte Handlungsanweisung, womit wir auch schon beim nächsten Thema wären.

Interaktion mit dem Leser

Ein weiteres MUST HAVE ist – ganz nach dem Vorbild der sozialen Medien – die Aufforderung zur Interaktion. Sprich: Du solltest unbedingt Call-to-Action Buttons, viele klickbare Links, die bereits erwähnten GIFs oder interaktive Menüs in die E-Mail einbauen.

Da auch hier wieder aufgepasst werden muss, dass die E-Mail auch wirklich so dargestellt wird, wie geplant ist und nicht jeder Mail-Client interaktive Menüs und GIFs anzeigt, ist der Blick auf die gesamte E-Mail unabdingbar. Denn meistens funktioniert eine Idee nur im Gesamten.

Im ersten Schritt sind zum Beispiel viele Verlinkungen (auch auf denselben Inhalt) ein guter Anfang. Vielleicht bietest du am Ende die Aufforderung an, sich doch einmal eine bestimmte Webseite anzusehen. Auch eine kurze Bewertung, wie die E-Mail gefallen hat, kann helfen, in die Interaktion mit dem Leser zu treten.

Exkurs in die Welt der Typografie

*Nun noch ein kleiner Exkurs in die Welt der Typografie. Es gibt mittlerweile viele großartige Schriftarten, die viele verschiedene Stile transportieren. Selbst die Seriosität eines Unternehmens lässt sich oft schon an der gewählten Hausschrift erkennen. Doch so chic manche Schriftarten sind, so tückisch sind sie auch. Wie bereits mehrfach erwähnt, sind die meisten Mail-Clients leider nicht im Stande, ausgefallene Schriftarten korrekt anzuzeigen. Damit würde selbst ein preisverdächtiges Design nicht funktionieren.

Daher hier eine Übersicht, welche Schriften immer korrekt angezeigt werden und was die für Merkmale transportieren:

Serif-Schriften Charakter
  • Georgia
  • Times New Roman
  • Proxima Nova
  • Baskerville
  • traditionell
  • vertrauenserweckend
  • zuverlässig
  • seriös
Sans-Serif-Schriften Charakter
  • §  Arial
  • Roboto
  • Open Sans
  • Calibri
  • Helvetica
  • Franklin Gothic
  • Raleway
  • Sofia Pro
  • Quasimoda
  • Brandon Grotesque
  • Verdana
  • Tahoma
  • geradlinig
  • modern
  • einfach
  • zuverlässig
  • sauber
Display-Schriften Charakter
  • Valencia
  • Cooper
  • einzigartig
  • ausdrucksstark
  • freundlich
  • individuell
  • teils verspielte Ausstrahlung
Moderne Schriftarten Charakter
  • Century Gothic
  • Futura
  • stilvoll
  • schick
  • kraftvoll
  • stark

Und last but not least: Der Aufbau

Empfehlenswert ist es, wenn jeder Newsletter eine klare Struktur aufzeigt und den Leser „an die Hand“ nimmt und durch die E-Mail begleitet. Perfekt ist folgende Reihenfolge:

  1. Übersicht über die Themen
  2. Begrüßung mit Einleitung
  3. Thema (mit Verlinkungen und sofern gewünscht Bildern)
  4. Call-to-Action
  5. Wiederkehrendes Thema mit Mehrwert
  6. Footer

Neu und ungewöhnlich sind die E-Mail Trends nicht, doch sollten besonders die Newsletter-Designs, die seit Jahren nicht verändert wurden, noch einmal auf diese Punkte hin bewertet werden.

Übrigens: Wie du erreichst, dass deine Newsletter wirklich gelesen werden, erfährst du hier.

Das Rad muss nicht mehr erfunden werden ODER Warum immer neue Inhalte überbewertet werden

Sicherlich denkt jetzt der ein oder andere, dass dies nun nicht sein kann. Immerhin soll man doch innovativen und am besten einzigartigen Content produzieren und nicht irgendwo kopieren.

Dazu sagen wir: Jein

Natürlich sollte nie der Inhalt eines anderen Blogs oder Social-Media-Kanals 1:1 kopiert werden. Aber das Rad muss – wie oben erwähnt – auch nicht neu erfunden werden. Manche Themen funktionieren seit Jahren und interessieren seither die Leserschaft von zig Medien.

Der eigene Blick macht die Einzigartigkeit aus

Was aber deinen Content zum individuellen Content macht, ist dein Blick und dein besonderes „Etwas“.

Doch was ist dieses „Etwas“?

Das gewisse persönliche Extra ist das, was auch im Gespräch unter Freunden hervorkommt.

Ein Beispiel: Du sitzt mit Freunden zusammen und das Thema „Urlaub im Hotel“ wird diskutiert. Sicherlich hat jeder etwas dazu beizutragen und selbst wenn ihr euch alle einig seid, dass Urlaub im Hotel etwas Feines ist, so wird jeder auf andere Dinge Wert legen und den Mehrwert eines solchen Urlaubs anders bewerten.

Transportiert man dies nun in die Content-Produktion, so ist klar, was deinen Content einzigartig macht: DU! Auch wenn du über ein Thema schreibst, welches weder neu noch unbesprochen ist…

Individualität neu

Content sollte – ganz egal für welches Medium – heutzutage individuell sein, denn letztlich folgen Follower der Person hinter dem Content und eben diese Person (sprich du) ist es, die sie dazu bringt, Inhalte zu lesen.

Neu ist in der heutigen Zeit eh wenig. Und immer auf der Jagd nach wirklichen News zu sein, ist kaum noch machbar. Aber dies ist eben auch gar nicht nötig, wenn die Inhalte für das eigene Publikum geschrieben werden, in dem eigenen Stil, den die Leserschaft (offensichtlich) schätzt.

Der Schlüssel: Self-confidence

Wenn du also gerade wieder einmal vorm PC sitzt und eine (vermeintliche) Schreibblockade hast, denk immer daran, dass abgucken gar nicht falsch ist und dass du es bist, der die Texte gut werden lässt! Also Kopf hoch, stöbere im Internet und das wichtigste: Schreibe selbstbewusst drauf los!